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Das interkulturelle Leser-Gespräch als Methode der Literatur- und Kulturvermittlung in der Interkulturellen Germanistik

Title: Das interkulturelle Leser-Gespräch als Methode der Literatur- und Kulturvermittlung in der Interkulturellen Germanistik

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 32 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sarah Merrett (Author)

German Studies - Miscellaneous

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„Aha?! Das versteh' ich aber ganz anders!“ Diese oder ähnliche Worte dürften wohl jedem bekannt sein, der schon mal seine Lese-Erfahrung mit jemanden ausgetauscht hat, der denselben Text gelesen hat. Nun, stellen wir uns vor, diese beiden Leser stammen aus verschiedenen Kulturkreisen, so dürfte es umso wahrscheinlicher erscheinen, dass unterschiedliche Vorstellungen/Verständnisse von ein und demselben Text vorherrschen. Dies kann häufig sogar mal zu einer Verstrickung in eine Endlos-Diskussion führen. Dabei reicht eine unterschiedliche Auffassung von einem einzigen Begriff häufig aus, um ein solches Gespräch zu evozieren. Selbstverständlich trifft dies nicht nur
auf das Lesen zu, sondern auch auf die Rezeption anderer Medien, wie etwa am Philosophieren über ein Theaterstück, einen (Kino-)Film oder ein Kunstwerk deutlich wird.
Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt jedoch auf dem Gespräch über das Gelesene, wobei hier nicht, wie in unserem Beispiel, auf willkürliche Gespräche über Lese-Erfahrungen eingegangen wird, sondern auf das gesteuerte (interkulturelle) Leser-Gespräch im Rahmen der Kultur- bzw. Literaturvermittlung.
Dazu werde ich nach einer allgemeinen Einführung über die Rolle der deutschsprachigen Literatur in der Praxis der Kulturvermittlung speziell auf das interkulturelle Leser-Gespräch eingehen und
seine Funktion in der interkulturellen Germanistik herausarbeiten. Im Zusammenhang mit dem Leser-Gespräch darf der Aspekt der Psychologie des Lesens nicht vernachlässigt werden, weshalb ich in Kapitel 3 auf den Leseakt selbst eingehen werde und skizzieren werde, welche Prozesse ein Leser eigentlich durchschreitet, wenn er einen (fremden) Text liest. Im nächsten Kapitel soll dann auf die Aufnahme literarischer Werke eingegangen werden, also auf die Rezeptionsästhetik bzw. speziell auf die Begriffe Rezeption und Interpretation, wobei das Ziel sein wird, diese Begriffe
voneinander abzugrenzen. Anschließend werde ich in Kapitel 4 drei literarische Texte analysieren und ihr Potential zur Initiierung von Leser-Gesprächen herausarbeiten, bevor ich dann im letzten
Kapitel zum Fazit meiner Arbeit komme.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das interkulturelle Leser-Gespräch als Methode der Literatur- und Kulturvermittlung in der Interkulturellen Germanistik

2.1 Die Rolle der deutschsprachigen Literatur in der Praxis der Kulturvermittlung

2.2 Das interkulturelle Leser-Gespräch

2.2.1 Das Leser-Gespräch als Gegenstand der Interkulturellen Germanistik

3. Lesen, rezipieren, interpretieren

3.1 Allgemeines

3.2 Die Psychologie des Lesens

3.3 Rezeptionsästhetik

3.4 Das Problem der interkulturellen Rezeption und Interpretation

4. Analyse dreier literarischer Texte

4.1 Max Frisch: Fragebogen zum Thema Heimat

4.2 Rudolf Otto Wiemer: Empfindungswörter

4.3 Reiner Kunze: Fünfzehn

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial des interkulturellen Leser-Gesprächs als methodisches Instrument der Literatur- und Kulturvermittlung innerhalb der Interkulturellen Germanistik, wobei der Fokus auf dem aktiven Austausch über individuelle Leseerfahrungen liegt.

  • Grundlagen der interkulturellen Rezeption und Interpretation
  • Die psychologischen und rezeptionsästhetischen Prozesse des Lesens
  • Methodische Gestaltung interkultureller Leser-Gespräche in Kleingruppen
  • Analyse von Literatur als Basis für interkulturelle Reflexionsprozesse
  • Förderung des Fremdverstehens durch den Austausch über Leseerfahrungen

Auszug aus dem Buch

2.2 Das interkulturelle Leser-Gespräch

Im interkulturellen Leser-Gespräch vergleichen nach Krusche zwei oder mehr Leser eines jeweils gleichen Texts ihre Lese-Erfahrungen miteinander, wobei vorausgesetzt wird, dass mindestens ein Fremdkultur-Leser an dem Gespräch beteiligt ist. Deshalb muss, bevor auf das Leser-Gespräch selbst eingegangen wird, zunächst einmal verdeutlicht werden, welche Voraussetzungen mit dem Lesen fremdkultureller Literatur einhergehen.

