Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Archaeology

Vere Gordon Childe und die neolithische Revolution

Title: Vere Gordon Childe und die neolithische Revolution

Term Paper , 2011 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Patrick Boll (Author)

Archaeology

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Jahre 1941 veröffentlichte der australische Prehistoriker Vere Gordon Childe sein Buch
„Man makes himself“. In diesem Werk versucht er durch die Verknüpfung von
archäologischen Daten und marxistischen Ideen, eine Interpretation der Geschichte zu leisten.
Eine Geschichte die sich von den ersten Jägern und Sammlern hin zu der modernen
Gesellschaft rekonstruieren ließe. Zentrale Punkte in seinem Konzept sind die neolithische
und die urbane Revolution. Sie stehen für entscheidende Entwicklungen in der Vorgeschichte,
welche uns auf den Weg hin zur modernen Gesellschaft führen. Diese Arbeit befasst sich mit
Childes Idee der neolithischen Revolution und einer kritischen Betrachtung seines Konzeptes.
Zusätzlich wird versucht eine Aussage zu der Relevanz des Konzeptes und der Person Vere
Gordon Childe für die Archäologie zu treffen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vere Gordon Childe

3. Die neolithische Revolution

3.1 Die „Oasen-Hypothse“ und der Fruchtbare Halbmond

3.2 Von Sammlern und Bauern

3.3 Überschüsse

3.4 Technologie

3.5 Götter und Gesellschaft

4. Marxistische Archäologie und Kritik

5. Zusammenfassung

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der "neolithischen Revolution", wie es der prähistorische Archäologe Vere Gordon Childe im Jahr 1941 in seinem Werk "Man makes himself" formulierte. Dabei wird das Ziel verfolgt, seine zentralen Thesen kritisch zu beleuchten, ihre wissenschaftliche Relevanz im Kontext der damaligen Forschung einzuordnen und zu prüfen, inwieweit sein materialistisch geprägter Ansatz trotz moderner, korrigierender Erkenntnisse noch immer das Fachverständnis der prähistorischen Archäologie prägt.

  • Die Person und das Wirken von Vere Gordon Childe
  • Die theoretischen Grundlagen der neolithischen Revolution
  • Umweltfaktoren versus sozioökonomischer Wandel
  • Die Rolle von Überschusswirtschaft und Klassenteilung
  • Methodische Anwendung der marxistischen Archäologie

Auszug aus dem Buch

3.1 Die „Oasen-Hypothese“ und der Fruchtbare Halbmond

Wie es sich für den Historischen Materialismus gehört, liegt der Auslöser für die neolithische Revolution allein in Umweltfaktoren. Am Ende der letzten Eiszeit kam es zu einem Klimaumschwung. Die Winde über dem Atlantik verschoben sich nach Norden. Dies führte zu einem trockeneren Klima im Gebiet der Levante und Nordafrikas. Dies muss Dürren zur Folge gehabt haben, welche die Menschen und Tiere dazu veranlasste Schutz in den Oasen und Überschwemmungsgebieten der Flüsse zu suchen. Dort muss es zur ersten Domestikationen gekommen sein.

Auf die Frage was zuerst dagewesen sein muss, Ackerbau oder Nutztiere gibt Childe uns eine Antwort. Am Beginn seines Textes erwähnt er, dass unterschiedliche Schulen unterschiedliche Antworten auf dieses Henne-Ei-Problem haben. Die Antwort finde sich in den archäologischen Daten, denn es sei uns bekannt, dass die ersten Bauern nur sehr wenige Nutztiere hatten und sich ihre Nahrungsbeschaffung auf Ackerbau und Jagt beschränkt haben muss. Dies bettet er später in die „Oasen-Hypothese“ ein in dem er sagt dass die Nutztiere, auf der der Flucht vor Hunger und Räubern, wahrscheinlich zu den Menschen gefunden haben, da dieser ihnen Nahrung geboten haben muss (Childe, 1941). Der Autor zeichnet hier ein Bild von halbverhungerten wilden Tieren, die von den Ernteresten der ersten Bauern zehren.

In Childes Vision reicht also der bloße Kontakt zueinander aus, um gemeinsame Wege zu gehen. Jedoch bleibt uns hier eine genauere und vor allem weniger konstruierten Erklärung schuldig, was auch dazu führte, dass die „Oasen-Hypothese“ heute abgelehnt wird. Zusätzlich stellte sich heraus, dass die Klimaveränderung selbst nicht schnell genug abgelaufen ist um eine Veränderung des Verhaltens hervorzurufen. Es kommt erschwerend hinzu, dass der Prozess der neolithischen Revolution auch in Regionen stattfand, welche nicht unter dramatischen Klimaschwankungen gelitten haben und in denen es wahrscheinlich ausreichend Nahrung gab. Nichtsdestotrotz gibt es heute erneut Theorien, welche Umweltfaktoren besonders den des Klimas als Auslöser für den Wandel sehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Werk von Vere Gordon Childe ein und umreißt die Absicht der Arbeit, sein Konzept der neolithischen Revolution kritisch zu untersuchen.

