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Zur Shop-Startseite › Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung

Der sozialistische Städtebau und sein Erbe: Eine Untersuchung am Beispiel der Planstadt Halle-Neustadt

Titel: Der sozialistische Städtebau und sein Erbe: Eine Untersuchung am Beispiel der Planstadt Halle-Neustadt

Examensarbeit , 2011 , 93 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lars Grummich (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Als am 9. Mai 1945 durch die Kapitulation des Deutschen Reiches der Zweite Weltkrieg nach 6 Jahren endete, sollte eine Zeit der politischen Umwälzung auf deutschem Boden beginnen. Durch die besonderen Umstände, welche sich nach dem Krieg im besetzten Ostdeutschland abzeichneten und schließlich in der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik mündeten, gab es städtebauliche Entwicklungen, die in Westdeutschland nicht vorzufinden sind und sich von deren Planungen stark unterscheiden.
Ziel im ersten Teil der vorliegenden Hausarbeit ist es, diese Umstände näher zu erläutern und zu bewerten. Dazu soll der Zeitraum von 1945, also unmittelbar nach Kriegsende, bis zur Deutschen Einheit 1990 untersucht werden. Dafür ist es unumgänglich, sich mit der Gründungsgeschichte der DDR, der zentralen Stadtplanung und den „Sechzehn Grundsätzen des Städtebaus“ auseinanderzusetzen.
Zusätzlich gibt es im Zusammenhang mit der Problematik des Wohnungsbaus in der DDR einen Exkurs zu den eingesetzten Typen der Plattenbauten und dem dahinter stehenden sozialistischen Grundgedanken.
Die Gründe für den Aufbau der sozialistischen Arbeiterstadt Halle-Neustadt mit den sozialistischen Idealvorstellungen sollen im zweiten Teil der Hausarbeit analysiert werden. Des Weiteren wird näher auf die Entwicklung der Stadt und die wachsenden Probleme eingegangen. Dieser Abschnitt der Hausarbeit wird sich vor allem auf den zeitlichen Rahmen von Beginn der Planungen zu Halle-Neustadt ab Ende der 1950er Jahre bis zum Zusammenbruch der DDR beschränken.
Im dritten und letzten Teil der Hausarbeit wird schließlich die Problematik der schrumpfenden Städte in Ostdeutschland nach 1990 angesprochen. Hierbei möchte ich im Besonderen auf die damit entstandenen Probleme in Halle-Neustadt und die Versuche der Stadt Halle eingehen, um eben jenem Bevölkerungsrückgang entgegen zu wirken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Wiederaufbau in der Sowjetischen Besatzungszone

