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Zur Shop-Startseite › Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Wie hat sich das Handwerk der Weberei unter Einfluss der Industrialisierung verändert?

Titel: Wie hat sich das Handwerk der Weberei unter Einfluss der Industrialisierung verändert?

Seminararbeit , 2010 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Master of Arts Alexander Eichler (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Unsere heutige Arbeitswelt ist geprägt von Veränderungen durch neue Technologien im Zuge der „dritten Industriellen Revolution“. Dieser rasche Strukturwandel ist der Grund für ein verstärktes Nachdenken über historische Formen von Arbeit, lange bevor der erste Computer entwickelt wurde. Während der Industrialismuskritik in den siebziger Jahren ist das „alte Handwerk“, als Relikt vergangener Zeiten, wieder ins Blickfeld der Forschung gerückt und zum Gegenstand der modernen Geschichtswissenschaft in Deutschland geworden.
Auch diese Arbeit befasst sich mit der Thematik des „alten Handwerks“ und geht speziell auf den Berufsstand der Weber ein. Hierbei wurden verschiedenste Monographien, Sammelbände und Lexika zur umfassenden Literaturrecherche zu Rate gezogen, um einen möglichst ausgewogenen Überblick zu erhalten. Beispielsweise kam es zur Lektüre von Aufsätzen, die sich mit den verschiedenen bedeutenden Leinenregionen im deutschen Reich auseinandersetzen, da nur so die unterschiedliche Entwicklung der jeweiligen Bereiche während der Industrialisierung nachvollzogen werden kann. Des Weiteren war es wichtig, die Grundelemente der Arbeits- und Lebensweise des „alten Handwerks“, wie kleinbetriebliche Produktion in dezentralen Betriebsstätten, oder die Mitarbeit des rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Meisters, als handwerksübergreifende Gemeinsamkeiten zu begreifen.
Charakteristisch für das Handwerk bis ins 19. Jahrhundert, war die Begrenzung von Größe und Produktivität der Betriebe durch Zunft oder Handwerkerbünde. Doch wie lässt sich Handwerk allgemein definieren? Grundsätzlich beruht handwerkliche Produktion auf Handfertigkeit und individuelle Werkstoffbeherrschung, bei der in personalisierbaren Betriebsstrukturen gearbeitet wurde. Die Meister beschäftigten oftmals nicht mehr als ein oder zwei Gesellen und fungierten hierbei als Vorbild. Zur damaligen Zeit war das Handwerk durch die Arbeit mit einem Werkzeug gekennzeichnet. Die Bedienung einer Maschine fällt nicht unter diese Definition, da sie den Menschen durch ihre Arbeitsprozesse unterwirft. Außerdem erbringt die handwerkliche Tätigkeit Dienstleistungen und repariert die erzeugten Produkte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Weberei – ein Handwerk

2.1. Entwicklungen vor und nach der Industrialisierung

2.2. Regionale Vergleiche – Rheinland, Schlesien, Böhmen und Berlin

3. Weberei – ein Handwerk als Opfer der Industrialisierung?

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den tiefgreifenden Strukturwandel im Handwerk der Weberei unter dem Einfluss der einsetzenden Industrialisierung. Ziel ist es, die sozioökonomischen Auswirkungen auf den Berufsstand der Weber zu analysieren und zu ergründen, warum dieser Sektor im Gegensatz zu anderen Industriezweigen mit solch massiven Krisen und existenzieller Not konfrontiert war.

  • Entwicklung des Weberei-Handwerks vom Mittelalter bis in die Neuzeit
  • Analyse des Verlagssystems und der ökonomischen Abhängigkeiten
  • Regionale Differenzierung der Industrialisierungsprozesse
  • Ursachen für den sozialen Niedergang und die Verarmung der Weber
  • Bedeutung von Technisierung und globalem Wettbewerbsdruck

Auszug aus dem Buch

2.2. Regionale Vergleiche – Rheinland, Schlesien, Böhmen und Berlin

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es drei große Zonen im Reich, die Exportleinen hervorbrachten: Den nordwestdeutschen Raum (Westfalen um Osnabrück, Bielefeld und Münster), den oberdeutschen Raum (Schwäbische Alb und Bodensee) und die ostmitteleuropäischen Bereiche (Schlesien, Sachsen, Böhmen und Oberösterreich). Jede dieser deutschen Textilregionen besaß einmalige Abweichungen industrieller Entwicklung und daher bietet sich ein Vergleich des Produktionspotentials an, um die spezifischen Unterschiede zu verdeutlichen. Zunächst ist auf die Verschiedenartigkeit vor dem Eisenbahnbau als Ursache hinzuweisen, damit man nicht der Auffassung erliegt, alle Bereiche hätten gleiche industrielle Ausgangslagen gehabt. Besonders beeindruckend sind beispielsweise die entgegengesetzten „Schicksale“ des schlesischen und rheinländischen Textilgewerbes, die hier als Extremfälle erläutert werden. In beiden Regionen nahm das Textilgewerbe bedeutenden Einfluss auf die Wohlfahrt der Bevölkerung, da ein großer Anteil der Produktion über Hamburg, Bremen und Amsterdam auf den Weltmarkt gelangte.

Stets sind bei solchen Betrachtungen strukturelle und zyklische Launen des internationalen Handels zu beachten, da das Leinengewerbe bereits seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter zunehmender ausländischer Konkurrenz stand. Außerdem führte das Aufkommen der Baumwolle, als Ersatzprodukt für Wolle, Leinen und Seide, zu einer erheblichen Stagnation auf dem Textilsektor. Trotzdem ist es verwunderlich, warum das schlesische Textilgewerbe im 19. Jahrhundert starken Schwierigkeiten ausgesetzt war, während rheinländische Weber eine stetige Expansion verbuchten. Die Ursachen für diese konträren Entwicklungen werden in der Folge aufgezeigt und vergleichend auf zwei weitere Textilregionen eingegangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Wandel des "alten Handwerks" und führt in die spezifische Problematik des Weberstandes unter den Bedingungen der Industrialisierung ein.

2. Weberei – ein Handwerk: Dieses Kapitel definiert die Weberei als historisches Handwerk, erläutert die Bedeutung zünftiger Strukturen und untersucht die ökonomischen Rahmenbedingungen.

2.1. Entwicklungen vor und nach der Industrialisierung: Hier wird der technologische Aufschwung durch den Trittwebstuhl sowie die Arbeitsteilung und Geschlechterrollen in der Textilproduktion analysiert.

2.2. Regionale Vergleiche – Rheinland, Schlesien, Böhmen und Berlin: Ein detaillierter Vergleich der Textilregionen zeigt auf, wie unterschiedliche lokale Rahmenbedingungen und Marktstrukturen zu völlig verschiedenen wirtschaftlichen Ergebnissen führten.

3. Weberei – ein Handwerk als Opfer der Industrialisierung?: Das abschließende Kapitel bewertet, inwiefern das Verlagswesen und der Preisdruck der Fabrikwaren zum existenziellen Niedergang des Weberhandwerks beitrugen.

Schlüsselwörter

Weberei, Handwerk, Industrialisierung, Verlagssystem, Leinen, Textilregionen, Rheinland, Schlesien, Weberaufstände, Mechanisierung, Zunft, Soziale Not, Marktstrukturen, Lohnarbeit, Protoindustrialisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den historischen Strukturwandel der Weberei als Handwerk und untersucht dessen Transformation und Niedergang während des Industrialisierungsprozesses.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Produktionsformen des Handwerks, die Auswirkungen des Verlagssystems, regionale Unterschiede in Deutschland sowie die soziale Situation der Weber.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Ursachen für das Scheitern vieler Weberbetriebe gegenüber industriell gefertigten Produkten aufzudecken und zu klären, warum dies in verschiedenen Regionen unterschiedlich verlief.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Monographien, Sammelbänden und Lexika basiert, um ein fundiertes Bild der Wirtschaftsgeschichte zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen der Weberei, vergleicht spezifische Textilregionen wie Schlesien und das Rheinland und untersucht das Verlagswesen als ökonomischen Faktor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Weberei, Industrialisierung, Verlagssystem, Weberaufstände und regionale wirtschaftliche Differenzen.

Warum war die Entwicklung im Rheinland eine andere als in Schlesien?

Das Rheinland profitierte von einer liberaleren Umgebung ohne Zunftschranken und einer besseren Anbindung an Handelswege, während Schlesien an einer rückständigen Feudalordnung und dem starren Kaufsystem festhielt.

Welche Rolle spielte das Verlagssystem für die Weber?

Das Verlagssystem ermöglichte zwar zunächst den Zugang zu Absatzmärkten, führte aber langfristig in eine tiefe ökonomische Abhängigkeit, die den Handwerkern ihre Selbständigkeit raubte und die Löhne drückte.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie hat sich das Handwerk der Weberei unter Einfluss der Industrialisierung verändert?
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg
Veranstaltung
Handwerk als Träger der Sozial- und Wirtschaftsordnung von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart
Note
1,0
Autor
Master of Arts Alexander Eichler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
17
Katalognummer
V200512
ISBN (eBook)
9783656265375
ISBN (Buch)
9783656265696
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Handwerk Industrialisierung Weber Weberei
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Master of Arts Alexander Eichler (Autor:in), 2010, Wie hat sich das Handwerk der Weberei unter Einfluss der Industrialisierung verändert?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/200512
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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