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Körper - Männlichkeit - Schönheit

Männliches Schönheitshandeln in Medien und Alltag: Eine Untersuchung der Ambivalenz von Männlichkeit in der Postmoderne.

Title: Körper - Männlichkeit - Schönheit

Seminar Paper , 2012 , 36 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: BA Sozialwissenschaften Stefanie Neidhart (Author)

Sociology - Relationships and Family

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„Wann ist der Mann ein Mann?“ fragte sich Herbert Grönemeyer bereits 1984 in einem seiner Lieder und befasste sich dabei mit der Ambivalenz des männlichen Geschlechts in der Postmoderne. Er drückte damit eine schwelende Unsicherheit und Unwissenheit darüber aus, wie ein Mann in der Gesellschaft zu sein, sich zu geben und auszusehen hat, um als „richtiger Mann“ (an-)erkannt und (an-)gesehen zu werden. Durch den gesellschaftlichen Wandel und neue Anforderungen an die Geschlechterrolle, veränderte sich nicht nur das Geschlecht Mann in „seiner“ Rolle, sondern auch die Ansicht des Mannes von dem, was er subjektiv und objektiv ist und zu sein hat. In den Anfängen der Männerforschung wurden das Geschlecht an sich bzw. die Dichotomie der Geschlechter und die damit verbundenen (sozialen) Ungleichheiten untersucht. Heute konzentrieren sich die Untersuchungen auf den männlichen Körper und das männliche Schönheits- und Körperhandeln. Damit ist explizit die harte Arbeit am Körper in Form von Fitness, Wellness, Kosmetik und Frisur gemeint. „Schönheitshandeln ist ein sozialer Prozess, in dem Menschen versuchen, soziale (Anerkennungs-)Effekte zu erzielen.“ (Degele 2004: 10). Es handelt sich dabei also um einen Inszenierungsprozess, der der sozialen Positionierung und der Identitätssicherung dient. Der Körper ist die Darstellungsfläche und wird als Projekt betrachtet, an dem hart gearbeitet werden muss, um ein Idealbild zu verwirklichen. Mitunter wird das ein Leben lang gemacht, schon allein auch, um den Anzeichen des Alters zu entkommen. In der vorliegenden Abhandlung soll insbesondere dieses Schönheitshandeln des Mannes untersucht werden, denn in der Postmoderne erscheint dieser Prozess für Männer zentraler geworden zu sein – heute wohl mehr als noch 1984. Im Sinne des Ausdrucks „survival of the fittest“ muss nun auch der Mann den ihm zugeschriebenen Schönheitsidealen entsprechen, um z.B. im Beruf oder in der Frauenwelt Anerkennung zu erlangen. In der Geschlechterforschung nach Bourdieu hieß es, der Mann ist Täter und Opfer zugleich. Dies kann wohl auch in Bezug auf seinen Körper angenommen werden. Männerforschung – Männlichkeit- männlicher Körper und männliches Schönheitshandeln werden in der Soziologie beleuchtet, in Politik und Gesellschaft in-tegriert und in den Medien verzerrt und intervenierend eingesetzt. Beobachtet man u.a. die Marketingstrategien der Schönheitsindustrien, so richten sich diese inzwischen verstärkt an den Mann und den männlichen Körper.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Theorie

2.1 Körper und der gesellschaftlich-kulturelle Kontext

2.2 Körper und Geschlecht in der postmodernen Gesellschaft

2.2.1 Konstruktion von Männlichkeit & männlicher Defizitkörper

2.2.2 Männliches Schönheitshandeln oder die Angst vor dem Verlust der Jugend

III. Werbung aus soziologischer Sicht

IV. Befunde männlichen Schönheitshandeln

4.1 Befunde aus der Werbung

4.2 Befunde in Zahlen (Kosmetikkonsum und Schönheitsoperationen)

V. Zusammenfassung & Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Wandel des männlichen Körpers und des männlichen Schönheitshandelns in den letzten 20 Jahren, basierend auf soziologischen Theorien und einer Analyse medialer Darstellungen sowie quantitativer Daten zum Konsumverhalten.

  • Soziologische Einordnung des Körpers im gesellschaftlich-kulturellen Kontext
  • Konstruktion von Männlichkeit und dem sogenannten "Defizitkörper"
  • Rolle und Wirkung von Werbung als Spiegel und Mitgestalter gesellschaftlicher Normen
  • Analyse des männlichen Kosmetikkonsums und Schönheitsoperationen

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Männliches Schönheitshandeln oder die Angst vor dem Verlust der Jugend

Bislang galt das sich Schönmachen vorrangig als Aufgabe der Frauen. Sie mussten nicht nur schön sein, sondern zudem gefallen und dies hing stark vom Urteil des Mannes ab. Diese äußeren Zwänge zur Schönheit waren bedeutend, um auf dem Heiratsmarkt durch Attraktivität zu überzeugen und sich gegen „Konkurrentinnen“ durchzusetzen (vgl. Burkart 1997, Eco 2006). Blickt man in die einschlägige Literatur, kann gesagt werden, dass Schönheitsideale dem weiblichen Körper übergestülpt werden. Nichts-desto-trotz gilt diese Tatsache heute nahezu aber auch für den männlichen Körper. Der Mann muss sich nun gleichermaßen auf dem Heirats- oder Partnermarkt und dem Arbeitsmarkt beweisen, um sich gegen Konkurrenten abzugrenzen und Erfolge sowie Macht zu erreichen.

