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Briefe aus Militär- und Kriegszeit

"Jetzt weiß ich, was Militär heißt"

Titel: Briefe aus Militär- und Kriegszeit

Fachbuch , 2012 , 103 Seiten

Autor:in: Dr. Veit Pamer (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Josef Pamer, der Großvater des Autors Veit Pamer, versah in den 1890er Jahren bei den Kaiserjägern in Wien den Militärdienst und war im 1. WK in Meran stationiert. Seine Erlebnisse in diesen prägenden Jahren, die er in einem regen Briefwechsel mit seinen Angehörigen in Passeier schildert, hat der Autor in einem Buch festgehalten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

Beitrag von Anna Glöggl Hinrichs: Die Tiroler Kaiserjäger

A. Militärzeit in Wien

I. Von Brixen nach Wien

II. Erste Eindrücke von Wien

III. Antwortschreiben des Urgroßvaters

IV. Ende der Rekrutenzeit

V. Nachrichten aus der Heimat

VI. Aufenthalt in Mauer

VII. Zurück in die Rennwegkaserne in Wien

VIII. Im Lager zu Bruck an der Leitha

IX. Aufstieg zum Offiziersdiener

X. Stadelbau zu Hause

XI. Neuer Dienst und ein besonderes Ereignis

XII. Wichtige Neuigkeiten

XIII. Urlaub steht kurz bevor

XIV. Militär Grundbuchblatt – Teil 1

B. Ereignisse in Bildern nach dem Militär

XV. Primiz von P. Sebastian OSB

XVI. Hausbau

XVII. Hochzeit

XVIII. Foto der jungen Familie

XIX. Eucharistischer Kongress in Wien

XX. Schützenfest in Platt

C. Kriegszeit 1914 – 1916

XXI. Das Kriegsjahr 1914

XXII. Das Kriegsjahr 1915

XXIII. Das Kriegsjahr 1916

XXIV. Militär Grundbuchblatt – Teil 2

D. Der letzte Lebensabschnitt

Brief an Josef

Großvater als Vorsteher

Großvater als Bauer

Brief an Anton

Primiz von P. Stefan OSB

Abschied von einem ereignisreichen Leben

Schlussgedanke

Zielsetzung & Themen

Dieses Buch dient als Hommage an Josef Pamer, dessen Briefe aus der Militär- und Kriegszeit transkribiert und kommentiert wurden. Ziel ist es, durch persönliche Zeugnisse einen Einblick in die Lebensrealität einer einfachen Bauernfamilie und die Erfahrungen eines Kaiserjägers in der k. u. k. Monarchie zu gewähren.

  • Dokumentation des Briefwechsels eines Tiroler Kaiserjägers
  • Einblicke in den harten Alltag des Militärdienstes in Wien
  • Alltagsleben und landwirtschaftliche Herausforderungen in der Heimat
  • Die Rolle der Familie und die Bedeutung des christlichen Glaubens
  • Historische Einordnung der Tiroler Kaiserjäger als Elitetruppe

Auszug aus dem Buch

I. Von Brixen nach Wien

„Abends ging es fort die ganze Nacht hindurch, bis wir am Freitagmorgen in Wien ankamen.“

... In Brixen sind wir bis zum 3. Oktober geblieben. Zu tun hatten wir da nichts, das Essen mussten wir uns selbst kaufen und geschlafen haben wir die Nacht auf Stroh. Am 3. Oktober Nachmittag begann unsere Abreise, wir gingen zu Fuß bis zur Franzensfestung. Von dort sind wir um 5 Uhr abgefahren durchs Pustertal, die ganze Nacht sind wir gefahren. Am Mittwoch um sechs Uhr früh kamen wir in Villach an, wo wir den ganzen Tag und die Nacht geblieben sind. Am Donnerstag früh fuhren wir von Villach ab durch Kärnten und die Steiermark, wo wir in Bruck (an der Mur) fast den ganzen Nachmittag geblieben sind. Um 7 Uhr Abends ging es fort die ganze Nacht hindurch bis wir am Freitagmorgen in Wien ankamen und von da in die Rennweg-Artillerie Kaserne. Es ist dies eine sehr große Kaserne. Im Zimmer, in dem ich bin, schlafen im Ganzen 29 Mann. Gar so teuer ist es hier nicht, das Krügl Bier in der Kantine kostet 7 Kreuzer …

