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Besteuerung in der Insolvenz

Titel: Besteuerung in der Insolvenz

Bachelorarbeit , 2012 , 58 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Johannes Stößel (Autor:in)

Jura - Steuerrecht

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit über 100 Quellen und über 50 Urteilen!

Die Berührungspunkten zwischen Steuerrecht und Insolvenzordnung, der Besteuerung in der Insolvenz, sind Inhalt der Arbeit. Zuerst wird kurz der Ablauf eines Insolvenzverfahrens erklärt, um dann genauer auf das Verhältnis der Insolvenzordnung zum Steuerrecht sowie die steuerlichen Pflichten in der Insolvenz einzugehen. Anschließend werden die wichtigsten Probleme, Schnittpunkte und Regelungen dargelegt, die alle Steuerarten betreffen, insbesondere die steuerrechtliche Stellung der Beteiligten, die Zugehörigkeit der Steuern zu den insolvenzrechtlichen Forderungskategorien und verfahrensrechtliche Besonderheiten. Der 2. Teil der Arbeit beschäftigt sich dann mit ausgewählten spezifischen Problemen der Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in der Insolvenz und endet mit einem Fazit über das Insolvenzsteuerrecht. Insolvenzrechtliche Sachverhalte werden nur dann erläutert, wenn sie mit der Besteuerung in Zusammenhang stehen oder ein besseres Verständnis für den steuerlichen Tatbestand bewirken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Insolvenzverfahren

2.2 Verhältnis von Steuerrecht und Insolvenzordnung (Insolvenzsteuerrecht)

2.3 Rechnungslegungspflichten in der Insolvenz

3. Allgemeines Insolvenzsteuerrecht

3.1 Steuerrechtliche Stellungen der Beteiligten

3.1.1 Schuldner

3.1.2 Gläubiger

3.1.3 Insolvenzverwalter

3.1.3.1 Vermögensverwalter i. S. d. § 34 Abs. 3 AO

3.1.3.2 Steuerrechtliche Haftung

3.1.3.3 Vorläufiger Insolvenzverwalter

3.1.3.3 Verhältnis zum Steuerberater des Schuldners

3.1.4 Insolvenzmasse

3.2 Steuerforderung als Insolvenzforderung

3.3 Steuerforderung als Masseverbindlichkeit

3.4 Verfahrensrechtliche Besonderheiten

3.4.1 Festsetzung

3.4.2 Erhebung und Steueraufrechnung

3.4.3 Vollstreckung

3.4.4 Feststellung

3.4.5 Anfechtung

4. Behandlung und Besonderheiten einzelner Steuerarten

4.1 Allgemeines

4.1.1 Insolvenzrechtliche Zuordnung der Steuerschulden

4.1.2 Behandlung von Verlusten

4.1.3 Behandlung stiller Reserven

4.1.4 Forderungsverzicht, Sanierungsgewinn und Restschuldbefreiung

4.2 Einkommensteuer

4.2.1 Veranlagung

4.2.2 Probleme der Personengesellschaft

4.2.3 Vorauszahlungen und Steuerabzüge

4.3 Körperschaftsteuer

4.4 Gewerbesteuer

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Spannungsfeld zwischen Steuerrecht und Insolvenzordnung. Dabei wird analysiert, wie steuerliche Pflichten und Forderungen in einem Insolvenzverfahren einzuordnen sind und welche Auswirkungen dies auf die Sanierungschancen und die Befriedigung der Gläubiger hat.

  • Schnittstellen zwischen Steuerrecht und Insolvenzrecht
  • Steuerrechtliche Stellung von Schuldner, Gläubiger und Insolvenzverwalter
  • Einordnung von Steuerforderungen als Insolvenzforderungen oder Masseverbindlichkeiten
  • Besonderheiten einzelner Steuerarten (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer) in der Insolvenz