Nur ein gesunder, fitter und attraktiver Körper kann auf den Märkten Distinktionsgewinne erzielen. Schönheit und Körper haben heute „Hochkonjunktur“ (Posch 2009: 19). Das was als attraktiv und schön erscheint, ist dem fremden Blick geschuldet (der öffentlichen Meinung), den Menschen auf Andere richten und zugleich auf sich selbst. Dieser zwingt das Subjekt zur Schätzung und Abschätzung und konstituiert zugleich den Körper (vgl. Gugutzer 2004: 69, Foucault 1994: 221, Meuser 2002, Meuser 2005: 288, Schaufler 2002). „Blicke sind Machtmechanismen, die die Körper anderer zu kontrollieren und zu disziplinieren vermögen“ (Gugutzer 2004: 64, vgl. auch Meuser 2002: 38).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Ambivalenz des männlichen Geschlechts in der Postmoderne ein und formuliert die Forschungsfrage nach dem Wandel des männlichen Körperverständnisses in den letzten zwei Jahrzehnten.

II. Theorie: Dieser Abschnitt beleuchtet den Körper als gesellschaftlich-kulturelles Konstrukt und analysiert die Konstruktion von Männlichkeit sowie das Phänomen des "männlichen Defizitkörpers".

III. Werbung aus soziologischer Sicht: Das Kapitel erläutert die soziologische Funktion von Werbung als Kommunikationsprozess, der gesellschaftliche Ideale reproduziert und aktiv am Identitätsmanagement des Individuums mitwirkt.

IV. Befunde männlichen Schönheitshandeln: Hier werden die Ergebnisse der Werbeanalyse präsentiert und durch statistische Daten zum steigenden Kosmetikkonsum und zu Schönheitsoperationen bei Männern ergänzt.

V. Zusammenfassung & Resümee: Die abschließenden Ausführungen reflektieren die Ergebnisse im Lichte der Forschungsfrage und diskutieren die zunehmende Angleichung der Geschlechter unter dem Druck kultureller Schönheitsideale.

Schlüsselwörter

Männlichkeit, Körper, Schönheitshandeln, Werbung, Postmoderne, Gesellschaft, Identität, Geschlechterrolle, Konsum, Schönheitsoperationen, hegemoniale Männlichkeit, Körperbild, Fitness, Körpernormen, Defizitkörper

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Untersuchung des männlichen Körpers und wie sich das männliche Schönheitshandeln in den letzten 20 Jahren verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretische Verortung des Körpers, die soziale Konstruktion von Männlichkeit, die Rolle von Werbung bei der Vermittlung von Körperidealen und die quantitative Zunahme von Kosmetiknutzung und Schönheitsoperationen bei Männern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, ob und wie sich der männliche Körper sowie das diesbezügliche Handeln verändert haben und welche Rolle gesellschaftliche Einflüsse dabei spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine qualitative Werbungsanalyse und bezieht sich auf soziologische Theorien zur Körperthematik sowie auf vorhandene statistische Daten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Wandel des männlichen Körperverständnisses, die Inszenierung von Männlichkeit in der Werbung sowie die empirische Entwicklung des Kosmetikkonsums und der Schönheitsoperationen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Männlichkeit, Körper, Schönheitshandeln, Werbung, Identität und gesellschaftlicher Wandel.

Wie verändert die Werbung die Wahrnehmung des Mannes?

Die Werbung fungiert als Instrument des Identitätsmanagements und setzt den Mann unter einen ständigen Zwang zur Selbstreflexion, indem sie Idealbilder von "hegemonialer Männlichkeit" propagiert.

Warum wird heute von einem "männlichen Defizitkörper" gesprochen?

Weil der männliche Körper zunehmend als pflegebedürftig und verbesserungswürdig inszeniert wird, was Männer dazu veranlasst, sich ähnlich wie Frauen durch Konsum und operative Eingriffe zu optimieren.

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Details

Title
Körper - Männlichkeit - Schönheit
Subtitle
Männliches Schönheitshandeln in Medien und Alltag: Eine Untersuchung der Ambivalenz von Männlichkeit in der Postmoderne.
College
University of Rostock  (Soziologie und Demographie)
Course
Soziologie des Körpers
Grade
1,3
Author
BA Sozialwissenschaften Stefanie Neidhart (Author)
Publication Year
2012
Pages
36
Catalog Number
V200503
ISBN (eBook)
9783656265412
ISBN (Book)
9783656266082
Language
German
Tags
Soziologie des Körpers Schönheitshandeln Geschlecht Männlichkeit Postmoderne Ambivalenz Körper Schönheit Gender Habitus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA Sozialwissenschaften Stefanie Neidhart (Author), 2012, Körper - Männlichkeit - Schönheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/200503
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