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Nachhaltiges Lernen im Zeitalter der Globalisierung

sustainable learning in the age of globalization

Titel: Nachhaltiges Lernen im Zeitalter der Globalisierung

Bachelorarbeit , 2012 , 46 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Franziska Lehmann (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema „Nachhaltiges Lernen im Zeitalter der Globalisierung“ erweckt zunächst den Eindruck, dass ein Lernbegriff in Tradition des Leitbildes Nachhaltigkeit gemeint ist. Eine verständliche Annahme, ist doch der Begriff Nachhaltigkeit seit den späten 80er Jahren des letzten Jahrhunderts weitestgehend im Sinne von einer ressourcenschonenden Lebensweise verwendet worden. Dabei muss aber beachtet werden, dass der Begriff „nachhaltig“ eine Doppeldeutigkeit aufweist, die in einer zweiten Auslegung auch nachhaltig im Sinne von zukunftsfähig bedeutet und damit nicht nur die Schonung der klassischen Ressourcen meint, sondern auch gesellschaftliche Teilsysteme tangiert. Ein gesellschaftliches Teilsystem ist unter anderem die Bildung, die weder das eine noch das andere Verständnis von Nachhaltigkeit beinhaltet. Stellt sich die Frage, ob gerade Schule, als elementarer Ort der Bildung, sich vor der breit diskutierten Forderung nach Nachhaltigkeit verschließen kann oder darf. Eine Frage, die keiner Beantwortung bedürfte, wenn das Bildungssystem im jetzigen Zustand ein Qualitätsniveau hervorbringen würde, dessen Genügsamkeit gegen jeden Zweifel erhaben wäre. Ein Niveau, das laut großangelegten Bildungsstudien, dem Bildungssystem aber nicht beschieden werden kann. Bildung, durch Lernen vermittelt, produziert im Moment kein hinreichendes Maß an Qualität – sprich, Schüler werden nicht ausreichend genug gebildet. Dabei nehme ich nicht an, dass dieser Umstand generell auf die Schüler zurückzuführen ist. Natürlich ist, dass Menschen individuell sind und demnach auch individuelle Leistungen in der Schule erbringen. Trotzdem verfügt jedes dieser Individuen über Humanvermögen, das zu fördern und zu erweitern Aufgabe der Schule ist. Demnach stände die Schule im Mittelpunkt der Kritik.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Globalisierte Bildung: nationale Verankerung vs. globale Ausrichtung

2.1 Auswirkungen der Globalisierung auf die Individuen

2.2 Auswirkungen der Globalisierung auf die Institution Schule

3. Die Veränderung des Wissens im Zeichen der Wissensgesellschaft

3.1 Das Wesen des Wissens im 21. Jahrhundert

3.2 Nicht-Wissen

4. Das Konzept des Nachhaltigen Lernens in einer globalisierten Wissensgesellschaft

4.1 Perspektiven des Lernens

4.2 Das Konzept des Nachhaltigen Lernens

5. Schlussbetrachtung

6. Quellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen traditioneller Bildungssysteme durch die Dynamik und Komplexität einer zunehmend globalisierten Wissensgesellschaft. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie das Lernkonzept des Bildungssystems angepasst werden muss, um eine zukunftsfähige Bildung zu gewährleisten, die den veränderten gesellschaftlichen Anforderungen gerecht wird.

  • Wechselwirkungen zwischen Globalisierung, Wissen und Bildung
  • Transformation der Institution Schule in einer globalisierten Welt
  • Neubewertung von Wissen und Nicht-Wissen in der Wissensgesellschaft
  • Entwicklung eines Konzepts des "Nachhaltigen Lernens"
  • Bedeutung der Subjektorientierung für zukunftsorientierte Bildungsprozesse

Auszug aus dem Buch

3.2 Nicht-Wissen

Nicht nur Wissen allein produziert Kontingenz und Unbestimmtheit, auch Nicht-Wissen. Ähnlich wie der Begriff Wissen scheint auch das mutmaßliche Gegenteil schwer fassbar zu sein. Um aber kein idealistisches Bild der Wissensgesellschaft zu zeichnen, in dem Wissen vermeintliche Bedeutungshoheit genießt, soll im Folgenden auf das Nicht-Wissen und dessen ebenfalls wichtige Rolle für die moderne Gesellschaft und deren Bürger eingegangen werden.

Eine intensive Nutzung von Wissen wird oft mit positiven Attributen belegt und gilt gemeinhin als Mittel zur Ermöglichung von Unmöglichem, als Garantie für wirtschaftlichen und sozialen Erfolg. Der Wert wird in der Wissensgesellschaft oft diskutiert, primär in Form von Bildungskanon, Expertenwissen etc. Auffällig ist ebenfalls, dass in zahlreichen Handlungskontexten sowie in öffentlichen Diskursen die Bedeutung des Unwissens zunimmt, häufig durch Worte wie Risiko umschrieben. Mit Blick auf die beiden Seiten des Gegenstandes der Wissensgesellschaft wurde diese auch bereits als Gesellschaft beschrieben, die andauernd über den Umfang ihres Nicht-Wissens lernt. Diese Art Wissen hat schon lange und unter wechselnden Perspektiven wissenschaftliche, öffentliche und politische Aufmerksamkeit gefunden, wobei fehlendes Wissen oftmals als defizitärer Zustand wahrgenommen und mit Inkompetenz assoziiert wird.

