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Zur Shop-Startseite › Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde

Wassernutzung in Vorder- und Mittelasien

Geschichte, Entwicklung und Probleme des Nahen Ostens und des Industieflandes

Titel: Wassernutzung in Vorder- und Mittelasien

Examensarbeit , 2011 , 89 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Martin Steger (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Abschlussarbeit beschäftigt sich mit der Wassernutzung im Nahen Osten und Vorderasien. Betrachtet werden hierbei sowohl die geschichtliche Wassernutzung, zum Beispiel durch die Nabatäer, als auch die rezente durch Israel und Palästina. Die dabei entstehenden natürlichen Probleme, die Wasserknappheit an sich und auch die bereits entstandenen sowie die zu befürchtenden politischen Konflikte um Wasser, werden hier untersucht. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Nahostkonflikt und dessen Entstehung.

Einleitung:

Wasser ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Da die Erde zu 71% von Wasser bedeckt ist, wird sie auch immer wieder als „Blauer Planet“ bezeichnet. Obwohl mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sind muss man sich aber im Klaren darüber sein, dass ca. 97% dieser Wasservorräte aus Salzwasser bestehen. Außerdem sind von den verbleibenden 3% weitere zwei Drittel in den Polkappen und Gletschern gebunden und somit nicht unmittelbar nutzbar. Es bleibt von der Gesamtmenge des auf der Erde befindlichen Wassers also nur rund 1% flüssiges Süßwasser für den Menschen. Davon wiederum sind lediglich 2% flüssiges Oberflächenwasser. Die restlichen 98% sind in für den Menschen nur unter enormen Aufwand zugänglichen Grundwasserbeständen gebunden. Daraus kann gefolgert werden, dass circa 99% des Wassers der Erde dem Menschen zur Nutzung nicht zur Verfügung stehen.

Des Weiteren muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass die zugänglichen Süßwasservorräte der Erde sowohl regional wie auch zeitlich äußerst ungleichmäßig verteilt sind. Etwa 80% des Abflusses entfallen auf die nördliche Halbkugel und die Äquatorialbereiche, während sich große Teile der Erde mit den restlichen 20% zu Recht finden müssen. Laut Vorhersagen des International Water Management Institutes (IWMI) wird bereits 2025 in weiten Teilen der Erde nicht mehr genügend Wasser zur Verfügung stehen. Laut Schätzungen der UNESCO werden im Jahr 2015 etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung in Regionen leben, die unter Wasserarmut leiden. Da Wasser nicht vor Landesgrenzen halt macht, bedingt diese angespannte Situation des Wassermangels schon heute diverse Konflikte um die Nutzung, die Quantität und die Qualität von Wasser sowie der genutzten Böden. Neben der aktuellen Situation in der Region soll ebenfalls gezeigt werden, wie frühere Generationen mit dem Gut Wasser umgegangen sind und inwiefern sich die Situation im Laufe der Zeit bis heute geändert hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wassernutzung im Jordanbecken

