Die vorliegende Seminararbeit zum Thema „Mitweltökonomie“ beschäftigt sich mit dem Thema Nr. 9: „Entwicklung heißt Zuwachs an Möglichkeiten“. Aufgrund der Aktualität des Themas konzentriert sich die Arbeit auf die nachhaltige Entwicklung am Beispiel regenerativer Energien.
Prof. Dr. Gustav Bergmann und Jürgen Daub beschreiben in ihrem Buch „Das mensch-liche Maß“ wie unser marktwirtschaftlich orientiertes Weltbild ins Schwanken gerät und wie es auch ohne Drang zum grenzenlosen Wachstum weitergehen kann. Als fundierte Kritik an die Maßlosigkeit unserer Zeit stellen die Autoren Ansätze für eine Mitweltökonomie vor, die zu einer solidarischen und zukunftsfähigen Gesellschaft führt und soziale Gerechtigkeit mit ökologischem Denken verbindet.
Ein wichtiger Aspekt auf dem Weg zur Mitweltökonomie ist das Verständnis für die Entwicklung von Menschen und Systemen. Der Entwicklungsprozess ist geprägt von Herausforderungen, Hemmnissen und Möglichkeiten, die es zu entdecken, zu nutzen und weiter zu entwickeln gilt. Entwicklung bedeutet Zuwachs an Möglichkeiten, nicht den Wachstum innerhalb vorhandener Muster und vorgefertigter Handlungsweisen. Auch in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft müssen neue Möglichkeiten geschaffen werden, der Mensch muss sich weiter entwickeln. Dabei spielt auch der verantwortungsvolle Umgang mit begrenzten Ressourcen und dem Energiekonsum eine wichtige Rolle. Täglich steigende Öl-Preise, die Klimaerwärmung, die Übernutzung dieses Planeten, all diese Themen halten uns täglich vor wie wichtig es ist, verantwortungsvoll mit der uns gegebenen Erde umzugehen und sie zu erhalten. Es darf nicht in Vergessenheit geraten, dass das Ökosystem der Menschheit als anthropo-gene Lebensgrundlage dient und ohne dieses keine Wirtschaft, kein Wohlstand, kein Wachstum und überhaupt kein Leben möglich sind.
Im Rahmen dieser Arbeit werden zunächst die Begriffe Entwicklung, Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung erläutert, anschließend folgen ein Überblick über den Sta-tus Quo der Energiewirtschaft und die Potenziale, Barrieren und der Förderung erneuer-barer Energien. Der letzte Teil der Arbeit hinterfragt kritisch die Förderpolitik des Staa-tes für die Entwicklung der EE und dessen Einfluss auf potenzielle Entwicklungs-hemmnisse vonseiten der Unternehmen, bevor die Möglichkeiten der Entwicklung seitens des Endverbrauchers diskutiert werden.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Thematische Einführung
2.1 Entwicklung
2.2 Nachhaltigkeit
2.3 Nachhaltige Entwicklung
3. Status Quo der Energiewirtschaft
3.1 Entwicklung und aktuelle Thematik
3.2 Eine Zukunft ohne fossile Energiequellen
4. Erneuerbare Energien
4.1 Potenziale
4.2 Strukturelle und finanzielle Barrieren
4.3 Politische Förderung als strategischer Wegweiser zum Erfolg
5. Entwicklung ermöglichen
5.1 Die politische Förderung - Segen oder Fluch?
5.2 Entwicklung bedeutet nicht Wachstum
5.3 Mögliche zu überwindende Entwicklungshemmnisse
5.4 Die ‚wahren‘ Vorreiter - Unternehmen oder Gesellschaft?
6. Fazit
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet "Entwicklung bedeutet Zuwachs an Möglichkeiten"?
Entwicklung wird hier nicht als rein quantitatives Wachstum (mehr Konsum) verstanden, sondern als die Erweiterung von Handlungsspielräumen und nachhaltigen Lösungen.
Was ist das Konzept der "Mitweltökonomie"?
Ein Ansatz von Bergmann und Daub, der soziale Gerechtigkeit mit ökologischem Denken verbindet und ein Wirtschaften jenseits des grenzenlosen Wachstums fordert.
Warum sind regenerative Energien zentral für die Nachhaltigkeit?
Sie ermöglichen eine Energieversorgung ohne die Zerstörung der anthropogenen Lebensgrundlage durch CO2-Emissionen und Ressourcenverknappung.
Welche Barrieren gibt es bei der Energiewende?
Die Arbeit nennt strukturelle Hemmnisse in Unternehmen, finanzielle Barrieren und die Abhängigkeit von staatlicher Förderpolitik als zentrale Hindernisse.
Ist staatliche Förderung für erneuerbare Energien immer positiv?
Die Arbeit hinterfragt kritisch, ob Förderung auch Entwicklungshemmnisse zementieren kann oder ob sie als strategischer Wegweiser zum Erfolg dient.
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- B.A. Ines Koch (Author), Roman Klesper (Author), 2012, Entwicklung bedeutet Zuwachs an Möglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/202138