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Von Christian Konrad Wilhelm von Dohm: »Über die bürgerliche Verbesserung der Juden« (1781)

Titel: Von Christian Konrad Wilhelm von Dohm: »Über die bürgerliche Verbesserung der Juden« (1781)

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 56 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Magister Artium Michael Dahnke (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Schrift Christian Konrad Wilhelm von Dohms »Über die bürgerliche Verbesserung der Juden« von 1781, deren Exegese wir im ersten Teil unserer Arbeit ausführlich vorstellen und mit der Problematisierung einiger Vorschläge Dohms beenden. In einem zweiten Teil geben wir eine historische Würdigung derselben anhand publizistischer Reaktionen seiner Zeitgenossen, die von vollkommener Ablehnung bis zu begeisterter Zustimmung reichten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Prooemium

1. Themen und Thesen

2. Hauptteil

2.1. Das Ziel jeder bürgerlichen Gesellschaft

2.1.1. Erste These

2.1.2. Zweite These

2.1.3. Schluß

2.2. Kausalität

2.3. Mit dem Geldwesen für Juden verbundene Probleme

2.4. Gleiche Behandlung der Juden

2.5. Weiterer Einwand wider der Juden ›Verbürgerlichung‹

2.6. Datensammlung, um die generalisierende Aussage zu stützen

2.6.1. Die Thora

2.6.2. Geschichte und Funktion der Thora

2.7. Die Gesellschaft als vielfach Getrenntes

2.8. An die Regierung

2.9. Jüdische Historiographie in verschiedenen politischen Systemen

2.10. Folgen des jüdischen Kreditwesens

2.11. Gewährung bürgerlicher Rechte den Juden in Europa

2.12. Weitere Gründe für Gewährung bürgerlicher Rechte

2.13. Verschiedene Berufe prägen den Charakter unterschiedlich

2.14. Vorschläge

2.14.1. Gleiche Rechte für die Juden

2.14.2. Alle Gewerbe für die Juden

2.14.3. Ackerbau

2.14.4. Handel

2.14.4.1. Jüdischer Betrug und Hintergehung?

2.14.4.2. Lösungsversuch

2.14.5. Kunst, Wissenschaft und Staatsdienst

2.14.6. Bildung

2.14.7. Staatliche Erziehung der Christen

2.14.8. Recht auf freie Religionsausübung

2.14.9. Jüdische Gesetzgebung

2.15. Zweigeteilter Abschluß des Hauptteiles

2.15.1. Wegfall von Steuereinnahmen

2.15.2. Futterneind

2.15.3. Wirtschaftliche Nachteile der Juden durch zwei Feiertage

2.15.4. Bürgerliche Pflicht der Staatsverteidigung

3. »Nachschrift«

4. Historische Bewertung

4.1. Hr. Ritter Michaelis’ Beurteilung

4.1.1. Widersprüche

4.1.2. Erster und zweiter Einwand

4.1.3. Dritter Einwand oder wider die Schwächung der Wehrkraft und Wehrhaftigkeit des deutschen Staates

4.1.4. Vierter Einwand oder Keine Experimente!

4.1.5. Fünfter Einwand: Wider die Öffnung der Handwerke, des Ackerbaus, der Universitäten und des Staatsdienstes

4.1.5.1. Juden als Handwerker?

4.1.5.2. »In den Wissenschaften haben sie schon alles, was sie nur wünschen können«

