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Die filmische Avantgarde der zwanziger Jahre

Ella Bergmann-Michel und ihre Beziehung zu anderen Künstlern

Title: Die filmische Avantgarde der zwanziger Jahre

Seminar Paper , 2010 , 8 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Sarah Müller (Author)

Film Science

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Summary Excerpt Details

Bereits seit ihrem Studium hatte sich Ella-Bergmann-Michel mit Neuem Gestalten beschäftigt. Sie stellte Collagen, Aquarelle, Zeichnungen sowie Druckgraphiken für architektonische oder andere Projekte her. Während Ella zunächst lediglich fotografierte, interessierte sie sich zunehmend theoretisch für das ‚neue Medium‘ Film. 1927 übernahm sie dann die Leitung der ‚Arbeitsgemeinschaft für den modernen Film‘, worüber sie nun auch Persönlichkeiten und Kenner der internationalen Filmavantgarde jener Jahre sowie deren Werke kennen und schätzen lernte. Unter anderem entwickelte sie ein Interesse an dem Wirken Dziga Vertovs, John Griersons und auch Joris Ivens‘. Letzterer riet ihr schließlich bei einem Besuch in Frankfurt 1931 zum Kauf einer Kamera. Wie wir schon wissen, schaffte sich die Künstlerin eine sogenannte Kinamo an, die erste mobile 35 mm-Handkamera, an deren Entwicklung Vertov selbst mitgearbeitet hatte.
Dass sich Ella Bergmann-Michel häufig an der russischen Avantgarde orientiert hatte, zeigt ihr Film Erwerbslose kochen für Erwerbslose . Hier werden immer wieder Texte eingeblendet, die die Bevölkerung auffordern sollen zu helfen. Diese Art ‚filmisches Flugblatt‘ orientierte sich am Vorbild der sowjetischen Propagandafilme. Die Filmemacherin versprach sich davon vermutlich eine wachrüttelnde Wirkung beim Publikum. Der soziale Aspekt in ihrem Filmschaffen ist unübersehbar, weshalb sich auch so leicht eine Brücke zu den sowjetischen Filmemachern schlagen lässt, die Ella Bergmann-Michel schon früh schätzen gelernt hatte. So bildete ihr Heim, die Schmelz, zunehmend einen Umschlagsplatz für Künstler und Filmschaffende der internationalen Avantgarde.
Schon 1929 schrieb Sophie Küppers über den sozialen Film in der UdSSR: „Amerika und Europa seien bestenfalls bestrebt, mit dem Kino Kunst zu machen, für Rußland sei der Film indessen ein bewußtes Instrument zum Aufbau einer neuen Gesellschaft, gehe von anderen Bedingungen aus, werde anders rezipiert.“
Es ging also nicht mehr allein um die reine Unterhaltung. Der Dokumentarfilm stellte für viele Filmschaffende jener Zeit eine Botschaft dar, deren Vermittlung im Vordergrund stand.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ella Bergmanns Interesse am Film und der Avantgarde

2. Film der Avantgarde der zwanziger Jahre

3. Film als Ausdruck der Gesellschaft

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das filmische Schaffen von Ella Bergmann-Michel im Kontext der internationalen Avantgarde der 1920er und 1930er Jahre und analysiert dabei ihre künstlerischen Einflüsse sowie die gesellschaftspolitische Funktion ihrer Dokumentarfilme.

  • Biografische Einordnung und filmische Anfänge von Ella Bergmann-Michel
  • Einfluss der internationalen Avantgarde (u.a. Dziga Vertov, Joris Ivens)
  • Die Rolle des Dokumentarfilms als gesellschaftliches Instrument
  • Verbindung von Alltagskultur, Politik und filmischer Ästhetik
  • Die Geschichte der "Liga des unabhängigen Filmes"

Auszug aus dem Buch

1. Ella Bergmanns Interesse am Film und der Avantgarde

Bereits seit ihrem Studium hatte sich Ella-Bergmann-Michel mit Neuem Gestalten beschäftigt. Sie stellte Collagen, Aquarelle, Zeichnungen sowie Druckgraphiken für architektonische oder andere Projekte her. Während Ella zunächst lediglich fotografierte, interessierte sie sich zunehmend theoretisch für das ‚neue Medium‘ Film. 1927 übernahm sie dann die Leitung der ‚Arbeitsgemeinschaft für den modernen Film‘, worüber sie nun auch Persönlichkeiten und Kenner der internationalen Filmavantgarde jener Jahre sowie deren Werke kennen und schätzen lernte. Unter anderem entwickelte sie ein Interesse an dem Wirken Dziga Vertovs, John Griersons und auch Joris Ivens‘. Letzterer riet ihr schließlich bei einem Besuch in Frankfurt 1931 zum Kauf einer Kamera. Wie wir schon wissen, schaffte sich die Künstlerin eine sogenannte Kinamo an, die erste mobile 35 mm-Handkamera, an deren Entwicklung Vertov selbst mitgearbeitet hatte.

Dass sich Ella Bergmann-Michel häufig an der russischen Avantgarde orientiert hatte, zeigt ihr Film Erwerbslose kochen für Erwerbslose. Hier werden immer wieder Texte eingeblendet, die die Bevölkerung auffordern sollen zu helfen. Diese Art ‚filmisches Flugblatt‘ orientierte sich am Vorbild der sowjetischen Propagandafilme. Die Filmemacherin versprach sich davon vermutlich eine wachrüttelnde Wirkung beim Publikum. Der soziale Aspekt in ihrem Filmschaffen ist unübersehbar, weshalb sich auch so leicht eine Brücke zu den sowjetischen Filmemachern schlagen lässt, die Ella Bergmann-Michel schon früh schätzen gelernt hatte. So bildete ihr Heim, die Schmelz, zunehmend einen Umschlagsplatz für Künstler und Filmschaffende der internationalen Avantgarde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ella Bergmanns Interesse am Film und der Avantgarde: Dieses Kapitel beleuchtet den künstlerischen Werdegang von Ella Bergmann-Michel und ihren Übergang vom bildnerischen Gestalten zum modernen Medium Film unter dem Einfluss internationaler Avantgarde-Größen.

2. Film der Avantgarde der zwanziger Jahre: Es wird die zeitgeschichtliche Ästhetik des Dokumentarfilms analysiert, wobei insbesondere der Einfluss von Joris Ivens und Dziga Vertov auf die filmische Formgebung und die Suche nach einem modernen Lebensausdruck im Vordergrund steht.

3. Film als Ausdruck der Gesellschaft: Der Fokus liegt hier auf der gesellschaftskritischen Dimension von Bergmann-Michels Arbeiten, die Alltagsrealitäten der Großstadt und politische Umbrüche mittels einer spezifischen Montage- und Filmsprache festhalten.

4. Schluss: Das Kapitel zieht ein Fazit über das kurze, aber wirkungsvolle filmische Schaffen der Künstlerin zwischen 1931 und 1933 und thematisiert das jähe Ende ihrer Karriere durch politische Repressionen.

Schlüsselwörter

Ella Bergmann-Michel, Avantgarde, Dokumentarfilm, 1920er Jahre, Joris Ivens, Dziga Vertov, Stummfilm, Kinamo, Sozialer Film, Montage, Filmtheorie, Neue Sachlichkeit, Filmliga, Großstadtfilm, Politisches Engagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem filmischen Werk von Ella Bergmann-Michel, einer Künstlerin, die in den 1920er und 1930er Jahren den Übergang von der angewandten Kunst zum dokumentarischen Film vollzog.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Vernetzung mit der internationalen Filmavantgarde, die Theoriebildung zum Dokumentarfilm sowie die Darstellung gesellschaftlicher und sozialer Realitäten im Medium Film.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die künstlerischen Einflüsse auf Bergmann-Michel nachzuvollziehen und ihre Rolle innerhalb der damaligen Filmavantgarde sowie die Bedeutung ihrer sozialen Themenwahl herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und quellenbasierte Analyse, die biografische Fakten mit kunsthistorischen und filmwissenschaftlichen Kontexten verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Genese ihres Interesses an der Filmkunst, die ästhetische Auseinandersetzung mit wegweisenden Filmemachern der Zeit sowie die Analyse ihrer eigenen Dokumentarfilme als Spiegel gesellschaftlicher Umbrüche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Avantgarde, Dokumentarfilm, Filmtheorie, gesellschaftspolitisches Engagement und dem Wirken von Regisseuren wie Vertov und Ivens beschreiben.

Welche Bedeutung hatte das "Neue Frankfurt" für Bergmann-Michel?

Das "Neue Frankfurt" bildete den organisatorischen Rahmen, in dem unter ihrer Mitwirkung die "Arbeitsgemeinschaft für den unabhängigen Film" entstand, welche den Zugang zu avantgardistischen Werken ermöglichte.

Warum endete das filmische Schaffen von Bergmann-Michel 1933?

Ihr Schaffen endete abrupt aufgrund von politischer Verfolgung durch die Nationalsozialisten, die zu ihrer Verhaftung während Dreharbeiten und zu einem Berufsverbot führte.

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Details

Title
Die filmische Avantgarde der zwanziger Jahre
Subtitle
Ella Bergmann-Michel und ihre Beziehung zu anderen Künstlern
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
2.0
Author
Sarah Müller (Author)
Publication Year
2010
Pages
8
Catalog Number
V200776
ISBN (eBook)
9783656268598
Language
German
Tags
Ella Bergmann-Michel Avantgarde Kunst Film zwanziger Jahre Fotografe Dziga Vertov Kinamo Propaganda Dokumentarfilm Jahrhundertwende Das Neue Frankfurt Joris Ivens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Müller (Author), 2010, Die filmische Avantgarde der zwanziger Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/200776
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