Ziel der Unterrichtsreihe:
Im Rahmen der Unterrichtsreihe setzen sich die Kinder auf verschiedenen Ebenen mit Märchen und ihren typischen literarischen Eigenschaften auseinander. Während der handlungs- und produktorientierten Arbeit erhalten sie die Möglichkeit eigene Märchen zu entwickeln, sie anschaulich in einem Märchenbuch darzustellen und zu verschriftlichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einbindung in die Unterrichtsreihe
2. Zielsetzung
2.1 Schwerpunktziel der Stunde
2.2 Lernchancen der Stunde
3. Lernausgangslage
3.1 Allgemeine Lernvoraussetzungen
3.2 Fachliche und arbeitsmethodische Lernvoraussetzungen
3.3 Individuelle Lernvoraussetzungen
4. Didaktische Überlegungen
4.1 Sachanalyse (Macroanalyse und Microanalyse)
4.2 Didaktische Legitimation der Reihe: Richtlinien und Lehrplan - Bedeutung der Reihe für die Lerngruppe
5. Methodische Entscheidungen
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das primäre Ziel der Arbeit ist die Förderung der schriftlichen Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler der Klasse 2a durch die Entwicklung, Gestaltung und Präsentation eigener Märchen innerhalb einer handlungs- und produktorientierten Unterrichtsreihe.
- Entwicklung eigener Märchen unter Berücksichtigung typischer literarischer Märchenmerkmale.
- Gestaltung eines eigenen Märchenbuchs zur Förderung der Motivation und Wertschätzung von Arbeitsergebnissen.
- Anbahnung eines Beraterkreises zur individuellen Differenzierung und Förderung der Sozialkompetenz.
- Integration fächerübergreifender Angebote zur ganzheitlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Märchen.
- Präsentation der Ergebnisse vor Mitschülern zur Stärkung der Lesekompetenz und des Selbstvertrauens.
Auszug aus dem Buch
4.2 Didaktische Legitimation der Reihe: Richtlinien und Lehrplan - Bedeutung der Reihe für die Lerngruppe
Die Unterrichtsreihe zu Märchen gehört allen vier Bereichen des Faches Deutsch an. Das Thema und die Umsetzung der Reihe gehören folgenden Schwerpunkten dieser Bereiche an und ermöglichen folgende Kompetenzerwartungen:
Sprechen und Zuhören: „Verstehen Zuhören“, „Gespräche führen“ und „Zu anderen sprechen“ werden durch das aufmerksame Anhören vorgelesener Märchentexte, Gespräche zur Sache im Beraterkreis, Rückmeldungen nach der Präsentation sowie das Äußern von Fragen oder Unsicherheiten zur eigenen Textproduktion gefördert. Die Kompetenzerwartungen am Ende der Schuleingangsphase umfassen hierbei das nonverbale Signalisieren des Verstehens, das Fragenstellen bei Nichtverstehen, die Gesprächsbeteiligung, die Entwicklung und Einhaltung einfacher Gesprächsregeln, verständliches Sprechen sowie das Einbringen von Ideen und die Äußerung zu Gedanken anderer.
Schreiben: Durch das lautierende Schreiben ganzer Sätze, das anschauliche und formgerechte Planen, Schreiben und Überarbeiten eines Märchens sowie die Großschreibung von Nomen und Satzanfängen, Punktierung und die Rechtschreibung der Lernwörter werden die Bereiche „Über Schreibfertigkeiten verfügen“, „Texte situations- und adressatengerecht verfassen“ und „Richtig schreiben“ abgedeckt. Die Schülerinnen und Schüler erreichen dabei Kompetenzen wie flüssiges und formklares Schreiben in Druckschrift, das Sprechen über Schreibanlässe, das verständliche Aufschreiben eigener Texte, die Überarbeitung unter Anleitung sowie das Anwenden erster Rechtschreibmuster.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einbindung in die Unterrichtsreihe: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die geplante Unterrichtssequenz, die verschiedenen Phasen der Märchenarbeit sowie die Integration fächerübergreifender Angebote.
2. Zielsetzung: Hier werden das zentrale Schwerpunktziel sowie die vielfältigen Sacherfahrungen, Individualerfahrungen und Sozialerfahrungen erläutert, die den Schülern durch die Unterrichtseinheit ermöglicht werden.
3. Lernausgangslage: Dieses Kapitel analysiert die Klassensituation der Klasse 2a, inklusive der allgemeinen, fachlichen und individuellen Voraussetzungen der Schüler, um eine differenzierte Planung zu ermöglichen.
4. Didaktische Überlegungen: Es folgt eine fundierte Analyse des Unterrichtsgegenstandes sowie die didaktische Einordnung der Reihe in die geltenden Richtlinien und Lehrpläne für das Fach Deutsch.
5. Methodische Entscheidungen: Hier werden die Gründe für die Wahl spezifischer Methoden wie den Einsatz von Märchengegenständen, die Erstellung des Märchenbuchs, den Umgang mit dem Präteritum und die Einführung des Beraterkreises dargelegt.
Schlüsselwörter
Märchen, Unterrichtsreihe, Grundschule, Schreiben, Lesekompetenz, Märchenbuch, Märchenformeln, Sozialkompetenz, Differenzierung, produktorientierter Unterricht, Beraterkreis, Sprachkenntnisse, Schreiberfahrung, Schuleingangsphase, Präsentation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und didaktischen Begründung einer Unterrichtsreihe zum Thema Märchen für eine zweite Grundschulklasse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem kreativen Schreiben, der Auseinandersetzung mit literarischen Märchenmerkmalen, der Gestaltung eines eigenen Märchenbuchs und der Präsentation von Arbeitsergebnissen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Erweiterung der schriftlichen Sprachkenntnisse der Kinder durch die produktive Arbeit an eigenen Märchen und deren anschauliche Aufbereitung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Sachanalyse, eine didaktische Legitimation basierend auf den Lehrplänen des Landes Nordrhein-Westfalen sowie methodische Entscheidungen, die auf die individuellen Lernvoraussetzungen der Lerngruppe abgestimmt sind.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die didaktische Begründung, die Zielsetzung, die Analyse der Lernausgangslage und die methodischen Entscheidungen, wie der Beraterkreis und die Präsentationsformen, ausführlich dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Märchen, produktorientierter Unterricht, Schreiben, Differenzierung und Sprachförderung in der Schuleingangsphase charakterisiert.
Warum wird in der Klasse ein Beraterkreis eingeführt?
Der Beraterkreis dient dazu, gegenseitige Hilfestellungen bei der Ideenfindung zu ermöglichen, einen differenzierten Arbeitsbeginn zu schaffen und die Lehrerzentrierung während der Schreibphase zu mindern.
Wie gehen die Kinder mit dem Tempus Präteritum um?
Das Präteritum wird im Rahmen dieser Reihe nicht explizit thematisiert, da es nicht zum Lehrplan der Schuleingangsphase gehört; Abweichungen im Sprachgebrauch der Kinder werden daher zugelassen.
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- Angela Nelles (Author), 2008, Unterrichtsstunde: Wir schreiben ein Märchen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/201808