4.1.5.3. Juden in öffentlichen Ämtern

4.1.6. Sechster Einwand oder Keine Abschaffung der jüdischen Sondersteuern!

4.1.7. Zustimmung! oder von der Separation der jüdischen Rechtsprechung

4.1.8. Begräbnis

4.1.9. Epilog: Historische Anmerkungen und Fazit

4.2. Fazit: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

4.3. Zustimmung und konstruktive Kritik

4.3.1. H. F. Diez: Ueber Juden (1783)

4.3.2. Johann Christian Maier(?): Allgemeine Deutsche Bibliothek (1782)

4.3.3. Schwager: Minden’sches Intelligenzblatt

4.3.4. Ephemeriden der Menschheit (1782 / 1783)

4.3.5. Johann Christian Maier

4.3.6. Moses Mendelssohn

5. Epilog

5.1. Ziel der Publikation: »Verbürgerlichung der Juden«

5.2. Akzeptierte Kompromisse

5.3. Strategie

5.4. Adressat Dohms und sein Staatsverständnis

5.5. Dohms Stil und Präsentation

5.6. Kritik und Zustimmung

5.6.1. Kritiker, die hinter Dohm zurückfielen

5.6.2. Mendelssohns berechtigte Detailkritik

5.7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Werk von Christian Konrad Wilhelm von Dohm aus dem Jahr 1781, „Über die bürgerliche Verbesserung der Juden“. Ziel ist es, die von Dohm formulierten Thesen und Vorschläge zur Integration der jüdischen Bevölkerung in die bürgerliche Gesellschaft durch eine detaillierte Exegese darzustellen sowie die zeitgenössischen publizistischen Reaktionen und die damit verbundene historische Debatte kritisch zu würdigen.

  • Analyse des Konzepts der „Verbürgerlichung“ als Alternative zu Begriffen wie Emanzipation oder Assimilation.
  • Untersuchung der merkantilistischen und absolutistischen Staatsvorstellungen Dohms im Kontext der jüdischen Lebenswelt.
  • Gegenüberstellung von Dohms Vorschlägen mit der zeitgenössischen Kritik, insbesondere der von Johann David Michaelis.
  • Diskussion der zentralen Streitpunkte wie Kriegsdienstfähigkeit, religiöse Separation und die Rolle des Staates als Erzieher.
  • Historische Einordnung der öffentlichen Debatte und ihrer Bedeutung für die spätere gesellschaftliche Entwicklung.

Auszug aus dem Buch

4.1.3. Dritter Einwand oder wider die Schwächung der Wehrkraft und Wehrhaftigkeit des deutschen Staates

Der dritte Einwand Michaelis’ läßt sich u. E. auf die Warnung vor einer großen militärischen Schwächung Preußens respektive Deutschlands durch eine ›Verbürgerlichung‹ der Juden in Deutschland reduzieren. Für die Begründung dieser Warnung vor völliger Gleichberechtigung der Juden und der Anerkennung aller bürgerlichen Rechte diesen stellt Michaelis drei Argumente vor, die wir nachfolgend einzeln rekonstruieren.

Das erste Argument (Dohm II 43–45) läßt sich unter der Formulierung »Verdrängung des deutschen Bürgertums« zusammenfassen. Die erste Prämisse des Arguments lautet: »Die Juden vermehren sich, wenn es nicht gehindert wird, ausnehmend« (Dohm II 44). Die zweite Prämisse stellt ein grammatikalisches Konditional dar, dessen Vordersatz lautet: »wenn [...] aber in [einem] Staat Juden viel Gewerbe, Ackerbau und Handwerker an sich ziehen« (Dohm II 45). Das Konsequenz des Konditionals lautet: »so wird [...] die Vermehrung des deutschen, kriegerischen Volks gemindert.« (Dohm II 45). Aus diesen beiden Prämissen zieht Michaelis den Schluß, daß »die deutschen Bürger [...] gar beym Zunehmen der neuen jüdischen [Bürger] abnehmen, und verdrängt werden« (ebd.) Inhaltlich wiederholt Michaelis hier nur einen von Dohm bereits widerlegten Einwand wider der Juden ›Verbürgerlichung‹, den wir oben unter dem Schlagwort »Futterneid« vorgestellt hatten. Damit fällt Michaelis argumentativ und inhaltlich hinter Dohm zurück, wenn er die Gefahr einer militärischen Schwächung durch das Verschwinden, deutscher, wehrfähiger Bürger im Falle verstärkter jüdischer Einbürgerung behauptet.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Prooemium: Einleitung zur Zielsetzung der Arbeit, die sich als exegetische Ausarbeitung eines Referats versteht und die Einbettung von Dohms Schrift in den historischen Kontext beschreibt.

