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Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland

Titel: Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland

Masterarbeit , 2012 , 103 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Ludmila Krasowitzki (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

[...]
Geld und Moral? Sind diese Begriffe vereinbar? Sind uns Menschen wirklich nur die klassischen Anlageziele wie Rendite, Risiko und Liquidität bei der Wahl der Geldanlage wichtig, oder wollen wir mit dem investierten Geld auch etwas bewirken?
Seit Jahrhunderten diskutieren die Theologen über die Vereinbarkeit von Geld und Moral. Sie versuchen aus Wörtern der Bibel die Einstellung des Jesus zum Geld abzuleiten. Max Weber ist sogar gelungen darzulegen, dass das Protestantismus und Reformationsbewegung des XVI Jahrhunderts eine positive Wirkung auf die Entwicklung des Kapitalismus und somit des Wohlstandes in Europa hatte.
Ein in der neoklassischen Mikroökonomik entwickeltes Bild vom homo oeconomicus, der „durch formale und inhaltliche Rationalität, durch Eigeninteresse und Autonomie sowie durch Interessenausgleich“ charakterisiert ist, entspricht nicht der Realität. Auch in Geldfragen handelt der Mensch nicht immer rational. Seine Emotionen, Wertvorstellungen, Religionszugehörigkeit und weitere persönliche Merkmale beeinflussen seine Entscheidungen. Die moderne Ökonomie verwendet Simon-Ansätze von „begrenzter oder intuitiver Rationalität“, die versuchen die Wertvorstellungen in die Berechnung des Erwartungsnutzens zu implementieren.
Nach der Finanzkrise von 2008 wurden viele Fragen aufgeworfen, unter anderem auch über die Moral und das Geld. Rufe nach weiteren gesetzlichen Regulierungen wurden laut. Die gegenwärtige europäische Schuldenkrise zeigt nun die Machtlosigkeit der obersten Volksvertreter. Aber im Endeffekt sind wir selbst diejenige, die unser Leben von Morgen bestimmen, wir sind die Konsumenten, die Geldanleger, die Mitarbeiter, die Bürger. Und wenn wir versuchen in jeder Hinsicht bewusst und nachhaltig zu handeln, bleibt den Unternehmen, den Finanzinstituten und der Politik keine andere Wahl, als ihre Produkte bzw. die Wahlprogramme an unsere Wünsche anzupassen.
Eine Möglichkeit die wirtschaftlichen Prozesse zu steuern ist die nachhaltige Geldanlage, denn wie das alte Sprichwort besagt „Geld regiert die Welt“. Wir sollen unseren Einfluss nicht unterschätzen, denn jeder von uns hat einen gewissen Betrag, der für die Zukunft gedacht ist. Wir haben Lebensversicherungen, unterschiedliche Formen der Altersvorsorge, Tagesgeldanlagen, Anteile an Investmentfonds usw. und damit auch die Macht der Entscheidung, wie dieses Geld angelegt wird. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Ziel und Aufbau der Studie