2.1 Politische Rahmenbedingungen

2.2 Städtebauliche Entwicklungen

2.3 Zentralismus im Städtebau

3 Der Wiederaufbau in der Deutschen Demokratischen Republik

3.1 Die Anfänge in der Deutschen Demokratischen Republik

3.2 Die Reise nach Moskau

3.3 Die „Sechzehn Grundsätze des Städtebaus“

3.4 Das Aufbaugesetz

3.5 Der erste Fünfjahrplan von 1951 bis 1955

4 Phasen des Städtebaus in der DDR

4.1 Das Leitbild der „schönen deutschen Stadt“

4.2 Die große Wende im Bauwesen

4.3 Die Industrialisierung des Bauens im Städtebau der DDR

Exkurs – Plattenbauweise

4.4 Rückbesinnung auf den Aufbau der Stadtzentren

4.5 Erkenntnisse I

5 Die sozialistisch geplante Arbeiterstadt Halle-Neustadt

5.1 Standortbestimmung und Planung von Halle-Neustadt

5.2 Erste Ideen für eine neue Stadt

5.3 Der Generalbebauungsplan für Halle-West

6 Die Stadtstruktur von Halle-Neustadt

6.1 Die Wohnkomplexe

6.2 Das Stadtzentrum

6.3 Bevölkerungsentwicklung und Stadtgröße

6.4 Verkehrskonzept

6.5 Erkenntnisse II

7 Die Entwicklung Halle-Neustadts nach 1990

7.1 Demographische Entwicklung und Sozialstruktur

7.2 Folgen der demographischen Entwicklung

7.3 Ziele und Umsetzung der Stadterneuerung in Halle-Neustadt

7.4 Neustadt-Impressionen

8 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die städtebauliche Entwicklung von Halle-Neustadt von einer sozialistisch geplanten Idealstadt hin zu einem von Schrumpfungsprozessen geprägten modernen Stadtteil. Das zentrale Ziel ist es, die ideologischen Vorgaben der DDR-Planung, deren Umsetzung im politischen Kontext sowie die sozio-ökonomischen Folgen nach der Wiedervereinigung 1990 kritisch zu analysieren.

  • Historische Einordnung des Städtebaus in der SBZ und der DDR
  • Der Einfluss der "Sechzehn Grundsätze des Städtebaus" auf die Praxis
  • Analyse der Planungs- und Baugeschichte von Halle-Neustadt
  • Bewertung der demographischen Transformation und der Stadterneuerung nach 1990

Auszug aus dem Buch

Die „Sechzehn Grundsätze des Städtebaus“

Zurück in der DDR beschloss am 27.7.1950 der Ministerrat „Die sechzehn Grundsätze des Städtebaues“ als klar kontrastiertes Gegenbild zur aufgelockerten und gegliederten Stadt mit Wohnzellen und Nachbarschaften und setzt damit gleichzeitig neue Anforderungen an die Architekten der DDR. Von Bedeutung sei nun ins Besondere die Darstellung des künstlerischen Inhalts, bei gleichzeitig kritischem Aneignen des Erbes der Vergangenheit und einer Meisterschaft des Könnens seitens der Architekten (DURTH et al. 1999a: 148).

Zugleich bedeuteten „Die sechzehn Grundsätze des Städtebaus“ das Ende aller Gegen- und Nebeneinander existierenden Planungskonzepte und Architekturauffassungen.

An Stelle des Formalismus sollte das Prinzip des sozialistischen Realismus treten (HOSCISLAWSKI 1991: 57). Der sozialistische Realismus war seit 1934 der für verbindlich erklärte Ansatz im Bereich der Kultur, d.h. auch in der Literatur, Musik und der bildenden Kunst. Die Kunsttheorie des sozialistischen Realismus sieht seine Aufgabe darin, „die Menschen im Geiste des Sozialismus ideologisch umzuformen und zu erziehen“ und wird als „wahrheitsgetreue, historisch konkrete Darstellung der Wirklichkeit in ihrer revolutionären Entwicklung betrachtet“ (HOSCISLAWSKI 1991: 58).

Die Richtlinien des sozialistischen Realismus sollten aber auch auf die Architektur und den Städtebau angewendet werden. Dementsprechend wurden die Prinzipien der Charta von Athen und des Bauhauses abgelehnt und die westdeutsche und amerikanische Architektur als Ausdruck des Kapitalismus abgetan (HOSCISLAWSKI 1991: 61). Um sich vom Westen abzugrenzen, sollte sich auf die nationalen Traditionen des Bauens konzentriert werden. Dabei betonte der Architekt Kurt LIEBKNECHT, dass es „nicht um unschöpferisches kopieren vergangener Stile [...], sondern um die schöpferische Weiterentwicklung auf einer historisch gegebenen nationalen Grundlage“ (zitiert bei HOSCISLAWSKI 1991: 68) ginge. Für ihn kam nur eine kritische Verwendung und Weiterentwicklung von Klassizismus, Renaissance, Barock und Gotik in Betracht. Der Sozialismus sollte dabei nicht mehr als eine weitere Etappe in der Geschichte angesehen werden, sondern als höchste Stufe des Entwicklungsprozesses (DÜWEL 1995: 25).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der sozialistischen Stadtplanung in der DDR und deren Auswirkungen auf das Stadtbild von Halle-Neustadt.

