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Figurenanalyse am Beispiel der Mina in Bram Stoker’s „Dracula“

Title: Figurenanalyse am Beispiel der Mina in Bram Stoker’s „Dracula“

Term Paper , 2008 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andrea Harings (Author)

Communications - Movies and Television

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Summary Excerpt Details

„Die Analyse der Personen, Charaktere und Figuren in Filmen und Fernsehsendungen ist besonders wichtig, weil diese in den Erzählungen die Handlung vorantreiben“ (Mikos 2008, 163). Meist ist es eine der handelnden Figuren, aus deren Perspektive ein Spielfilm erzählt wird. Je nach Inszenierung funktionieren Figuren als Träger von Sympathie und Antipathie und stellen Identifikationsfiguren dar (ebd.). Da es sich beim Film um ein audiovisuelles Medium handelt, sind Gefühle, Gedanken und innere Zustände von Personen jedoch schwieriger zu gestalten, als etwa in einem Buchroman. Daher kommt den tatsächlich eingesetzten und inszenierten Figuren eine besondere Bedeutung zu (vgl. Faulstich 2002, 95).
Die Figurenanalyse stellt somit einen unverzichtbaren Bestandteil der Filmanalyse dar. Aufgrund der vielfältigen Aspekte, die eine Figur betreffen und die sich in Kombination miteinander ergänzen, überschneiden und verdichten, ist eine komplexe Figur schwer zu ana-lysieren. Auch die unterschiedliche Begrifflichkeit der einzelnen Facetten stellt eine Herausforderung dar, da verschiedene Begriffe oft unterschiedlich verwendet werden und zum Teil schwer voneinander abzugrenzen sind.
In der vorliegenden Arbeit versuche ich ein zur praktischen Analyse geeignetes Modell zu finden. Dazu stelle ich im 2. Kapitel zunächst die theoretischen Ansätze zur Figurenanalyse von Dominique Blüher, sowie Margrit Tröhler und Henry Taylor vor und fasse sie an-schließend zusammen. Nach einigen theoretischen Vorbemerkungen zur Rolle der Frau im 19. Jahrhundert und zur Rolle des weiblichen Vampirs prüfe ich die beiden Ansätze auf ihre Anwendbarkeit. Dazu werde ich am Beispiel von Francis Ford Coppola’s „Bram Stoker’s Dra-cula“ die Figur der Mina Murray analysieren und dabei die theoretisch untersuchten Modelle praktisch anwenden. Dabei möchte ich die Frage beantworten, inwieweit die vorgestellten Analysemodelle ein geeignetes Hilfsmittel darstellen, um komplexe Filmfiguren umfassend zu analysieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Ansätze zur Figurenanalyse

2.1 Französische Ansätze zur Analyse der filmischen Figur

2.1.1 Die vier Komponenten von Gardies

2.1.2 Narratologischer Ansatz zur Figurenanalyse

2.1.3 Figurative Aspekte des Darstellers

2.2 Facetten der menschlichen Figur im Spielfilm

2.2.1 Der Körper im Film

2.2.2 Der Charakter

2.2.3 Der Protagonist

2.2.4 Der Held/die Heldin

2.2.5 Der Typ

2.2.6 Die Rolle

2.2.7 Die Figur als Facetten-Konglomerat

2.3 Zusammenfassung der Figurenkonzepte

3 Figurenanalyse der Mina Murray

3.1 Vorbemerkungen

3.1.1 Die Frau in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts

3.1.2 Der weibliche Vampir

3.2 „Bram Stoker’s Dracula“

3.2.1 Inhalt

3.2.2 Die Figur Mina Murray

3.2.3 Anwendung des Figurenkonzepts am Beispiel der Figur Mina

4 Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht wissenschaftliche Modelle der Figurenanalyse im Spielfilm, um deren praktische Anwendbarkeit auf komplexe Charaktere zu prüfen. Ziel ist es, ein geeignetes Instrumentarium zur tiefergehenden Analyse filmischer Figuren zu evaluieren und dieses exemplarisch an der Figur Mina Murray aus Francis Ford Coppolas „Bram Stoker’s Dracula“ zu erproben.

