Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Musicology - Miscellaneous

Bachs "Greatest Hits": Zur Rezeptionsgeschichte des "Wohltemperierten Klaviers"

Title: Bachs "Greatest Hits": Zur Rezeptionsgeschichte des "Wohltemperierten Klaviers"

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 36 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M. A. Wolfgang Völkl (Author)

Musicology - Miscellaneous

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Arbeit setzt sich unter bestimmten Gesichtspunkten mit der Rezeptionsgeschichte des „Wohltemperierten Klaviers“ von Johann Sebastian Bach auseinander. Im Hintergrund steht dabei immer die grundlegende Frage des Seminars, in dessen Rahmen diese Arbeit entstand: warum gibt es in Bachs Oeuvre unter der Vielzahl von Werken immer wieder einzelne, welche die Zeiten in besonderer Weise überdauerten, die bekannter, verbreiteter oder beliebter zu sein scheinen als andere? Warum sind bestimmte Werke, salopp ausgedrückt, „Bach‘s Greatest Hits“ geworden, und andere nicht? Ziel der vorliegenden Arbeit ist daher der Versuch, zu ergründen, welche Aspekte der Rezeptionsgeschichte des „Wohltemperierten Klaviers“ seine Bevorzugung vor anderen Werken begünstigten, und seinen Aufstieg in die Liste von Bachs „Greatest Hits“ ermöglichten. Diese ausschließliche Fokussierung der Perspektive auf die Rezeptionsgeschichte erfolgt auch aus pragmatischen Gründen: eine eingehende Analyse des „Wohltemperierten Klaviers“ an sich würde den Rahmen einer Hauptseminararbeit sprengen. Im Sinne Albert Schweitzers: „Die Tatsache, dass dieses Werk heute Allgemeingut geworden ist, mag über die andere hinwegtrösten, dass eine Analyse desselben ebenso unmöglich ist wie die Schilderung eines Waldes durch Aufzählen der Bäume und Beschreibung ihres Aussehens.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Das „Wohltemperierte Klavier“ als einer von Bachs „Greatest Hits“

2. Die frühe Rezeptionsgeschichte des „Wohltemperierten Klaviers“ 1750 - 1850

3. Aspekte der Rezeption des „Wohltemperierten Klaviers“ ab dem 19. Jahrhundert

3.1 Das Wohltemperierte Klavier zwischen Unterricht und Konzertbühne

3.2 Das „Das Wohltemperierte Klavier“ zwischen Sammlung und Zyklus: Möglichkeiten des Anknüpfens für den Hörer

3.3 Das „Wohltemperierte Klavier“ als pianistische Meisterprüfung

3.4 Was macht das „Wohltemperierte Klavier“ so geeignet für Nachahmungen?

3.4.1 Universalität der 24 Tonarten

3.4.2 Legitimierung durch Anknüpfung

3.4.3 Weiterdenken des Bachschen Konzepts im eigenen Zeithorizont

3.5 Was macht das „Wohltemperierte Klavier“ so geeignet für Bearbeitungen?

3.5.1 Legitimierung durch Bearbeitung

3.5.2 Offenheit für interpretatorische Anlagerungen

3.5.3 Interpretatorische Ausgaben als marktwirtschaftlicher Faktor

3.5.4 Bearbeitungsmöglichkeiten durch Uminstrumentierung

3.5.5 Metaphysische Bedeutungsanlagerungen bei Bearbeitungen des „Wohltemperierten Klaviers“

3.5.5.1 Besonderheiten des C-Dur-Präludiums

3.5.5.2 Charles Gounods „Ave Maria“

3.5.5.3 Arvo Pärts „Credo“

3.5.6 Aspekte von Jazz-Bearbeitungen des „Wohltemperierten Klaviers“

3.5.6.1 Motorik

3.5.6.2 Symmetrie

3.5.6.3 Harmonik

3.5.6.4 Thematik

3.5.6.5 Form und Struktur

4. Die Situation des „Wohltemperierten Klaviers“ heute - ein Überblick

5. Anhang

5.1 Tabelle 1

5.2 Tabelle 2

5.3 Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rezeptionsgeschichte von Johann Sebastian Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ und analysiert, warum dieses Werk einen Sonderstatus als einer der „Greatest Hits“ des Komponisten einnimmt. Im Fokus steht die Frage, welche Faktoren – von der pädagogischen Eignung bis hin zur Offenheit für Bearbeitungen – den Aufstieg und die anhaltende Popularität dieses Werkes über Jahrhunderte hinweg begünstigt haben.