2.1. Aktuelle Wassersituation im Jordanbecken und Jordanien

2.2. Projekte zur Erschließung weiterer Wasserreserven

2.2.1. Disi Projekt

2.2.2. Dead Sea Water Conveyance Project

2.3. Prognose über die Wassersituation in Jordanien

2.4. Nabatäische Geschichte, Kultur und Bewässerungswirtschaft

3. Wassernutzung am Indus

3.1. Ausgangslage und Wassersituation im Indus-Tiefland heute

3.2. Geschichtliche Entwicklung der Wassernutzung im Indus-Tiefland

3.2.1. Bewässerung zwischen 1500 vor Christus und 1819 nach Christus

3.2.2. Ausbau des Bewässerungssystems unter britischer Herrschaft von 1843 bis 1947

3.2.3. Teilung des indischen Subkontinents

3.2.4. Grüne Revolution und ihre Folgen

3.3. Probleme auf Grund der Wassernutzung

3.3.1. Vernässung

3.3.2. Versalzung

3.3.3. Sedimentierung der Kanäle und Staubecken und Wasserverschmutzung im Indus-Tiefland

3.3.4. Soziale Probleme des Pachtsystems

3.4. Maßnahmen zur Behebung der entstandenen Probleme

3.4.1. Maßnahmen gegen Versalzung und Vernässung

3.4.2. Maßnahmen gegen die Sedimentierung der Kanäle und Dammbecken

3.4.3. Maßnahmen gegen die Verschmutzung des Wassers

3.4.4. Vorschläge zur Verbesserung der sozialen Ungerechtigkeiten des Pachtsystems

4. Wasserkonflikte

4.1. Naher Osten

4.1.1. Streitigkeiten am Euphrat

4.1.2. Jordanwasserkonflikt

4.1.3. Konflikt am westlichen Bergaquifer

4.2. Induswasserkonflikt

4.3. Bewertung der Konflikte

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung, die heutige Wassersituation und die damit verbundenen Probleme in den Regionen des Jordanbeckens und des Indus-Tieflandes. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Mensch und Natur über Jahrhunderte an die spezifischen klimatischen Gegebenheiten dieser ariden Gebiete angepasst wurden und welche Lösungsansätze für aktuelle Wasserkonflikte und ökologische Herausforderungen existieren.

  • Historische Analyse der Bewässerungssysteme in Vorder- und Mittelasien.
  • Untersuchung der aktuellen Wasserknappheit und sozioökonomischen Auswirkungen in Jordanien und Pakistan.
  • Evaluierung von Infrastrukturprojekten zur Wassererschließung (z.B. Disi-Projekt, Red Sea Dead Sea Project).
  • Analyse der Ursachen und Folgen von Umweltproblemen wie Versalzung und Vernässung durch intensive landwirtschaftliche Bewässerung.
  • Diskussion grenzüberschreitender Wasserkonflikte unter Berücksichtigung geopolitischer Machtinteressen.

Auszug aus dem Buch

Nabatäische Geschichte, Kultur und Bewässerungswirtschaft

Seit der Wiederentdeckung der nabatäischen Hauptstadt Petra im heutigen Jordanien durch den Schweizer Entdecker Johann Ludwig Burckhardt im Jahre 1812, hat die Siedlung Touristen wie auch Archäologen, Ingenieure und Geowissenschaftler aus aller Welt gleichermaßen angezogen (Bellwald, 2008, 47). Obwohl die archäologischen Ausgrabungen in der Region ergeben haben, dass bereits vor rund 10.000 Jahren sesshafte Völker die Gegend besiedelten und Ackerbau und Viehzucht betrieben, ist besonders die Zeit der Nabatäer für Forscher von Interesse. Dies hängt einerseits mit dem guten Zustand und den damit verbunden zu gewinnenden Erkenntnissen über die Lebensart der Nabatäer zusammen. Andererseits auch mit den Erkenntnissen über das historische Wassergewinnungssystem und allen damit verbunden Erfordernissen und Eigenheiten der Region.

Geschichtlich gesehen besteht heute größtenteils Einigkeit darüber, dass die Nabatäer erst im sechsten Jahrhundert vor Christus, ursprünglich aus dem arabischen Raum kommend, in den Süden des heutigen Jordaniens nach Petra auswanderten. Dort übernahmen sie die Kontrolle über die hiesigen Handelsrouten. Wie Abbildung 7 deutlich zeigt, bildete Petra den Knotenpunkt von fünf Haupthandelsrouten, zwischen Ailana, Hegra, Phigea, Gaza sowie Amman, und hatte dadurch strategische Wichtigkeit inne.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die globale Wasserknappheit und die ungleiche Verteilung der Süßwasserressourcen auf der Erde als fundamentale Grundlage für das Verständnis der Arbeit.