2 Der Wiederaufbau in der Sowjetischen Besatzungszone: Analyse der politischen Rahmenbedingungen und städtebaulichen Grundlagen unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg.

3 Der Wiederaufbau in der Deutschen Demokratischen Republik: Untersuchung der Gründungsgeschichte der DDR, der sowjetischen Einflussnahme durch die "Reise nach Moskau" sowie der Etablierung des Aufbaugesetzes.

4 Phasen des Städtebaus in der DDR: Darstellung der Entwicklung vom Leitbild der "schönen deutschen Stadt" hin zur Industrialisierung des Bauwesens und dem Exkurs der Plattenbauweise.

5 Die sozialistisch geplante Arbeiterstadt Halle-Neustadt: Detaillierte Analyse der Standortwahl, der Planungskonzeption und des Generalbebauungsplans für Halle-West.

6 Die Stadtstruktur von Halle-Neustadt: Untersuchung der konkreten baulichen Realisierung, der Wohnkomplexe, des Stadtzentrums sowie verkehrstechnischer Konzepte.

7 Die Entwicklung Halle-Neustadts nach 1990: Beschreibung der demographischen Transformation, der sozialen Folgen und der Strategien der Stadterneuerung in der Nachwendezeit.

8 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Diskrepanz zwischen städtebaulicher Ideologie und der gebauten Realität im historischen Kontext.

Schlüsselwörter

Halle-Neustadt, DDR, sozialistischer Städtebau, Planstadt, Industrialisierung des Bauens, Plattenbau, Sechzehn Grundsätze des Städtebaus, Wohnkomplexe, Stadtumbau, Schrumpfende Städte, Architektur, Sozialismus, Stadtzentrum, Transformation, Nachwendezeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die städtebauliche Genese von Halle-Neustadt von der Planung als sozialistische Idealstadt bis zur heutigen Herausforderung durch demographischen Wandel und baulichen Leerstand.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die Architekturgeschichte der DDR, staatliche Planungsvorgaben, industrielle Bauweisen (Plattenbau) und die Herausforderungen der Stadterneuerung nach der Wiedervereinigung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Spannungsverhältnis zwischen den dogmatischen Zielen der sozialistischen Stadtplanung und der tatsächlichen Umsetzung sowie deren langfristigen Auswirkungen auf die Stadtstruktur aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geographisch-historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Planungsdokumenten (Generalbebauungspläne) und einer Vor-Ort-Analyse basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Bauphasen in der DDR, die spezifische Standortplanung von Halle-Neustadt sowie die städtebauliche Transformation der Nachwendezeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen sozialistischer Realismus, Wohnkomplex, Plattenbauweise, Industrialisierung des Bauens, demographischer Wandel und Stadtumbau.

Warum wurde Halle-Neustadt als Fallbeispiel gewählt?

Halle-Neustadt gilt als eines der markantesten Beispiele einer "von der Industrie für die Industrie" geplanten sozialistischen Stadt, deren Entwicklung von der Entstehung bis zur aktuellen Problematik exemplarisch nachvollziehbar ist.

Wie bewertet der Autor das Scheitern zentraler städtebaulicher Visionen?

Der Autor führt das Scheitern maßgeblich auf wirtschaftliche Restriktionen, eine bornierte technologische Politik und das starre "Lego-Prinzip" der Plattenbauweise zurück, das kaum Raum für individuelle Architektur ließ.

Ende der Leseprobe aus 93 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der sozialistische Städtebau und sein Erbe: Eine Untersuchung am Beispiel der Planstadt Halle-Neustadt
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,7
Autor
Lars Grummich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
93
Katalognummer
V201531
ISBN (eBook)
9783656292074
ISBN (Buch)
9783656294221
Sprache
Deutsch
Schlagworte
halle neustadt arbeiterstadt stadtteil schrumpfungstendenzen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lars Grummich (Autor:in), 2011, Der sozialistische Städtebau und sein Erbe: Eine Untersuchung am Beispiel der Planstadt Halle-Neustadt, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/201531
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  93  Seiten
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