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Textnahe Interpretation „kognitive Hermeneutik“

Titel: Textnahe Interpretation „kognitive Hermeneutik“

Seminararbeit , 2012 , 23 Seiten , Note: 1

Autor:in: Mechthild Podzeit-Lütjen (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wer Literaturdebatten in den Feuilletons aufmerksam verfolgt, weiß, dass es dabei nur selten um Literatur, um den Text allein geht. Der deutsch- deutsche Literaturstreit um Christa Wolfs „was bleibt“ etwa
war nicht bloß eine Auseinandersetzung um Wolfs literarischen Text, sondern bestand aus ideologischen Grenzmarkierungen. In der Debatte um Günter Grass’ „Beim Häuten der Zwiebel“ ging es weniger um den literarischen Text, denn um die Glaubwürdigkeit eines Autors. Und die kritischen Auseinandersetzungen mit Peter Handkes Texten, um ein weiteres Beispiel zu nennen, waren oft eher politisch motiviert denn ästhetisch.
„’Der Text, der Text allein’, sagt man uns, aber den Text allein gibt es nicht“, wusste schon Roland Barthes.
Man kann nicht über den Gegenstand Text an sich sprechen oder schreiben, sondern nur über die eigene Lektüre, denn nur über diese ist der Text greifbar. Insofern haben Literaturkritiker nicht nur mit dem Text zu tun, sondern auch mit sich selbst. Dann steht ein Text nie im luftleeren Raum, sondern in einer wie auch immer (ästhetisch, politisch, ideologisch, religiös...) gestalteten und den Text und die Lektüre prägenden Welt.
Da man, wie Wittgenstein lehrt, die Sätze überwinden muss, um die Welt richtig zu sehen, kann hier auf derlei intellektuelle Theorieverirrung nicht eingegangen werden, und wenn schon, dann höchstens mit Donald Duck: Seufz!“
Zuerst aber sei in diesem Rahmen auf Wilhelm Dilthey (*18. Nov. 1833 bei Wiesbaden + 1. Okt. 1911 i. Seis Südtirol), hauptsächlich in der akademischen Philosophie bekannt, sei auf seine Veröffentlichung der Studie „Das Erlebnis und die Dichtung“ eingegangen.
Dilthey ging es in seiner Philosophie um eine Hermeneutik der gesamten menschlichen Existenz. Unter Hermeneutik verstand er „das Verstehen dauernd fixierter Lebensäußerungen“, das heißt, er wollte die gesamten menschlichen Erfahrungen in ihrer geschichtlichen Entwicklung darstellen.

Die Psychoanalyse hat Einfluss auf die Literaturwissenschaft sowohl als Interpretationsverfahren als auch als Theorie zu Begriffen wie Sprache, Identität und Subjektivität. Einerseits stellt sie zurzeit neben marxistischen Ansätzen eine der einflussreichsten hermeneutischen Strömungen dar; sie bietet eine autoritative Metasprache bzw. ein wissenschaftliches Begriffsinventar, das sich auf literarische Werke wie auch auf Situationen mit dem Interesse anwenden lässt, dass man versteht, was ‚wirklich’ geschieht.




Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A) Allgemeines zur Textinterpretation

Mehr als nur der Text

Zur Wort- und Begriffsgeschichte

Die Kunst der Interpretation – Enthistorisierung des Texts?

I Kognitive Hermeneutik

1. Erklärung der Begriffe

1.1 Was bedeutet Hermeneutik

1.2 Was bedeutet kognitiv

1.3 Bedeutung: kognitive Hermeneutik

1.3.1 Aneignende Perspektive

1.3.2 Kognitive Perspektive

2. Regeln und Empfehlungen für die kognitive Textarbeit

2.1 Basis- Analyse

2.2 Charakterisierung der Textwelt

II Basis – Interpretation und Optionenkonkurrenz

1. Zu den fünf Deutungsoptionen

B) Sandmann – W. Preisendanz

Plädoyer für das Unentscheidbarkeitskonzept (Option 3a)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das wissenschaftliche Potenzial der „kognitiven Hermeneutik“ nach dem Ansatz von Tepe/Rauter/Semlow für eine textnahe Interpretation von E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ nutzbar zu machen und dabei methodisch saubere von aneignenden Interpretationsstilen abzugrenzen.