2. Vere Gordon Childe: Dieses Kapitel gibt einen biografischen Abriss über Childe, seine akademische Karriere und seine politische Haltung.

3. Die neolithische Revolution: Hier werden die Kernthesen der neolithischen Revolution erläutert, wobei der Fokus auf dem Übergang zu produzierenden Wirtschaftsformen liegt.

3.1 Die „Oasen-Hypothse“ und der Fruchtbare Halbmond: In diesem Abschnitt wird die ökologische Begründung für den Wandel zur Landwirtschaft kritisch hinterfragt.

3.2 Von Sammlern und Bauern: Der Vergleich zwischen den Lebensweisen von Jägern und Sammlern gegenüber sesshaften Bauern bildet den Schwerpunkt dieses Kapitels.

3.3 Überschüsse: Dieses Kapitel behandelt die Rolle von Überschüssen als Triebkraft für gesellschaftliche Spezialisierung und Machtstrukturen.

3.4 Technologie: Hier wird der technologische Fortschritt, insbesondere die Bedeutung von Keramik und Werkzeugen, analysiert.

3.5 Götter und Gesellschaft: Der Zusammenhang zwischen Umweltfaktoren, Religion und gesellschaftlicher Entwicklung wird in diesem Abschnitt untersucht.

4. Marxistische Archäologie und Kritik: Dieses Kapitel widmet sich der theoretischen Einbettung in den historischen Materialismus und den daran geübten wissenschaftlichen Kritiken.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Bedeutung von Childes Arbeit für die heutige Prähistorische Archäologie und sein bleibendes wissenschaftliches Erbe.

6. Literatur: Dieses Verzeichnis listet die verwendeten Quellen und die wissenschaftliche Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Vere Gordon Childe, neolithische Revolution, Ur- und Frühgeschichte, Historischer Materialismus, Archäologie, Sesshaftigkeit, Domestikation, Oasen-Hypothese, soziale Ungleichheit, Arbeitsteilung, Fruchtbarer Halbmond, Wirtschaftsweise, Klassenkampf, technologische Entwicklung, Prähistorik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das wegweisende Konzept der "neolithischen Revolution" des Archäologen Vere Gordon Childe und bewertet dessen theoretische Grundlagen kritisch im Licht moderner archäologischer Forschung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Person Vere Gordon Childe, die Ursachen des Übergangs von Jägern und Sammlern zu sesshaften Bauern sowie die Rolle von Technologie, Überschusswirtschaft und gesellschaftlicher Religion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Childes Konzepte auf ihre Relevanz zu prüfen und zu verstehen, warum seine Thesen trotz teils widerlegter Daten bis heute einen maßgeblichen Einfluss auf das prähistorische Fachverständnis haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse archäologischer Daten und historischer Fachliteratur, um Childes marxistisch geprägten "Historischen Materialismus" im Kontext der Archäologie zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Childes spezifische Hypothesen – wie die Oasen-Hypothese, der Wandel zur sesshaften Landwirtschaft und die Entstehung von Klassengesellschaften – detailliert dargestellt und kritisch hinterfragt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind neolithische Revolution, Vere Gordon Childe, Historischer Materialismus, Sesshaftigkeit, Archäologie und ökonomische Entwicklung.

Warum wird die „Oasen-Hypothese“ heute kritisch betrachtet?

Die Hypothese wird kritisch gesehen, da neuere Forschungen zeigen, dass Klimaveränderungen nicht der alleinige Auslöser waren und der Wandel zur Landwirtschaft auch in Regionen ohne extreme Klimaschwankungen stattfand.

Welche Rolle spielt die Religion in Childes Konzept?

Childe betrachtet Religion als ein Produkt der Umwelt und gesellschaftlicher Notwendigkeiten, wobei er sie teilweise sogar als hemmenden Faktor für technologische Fortschritte interpretiert.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Vere Gordon Childe und die neolithische Revolution
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Ur- und Frühgeschichte)
Course
Archäologische Theorie
Grade
1,0
Author
Patrick Boll (Author)
Publication Year
2011
Pages
17
Catalog Number
V202619
ISBN (eBook)
9783656286202
ISBN (Book)
9783656287407
Language
German
Tags
neolitische Revolution Gordon Childe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Boll (Author), 2011, Vere Gordon Childe und die neolithische Revolution, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/202619
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint