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Der 'cursus honorum' der römischen Republik

Title:  Der 'cursus honorum' der römischen Republik

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dirk Wanitschek (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

Die Vorstellung eines cursus honorum, einer „aufsteigenden Laufbahn römischer
Politiker in einer Reihe besonders ehrenvoller Ämter“ 1 wird nicht allein durch den
Umstand vermittelt, dass die Römer (im Gegensatz zu den Amtsträgern in Athen) ihre
Staatsämter in die Grabsteine setzen ließen,2 sondern auch durch Einzelläußerungen
beispielsweise des Cicero, der sich damit brüstet, die jeweiligen Ämter in ,seinem Jahr`
(suo anno) übernommen zu haben. Mit seiner Aussage deutet er sowohl auf eine gewisse
Anordnung als auch eine altersmäßige Staffelung der höchsten Staatsämter im Kontext
eines umfangreichen Komplexes von verbindlichen Normen und Rechtsregeln hin. Eine
aus der Zeit Ciceros gesicherte Folge der wichtigsten Staatsämter setzt voraus, dass die
bestimmenden Prinzipien allgemeine Verbindlichkeit erlangt hatten. Ihr Aufkommen
innerhalb der Entwicklung der römischen Republik soll im ersten Hauptteil (Abschnitt 2)
nachvollzogen werden bevor im Anschluss die Einführung und Durchsetzung eines des
zentralen Kriteriums der Altergrenzen eingehender behandelt wird. Im zweiten Hauptteil
(Absatz 3) soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern die Einzelämter innerhalb
einer allgemein verbindlichen Staffelung grundsätzlich in Frage kamen und an welchen
Positionen. Zuallererst ein kurze Klärung des für das Thema zentralen Ämterbergriffes
und seiner Unterkategorien.
Der Begriff magistratus ist eine abstrahierende Ableitung des Wortes magister, der
sämtliche Vertreter der Gesamtgemeinde bezeichnet, die Inhaber einer deligierten
Souveränität mit eigener Entscheidungsbefugnis waren und durch Volkswahl bestimmt
wurden.3 Da eine Wahl in die Ämter als Auszeichnung empfunden wurde, bezeichnete
der Begriff honor primär das Amt und warf gleichzeitig ein positives Moment auf den
Gewählten. Eine Kategorisierung der Ämter in plebejische und patrizische drückt
lediglich aus, das die Vorsteher der Plebs ursprünglich sowohl inhaltlich als auch formell
nicht als Vertreter der Gesamtheit galten. 4 Grundlegend ist auch die Einteilung in
ordentliche und außerordentliche Ämter. Erste bezeichnen diejenigen Ämter, deren Kompetenz grundsätzlich festgelegt war. [...]

1 Gizewski, Christian: „cursus honorum“, in: Der Neue Pauly, S.243
2 vgl. Demandt, Staatsformen, S. 221, 222.
3 vgl. Demandt, Staatsformen S. 400; de Libero, Loretana: „magistratus“, in: Der Neue Pauly, S. 679 - 683;
Mommsen, Abriss, S.85
4 vgl. Mommsen, Abriss, S.85

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und der Begriff „magistratus“

2. Grundlegende Rechtsprinzipien der Ämter und ihre Erweiterung

2.1. Altersgrenzen als spezielles Anforderungskriterium

3. Die Stellung der einzelnen Ämter

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Systematisierung des „cursus honorum“, der aufsteigenden Ämterlaufbahn in der römischen Republik, unter besonderer Berücksichtigung der zugrunde liegenden Rechtsprinzipien, Altersgrenzen und funktionalen Voraussetzungen.

  • Historische Entstehung und Definition des Begriffs „magistratus“
  • Rechtsprinzipien zur Regulierung von Ämterlaufbahnen und Machtakkumulation
  • Bedeutung von Altersgrenzen und militärischen Dienstpflichten
  • Hierarchische Staffelung und Besetzung der Ämter in der späten Republik

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung und der Begriff „magistratus“