  • Vergleich theoretischer Ansätze zur filmischen Figurenanalyse (u.a. Gardies, Vernet, Tröhler/Taylor).
  • Untersuchung der Facetten der menschlichen Figur im Spielfilm.
  • Analyse des gesellschaftlichen Rollenbildes der Frau im 19. Jahrhundert und der Vampir-Figur.
  • Praktische Fallstudie der Figur Mina Murray hinsichtlich Charakterentwicklung und Rollenwechsel.
  • Kritische Reflexion über die Praxistauglichkeit der untersuchten Analysemodelle.

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Die Figur Mina Murray

Eingeführt wird Mina Murray bei einem Gespräch mit ihrem Verlobten Jonathan Harker über ihre geplante Hochzeit und die bevorstehende Abreise Harkers nach Transsylvanien (vgl. Coppola 1992, 00:07:10). In ihr erkennt der Zuschauer die verstorbene Elisabeta wieder, Graf Draculs Frau.

Jonathan legt fest, dass die Hochzeit erst nach seiner Rückkehr stattfindet, was Mina ohne Widerworte hinnimmt (ebd., 00:07:19). Ihre Reaktion spiegelt die Unterwürfigkeit der Frau im Patriarchat wieder und zeigt, dass Mina ihre Rolle darin erfüllt. Ihr hochgeschlossenes Kleid und die züchtig zusammengesteckte Frisur unterstreichen diese Rolle und charakterisieren Mina als anständige Frau des Mittelstandes. Daneben wird sie auch durch ihre angepasste Stimme, ihre Mimik und Gestik definiert, die ihren Platz neben ihrem Verlobten verdeutlichen.

Während Harkers Abwesenheit vertraut Mina ihre Gedanken ihrem Tagebuch an (ebd., 00:18:13- 00:18:30) Auch hier wird ihre Rolle als „gute“ Frau, im Sinne des Patriarchats, deutlich, da sie sich Gedanken darüber macht, wie ihr Verlobter zu ihrem Besuch bei Lucy steht. Daneben verdeutlicht die Szene auch ihr Verhältnis zur Sexualität. Zwar blättert sie in einem Buch mit freizügigen Bildern, aber sie bezeichnet das Gesehene als „widerlich“ (ebd., 00:18:40) und möchte nicht mit dem Buch entdeckt werden. Lucy, die hinzukommt, macht sich über die Tagebuch schreibende Mina lustig und geizt nicht mit sexuellen Anspielungen (ebd., 00:18:52- 00:19:07). Mina hingegen betont: „eine Ehe bedeutet mehr, als fleischliche Gelüste“ (ebd., 00:19:10). Eine Einstellung, die beide Frauen nebeneinander zeigt (ebd., 00:19:30), macht den Unterschied zwischen ihnen besonders deutlich. Lucy, mit wallenden roten Locken und einem schulterfreien Kleid redet offen über Sexualität und passt damit nicht in die Rolle der Frau im Patriarchat. Mina hingegen, die Haare auch hier sorgfältig hochgesteckt und in einem hochgeschlossenen Kleid, hält sich beschämt die Hand vor den Mund. Dieser Vergleich symbolisiert die Rollen der beiden Frauen: Lucy übernimmt die Rolle der „Hure“, Mina die des „Engels“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Figurenanalyse im Film und umreißt die Zielsetzung, anhand verschiedener theoretischer Modelle die Figur der Mina Murray zu untersuchen.

2 Theoretische Ansätze zur Figurenanalyse: Dieses Kapitel stellt verschiedene französische sowie deutschsprachige Ansätze zur Analyse von Filmfiguren vor, darunter Konzepte zu Aktant, Rolle, Typ und Charakter.

