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Die antike Mnemotechnik unter Berücksichtigung der Pythagoreer

Title: Die antike Mnemotechnik unter Berücksichtigung der Pythagoreer

Term Paper , 2009 , 17 Pages

Autor:in: Agnes Thiel (Author)

Didactics - History

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Summary Excerpt Details

Die Mnemotechnik hatte in der Antike eine auf Jenseits ausgerichtete Funktion. Die Pythagoreer benutzen sie, um im Zuge der Seelenwanderungslehre sich die Tagesdinge zu rekapitulieren. Es war eine Vorbeitung auf das Jenseits. Die Technik ist besonders für Platon wichtig. Im X. Buch der Politeia lässt er alle Toten aus dem Fluss Lethe trinken, damit sie zunächst alles vergessen. Nur die Philosophen haben die Möglichkeit und Fähigkeit, sich im Diesseits an die postmordale Schaue der Ideen zu "erinnern".
Platon ohne Pythagoras ist undenkbar - diese Arbeit zeigt warum!
Auf welche Rolle die Mnemotechnik mitlerweile reduziert wird, zeigt diese Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die antike Mnemotechnik

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Der geschichtliche Hintergrund

2.3 Die drei lateinischen Quellen zur klassischen Gedächtniskunst

2.4 Die antike Mnemotechnik vor Aristoteles

2.5 Die Mnemotechnik des Aristoteles

3. Die Mnemotechnik der Pythagoreer

3.1 Das Bild des Pythagoras in den Quellen

3.2 Die Rolle des Gedächtnisses bei den Pythagoreern

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der antiken Mnemotechnik und beleuchtet dabei insbesondere die Rolle des Gedächtnisses innerhalb der pythagoreischen Seelenlehre, um aufzuzeigen, wie Gedächtnisübungen vor der Systematisierung durch Aristoteles als eschatologisches Instrument dienten.

  • Übergang von der oralen Tradition zur Schriftkultur im antiken Griechenland
  • Die klassische antike Gedächtniskunst (loci und imagines) bei Cicero, Quintilian und im Auctor ad Herennium
  • Kritik und Weiterentwicklung der Mnemotechnik durch Platon und Aristoteles
  • Die eschatologische Bedeutung der Gedächtnispflege und Seelenwanderung bei den Pythagoreern

Auszug aus dem Buch

2.3 Die drei lateinischen Quellen zur klassischen Gedächtniskunst

Aus der Antike sind uns bekanntlich drei Stellen für mnemotechnische Verfahren bekannt, die im Laufe des Mittelalters ausgebaut und modifiziert wurden und bis heute die Grundlage für jede Art von Gedächtnistraining bilden. Für die Überlieferung griechischen Gedankengutes sowie griechischer Begrifflichkeit sind die Latiner verantwortlich. Es verwundet nicht, auch hier von Cicero zu hören. Zum zweiten gibt es das 82 v. Chr. verfasste Werk eines anonymen Schriftstellers mit dem Titel Rhetorica ad Herennium. In diesem Werk wird das Auswendiglernen nicht statisch und als Wissensspeicher betrachtet, sondern vielmehr als aktive Aneignung und Bewahrung von Wissen. Hierbei ging es aber schon um das Auswendiglernen von schriftlich Fixiertem. Die dritte Quelle der klassischen Gedächtniskunst findet sich in Quintilias Institutio oratoria. Diese drei Quellen seien an dieser Stelle kurz herangezogen.

Von Cicero wird im Werk de oratore berichtet, wie Simonides die Gedächtniskunst erfand bzw. entdeckte. Er erzählt dazu folgende Geschichte: Der große Rhetor Simonides war zu einem Festmahl geladen, bei dem er zu Ehren des Gastgebers Skopas ein lyrisches Gedicht vortrug. Simonides verließ das Zimmer, weil zwei andere Männer ihn sprechen wollten. In dieser Zeit brach das Dach des Gebäudes auf Grund einer Feuerbrunst ein und alle Anwesenden kamen um. Die Leichen waren von den Angehörigen nicht mehr identifizierbar. Nur Simonides konnte hier helfen: aus dem Gedächtnis konnte er die Sitzfolge wiedergeben. Simonides kam daher zu der wegweisenden Erkenntnis „daß eine planmäßige Anordnung entscheidend für ein gutes Gedächtnis ist.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung der Mnemotechnik ein und erläutert die Forschungsabsicht, den eschatologischen Bezug des Gedächtnisses vor Aristoteles, insbesondere bei den Pythagoreern, zu untersuchen.

2. Die antike Mnemotechnik: Dieses Kapitel definiert den Begriff Mnemotechnik, beleuchtet den Wandel von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit und analysiert die klassischen Quellen sowie die Ansätze von Aristoteles.

3. Die Mnemotechnik der Pythagoreer: Hier wird das historische Bild des Pythagoras analysiert und die zentrale Rolle des Gedächtnisses als identitätsstiftendes Element innerhalb seiner Lehre von der Seelenwanderung dargestellt.

Schlüsselwörter

Mnemotechnik, Gedächtniskunst, Pythagoras, Pythagoreer, Seelenwanderung, Ars Memoriae, Antike, Rhetorik, Schriftlichkeit, Aristoteles, Platon, Gedächtnistraining, Metempsychose, Eschatologie, Mündlichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursprünge und die historische Entwicklung der antiken Mnemotechnik mit einem besonderen Fokus auf die philosophischen und religiösen Vorstellungen der Pythagoreer.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der Wandel von der Mündlichkeit zur Schriftkultur, die rhetorische Gedächtniskunst der Antike und die religiöse Bedeutung der Erinnerung für die Seelenwanderungslehre.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Mnemotechniken bereits vor Aristoteles erfolgreich eingesetzt wurden und welche eschatologische Funktion das Gedächtnis speziell innerhalb der pythagoreischen Lehre erfüllte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Quellenanalyse, insbesondere durch die Auswertung antiker Schriften von Cicero, Quintilian, dem Auctor ad Herennium sowie zeitgenössischer Fragmente zu Pythagoras.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die historische Einordnung, die Vorstellung der drei klassischen Quellen zur Gedächtniskunst sowie die tiefgehende Analyse des Gedächtnisses im Kontext des Pythagoreismus.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Mnemotechnik, Seelenwanderung, Pythagoreer, Ars Memoriae, Rhetorik und Gedächtnistraining.

Welche Bedeutung hatte das Gedächtnis bei den Pythagoreern?

Bei den Pythagoreern diente das Gedächtnis als Instrument zur Kontinuitätsstiftung zwischen verschiedenen Einkörperungen, um das Wissen über das eigene Selbst und die eigene Unsterblichkeit zu bewahren.

Warum unterscheidet die Arbeit zwischen "Mathematikern" und "Akusmatikern"?

Die Spaltung deutet auf einen inneren Prozess der Entfremdung hin, bei dem der Fokus auf das "Wissen" zu einer Vernachlässigung der ursprünglichen eschatologischen Seelenlehre führte.

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Details

Title
Die antike Mnemotechnik unter Berücksichtigung der Pythagoreer
College
University of Heidelberg
Author
Agnes Thiel (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V202523
ISBN (eBook)
9783656288787
ISBN (Book)
9783656290421
Language
German
Tags
Pythagoras Pythagoreer Antike Mnemotechnik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Agnes Thiel (Author), 2009, Die antike Mnemotechnik unter Berücksichtigung der Pythagoreer, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/202523
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