2 Allgemeine Grundlagen

2.1 Historische Herkunft des Begriffs „Nachhaltigkeit“

2.2 Definition und Geschichte der nachhaltigen Geldanlagen

2.3 Aktuelle Anforderungen an die nachhaltigen Geldanlagen

2.4 Marktakteure im Markt für nachhaltige Geldanlagen

2.5 Gegenwärtige Marktsituation

3 Nachhaltige Selektionsstrategien

3.1 Übersicht der Selektionsstrategien

3.2 Ausschlusskriterien bzw. Negativselektion

3.3 Positivkriterien

3.4 Engagement-Ansatz

3.5 Anwendung durch deutsche Vermögensverwalter

4 Investoren in die nachhaltigen Geldanlagen

5 Anlageprodukte und Finanzintermediäre

5.1 Übersicht der Anlageprodukte

5.2 Direktbeteiligungen als Gesellschafter oder Mitunternehmer

5.3 Direktanlagen in nachhaltige Aktien

5.4 Direktanlagen in nachhaltige Anleihen und Genussscheine

5.5 Bankeinlagen der ethisch-ökologischen Banken und Kirchenbanken

5.6 Nachhaltige Publikumsfonds und Spezialfonds

5.7 Nachhaltige Zertifikate

5.8 Nachhaltige Kapitallebens- und Rentenversicherungen

6 Nachhaltige Geldanlagen und Unternehmen

6.1 Corporate Social Responsibility

6.2 Nachhaltigkeitsberichterstattung der deutschen Unternehmen

6.3 Nachhaltigkeitsberichterstattungsstandards

7 Nachhaltigkeitsratings und -indizes

7.1 Nachhaltigkeitsratings und Ratingagenturen

7.2 Nachhaltigkeitsindizes

8 Performance der nachhaltigen Geldanlagen

9 Zusammenfassung und kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Diese Studie zielt darauf ab, einen fundierten Überblick über den deutschen Markt für nachhaltige Geldanlagen zu geben. Dabei wird der Markt aus der Perspektive verschiedener Marktteilnehmer, wie Investoren, Finanzintermediären und Unternehmen, unter Einbeziehung deutscher Ratingagenturen und Indexanbieter analysiert.

  • Grundlagen und historische Entwicklung nachhaltiger Geldanlagen.
  • Methoden zur Selektion nachhaltiger Investitionen (Positiv-/Negativkriterien, Engagement).
  • Struktur und Charakteristika von Investoren in nachhaltige Anlageprodukte.
  • Vielfalt der Anlageprodukte, von Direktbeteiligungen bis zu Fonds und Versicherungen.
  • Integration von Nachhaltigkeitskriterien in Unternehmen und deren Berichterstattung.
  • Performance-Vergleiche zwischen klassischen und nachhaltigen Geldanlagen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Historische Herkunft des Begriffs „Nachhaltigkeit“

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ stammt aus Deutschland und wurde erstmals im XVIII Jahrhundert in der Forstwirtschaft verwendet. Hans Carl von Carlowitz formulierte 1713 das Grundprinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft wie folgt: „Schlage nur so viel Holz ein, wie der Wald verkraften kann“6. Im XIX Jahrhundert wurde diese rein ressourcenökonomische Sichtweise der Nachhaltigkeit auf sämtliche Funktionen des Waldes als einheitliches Ökosystem erweitert.7

In den 60-er -70-er Jahren des XX Jahrhunderts wurde in der westlichen Welt die internationale Umwelt- und Entwicklungsdiskussion geführt und mit dem Bericht vom Club of Rome „Die Grenzen des Wachstums“ wurde in 1972 der Begriff „Nachhaltigkeit“ auf weitere Wirtschaftsbereiche erweitert8. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ bezog sich aber weiterhin nur auf rein ökologische Aspekte.

Erst im Jahr 1983 wurde durch die UN-Kommission für Umwelt und Entwicklung unter dem Vorsitz der norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland der Begriff „Nachhaltige Entwicklung“ oder auf Englisch „Sustainable Development“ als „eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigene Bedürfnisse nicht befriedigen können“ definiert9. Damit bezog die Brundtland-Kommission nicht nur die Naturschutzaspekte, sondern auch die sozioökonomische Probleme in den Begriff „Nachhaltige Entwicklung“ mit ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Ziel und Aufbau der Studie: Diese Einleitung führt in die Thematik ein und erläutert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Untersuchung.

2 Allgemeine Grundlagen: Dieses Kapitel behandelt die historische Herkunft des Nachhaltigkeitsbegriffs, definiert nachhaltige Geldanlagen und erläutert die aktuelle Marktsituation.

3 Nachhaltige Selektionsstrategien: Hier werden verschiedene aktive und passive Strategien zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsfaktoren in das Portfoliomanagement vorgestellt.

4 Investoren in die nachhaltigen Geldanlagen: Der Fokus liegt auf der Analyse der verschiedenen Investorengruppen und ihrer Motivationen für nachhaltiges Investieren.

