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Die "Gleichschaltung" der Kölner Medien im Dritten Reich

Titel: Die "Gleichschaltung" der Kölner Medien im Dritten Reich

Bachelorarbeit , 2012 , 126 Seiten

Autor:in: Sebastian Schellschmidt (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Forschung stellt sich seit dem Ende des Dritten Reichs 1945 die Frage, wie es der NSDAP gelingen konnte, von einer kleinen, faschistischen Krawall-Bewegung zur allein herrschenden Macht aufzusteigen und eine ganze Nation zu verführen. Denn spricht man vom Dritten Reich, spricht man auch von einer Zeit der Masseneuphorie zugunsten der Herrscher.

Das zentrales Ziel des Ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP) war eine einheitliche Führung der Presse und des Rundfunks. Unmittelbar nach der „Machtergreifung“ beseitigte die Regierung Hitler sämtliche oppositionellen Medien und brachte durch Terror und Hetze die Übrigen nach und nach auf Parteilinie. Die Presse, ehemals Grundstein des demokratischen Systems, wurde mithilfe einer konsequenten und radikalen „Gleichschaltung“ zum Lenkungsapparat der Massen pervertiert. Anbetracht der zentralen Bedeutung der Medien als Propagandainstrumente der NSDAP, ist eine genauere Untersuchung dieser Vorgänge von höchstem Interesse. Kann man sich anhand der Analyse des kompromisslosen Umbaus der Kölner Medien doch einer Antwort auf die zentrale Frage, wie die Partei die öffentliche Meinung beeinflusste und so das Volk verführte, nähern.

Wie verlief nun die mediale „Gleichschaltung“ in Köln? In der Domstadt wurden immerhin international beachtete Blätter wie die „Kölnische Zeitung“ (KöZ) und die „Kölnische Volkszeitung“ (KVZ) herausgegeben. Innerhalb der heterogenen Medienlandschaft war man sich seiner demokratischen Verantwortung durchaus bewusst. Viele Zeitungen vertraten daher klare politische Positionen und lehnten eine faschistische Diktatur, wie sie Hitler anstrebte, ab.

Hatten es die Nationalsozialisten daher in Köln besonders schwer, eine mediale Konvergenz zu erzeugen?
Tatsächlich verlief der politische Aufstieg Hitlers in Köln eher schleppend, im Vergleich zu anderen Metropolen im Reich.
Die großen bürgerlichen Redaktionen in Köln waren etabliert und das Kölner Parteiblatt „Westdeutscher Beobachter“ (WB) bis dahin nicht mehr als ein wenig beachtetes Hetzblatt mit Partei-Ankündigungen und Propaganda. Dennoch schrieben auch in Köln sehr schnell nach der Machtergreifung alle verbliebenen Zeitungen für den Führer.

Wie kam es dazu? Hatten die Zeitungen der Domstadt überhaupt eine Chance zur offenen Opposition gegen die zweifellos terroristische „Gleichschaltung“? Oder schwammen sie bereits vor der Machtergreifung im „braunen Gewässer“?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I) Einleitung

II) Goebbels' Liebe für das Radio

1. Rundfunkpolitik der NSDAP vor 1933

2. „Säuberung“ der Rundfunksender nach der Machtergreifung

III) Von der WERAG zum „Reichssender Köln“

IV) Pressepolitik im Dritten Reich

1. Das „Klavier“ der Regierung

2. Tod der Pressefreiheit

3. Die drei Ebenen der „Gleichschaltung“

V) Die Kölner Presse wird in Fesseln gelegt

1. Der Blätterwald in Köln vor 1933

2. Der Aufstieg der NSDAP im Spiegel der lokalen Presse

3. Die Kölner Zeitungen in den ersten Stunden unter Hitler

4. Alle Zeitungen auf Kurs? Reaktionen auf den Nazi-Terror

5. Wie die „Kölnische Zeitung“ im Dritten Reich überlebte

VI) Journalistischer Widerstand

VII) Schlussbetrachtung

VIII) Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der „Gleichschaltung“ der Kölner Medienlandschaft – Presse und Rundfunk – nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie es der NSDAP gelang, die vormals unabhängige und teils oppositionell geprägte Medienwelt in ein zentral gesteuertes Propagandainstrument zu verwandeln und welche Rolle ökonomischer Druck sowie politische Repression dabei spielten.

  • Die Instrumentalisierung des Rundfunks als Propagandamedium.
  • Die systematische Ausschaltung der Pressefreiheit durch das NS-Regime.
  • Die Rolle des Kölner Pressemarktes und des Verlags „DuMont Schauberg“.
  • Anpassungsprozesse und der Mythos vom „Widerstand zwischen den Zeilen“.
  • Die Auswirkungen staatlicher Repression auf die lokale Journalistenkultur.

Auszug aus dem Buch

Die drei Ebenen der „Gleichschaltung“

Die Aufhebung der Pressefreiheit und die damit verbundenen Verbote oppositioneller Zeitungen bedeuten nur einen ersten Schritt auf dem Weg zur Kontrolle des Pressewesens. Was folgen musste, war eine Umgestaltung des redaktionellen Inhalts aller noch bestehenden bürgerlichen Zeitungen im Sinne der Partei. Diese vollzog sich in den ersten Monaten der NS-Herrschaft auf drei sich gegenseitig überlagern- den Ebenen.

Der juristische Grundstein wurde am 4. Oktober 1933 durch den Beschluss des sogenannten „Schriftleitergesetzes“ gelegt. Es verschaffte Goebbels in erster Linie Einfluss auf Personalfragen im Pressewesen. „Die Möglichkeit zur Berufsausbildung hing nun von der gesetzlich verordneten Konformität des Journalisten ab.“ Schriftleiter durfte nun nur der werden, der sich in eine Berufsliste eintragen ließ. In §5 wurden die entsprechenden Rasse- und Gesinnungs-Kriterien für die Aufnahme genau festgelegt.