  • Rezeptionsgeschichte des „Wohltemperierten Klaviers“ zwischen 1750 und heute
  • Die pädagogische und konzertante Doppelrolle des Werkes
  • Kompositorische Nachahmungen und ihre Motivik
  • Strategien der Bearbeitung (von klassisch bis Jazz)
  • Metaphysische Bedeutungsanlagerungen am Beispiel des C-Dur-Präludiums

Auszug aus dem Buch

3.5.6.1 Motorik

Die von Hunkemöller angesprochene Motorik findet sich natürlich nicht nur im Vivace des Doppelkonzerts. Vor allem die Präludien des „Wohltemperierten Klaviers“ sind häufig von motorischem Charakter, d. h. sie haben als Keimzelle ihrer Entwicklung eine rhythmisch markante oder von deutlichem Bewegungsgestus geprägte Figur, deren fortwährende Wiederholung das Stück entstehen lässt. Die ersten beiden Präludien des ersten Bandes in C-Dur und C-Moll wären gute Beispiele für diesen Typus. Bereits hier zeigen sich mögliche Anknüpfungspunkte für Jazzmusiker und –hörer. Zum einen ist es natürlich die eigene Motorik des Jazz, einer Musikrichtung, deren Hauptmerkmal eine Fokussierung auf markante Rhythmik darstellt. Eine prägnante motorische Musik in ein motorisch geprägtes Genre zu überführen, ist sicher naheliegend.

Eine ähnliche Beobachtung machte Darius Milhaud bereits in den 1920er Jahren, als er Jean Wiener und dessen musikalischen Partner Vance in Paris Jazz spielen hörte: „Ohne Übergang wechselten diese beiden von Ragtimes zu Foxtrotts und dann zu den gefeiertsten Passagen Bachs. In der Tat verlang synkopierte Musik, genau wie die Musik Bachs, unerbittlich gleichmäßige Rhythmen, da beide auf derselben Grundlage aufgebaut sind.“ Hinzu kommt, dass das Konzept des sich beständig wiederholenden rhythmischen Motivs, über dessen Wiederholungen sich ein harmonischer Verlauf entfaltet, wesentlicher Bestandteil vieler Jazzkompositionen darstellt. Dabei lässt sich dieses Konzept sowohl in der Begleitung wiederfinden (ein gleichbleibendes Begleitmuster, über welchem die Melodie liegt, beispielsweise in „Sidewinder“), als auch in der Melodiebildung (eine sich wiederholende Melodie, der unterschiedliche Harmonien unterlegt werden, beispielsweise in „Bag’s Groove“). Ähnlich lässt sich das Konzept durch Wiederholung erzeugter Verläufe bei Bach nicht nur in harmonielastiger Ausprägung in den Präludien finden, sondern auch in thematisch geprägter Fassung, freilich in ungleich höherer Komplexität, in den Fugen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das „Wohltemperierte Klavier“ als einer von Bachs „Greatest Hits“: Einführung in die Fragestellung, warum manche Werke Bachs zu „Hits“ wurden und andere nicht, mit Fokus auf das „Wohltemperierte Klavier“.

2. Die frühe Rezeptionsgeschichte des „Wohltemperierten Klaviers“ 1750 - 1850: Analyse der Überlieferung nach Bachs Tod und der schrittweisen Etablierung des Werkes im musikgeschichtlichen Bewusstsein.

3. Aspekte der Rezeption des „Wohltemperierten Klaviers“ ab dem 19. Jahrhundert: Untersuchung der verschiedenen Facetten wie Pädagogik, pianistische Herausforderung, Nachahmung und Bearbeitung.

4. Die Situation des „Wohltemperierten Klaviers“ heute - ein Überblick: Statistischer Blick auf die heutige Verbreitung des Werkes anhand von Verkaufsdaten auf Online-Plattformen.

5. Anhang: Auflistung der Datenquellen und Tabellen zur statistischen Untersuchung sowie bibliografische Angaben.

Schlüsselwörter

Johann Sebastian Bach, Wohltemperiertes Klavier, Rezeptionsgeschichte, Greatest Hits, Musikbearbeitung, Jazz-Bearbeitung, C-Dur-Präludium, Kontrapunkt, Kompositionsgeschichte, Musikrezeption, Interpretationsausgaben, Bachrenaissance, Klavierpädagogik, Transzendenz, musikalische Analyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Rezeptionsgeschichte von Johann Sebastian Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ und analysiert die Gründe für dessen anhaltende Popularität und den Status als eines der bekanntesten Werke Bachs.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Zu den Schwerpunkten zählen die Bedeutung des Werkes im Musikunterricht, die Rolle als pianistische Herausforderung, die vielfältigen Bearbeitungen (von Klassik bis Jazz) sowie die metaphysische Deutung einzelner Stücke.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ergründen, welche spezifischen Eigenschaften des „Wohltemperierten Klaviers“ dazu beigetragen haben, dass es sich gegenüber anderen Werken Bachs durchgesetzt hat und bis heute einen zentralen Platz im Repertoire einnimmt.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden historischen Quellenanalyse sowie einer musikwissenschaftlichen Untersuchung der Rezeptions- und Bearbeitungsgeschichte, ergänzt durch eine statistische Auswertung der aktuellen Marktpräsenz auf digitalen Plattformen.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Mittelpunkt?

Im Hauptteil wird analysiert, wie das Werk durch seine Eignung für pädagogische Zwecke, seine Offenheit für künstlerische Bearbeitungen und seine Rolle als „Universal-Werk“ zur Identifikationsfigur für Bach avancierte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Rezeptionsgeschichte, „Greatest Hits“, Kontrapunktik, Interpretationsvielfalt, Bearbeitungspraxis und die kulturelle Symbolik des Werkes.

Warum wird das C-Dur-Präludium als „pars pro toto“ bezeichnet?

Das C-Dur-Präludium wird in der Arbeit als repräsentatives Modell für die gesamte Sammlung gesehen, da es sowohl die strukturelle Einfachheit als auch die tonale Universalität des gesamten Zyklus in konzentrierter Form verkörpert.

Welche Rolle spielt die Jazz-Bearbeitung für die Argumentation?

Die Jazz-Bearbeitungen dienen als Beleg dafür, dass die formale Anlage der Stücke (Motorik, Symmetrie, Harmonie) eine hohe Kompatibilität mit anderen musikalischen Genres aufweist, was die universelle Übertragbarkeit von Bachs Musik unterstreicht.

Excerpt out of 36 pages  - scroll top

Details

Title
Bachs "Greatest Hits": Zur Rezeptionsgeschichte des "Wohltemperierten Klaviers"
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Musikwissenschaft)
Course
Hauptseminar Johann Sebastian Bach: Greatest Hits
Grade
1,0
Author
M. A. Wolfgang Völkl (Author)
Publication Year
2011
Pages
36
Catalog Number
V202437
ISBN (eBook)
9783656285823
ISBN (Book)
9783656286646
Language
German
Tags
Johann Sebastian Bach Das Wohltemperierte Klavier Barock Rezeptionsgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Wolfgang Völkl (Author), 2011, Bachs "Greatest Hits": Zur Rezeptionsgeschichte des "Wohltemperierten Klaviers", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/202437
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  36  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint