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Der Wandel von Engagementverdrossenheit zum Wir-Gefühl

Eine soziologische Analyse am Fallbeispiel der Occupy-Bewegungen

Title: Der Wandel von Engagementverdrossenheit zum Wir-Gefühl

Master's Thesis , 2012 , 151 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Antje Reichert (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society

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Summary Excerpt Details

Protest und Widerstand gehören zum Grundinventar demokratischer Gesellschaften. Aktuell kann weltweit eine massive Zunahme an Bürgerprotesten wahrgenommen werden. In der vorliegenden Masterarbeit wird am Fallbeispiel der Occupy-Bewegungen empirisch untersucht, wie es zu diesem Wandel von der Engagementverdrossenheit zu einem Wir-Gefühl gekommen ist, der schließlich kollektives widerständiges Handeln ermöglicht. Im Fokus der Arbeit stehen hierbei die Zuversicht, mit Protest etwas bewirken zu können, die subjektiven Motive des Einzelnen sowie die öffentliche Berichterstattung.

Die theoretische Basis der vorliegenden Arbeit bildet die akteurstheoretische Perspektive mit dem Fokus auf Politikverdrossenheit, Identität und Opposition als Strategie zur Vereinbarkeit von System und Lebenswelt. Der empirische Teil beruht auf einem dreistufigen methodischen Vorgehen, bestehend aus persönlich geführten Interviews mit Occupy-Aktivisten, einer Online-Befragung sowie einer mediensoziologischen Analyse. Die generierten Daten werden jeweils inhaltsanalytisch ausgewertet.

Die Einzelfallanalysen können nicht bestätigen, dass die Bürger in Deutschland das Gefühl (zurück)gewonnen haben, mit Protest etwas bewirken zu können. Vielmehr ist die Motivation zur Teilnahme durch die persönliche Betroffenheit von sozialen Missständen begründet und wird gestützt durch die sozialen Kontakte innerhalb der Bewegung. Die verdichteten Einzelschicksale werden durch die öffentliche Berichterstattung der Massenmedien allerdings kaum thematisiert. Im Ergebnis wird gezeigt, dass der Wandel von der Engagementverdrossenheit zu einem Wir-Gefühl innerhalb der Occupy-Bewegungen gestützt wird, weil sich eine Vielzahl an Menschen mit der Bewegung identifizieren können, denen dies bisher bei anderen Bewegungen oder Institutionen nicht möglich war.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vom Fallbeispiel zur Bewegungsforschung

2.1 Occupy Wall Street als internationale soziale Protestbewegung

2.2 Stand der Forschung und Abgrenzung des Themas

3 Theoretischer Hintergrund

3.1 Politikverdrossenheit als Ursache und Folge politischer Probleme

3.2 Die sozialpsychologischen Konzepte: Identität, Gruppe und Beziehung

3.3 Akteure zwischen Arrangement, Integration und Opposition

4 Methodische Vorgehensweise

4.1 Verwendete Erhebungs- und Aufbereitungsverfahren

4.2 Zur Auswertung internetbasierter Quellen

5 Rahmendaten des Samples – der Occupy-Aktivist unter der Lupe

5.1 Mitglieder der Occupy-Szene

5.2 Nachhaltig Mobilisierte, Reflektiert Engagierte, Neueinsteiger und Interessierte

6 Der Wandel aus akteurszentrierten Perspektiven

6.1 Die Abkehr von der Engagementverdrossenheit

6.2 Die Emergenz eines Wir-Gefühls oder die Pflicht zum Ungehorsam

6.3 Zur Nachhaltigkeit des Wandels

6.4 Das Subjekt im Spiegel der Massenmedien

6.5 Fazit zu den empirischen Ergebnissen und Diskussion der Forschungsfragen

7 Resümee, kritische Würdigung und Ausblick

7.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

7.2 Kritische Würdigung und Forschungsausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel von Engagementverdrossenheit hin zu einem Wir-Gefühl, das kollektives widerständiges Handeln ermöglicht, am Fallbeispiel der Occupy-Bewegungen in Deutschland. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die Zuversicht, mit Protest etwas bewirken zu können, entwickelt, welche individuellen Motive die Akteure leiten und inwieweit diese in der medialen Berichterstattung abgebildet werden.

  • Soziologische Analyse des Wandels von Engagementverdrossenheit zu einem Wir-Gefühl.
  • Untersuchung subjektiver Motive und Handlungsgründe von Occupy-Aktivisten.
  • Mediensoziologische Analyse der Presseberichterstattung zur Occupy-Bewegung.
  • Empirische Anwendung des akteurstheoretischen Ansatzes auf soziale Bewegungen.
  • Typologisierung von Aktivisten basierend auf ihrem bisherigen gesellschaftlichen Engagement.

Auszug aus dem Buch

2.1 Occupy Wall Street als internationale soziale Protestbewegung

In diesem Abschnitt wird zunächst ein Überblick gegeben über die Occupy-Bewegungen als internationale soziale Protestbewegung, die im Rahmen dieser Arbeit als Fallbeispiel verwendet werden. Dabei liegt der Fokus der Schilderungen der Widerstandsbewegung auf dem ursächlichen Problemherd, den Aktivisten, den verwendeten Protestformen, der globalen Ausbreitung sowie auf den verwendeten Proteststrategien.