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass der Fremdkultur-Leser bereit ist, ein größeres Risiko einzugehen, wenn es darum geht, das Gelesene mit der eigenen (Lebens-)Erfahrung zu verknüpfen und auch insgesamt den „ästhetischen Wert“ zu realisieren. Der Leser sucht also nicht nach Bestätigungen, und somit wird bei Nichtverstehen keine Irritation ausgelöst. Vielmehr erwartet der Fremdkultur-Leser insistiert demnach nicht unbedingt auf „Verstehen“, sondern geht zunächst weitere Lesewege und wird durch den Text schneller „bewegt“, da er sich dessen bewusst ist, dass es sich um Fremdliteratur handelt. Hinzu kommt, dass der Leser mit weniger „Vorurteilen“ an den Text herangeht. Während wir unsere ganze sprachlich-ästhetische Kompetenz in Frage stellen, sobald wir einen „befremdlichen“ Text lesen, der aus eigener Kultur-Tradition stammt, nehmen wir Befremdlichkeit bei einem fremdkulturellen Text gelassen auf und empfinden den Text als Abgrenzung oder Ergänzung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfragen zur Rolle des interkulturellen Leser-Gesprächs bei der Literaturvermittlung.

2. Das interkulturelle Leser-Gespräch als Methode der Literatur- und Kulturvermittlung in der Interkulturellen Germanistik: Erläuterung der Funktion von Literatur in der interkulturellen Kommunikation und Definition des Leser-Gesprächs als Methode.

3. Lesen, rezipieren, interpretieren: Theoretische Fundierung des Leseprozesses sowie Diskussion der Rezeptionsästhetik und spezifischer Probleme beim interkulturellen Verstehen.

4. Analyse dreier literarischer Texte: Praktische Anwendung der Methode an konkreten Texten von Max Frisch, Rudolf Otto Wiemer und Reiner Kunze zur Identifikation von Diskussionspotenzialen.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Leser-Gesprächs als Instrument zur Förderung des Fremdverstehens.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Germanistik, Leser-Gespräch, Literaturvermittlung, Rezeption, Interpretation, Fremdverstehen, Leerstellen, Leseerfahrung, Interkulturalität, Literaturdidaktik, Identitätsbildung, Kommunikation, Textverarbeitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Methode des "interkulturellen Leser-Gesprächs" und analysiert, wie diese innerhalb der Interkulturellen Germanistik zur Vermittlung von Literatur und fremder Kultur beitragen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Psychologie des Lesens, die Rezeptionsästhetik, die Rolle von Vorwissen und Weltwissen sowie die methodische Gestaltung von Lese-Diskursen in kulturell gemischten Gruppen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie das gemeinsame Gespräch über Texte den Prozess des Fremdverstehens unterstützen kann, indem Leser ihre unterschiedlichen Interpretationen und kulturellen Sichtweisen austauschen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die theoretische Konzepte (wie die Rezeptionsästhetik von Iser oder Jauss) mit der praktischen Untersuchung von drei exemplarischen literarischen Texten verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Leseprozess und eine praktische Analyse von Texten von Max Frisch, Rudolf Otto Wiemer und Reiner Kunze hinsichtlich ihres Potenzials, Lese-Gespräche anzuregen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit beschreiben?

Interkulturelle Germanistik, Leser-Gespräch, Literaturvermittlung, Fremdverstehen, Rezeption und Leerstellen sind die prägendsten Begriffe.

Warum ist laut der Arbeit die Auswahl der Texte für das Leser-Gespräch so wichtig?

Texte sollten einen hohen Gehalt an "Leerstellen" aufweisen, da diese Uneindeutigkeiten den Leser zur aktiven Sinnkonstitution zwingen und somit als Anknüpfungspunkte für interkulturelle Diskussionsprozesse dienen.

Inwiefern beeinflusst der kulturelle Hintergrund die Textinterpretation?

Der kulturelle Hintergrund prägt das Vorwissen und die Erwartungshaltungen des Lesers; das interkulturelle Leser-Gespräch zielt darauf ab, diese unterschiedlichen Perspektiven durch den Austausch transparent zu machen und zu einer Horizonterweiterung beizutragen.

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Details

Title
Das interkulturelle Leser-Gespräch als Methode der Literatur- und Kulturvermittlung in der Interkulturellen Germanistik
College
University of Bayreuth
Course
Interkulturelle Germanistik
Grade
1,0
Author
Sarah Merrett (Author)
Publication Year
2010
Pages
32
Catalog Number
V202435
ISBN (Book)
9783656285519
ISBN (eBook)
9783656285830
Language
German
Tags
leser-gespräch methode literatur- kulturvermittlung interkulturellen germanistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Merrett (Author), 2010, Das interkulturelle Leser-Gespräch als Methode der Literatur- und Kulturvermittlung in der Interkulturellen Germanistik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/202435
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