Einleitung
Einschneidende Änderungen in punkto Technik sowie elementare Veränderungen im nationalen und internationalen regulatorischem Umfeld bringen die althergebrachten Pfeiler der TK Branche ins Wanken. Die früheren Monopole werden durch zunehmend wettbewerbsorientierte Märkte ersetzt, an die Stelle des Verkäufermarktes tritt ein durch das Verhalten der Käufer geprägter Markt.(19 Zudem hat der TK Sektor die Funktion eines
Leitsektors mit einer hohen Wachstumsdynamik innerhalb der Volkswirtschaften übernommen.(2)
Für E - Business wird elektronische Kommunikation benötigt, hier sind die TK Gesellschaften gefordert. Diese profitieren vom E - Business Boom und fördern diesen indem sie ihr Angebot darauf ausrichten. Von den Nutzern der TK Dienste wird mittlerweile
weit mehr als nur reine Datenübertragung nachgefragt. Daraus entsteht eine große Herausforderung für TK Unternehmen, aber zugleich eine noch größere Chance neue Umsatzquellen zu erlangen.(3)
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1 Vgl. Hanitsch; Gebhardt: Telekommunikation 2000, S. 3.
2 Vgl. Büllingen (WWW): TK – Entwicklungstrends, 2001 S. 1.
3 Vgl. Martin (WWW): E - Business Telekom, 2001, S. 1.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Wandel in der TK Branche durch die Konvergenz der TIMES Märkte
2.1 Der Wertkettenansatz nach Porter
2.2 TIMES – Auswirkungen und Wertschöpfungskette
3 E – Commerce Lösungen der TK Anbieter
3.1 Virtual Private Networks
3.2 Voice over IP / Videoconferencing
3.3 Hostingdienste
3.4 E - Marketplaces
3.5 Application Service Providing
4 Chancen und Durchdringung von E – Commerce in der TK Branche
5 Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Chancen sowie den Durchdringungsgrad von E-Commerce-Lösungen in der Telekommunikationsbranche mit einem spezifischen Fokus auf den Business-to-Business-Sektor (B2B), um aufzuzeigen, wie TK-Anbieter auf die durch TIMES-Märkte ausgelösten Branchenveränderungen reagieren.
- Analyse des industriellen Wandels durch die Konvergenz der TIMES-Märkte.
- Anwendung des Wertkettenmodells nach Porter zur Strukturierung von Geschäftsprozessen bei TK-Unternehmen.
- Untersuchung bedeutender E-Commerce-Lösungen wie VPN, VoIP, Hosting, E-Marketplaces und ASP.
- Bewertung von Wachstumsdynamiken und strategischen Wettbewerbsvorteilen durch E-Business-Integration.
- Diskussion der Marktdurchdringung und künftiger Herausforderungen für TK-Anbieter.
Auszug aus dem Buch
3.1 Virtual Private Networks
Durch die zunehmende Unternehmensexpansion, die zu starker räumlicher Verteilung führt, werden neue Kommunikationskonzepte erforderlich.
Das klassische Kommunikationsszenario geht davon aus, dass sich Datenbestände am Hauptsitz eines Unternehmens befinden und Außenstellen und dezentrale Mitarbeiter (z. B. Vertreter) mittels Standleitung oder Wählverbindung auf diese Daten zugreifen. Dazu werden feste Kommunikationsleitungen mit gegebener Kapazität genutzt. Während meist nur ein Teil der Übertragungskapazität genutzt wird kann es in Spitzenzeiten zu einer Überlastung der Leitungen kommen. Beim Zugriff auf Daten der Zentrale fallen hohe Gebühren an, zudem erfolgt der Zugang oft ungesichert und mit niedrigen Übertragungsraten (da die Einwahl meistens über Telefonleitungen erfolgt: bis zu 64KBit / s bei ISDN).