  • Grundlagen der kognitiven Hermeneutik und Abgrenzung von Begriffen
  • Regeln für eine wissenschaftlich fundierte kognitive Textarbeit
  • Analyse von Textwelttypen und Deutungsoptionen
  • Kritische Auseinandersetzung mit Sekundärliteratur am Beispiel von W. Preisendanz
  • Methodische Unterscheidung zwischen kognitivem und aneignendem Interpretieren

Auszug aus dem Buch

Die Kunst der Interpretation – Enthistorisierung des Texts?

Emil Staiger interessiert nicht die Frage: Woher hat es der Dichter?, sondern die Frage: Was sagt uns dieser Text hier in dieser einmaligen neuen Situation.

„...daß wir begreifen, was uns ergreift, das ist das eigentliche Ziel aller Literaturwissensschaft.“

Max Wehrli hat auf Staigers Forderung, „zu begreifen, was mich ergreift“, erwidert, dass es „freilich auch gelingen soll zu begreifen, was mich ergriffen hat“ (Wehrli 1965, S.15).

Kein Werk ist rein aus sich selbst heraus zu verstehen. Alle sind ebenso wohl ein Insichgebildetes, von eigener Logik und Konsequenz, wie Momente im Zusammenhang von Geist und Gesellschaft. (Adorno 1970)

Zusammenfassung der Kapitel

A) Allgemeines zur Textinterpretation: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene interpretative Ansätze der Literaturwissenschaft und beleuchtet die Rolle von Theorie und Praxis.

I Kognitive Hermeneutik: Hier werden die theoretischen Grundlagen der kognitiven Hermeneutik eingeführt, inklusive Begriffsdefinitionen und Regeln für die kognitive Textarbeit.

II Basis – Interpretation und Optionenkonkurrenz: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise bei der Ermittlung von Deutungsoptionen und dem Optionenvergleich bei literarischen Texten.

B) Sandmann – W. Preisendanz: Eine konkrete Anwendung der kognitiven Methode, bei der die Interpretationsansätze von W. Preisendanz zu E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ kritisch geprüft werden.

Schlüsselwörter

Kognitive Hermeneutik, Textinterpretation, Der Sandmann, E.T.A. Hoffmann, Basis-Analyse, Optionenkonkurrenz, aneignende Interpretation, Textwelt, Literaturwissenschaft, Theoriebildung, Unentscheidbarkeitskonzept, W. Preisendanz, Textverständnis, Hermeneutik, Literaturkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie eine „kognitive Hermeneutik“ als wissenschaftlicher Ansatz genutzt werden kann, um literarische Texte wie Hoffmanns „Der Sandmann“ methodisch fundiert zu interpretieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition und Anwendung kognitiver Textarbeit, die Abgrenzung zum aneignenden Interpretieren und die kritische Analyse von Deutungsoptionen in der Literaturwissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Kritikpotenzial der kognitiven Hermeneutik zu erschließen und eine wissenschaftlich präzise Methode zur Analyse von Texten und Sekundärliteratur aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Methode der kognitiven Hermeneutik nach dem Ansatz von Tepe/Rauter/Semlow verwendet, die auf Basis-Analyse und einem strukturierten Optionenvergleich beruht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen, Regeln der Textarbeit, die Klassifizierung von Textwelttypen sowie eine spezifische Fallstudie zu E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind insbesondere Kognitive Hermeneutik, Basis-Analyse, Optionenkonkurrenz, Textwelttypen und die Differenzierung zwischen kognitiver und aneignender Interpretation.

Wie unterscheidet sich die kognitive von der aneignenden Perspektive?

Die kognitive Perspektive zielt auf deskriptive Erkenntnis und die Frage „Wie ist der Text beschaffen?“, während die aneignende Perspektive den Text primär für persönliche oder lebenspraktische Zwecke nutzt.

Warum übt der Autor Kritik an W. Preisendanz?

Die Kritik richtet sich dagegen, dass Preisendanz den Text nicht gemäß der kognitiven Hermeneutik analysiert, sondern den Text als Stützungsinstanz für seine eigene „perspektivistische“ Weltsicht verwendet.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Textnahe Interpretation „kognitive Hermeneutik“
Hochschule
Universität Wien  (GERMANISTIK)
Veranstaltung
PS Neuere deutsche Literatur: E.T.A. Hoffmann, Der Sandmann.
Note
1
Autor
Mechthild Podzeit-Lütjen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
23
Katalognummer
V202429
ISBN (eBook)
9783656306610
ISBN (Buch)
9783656306948
Sprache
Deutsch
Schlagworte
textnahe interpretation hermeneutik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mechthild Podzeit-Lütjen (Autor:in), 2012, Textnahe Interpretation „kognitive Hermeneutik“, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/202429
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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