Die Schwerpunktsetzung dieser Schule im sozialen und kommunikativen Bereich soll zur sozialen Kompetenzerweiterung der Schüler/innen beitragen.
Veränderungen im Stundenplan stellen die Schule und somit ganz besonders die Lehrpersonen vor neue Herausforderungen.
Qualitätsentwicklung und Qualitätsevaluation sind für jede Schule zum zentralen Thema geworden.
In dieser Studie werden verschiedene soziale Kompetenzmodelle vorgestellt und deren Bedeutung und Umsetzung an der eigenen Schule erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Ausgangsituation
1.1 Auszug aus dem Lehrplan für Soziales Lernen, HS Grünburg, 2000
1.2 Vorschlag für die neue Jahresplanung
2. Begriffserklärung Soziale Kompetenz
2.1 Soziale Kompetenzen nach Karl Ludwig Holtz 1994
2.2 Soziale Kompetenzen nach Elke Fahl 1996
2.3 Soziale Kompetenzen nach Hatch und Gardener1997
2.4 Gemeinsamkeiten und Schlüsselstellen
3. Ziel der Untersuchung
3.1 Vorgehensweise
4. Ergebnisse der Untersuchung
4.1 Gesamtergebnis
4.2 Gesamtergebnis nach Geschlecht und Klassen
4.3 Soziale Kompetenzen nach dem Ort des Erlernens
4.3.1 Knaben
4.3.2 Mädchen
4.4 Soziale Kompetenzen nach Geschlecht und Schulstufen
4.4.1 5. Schulstufe
4.4.2 6. Schulstufe
4.4.3 7. Schulstufe
4.4.4 8. Schulstufe
5. Zusammenfassung der Ergebnisse
5.1 Werte und Kompetenzen für eine zukunftsfähige Schule
5.1.1 Demokratie
5.1.2 Erfolgreich selbständig handeln können
5.1.3 Soziale Integration
6. Empfehlungen und Visionen für die Praxis
6.1 Realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten
6.1.1 Aufgabenstellung
6.1.2 Lernbetreuung
6.2 Lernen in Gruppen
6.2.1 Lernsettings für Schüler/innen
6.2.2 Lernsettings für Lehrer/innen
7. Persönliche Schlussgedanken
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit der Schwerpunktsetzung der Hauptschule Grünburg im Bereich des sozialen und kommunikativen Lernens. Das primäre Ziel ist es, den Beitrag dieser Schwerpunktsetzung zur sozialen Kompetenzerweiterung der Schülerinnen und Schüler zu evaluieren und durch eine empirische Erhebung festzustellen, inwieweit diese Kompetenzen im Unterricht erworben wurden.
- Analyse verschiedener theoretischer Modelle zur sozialen Kompetenz
- Empirische Erfassung des sozialen Kompetenzniveaus mittels Fragebögen
- Differenzierte Untersuchung nach Geschlecht und Schulstufen
- Untersuchung der Lernorte für soziale Kompetenzen (Unterricht, Familie, Freunde)
- Entwicklung von Empfehlungen für eine zukunftsfähige Schulpraxis
Auszug aus dem Buch
Soziale Kompetenzen nach Karl Ludwig Holtz 1994
Die Ausdrucksfähigkeit: Man kann sich anderen verständlich machen und eigenes Wissen, Wünsche und Meinungen in eine Gruppe einbringen.
Die Fähigkeit empfangen zu können: Man kann zuhören, andere Gruppenmitglieder beobachten sowie Ereignisse und Prozesse in der Gruppe wahrnehmen.
Die Bereitschaft zur Offenheit: Man ist offen für Anregungen, kann Kritik akzeptieren und ist bereit, sich mit anderen auseinander zu setzten.
Die Fähigkeit zur Kooperation: Man kann eigene Handlungsmöglichkeiten und Verantwortlichkeiten erkennen und umsetzen und sich darüber hinaus auf die Handlungen von anderen einstellen und sich anpassen.