3 Figurenanalyse der Mina Murray: Hier erfolgt die theoretische Einordnung und die praktische Anwendung der zuvor diskutierten Modelle auf die Figur der Mina Murray unter Berücksichtigung historischer Kontextfaktoren.

4 Schlussbemerkung: Die Arbeit resümiert die Anwendbarkeit der Modelle und kommt zu dem Ergebnis, dass die Ansätze zur Figurenanalyse zwar wertvolle Werkzeuge bieten, aber in ihrer praktischen Anwendung unterschiedlich komplex und effektiv sind.

Schlüsselwörter

Figurenanalyse, Spielfilm, Bram Stoker, Mina Murray, Filmtheorie, Patriarchat, Gender Studies, Rolle, Charakter, Narratologie, Schauspieler, Körperbild, Identitätskonstruktion, Vampirfilm, Francis Ford Coppola.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Analyse von Filmfiguren. Sie vergleicht verschiedene theoretische Modelle, um zu untersuchen, wie komplexe Charaktere in audiovisuellen Medien systematisch erfasst und beschrieben werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die filmwissenschaftliche Figurenanalyse, die Untersuchung von Rollenbildern im 19. Jahrhundert sowie die symbolische Bedeutung des weiblichen Vampirs im Film.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, ein zur praktischen Filmanalyse geeignetes theoretisches Modell zu identifizieren und dessen Praxistauglichkeit am Beispiel der Hauptfigur Mina Murray aus dem Film „Bram Stoker’s Dracula“ zu überprüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literatur- und filmtheoretische Analyse durchgeführt. Die Arbeit vergleicht Ansätze von Forschern wie Gardies, Vernet, Brenez sowie Tröhler und Taylor und wendet diese Methoden auf das ausgewählte Filmmaterial an.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Figurenanalyse dargelegt. Anschließend wird die Figur Mina Murray im Kontext ihres gesellschaftlichen Umfelds und ihrer Wandlung vom „Engel“ zum „weiblichen Vampir“ detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Figurenanalyse, Filmtheorie, Genderrollen, Charakterentwicklung, Identität und Narratologie charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Mina Murray in der Analyse von der Figur Lucy?

Die Arbeit arbeitet den Kontrast zwischen den beiden Frauen heraus: Während Lucy als unkonventionell und sexuell offen dargestellt wird (Rolle der „Hure“), verkörpert Mina zunächst die angepasste, sittsame Frau (Rolle des „Engels“), bevor sie durch den Vampirismus eine eigene Entwicklung vollzieht.

Warum wird Mina Murray als "sekundäre Hauptfigur" eingeordnet?

Obwohl Dracula der Protagonist des Films ist, nimmt Mina Murray eine so zentrale Rolle für die Handlung und die emotionale Erzählstruktur ein, dass sie als essenzieller Teil eines Protagonistenpaares oder eben als sekundäre Hauptfigur gewertet wird.

Welche Rolle spielt die Inszenierung des Körpers für die Analyse?

Die Arbeit folgt dem Ansatz, dass der gefilmte Körper die materielle Grundlage jeder Figur bildet. Veränderungen in der Erscheinung, Mimik und Kleidung dienen als Indikatoren für die innere und rollenbezogene Wandlung der Figur im Filmverlauf.

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Details

Title
Figurenanalyse am Beispiel der Mina in Bram Stoker’s „Dracula“
College
University of Bonn
Grade
1,0
Author
Andrea Harings (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V201333
ISBN (eBook)
9783656273820
ISBN (Book)
9783656274803
Language
German
Tags
Medien Kommunikation Film Filmanalyse Figurenanalyse Bram Stoker Dracula Mina Vampir
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Harings (Author), 2008, Figurenanalyse am Beispiel der Mina in Bram Stoker’s „Dracula“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/201333
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