2. Wassernutzung im Jordanbecken: Dieses Kapitel analysiert die aktuelle Wasserproblematik in Jordanien, stellt bedeutende Erschließungsprojekte vor und beleuchtet das historische Bewässerungssystem der Nabatäer in Petra.

3. Wassernutzung am Indus: Hier wird die Entwicklung der Bewässerung am Indus von der Frühzeit über die britische Kolonialperiode bis zur "Grünen Revolution" betrachtet, ergänzt um eine kritische Analyse ökologischer und sozialer Folgeprobleme.

4. Wasserkonflikte: Das Kapitel widmet sich den geopolitischen Spannungen um grenzüberschreitende Gewässer im Nahen Osten und am Indus und bewertet die Rolle von Wasser als Instrument politischer Macht.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Herausforderungen durch aride Bedingungen in beiden Regionen zusammen und betont die wachsende Bedeutung eines nachhaltigen Wasserressourcenmanagements angesichts klimatischer Veränderungen.

Schlüsselwörter

Wassernutzung, Jordanbecken, Indus-Tiefland, Wasserknappheit, Bewässerungssysteme, Nabatäer, Grüne Revolution, Wasserverschmutzung, Versalzung, Vernässung, Wasserkonflikte, Geopolitik, Nachhaltigkeit, Infrastrukturprojekte, Ressourcenmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen und aktuellen Nutzung von Wasserressourcen in zwei ariden Regionen: dem Jordanbecken und dem Indus-Tiefland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Anpassungsstrategien an Wassermangel, der technologische Ausbau von Bewässerungsinfrastruktur sowie die sozioökonomischen und ökologischen Auswirkungen dieser Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Gesellschaften in Vorder- und Mittelasien über Jahrhunderte auf Wasserknappheit reagiert haben und welche Lösungsansätze es für die daraus resultierenden Konflikte gibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geographisch-historische Analyse, die auf Literaturrecherche, der Auswertung historischer Daten sowie der Untersuchung aktueller ökologischer und politischer Berichte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil ist zweigeteilt: Er analysiert detailliert das Jordanbecken mit Fokus auf Petra und moderne Projekte sowie das Indus-Tiefland mit Blick auf historische Bewässerung, die Grüne Revolution und die damit verbundenen Umweltprobleme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wassernutzung, Wasserknappheit, Bewässerungssysteme, Versalzung, Wasserkonflikte und Geopolitik bilden den Kern der terminologischen Ausrichtung.

Welche Bedeutung hat das Disi-Projekt für Jordanien?

Es dient der Erschließung fossiler Grundwasservorkommen aus dem Disi-Aquifer, um den steigenden Trinkwasserbedarf im Ballungsraum Amman zu decken.

Wie beeinflusste der "Sechs-Tage-Krieg" 1967 die Wassersituation im Jordanbecken?

Er veränderte die wasserstrategische Ausgangslage zugunsten Israels, da dieses nach der Besatzung Gebiete kontrollierte, die für die Wasserversorgung von entscheidender Bedeutung waren, und zuvor geplante Ableitungsprojekte der arabischen Seite verhinderte.

Ende der Leseprobe aus 89 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wassernutzung in Vorder- und Mittelasien
Untertitel
Geschichte, Entwicklung und Probleme des Nahen Ostens und des Industieflandes
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Department für Geographie)
Note
1,0
Autor
Martin Steger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
89
Katalognummer
V201477
ISBN (eBook)
9783656273721
ISBN (Buch)
9783656303763
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Naher Osten Israel Jordanien Pakistan Wasser Versalzung Vernässung Wassergewinnung Bodendegradation Desertifikation Konflikt Sechstagekrieg Palästina Krisenherd Grundwasser Wassernutzung Totes Meer Nabatäer Disi-Projekt Indus Wasserkonflikte Krieg um Wasser Krieg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Steger (Autor:in), 2011, Wassernutzung in Vorder- und Mittelasien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/201477
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Leseprobe aus  89  Seiten
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