Auf der bewegungseigenen Homepage präsentiert sich Occupy Wall Street folgendermaßen: "Occupy Wall Street is leaderless resistance movement with people of many colors, genders and political persuasions. The one thing we all have in common is that We Are The 99% that will no longer tolerate the greed and corruption of the 1%. We are using the revolutionary Arab Spring tactic to achieve our ends and encourage the use of nonviolence to maximize the safety of all participants. This ows movement empowers real people to create real change from the bottom up. We want to see a general assembly in every backyard, on every street corner because we don't need Wall Street and we don't need politicians to build a better society." (OccupyWallSt 2011)

Die Massenmedien griffen die Occupy Wall Street Bewegung ab dem 17. September 2011 thematisch auf, als die Besetzung des Zucotti Parks im Financial District in New York erfolgte. Damit wurden die Bewegung selbst und ihre Anliegen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Der Name der Protestbewegung steht gleichsam für die ursprüngliche Quelle sowie für das anhaltende Problemfeld der Krise in unserer Zeit: die ungleiche und als ungerecht empfundene Verteilung von u.a. finanziellen Ressourcen. Zu den Verursachern der Krise werden in erster Linie die Banken (der Wall Street) gezählt, aber auch große Konzerne und andere Akteure des einen Prozents, die einen erheblichen Teil des weltweiten Vermögens sowie des Wohlstandes für sich beanspruchen (van Gelder 2011: 1; Rattner 2012) und diesen Vorsprung weiter offensiv ausbauen (Hart-Landsberg 2012).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der zunehmenden Bürgerproteste ein, formuliert die Forschungsfragen und erläutert den Anspruch der Arbeit.

2 Vom Fallbeispiel zur Bewegungsforschung: Hier wird die Occupy-Bewegung als internationale soziale Protestbewegung vorgestellt und der aktuelle Stand der Forschung dargelegt.

3 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis rund um Politikverdrossenheit, Identität, Gruppe und die Beziehung zwischen System und Lebenswelt.

4 Methodische Vorgehensweise: Hier werden die Erhebungsverfahren – Interviews, Online-Fragebogen und mediensoziologische Analyse – ausführlich beschrieben.

5 Rahmendaten des Samples – der Occupy-Aktivist unter der Lupe: In diesem Kapitel wird die Stichprobe charakterisiert und die Typologie der Aktivisten vorgestellt.

6 Der Wandel aus akteurszentrierten Perspektiven: Dieser Abschnitt analysiert die Abkehr von der Engagementverdrossenheit, die Entstehung des Wir-Gefühls, die Nachhaltigkeit sowie das Subjekt im Spiegel der Medien.

7 Resümee, kritische Würdigung und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst, kritisch reflektiert und zukünftige Forschungsansätze aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Occupy-Bewegung, Engagementverdrossenheit, Wir-Gefühl, kollektive Identität, Protest, Politikverdrossenheit, soziale Bewegung, Partizipation, soziale Ungleichheit, Mediensoziologie, Widerstand, Aktivismus, soziale Netzwerke, Zivilgesellschaft, Postmoderner Protest

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Masterarbeit befasst sich mit der soziologischen Untersuchung des Wandels von einer allgemeinen Engagementverdrossenheit hin zu einem kollektiven Wir-Gefühl innerhalb der Occupy-Bewegungen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der kollektiven Identität, dem Verständnis von Protest, der Motivation der Aktivisten sowie der Art und Weise, wie diese Proteste medial dargestellt werden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu analysieren, wie der Wandel vom Rückzug aus dem gesellschaftlichen Engagement hin zu aktivem, kollektiven Widerstand zu erklären ist und welche Rolle individuelle Motive dabei spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt ein dreistufiges methodisches Vorgehen: persönlich geführte Interviews, eine quantitative und qualitative Online-Befragung sowie eine mediensoziologische Analyse online publizierter Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine methodische Beschreibung, die Vorstellung der empirischen Stichprobe sowie eine detaillierte Analyse des Wandels aus der Perspektive der Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Occupy-Bewegung, Engagementverdrossenheit, Wir-Gefühl, kollektive Identität, Protestforschung, Politikverdrossenheit und Partizipation.

Wie unterscheiden sich Occupy-Szene und Occupy-Bewegung laut der Analyse?

Die Occupy-Szene wird als eine Teilmenge der Bewegung begriffen, die sich durch die Besetzung öffentlicher Räume (Camps) auszeichnet und stärker als Symbol für alternative Lebensweisen fungiert, während die Bewegung als Ganzes heterogener ist.

Welche Rolle spielt die Presseberichterstattung für die Akteure?

Die Analyse zeigt, dass sich die spezifischen Motive und Beweggründe der Aktivisten kaum in der Presseberichterstattung widerspiegeln, weshalb Aktivisten eigene Wege wie soziale Netzwerke zur Kommunikation ihrer Anliegen nutzen.

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Details

Title
Der Wandel von Engagementverdrossenheit zum Wir-Gefühl
Subtitle
Eine soziologische Analyse am Fallbeispiel der Occupy-Bewegungen
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Soziologie)
Grade
1,2
Author
Antje Reichert (Author)
Publication Year
2012
Pages
151
Catalog Number
V200989
ISBN (eBook)
9783656269861
ISBN (Book)
9783656271062
Language
German
Tags
Protest Widerstand Occupy Wall Street Bewegung Szene Demokratie Opposition Medien Engagement Politikverdrossenheit Wir-Gefühl
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antje Reichert (Author), 2012, Der Wandel von Engagementverdrossenheit zum Wir-Gefühl, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/200989
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