Auszug aus dem Buch

2.3 Rechnungslegungspflichten in der Insolvenz

Auch im Insolvenzverfahren ist die Rechnungslegung die Basis für die steuerliche Gewinnermittlung und deshalb ein grundlegender Aspekt für die Besteuerung in der Insolvenz. Die steuerrechtlichen Rechungslegungs- und Buchführungspflichten nach den §§ 140 AO ff. und die im Normalfall dafür grundlegenden handelsrechtlichen Vorschriften i. S. d §§ 238 ff. HGB, werden durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens grundsätzlich nicht verändert (§ 155 Abs. 1 InsO). Das ist notwendig, weil sie den Ausgangspunkt für die Ertrags- und Umsatzsteuerermittlung bilden. Die gesetzlichen Fristen zur Aufstellung werden aber verlängert (§ 155 Abs. 2 InsO). Zusätzlich zu den normalen Jahresabschlüssen fordert die h. M. eine Schlussbilanz der werbenden Gesellschaft, eine Insolvenzeröffnungsbilanz, da nach § 155 Abs. 2 InsO mit Insolvenzeröffnung ein neues Geschäftsjahr beginnt, sowie eine Insolvenzschlussbilanz. In die Insolvenzeröffnungsbilanz sind dann erstmals sich durch die Insolvenz ergebende Ansprüche mit aufzunehmen. Sind die Schlussbilanz und die Insolvenzeröffnungsbilanz identisch, ist es sinnlos, die Schlussbilanz gesondert aufzustellen. Die Aufstellung dieser Rechenwerke steht jedoch in bestimmten Situationen in der Kritik, weil sie dort keine zusätzlichen Informationen liefern und somit nur unnötig die Insolvenzmasse schmälern. Liegt eine massearme Insolvenz vor, werden die Rechungslegungspflichten noch stärker angezweifelt, da hier die Befriedigung der Gläubiger durch zusätzliche Kosten besonders eingeschränkt wird. In der Praxis ist ein Verzicht auf diese in der Kritik stehenden Rechenwerke jedoch i. S. d. §§ 148, 162 AO mit dem Finanzamt abzustimmen, um unvorteilhafte Steuerschätzungen ebenso wie die Haftung des Insolvenzverwalters nach § 69 AO (siehe 3.1.3.2) zu vermeiden. Zusätzliche Probleme und Kosten versursacht in der Praxis auch die oft unbrauchbare Buchführung der insolventen Unternehmen. Das gleiche gilt für mögliche Konzernabschlüsse, wenn das Kontrollverhältnis noch gegeben ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung der Besteuerung in der Insolvenz dar und führt in die Problematik der Schnittstelle zwischen Steuerrecht und Insolvenzordnung ein.

2. Grundlagen: Hier wird der Ablauf des Insolvenzverfahrens erläutert und das Verhältnis zwischen dem Steuerrecht und der Insolvenzordnung sowie die allgemeinen Rechnungslegungspflichten dargestellt.

3. Allgemeines Insolvenzsteuerrecht: Dieses Kapitel behandelt die steuerrechtliche Stellung der beteiligten Akteure, die Kategorisierung von Forderungen und die verfahrensrechtlichen Besonderheiten bei der Festsetzung und Vollstreckung.

4. Behandlung und Besonderheiten einzelner Steuerarten: Hier wird detailliert auf die speziellen Probleme der Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer sowie deren Behandlung in der Insolvenz eingegangen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert ein eigenständiges Insolvenzsteuerrecht, um die Rechtsunsicherheit und die Benachteiligung der Sanierung zu beenden.

Schlüsselwörter

Insolvenzordnung, Insolvenzsteuerrecht, Insolvenzmasse, Steuerforderung, Masseverbindlichkeit, Insolvenzforderung, Sanierung, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Insolvenzverwalter, Finanzamt, Haftung, Aufrechnung, Steuerschuld.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Besteuerung von Unternehmen und Einzelpersonen während eines Insolvenzverfahrens und beleuchtet die steuerrechtlichen Konsequenzen an den Schnittstellen zur Insolvenzordnung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Einordnung von Steuerschulden, den Pflichten des Insolvenzverwalters und den spezifischen Herausforderungen bei der Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen Steuer- und Insolvenzrecht zu untersuchen und aufzuzeigen, wie diese Bereiche besser abgestimmt werden können, um eine erfolgreiche Sanierung nicht zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer rechtlichen Literaturanalyse, der Auswertung der aktuellen Rechtsprechung sowie einer praxisorientierten Untersuchung der steuerlichen Problemstellungen bei Insolvenzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen des Insolvenzrechts und der Steuerpflichten geklärt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der insolvenzrechtlichen Forderungskategorien und der Besonderheiten bei einzelnen Steuerarten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Insolvenzmasse, Masseverbindlichkeit, Insolvenzforderung, Steueraufrechnung und die steuerliche Sanierungsproblematik.

Wie wirkt sich die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens auf laufende Steuerverfahren aus?

Die Insolvenzeröffnung löst eine Rückschlagsperre aus, führt zur Unterbrechung von Steuerfestsetzungsverfahren und zur notwendigen Aufteilung von Steuerschulden in Insolvenzforderungen oder Masseverbindlichkeiten.

Welche Herausforderungen ergeben sich bei der Personengesellschaft?

Aufgrund des steuerlichen Transparenzprinzips entsteht ein Konflikt mit der insolvenzrechtlichen Trennung von Gesellschafts- und Privatvermögen, was häufig zu unstimmigen Ergebnissen bei der steuerlichen Zurechnung führt.

Ende der Leseprobe aus 58 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Besteuerung in der Insolvenz
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,7
Autor
Johannes Stößel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
58
Katalognummer
V201055
ISBN (eBook)
9783656279075
ISBN (Buch)
9783656280637
Sprache
Deutsch
Schlagworte
besteuerung insolvenz Insolvenzsteuerrecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Stößel (Autor:in), 2012, Besteuerung in der Insolvenz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/201055
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Leseprobe aus  58  Seiten
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