Zu arbeiten hat man von Morgens 5 Uhr bis Abends 9 Uhr, aber sonst gar so streng haben wir es noch nie gehabt. Bis 7 Uhr muss man putzen und abstauben, von 7 bis 11 Uhr wird exerziert, dann ist man bis 1 oder 2 Uhr in der Kaserne... Von 2 Uhr an wird wieder exerziert bis gegen Abend. Wenn man in die Kaserne kommt, sind die Schuhe zu nageln und zu wichsen. Das Krawall muss jeden Abend aufgemacht und sonst alles ordentlich hergerichtet werden, dass man nicht vom Schlaf gestört wird. Schule haben wir jeden Abend eine Stunde oder auch länger...

Zusammenfassung der Kapitel

A. Militärzeit in Wien: Schilderung der Ausbildung und des Soldatenlebens von Josef Pamer bei den Kaiserjägern, geprägt von Strapazen und Heimweh.

B. Ereignisse in Bildern nach dem Militär: Dokumentation privater Meilensteine wie Primiz, Hausbau und Hochzeit in den Jahren nach dem aktiven Militärdienst.

C. Kriegszeit 1914 – 1916: Beschreibung der Einberufung zum Wachdienst während des Ersten Weltkriegs und der fortwährenden Sorge um Hof und Familie.

D. Der letzte Lebensabschnitt: Rückblick auf die Nachkriegszeit, das Wirken als Bauer und Vorsteher sowie das familiäre Erbe.

Schlüsselwörter

Josef Pamer, Kaiserjäger, Militärzeit, Briefwechsel, Erster Weltkrieg, Südtirol, Passeier, bäuerlicher Alltag, k. u. k. Monarchie, Militär Grundbuchblatt, Familiengeschichte, Primiz, Stadelbau, Wachdienst, Kaiserstadt Wien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?

Es handelt sich um eine transkribierte Sammlung von Briefen des Großvaters des Autors, Josef Pamer, die seine Zeit als Kaiserjäger und seine Erlebnisse während des Ersten Weltkriegs dokumentieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der militärische Alltag in der Kaiserzeit, die Bewältigung des Hoflebens durch die Familie während der Abwesenheit des Vaters sowie die persönliche Entwicklung und familiäre Bindung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine persönliche Hommage, die das Eintauchen in die Lebenswelt des Großvaters ermöglicht und einen authentischen Einblick in historische Lebensumstände gewährt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor nutzt die Transkription von Originalbriefen, deren inhaltliche Kommentierung und die Einbettung in den historischen Kontext anhand ergänzender Dokumente und Fotos.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Militärzeit in Wien, das zivile Leben nach dem Militärdienst, die Kriegsjahre 1914-1916 sowie den letzten Lebensabschnitt des Großvaters.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kaiserjäger, Briefwechsel, Erster Weltkrieg, Bauerntum, Familiengeschichte, Passeier und Österreich-Ungarn.

Wie ging Josef Pamer mit der Trennung von seiner Familie um?

Er hielt durch regelmäßigen Briefverkehr engen Kontakt, gab Ratschläge für die Hofarbeit und äußerte regelmäßig seine Sehnsucht nach einer baldigen Heimkehr.

Welche besondere Bedeutung hat der "Stadelbau" für das Buch?

Der Stadelbau dient als exemplarisches Beispiel für die organisatorischen Herausforderungen einer Bauernfamilie in einer Zeit ohne moderne Maschinen und bei gleichzeitiger Abwesenheit des Hoferben.

Ende der Leseprobe aus 103 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Briefe aus Militär- und Kriegszeit
Untertitel
"Jetzt weiß ich, was Militär heißt"
Veranstaltung
Heimatgeschichte
Autor
Dr. Veit Pamer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
103
Katalognummer
V201407
ISBN (eBook)
9783656273110
ISBN (Buch)
9783656274711
Sprache
Deutsch
Schlagworte
briefe militär- kriegszeit jetzt militär
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Veit Pamer (Autor:in), 2012, Briefe aus Militär- und Kriegszeit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/201407
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  103  Seiten
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