Die Vorstellung eines cursus honorum, einer „aufsteigenden Laufbahn römischer Politiker in einer Reihe besonders ehrenvoller Ämter“ wird nicht allein durch den Umstand vermittelt, dass die Römer (im Gegensatz zu den Amtsträgern in Athen) ihre Staatsämter in die Grabsteine setzen ließen, sondern auch durch Einzelläußerungen beispielsweise des Cicero, der sich damit brüstet, die jeweiligen Ämter in ,seinem Jahr` (suo anno) übernommen zu haben. Mit seiner Aussage deutet er sowohl auf eine gewisse Anordnung als auch eine altersmäßige Staffelung der höchsten Staatsämter im Kontext eines umfangreichen Komplexes von verbindlichen Normen und Rechtsregeln hin. Eine aus der Zeit Ciceros gesicherte Folge der wichtigsten Staatsämter setzt voraus, dass die bestimmenden Prinzipien allgemeine Verbindlichkeit erlangt hatten. Ihr Aufkommen innerhalb der Entwicklung der römischen Republik soll im ersten Hauptteil (Abschnitt 2) nachvollzogen werden bevor im Anschluss die Einführung und Durchsetzung eines des zentralen Kriteriums der Altergrenzen eingehender behandelt wird. Im zweiten Hauptteil (Absatz 3) soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern die Einzelämter innerhalb einer allgemein verbindlichen Staffelung grundsätzlich in Frage kamen und an welchen Positionen. Zuallererst ein kurze Klärung des für das Thema zentralen Ämterbergriffes und seiner Unterkategorien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und der Begriff „magistratus“: Einführung in die Thematik der römischen Ämterlaufbahn und Definition der zentralen Begriffe und Kategorien.

2. Grundlegende Rechtsprinzipien der Ämter und ihre Erweiterung: Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen wie Annuität, Intervallierung und Iterationsverbote zur Einschränkung der ambitio.

2.1. Altersgrenzen als spezielles Anforderungskriterium: Untersuchung der zeitlichen Voraussetzungen für den Ämterzugang, insbesondere durch die Kopplung an die militärische Dienstpflicht.

3. Die Stellung der einzelnen Ämter: Betrachtung der hierarchischen Struktur und der funktionalen Vorstufenregelung zwischen den verschiedenen Magistraturen.

4. Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse zur Reglementierung der römischen Magistraturen und der Entwicklung hin zu einem standardisierten Laufbahnmodell.

Schlüsselwörter

cursus honorum, römische Republik, magistratus, Ämterlaufbahn, Rechtsprinzipien, Annuität, Intervallierung, Iteration, Kumulierung, Altersgrenzen, Quästur, Prätur, Konsulat, Nobilität, lex villia annalis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die strukturelle Entwicklung und die rechtlichen Regelungen der Ämterlaufbahn (cursus honorum) in der römischen Republik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die rechtlichen Prinzipien der Ämterbesetzung, die Rolle von Alters- und Dienstpflichtvorgaben sowie die hierarchische Anordnung der verschiedenen Staatsämter.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie und warum im Laufe der römischen Republik feste Normen und rechtliche Staffelungen für die politische Karriere eingeführt wurden, um Machtmissbrauch zu verhindern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf antiken Quellen (z.B. Polybios, Livius, Cicero) und einschlägiger rechts- und altertumswissenschaftlicher Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von allgemeinen Rechtsprinzipien (wie Intervallierung und Annuität), die detaillierte Betrachtung von Altersgrenzen sowie die Analyse der spezifischen Ämterfolge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie cursus honorum, magistratus, Annuität, lex villia annalis und senatorische Laufbahn beschreiben.

Welche Bedeutung hat das „lex villia annalis“ für die Ämterlaufbahn?

Das Gesetz von 180 v. Chr. spielte eine entscheidende Rolle bei der Fixierung von Altersgrenzen und der Standardisierung der Abfolge der Ämter.

Wie beeinflusste die militärische Dienstpflicht den Zugang zur Quästur?

Ursprünglich war eine zehnjährige militärische Dienstzeit eine zwingende Voraussetzung, um sich für die unterste Stufe der Ämterlaufbahn, die Quästur, zu bewerben.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Der 'cursus honorum' der römischen Republik
College
Humboldt-University of Berlin  (Geschichtswissenschaften)
Course
Die Verfasssung der römischen Republik
Grade
2,0
Author
Dirk Wanitschek (Author)
Publication Year
2003
Pages
13
Catalog Number
V20067
ISBN (eBook)
9783638240604
Language
German
Tags
Republik Verfasssung Republik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dirk Wanitschek (Author), 2003, Der 'cursus honorum' der römischen Republik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/20067
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