1. Themen und Thesen: Vorstellung der zentralen Arbeitshypothese Dohms, dass die jüdische Bevölkerung durch den Ausschluss von Rechten verdorben sei und durch Verbürgerlichung zu nützlichen Staatsbürgern werden könne.

2. Hauptteil: Ausführliche Analyse der Argumentation Dohms, gegliedert in eigene Abschnitte, die Themen wie Wirtschaft, Religion, Recht und Staatsverständnis sowie konkrete Reformvorschläge umfassen.

3. »Nachschrift«: Analyse von Dohms Zweifeln an der Neuartigkeit seiner Vorschläge, die durch Reformen Josephs II. in Österreich gestützt wurden.

4. Historische Bewertung: Untersuchung der zeitgenössischen Rezeption, insbesondere der Kritik von Michaelis, und die Gegenüberstellung von Zustimmung und Ablehnung durch verschiedene Publizisten.

5. Epilog: Zusammenfassende Bilanz der Wirkung von Dohms Schrift und die Einordnung der Debatte in den größeren Kontext der Aufklärung und staatlicher Reformen.

Schlüsselwörter

Christian Konrad Wilhelm von Dohm, Juden, Verbürgerlichung, Aufklärung, Judenemanzipation, Merkantilismus, Staat, Integration, Johann David Michaelis, Moses Mendelssohn, Rechtsprechung, Wirtschaft, Wehrhaftigkeit, Toleranz, Staatsbürger.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit Christian Konrad Wilhelm von Dohms Schrift „Über die bürgerliche Verbesserung der Juden“ aus dem Jahr 1781, analysiert dessen Argumentation zur Integration der jüdischen Bevölkerung und beleuchtet die zeitgenössische Rezeption sowie Kontroversen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die rechtliche und wirtschaftliche Gleichstellung der Juden, das Verhältnis von Religion und Staatsbürgerschaft, die militärische Rolle der Juden sowie das Staatsverständnis im absolutistischen Zeitalter.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Exegese der Dohmschen Schrift, um aufzuzeigen, wie Dohm durch „Verbürgerlichung“ eine gesellschaftliche Integration jüdischer Menschen im staatlichen Interesse begründete.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine exegetische Analyse des Quellentextes (Dohms Schrift) kombiniert mit einer historischen Untersuchung der zeitgenössischen publizistischen Reaktionen (Rezeptionsgeschichte).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Thesen Dohms zu wirtschaftlichen, rechtlichen und erzieherischen Maßnahmen, die der Autor zur Förderung der jüdischen Integration vorschlägt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören „Verbürgerlichung“, „Judenemanzipation“, „Aufklärung“ sowie die Namen „Dohm“ und „Michaelis“ als Repräsentanten gegensätzlicher Auffassungen.

Wie bewertet Dohm die jüdische wirtschaftliche Betätigung?

Dohm betrachtet die Konzentration der Juden im Kreditwesen als historisch bedingte Notwendigkeit aufgrund vorheriger Berufsbeschränkungen und plädiert für die Öffnung aller Erwerbszweige, insbesondere des Handwerks und Ackerbaus, um diese einseitige Ausrichtung aufzubrechen.

Warum ist die „Nachschrift“ für die Bewertung wichtig?

Die „Nachschrift“ ist insofern relevant, als Dohm hier auf die Neuartigkeit seiner Vorschläge eingeht und diese mit den zeitgleich unter Joseph II. in Österreich eingeleiteten Reformen, wie dem Toleranzpatent, in Bezug setzt.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Von Christian Konrad Wilhelm von Dohm: »Über die bürgerliche Verbesserung der Juden« (1781)
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Germanistik)
Note
1,7
Autor
Magister Artium Michael Dahnke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
56
Katalognummer
V201634
ISBN (eBook)
9783656277712
ISBN (Buch)
9783656278115
Sprache
Deutsch
Schlagworte
christian konrad wilhelm dohm verbesserung juden«
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Artium Michael Dahnke (Autor:in), 2002, Von Christian Konrad Wilhelm von Dohm: »Über die bürgerliche Verbesserung der Juden« (1781), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/201634
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Leseprobe aus  56  Seiten
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