5 Anlageprodukte und Finanzintermediäre: Dieses Kapitel gibt einen detaillierten Überblick über verfügbare Anlageprodukte, von Direktbeteiligungen bis hin zu Bankeinlagen und Fonds.

6 Nachhaltige Geldanlagen und Unternehmen: Der Zusammenhang zwischen CSR, Nachhaltigkeitsberichterstattung und der Rolle von Unternehmen als Anlageobjekte wird hier diskutiert.

7 Nachhaltigkeitsratings und -indizes: Dieses Kapitel beschreibt die Rolle von Ratingagenturen und Indizes bei der Unterstützung von Investoren bei der Bewertung nachhaltiger Anlagen.

8 Performance der nachhaltigen Geldanlagen: Hier werden die Ergebnisse von Studien zum Performancevergleich zwischen nachhaltigen und konventionellen Anlagen analysiert.

9 Zusammenfassung und kritische Würdigung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und unterzieht das Konzept einer kritischen Prüfung.

Schlüsselwörter

Nachhaltige Geldanlage, Nachhaltigkeit, Finanzmarkt, SRI, ESG, Selektionsstrategien, Investmentfonds, CSR, Nachhaltigkeitsrating, Nachhaltigkeitsindizes, Performance, Institutionelle Anleger, Privatanleger, Direktbeteiligungen, Unternehmensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer umfassenden Analyse des deutschen Marktes für nachhaltige Geldanlagen aus der Perspektive verschiedener Marktteilnehmer.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition und Geschichte nachhaltiger Geldanlagen, Selektionsstrategien, Investorentypen, verschiedene Anlageprodukte sowie die Rolle von Nachhaltigkeitsberichten und Ratings.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Hauptziel ist es, einen fundierten Überblick über den deutschen Markt für nachhaltige Geldanlagen zu schaffen und die Perspektiven von Investoren, Finanzintermediären und Unternehmen zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Marktberichten und Studien zu Performancevergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen, Selektionsstrategien, die Investorenstruktur, spezifische Anlageprodukte, unternehmerische Aspekte (CSR/Berichterstattung) sowie Ratings und Performance.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Nachhaltige Geldanlage, ESG-Kriterien, SRI, Performance-Vergleiche und Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Was zeichnet den deutschen Markt für nachhaltige Geldanlagen aus?

Der deutsche Markt ist ein Nischenmarkt, der derzeit von institutionellen Anlegern dominiert wird, jedoch über eine sehr gut entwickelte Infrastruktur und eine breite Produktpalette verfügt.

Warum gibt es Kritik am Konzept der nachhaltigen Geldanlage?

Kritikpunkte sind unter anderem die Schwierigkeit der Operationalisierung, mögliche Zielkonflikte zwischen den drei Säulen der Nachhaltigkeit sowie die Intransparenz bei der Unternehmensbeurteilung aufgrund freiwilliger Berichterstattung.

Wie unterscheidet sich die Rolle von LOHAS und LOVOS?

LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) zeichnen sich durch einen auf Gesundheit und Nachhaltigkeit ausgerichteten Konsum aus, während LOVOS (Lifestyle of Voluntary Simplicity) bewusst auf Konsum verzichten und einfache Lebensformen bevorzugen.

Warum ist die Performance-Frage für Anleger wichtig?

Das Performance-Argument ist das häufigste Gegenargument gegen nachhaltige Anlagen; viele Studien zeigen jedoch, dass sich die risikoadjustierte Rendite oft nicht signifikant von konventionellen Anlagen unterscheidet.

Ende der Leseprobe aus 103 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Frankfurt früher Fachhochschule
Note
1,5
Autor
Ludmila Krasowitzki (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
103
Katalognummer
V200852
ISBN (eBook)
9783656269939
ISBN (Buch)
9783656282440
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ethische Geldanlagen Nachhaltige Geldanlagen Socially Responsible Investment
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ludmila Krasowitzki (Autor:in), 2012, Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/200852
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