Das Konzept der VPN bietet im Gegensatz dazu ein maßgeschneidertes Netz für Unternehmen. Entscheidend hierbei ist, dass der Datenverkehr vollkommen getrennt vom Internet in einem geschlossenen, sicheren Netz abläuft und eine hohe Zugangsgeschwindigkeit über eine (direkte) Anbindung an ein Backbone Netz realisiert wird. Bei VPN werden dem Mieter keine festen Leitungen reserviert, sondern der Zugriff erfolgt über paketvermittelnde Dienste, d. h. es fallen nur dann Kosten an, wenn Daten übertragen werden. Somit erlangt der Benutzer eines VPN einen Kostenvorteil und eine bessere, flexiblere Kapazitätsauslastung gegenüber klassischen, leitungsvermittelten Netzen. Dem Nutzer werden bestimmte Kapazitäten in dem Netz eingeräumt, welches er sich physisch mit anderen Nutzern teilt (daher der Begriff virtuell).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der TK-Branche durch technologische Entwicklungen und regulatorische Änderungen sowie die Relevanz des E-Commerce im B2B-Umfeld.
2 Wandel in der TK Branche durch die Konvergenz der TIMES Märkte: Dieses Kapitel definiert die Akteure der TK-Branche und analysiert anhand von Porters Wertkettenmodell, wie sich die TIMES-Märkte auf die Wertschöpfung auswirken.
3 E – Commerce Lösungen der TK Anbieter: Es werden zentrale E-Commerce-Technologien vorgestellt, darunter VPN, VoIP, Hosting, Marktplätze und ASP, die als neue Umsatzquellen und Effizienztreiber fungieren.
4 Chancen und Durchdringung von E – Commerce in der TK Branche: Dieser Abschnitt erörtert die aktuellen Antriebskräfte des Marktes und die zunehmende Bedeutung von Datenverkehrsdiensten gegenüber traditionellen Sprachangeboten.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass TK-Anbieter ihre Kernkompetenzen stärker in Richtung Mehrwertdienste wie Hosting und ASP ausrichten sollten, um Wettbewerbsvorteile zu sichern.
Schlüsselwörter
E-Commerce, Telekommunikationsbranche, B2B, TIMES-Märkte, Wertschöpfungskette, Virtual Private Networks, Voice over IP, Hostingdienste, E-Marketplaces, Application Service Providing, Netzbetreiber, Mehrwertdienste, Datenverkehr, Wettbewerbsvorteil, Kundenmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie Telekommunikationsunternehmen E-Commerce-Lösungen nutzen, um sich im B2B-Bereich dem Wandel durch TIMES-Märkte anzupassen.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Die zentralen Felder sind die Konvergenz von Telekommunikation, IT und Medien sowie deren Einfluss auf Wertschöpfungsprozesse und moderne Datendienste.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die strategischen Chancen und den Durchdringungsgrad von E-Business-Aktivitäten für TK-Unternehmen darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Analyse basiert auf dem Wertkettenansatz von Michael E. Porter, um Geschäftsprozesse innerhalb der TIMES-Branche zu systematisieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden spezifische Technologielösungen wie VPN, VoIP, Hosting, E-Marketplaces und ASP detailliert hinsichtlich ihres Nutzenpotenzials für B2B-Kunden beschrieben.
Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?
Wichtige Schlagworte sind E-Commerce, TIMES-Märkte, Wertschöpfungskette, Mehrwertdienste und Wettbewerbsstrategien.
Wie unterscheidet sich das VPN-Konzept von klassischen Netzen?
Im Gegensatz zu festen Standleitungen nutzt VPN paketvermittelnde Dienste, was zu Kostenvorteilen, flexiblerer Kapazitätsauslastung und höherer Sicherheit führt.
Warum wird die Deutsche Telekom (DTAG) als Fallbeispiel angeführt?
Die DTAG wird herangezogen, da sie ein sehr breites Leistungsportfolio bietet und den branchenweiten Trend zur Spezialisierung auf E-Business-Strategien exzellent verdeutlicht.
- Arbeit zitieren
- Benjamin Krischer (Autor:in), 2002, Chancen und Durchdringung von E-Commerce in der Telekommunikationsbranche - B2B, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/2016