Die Fähigkeit zur Gestaltung: Man kann Beziehungen aufnehmen und gestalten, sich in einer Gruppe zurechtfinden, entsprechend der jeweiligen Situation in passender Form Kritik üben und Prozesse in der Gruppe leiten.
Fähigkeit zur Identifikation: Man hat ein Bewusstsein für die eigenen Möglichkeiten und Grenzen, kann sich gut auf andere einstellen, mit Konflikten situationsgemäß umgehen und zugleich eine gute Balance zwischen Engagement und Abgrenzung behalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Ausgangsituation: Vorstellung des Leitbildes der Hauptschule Grünburg mit Fokus auf soziale Schwerpunkte sowie Integration von Heimschülern und Schülern mit Migrationshintergrund.
2. Begriffserklärung Soziale Kompetenz: Theoretische Auseinandersetzung mit Modellen sozialer Kompetenz nach verschiedenen Autoren wie Holtz, Fahl sowie Hatch und Gardener.
3. Ziel der Untersuchung: Darstellung der Forschungsfrage zur Qualität der schulischen Schwerpunktsetzung und der methodischen Vorgehensweise bei der Datenerhebung.
4. Ergebnisse der Untersuchung: Präsentation und Analyse der Fragebogendaten, aufgeschlüsselt nach Gesamtergebnis, Geschlecht, Schulstufen und dem Ort des Erlernens.
5. Zusammenfassung der Ergebnisse: Resümee der Untersuchungsergebnisse und Diskussion von Werten und Kompetenzen für eine zukunftsfähige Schule wie Demokratie und soziale Integration.
6. Empfehlungen und Visionen für die Praxis: Konkrete Handlungsempfehlungen zur Förderung der sozialen Kompetenz durch Lernbetreuung und methodische Lernsettings für Schüler und Lehrer.
7. Persönliche Schlussgedanken: Reflektion der eigenen Rolle als Lehrkraft und Zusammenfassung der Notwendigkeit einer lernförderlichen Schulkultur.
Schlüsselwörter
Soziale Kompetenz, Soziales Lernen, Schulentwicklung, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Sozialisation, Selbstkompetenz, Kooperationsbereitschaft, Schülerbefragung, Lernsettings, Integration, Demokratische Erziehung, Persönlichkeitsentwicklung, Gender-Aspekt, Schulhauskultur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Effektivität des sozialen und kommunikativen Schwerpunkts an der Hauptschule Grünburg.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen soziale Kompetenzmodelle, der Erwerb dieser Kompetenzen im schulischen Alltag sowie geschlechtsspezifische Unterschiede.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Es soll geklärt werden, welchen Beitrag die Schule zur sozialen Kompetenzerweiterung leistet und ob die Schüler ihre sozialen Fähigkeiten tatsächlich im Unterricht erwerben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin führte eine quantitative Befragung der Schüler mittels Fragebögen durch, ergänzt durch qualitative Experteninterviews mit Kollegen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Begriffsklärung, die Darstellung und detaillierte Analyse der Umfrageergebnisse sowie Empfehlungen für die Unterrichtspraxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Soziale Kompetenz, Schulentwicklung, Soziales Lernen, Konfliktfähigkeit und Schulkultur.
Wie unterscheidet sich das soziale Lernverhalten zwischen Knaben und Mädchen?
Die Ergebnisse zeigen geschlechtsspezifische Unterschiede: Während Mädchen oft zugänglicher in der Kommunikation sind, zeigen Knaben häufig eine aggressivere Konfliktaustragung, sind aber weniger nachtragend.
Welche Bedeutung kommt dem Unterricht als Lernort für Sozialkompetenz zu?
Die Studie zeigt, dass der Unterricht zwar eine Rolle spielt, aber oft hinter dem Einfluss von Familie und Freunden zurückbleibt, was die Notwendigkeit für eine gezieltere Integration sozialer Maßnahmen unterstreicht.
- Quote paper
- Margit Severa (Author), 2008, Schulentwicklung an der Hauptschule Grünburg – eine Schule mit sozialem und kommunikativem Schwerpunkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/202070