Zum anderen wurde das Verhältnis zwischen Staat und Presse neu geordnet. Durch die vermeintliche Befreiung des Journalisten vom politischen Weisungsrecht des Verlegers, trat der Staat an dessen Stelle und überwachte nun die inhaltliche Gestaltung der Zeitungen. In der Folge standen die Schriftleiter unter ständiger Kontrolle und wurden getadelt oder von ihrer Position entbunden, wenn sie gegen Anweisungen des RMVP verstießen. Faktisch bedeutete dies das endgültige Ende der freien Meinungsäußerung. „Damit wurde dieses Gesetz zum wichtigsten Werkzeug der totalitären Presseführung.“

Zusammenfassung der Kapitel

I) Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Zäsur vom 30. Januar 1933 ein und umreißt die medienpolitische Forschungsfrage zur „Gleichschaltung“ der Kölner Presse.

II) Goebbels' Liebe für das Radio: Dieses Kapitel thematisiert die frühe Erkenntnis der NSDAP, dass der Rundfunk als Massenmedium ein zentrales Steuerungsinstrument der Meinung ist, und beschreibt die anschließende Säuberung der Sendeanstalten.

III) Von der WERAG zum „Reichssender Köln“: Hier wird der Prozess der Verstaatlichung des lokalen Senders WERAG bis hin zur Unterordnung unter die Reichs-Rundfunk-Gesellschaft detailliert nachgezeichnet.

IV) Pressepolitik im Dritten Reich: Der Abschnitt erläutert die ideologischen und praktischen Grundlagen der NS-Pressepolitik, insbesondere die Rolle des RMVP und die Unterdrückung oppositioneller Stimmen.

V) Die Kölner Presse wird in Fesseln gelegt: Dieses umfangreiche Kapitel analysiert die spezifischen Anpassungsprozesse der Kölner Zeitungslandschaft an die NS-Ideologie sowie das Überleben einzelner Verlage unter staatlichem Druck.

VI) Journalistischer Widerstand: Das Kapitel setzt sich kritisch mit dem Begriff des „Widerstands zwischen den Zeilen“ auseinander und hinterfragt die Möglichkeiten journalistischer Opposition unter der Diktatur.

VII) Schlussbetrachtung: Hier werden die Ergebnisse zur totalen Umgestaltung der Medienlandschaft in Köln zusammenfassend gewürdigt und bewertet.

VIII) Anhang: Diese Zusammenstellung enthält konkrete Beispiele für Propagandaanweisungen aus dem Alltag der Pressekonferenzen im Dritten Reich.

Schlüsselwörter

Gleichschaltung, Nationalsozialismus, Kölner Presse, NS-Propaganda, Rundfunk, Joseph Goebbels, Pressefreiheit, Schriftleitergesetz, NS-Diktatur, Widerstand zwischen den Zeilen, Medienkontrolle, DuMont Schauberg, Köln, Machtergreifung, Presseanweisungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die systematische Umgestaltung der Kölner Medienlandschaft – insbesondere der Presse und des Rundfunks – nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Rundfunkpolitik, der juristischen Kontrolle der Presse, der Rolle des Kölner Zeitungsmarktes und der kritischen Auseinandersetzung mit journalistischem Widerstand.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Prozess der „Gleichschaltung“ in Köln zu verstehen und zu beantworten, ob dieser ein erzwungener Prozess oder eine bereits begonnene Entwicklung war.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt die Analyse von zeitgenössischen Zeitungsartikeln, Anweisungen der Reichspressekonferenzen sowie eine Auswertung der relevanten Fachliteratur und Memoiren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Instrumentalisierung von Radio und Presse sowie die konkrete Untersuchung der Reaktionen und des Anpassungsverhaltens der Kölner Verlage.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Gleichschaltung, NS-Propaganda, Pressefreiheit, Schriftleitergesetz und der mediale Umbau Kölns in den 1930er Jahren.

Welche Rolle spielte der Verlag „DuMont Schauberg“?

Der Verlag nahm eine Sonderstellung ein, da er als einer der wenigen in privater Hand blieb, sich jedoch durch Anpassung und ideologische Annäherung an das NS-Regime vor der totalen Zerschlagung retten konnte.

Wie wird der „Widerstand zwischen den Zeilen“ bewertet?

Die Arbeit bewertet diesen „Widerstand“ kritisch als eine Form der Selbsttäuschung oder moralischen Beruhigung, die unter den gegebenen Zensurbedingungen meist keine reale Wirkung entfalten konnte.

Ende der Leseprobe aus 126 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die "Gleichschaltung" der Kölner Medien im Dritten Reich
Hochschule
Universität zu Köln
Autor
Sebastian Schellschmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
126
Katalognummer
V200969
ISBN (eBook)
9783656270560
ISBN (Buch)
9783656270942
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hitler Goebbels Drittes Reich Köln Kölner Stadtanzeiger Kölnische Volkszeitung Westdeutscher Beobachter Westdeutscher Rundfunk Gleichschaltung Radio Zeitung Rheinische Zeitung NSDAP Propaganda Medien Rundfunkpolitik Machtergreifung Pressefreiheit Schriftleitergesetz Reichstagsbrand Widerstand zwischen den Zeilen Kölnische Zeitung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Schellschmidt (Autor:in), 2012, Die "Gleichschaltung" der Kölner Medien im Dritten Reich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/200969
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Leseprobe aus  126  Seiten
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