Nicht-Wissen der Wissenschaft ist in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit geraten, weil gerade diese Instanz wahrgenommen wird, die nicht nur Unwissenheit durch wahres und sicheres Wissen ersetzt, sondern auch zugleich Nicht-Wissen produziert. Dies liegt zum einen daran, dass unvorhergesehene Folgen von wissenschaftlichen Vorgängen eintreten können, die komplexe Problemlagen und Fragestellungen aufwerfen und zugleich die Grenzen von Erkenntnisfähigkeit deutlich machen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problemstellung, dass Bildungssysteme aufgrund gesellschaftlicher Globalisierungsprozesse und neuer Wissensdynamiken unter Anpassungsdruck stehen, um zukunftsfähig zu bleiben.

2. Globalisierte Bildung: nationale Verankerung vs. globale Ausrichtung: Dieses Kapitel analysiert, wie Globalisierungsprozesse sowohl Individuen als auch die Institution Schule beeinflussen und welche Anforderungen an ein zeitgemäßes Bildungsverständnis entstehen.

3. Die Veränderung des Wissens im Zeichen der Wissensgesellschaft: Hier wird untersucht, wie sich das Wesen von Wissen und die Bedeutung von Nicht-Wissen in der modernen Wissensgesellschaft durch technologische und gesellschaftliche Veränderungen transformiert haben.

4. Das Konzept des Nachhaltigen Lernens in einer globalisierten Wissensgesellschaft: Das Kapitel entwickelt das Konzept des Nachhaltigen Lernens als Antwort auf die Anforderungen der Moderne, wobei besonders die Perspektiven des Lernens und die Subjektorientierung hervorgehoben werden.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass ein zukunftsfähiges Lernkonzept Bildung nicht mehr allein als Wissensvermittlung, sondern als Förderung der Selbstständigkeit und Anpassungsfähigkeit des Individuums begreifen muss.

6. Quellen: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Literatur und Quellen.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Bildung, Wissensgesellschaft, Nachhaltiges Lernen, Wissensmanagement, Nicht-Wissen, Selbstorganisation, Subjektorientierung, Medienrevolution, Kompetenzentwicklung, Lebenslanges Lernen, Innovationsgesellschaft, gesellschaftlicher Wandel, Schulentwicklung, soziale Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen, vor denen traditionelle Bildungssysteme angesichts der Globalisierung und der Entstehung einer Wissensgesellschaft stehen, und wie diese Systeme reformiert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören das Verhältnis zwischen nationaler Bildung und globaler Ausrichtung, der Wandel von Wissensbegriffen, die Rolle des Nicht-Wissens und die Entwicklung eines zukunftsorientierten Konzepts des Nachhaltigen Lernens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das traditionelle Lernkonzept an neue gesellschaftliche Dynamiken angepasst werden muss, um eine Bildung zu garantieren, die den Anforderungen einer global vernetzten Welt gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse bestehender Literatur zu Bildungs- und Globalisierungstheorien sowie auf aktuellen erziehungswissenschaftlichen Diskursen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Globalisierungsfolgen für Individuen und Schulen, die Analyse der veränderten Rolle von Wissen und Nicht-Wissen in der Wissensgesellschaft sowie die theoretische Fundierung eines Konzepts für nachhaltiges Lernen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Globalisierung, Wissensgesellschaft, Nachhaltiges Lernen, Subjektorientierung und die Transformation der Institution Schule.

Warum ist das Konzept des "Nicht-Wissens" für die moderne Bildung so wichtig?

Das Nicht-Wissen wird als unvermeidbarer Begleiter wissenschaftlicher Fortschritte und komplexer Problemlagen identifiziert; Bildung muss daher Kompetenzen vermitteln, mit dieser Unsicherheit aktiv und reflektiert umzugehen.

Welche Rolle spielt die "Subjektorientierung" im Nachhaltigen Lernen?

Die Subjektorientierung stellt den Lernenden als aktiv gestaltendes Subjekt in den Mittelpunkt, anstatt ihn nur als Empfänger vorgefertigter Wissensinhalte zu sehen, was eine bessere Anpassung an individuelle Lebenswelten ermöglicht.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nachhaltiges Lernen im Zeitalter der Globalisierung
Untertitel
sustainable learning in the age of globalization
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Note
1,8
Autor
Franziska Lehmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
46
Katalognummer
V200926
ISBN (eBook)
9783656270089
ISBN (Buch)
9783656271086
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Globalisierung Nachhaltigkeit Lernen Wissensgesellschaft Nachhaltiges Lernen Bildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Lehmann (Autor:in), 2012, Nachhaltiges Lernen im Zeitalter der Globalisierung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/200926
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  46  Seiten
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