Förderungsprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" - Zu Beginn soll aufgezeigt werden, wie sich das Zentrenprogramm in den Kontext der Städtebauförderung einfügt, im weiteren Verlauf wird das Programm umfassend in seiner Struktur dargestellt, in dem unter anderem auf seine Strategie, die Ziele und Instrumente eingegangen wird. Im Anschluss daran wird herausgearbeitet, inwieweit die praktische Umsetzung des Programms bereits angelaufen ist. Zu diesem Zweck werden aktuelle Beispiele deutscher Städte und Stadt-, beziehungsweise Ortsteile, angeführt und eines davon näher betrachtet. Mit einer Zusammenfassung und einem Ausblick schließt die Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
1 Kontext des Zentrenprogramms
1.1 Demographischer Wandel
1.2 Klimawandel
1.3 Weitere Programme der Städtebauförderung
1.4 Vorgängerprogramme des Zentrenprogramms
2 Das Zentrenprogramm der Städtebauförderung
2.1 Programmstrategie „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren
2.2 Ausgangslage: Rahmenbedingungen, Probleme und Potentiale
2.3 Ziele des Programmes
2.4 Instrumente: Maßnahmen und Verfahren der Umsetzung
2.5 Prozess: Laufzeit und Phasen des Programms
2.6 Ressourcen: Programmvolumen und Akteure
3 Umsetzung der Förderung von Stadt- und Ortsteilzentren
3.1 Beispiele aus der Umsetzung des Zentrenprogramms
3.2 Bamberg-Sand
4 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ umfassend zu erläutern und in den Kontext der deutschen Städtebauförderung einzuordnen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie das Programm Kommunen dabei unterstützt, den aktuellen Herausforderungen durch demographischen und wirtschaftlichen Wandel zu begegnen und durch integrierte Strategien die Attraktivität und Vitalität ihrer Zentren langfristig zu sichern.
- Einordnung des Zentrenprogramms in die deutsche Städtebauförderung und historische Herleitung.
- Analyse der Programmstrategie sowie der gesetzlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen.
- Darstellung der zentralen Steuerungsinstrumente, insbesondere des Verfügungsfonds.
- Praktische Untersuchung der Umsetzung am Beispiel des Stadtteils Bamberg-Sand.
Auszug aus dem Buch
3.2 Bamberg-Sand
Bamberg-Sand ist ein eng bebauter und durch eine hohe Einwohner- und Arbeitsplatzdichte gekennzeichneter Stadtteil am Rand der Bamberger Altstadt. Durch ein hohes Verkehrsaufkommen, die in den letzten Jahren gestiegene Bedeutung des Stadtteils als Ort des Nachtlebens und des Tourismus ergaben sich sehr viele Konflikte. So wurde die Aufenthaltsqualität im Viertel durch fehlenden Einzelhandel, Durchgangsverkehr und fehlende Freischankflächen der ansässigen Gastronomie gemindert, welche sich daher eher auf Nachtkneipen beschränkte. Dies wiederum führte aufgrund von nächtlicher Lärmbelästigung zu unvermietbaren Obergeschossen, worunter wiederum die Bausubstanz der Häuser litt (BEESE 2009). Um diese Entwicklungen wieder ins Positive zu lenken und aus dem Stadtteil ein funktionierendes und urbanes Quartierentstehen zu lassen, in dem die Funktionen des Wohnens, des Handels, der Kultur und Gastronomie erfüllt werden können, wurde noch im Rahmen des Vorgängerprogramms des Zentrenprogramms, dem bayrischen „Leben findet Innenstadt“, die Interessengemeinschaft „InteresSAND“ gegründet. Diese setzt sich zusammen aus Vertretern öffentlicher Einrichtungen wie Stadtplanungsamt oder dem Ordnungsamt und aus lokalen Akteuren wie Vertretern des Einzelhandels oder kultureller Einrichtungen. Die Interessengemeinschaft unterhält enge Beziehungen zu Kooperationspartnern wie der Sparkasse oder dem Stadtmarketing. Des Weiteren wurde ein der Interessengemeinschaft gleichnamiger Verfügungsfonds eingerichtet, der im Jahr 2008 beispielsweise ein Budget von ca. 58.000 Euro enthielt. Hierbei stammten ca. 21.300 Euro aus der Städtebauförderung und dementsprechend derselbe Betrag von privaten Investoren. Die restlichen, ca. 15.000 Euro wurden zusätzlich von der Gemeinde eingespeist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Kontext des Zentrenprogramms: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit des Zentrenprogramms durch die Darstellung aktueller Herausforderungen wie dem demographischen und dem Klimawandel sowie die Einbettung in die bestehende Struktur der Städtebauförderung.
2 Das Zentrenprogramm der Städtebauförderung: Hier wird das Programm in seiner inhaltlichen und strategischen Ausrichtung vorgestellt, wobei besonders auf die Programmziele, die Instrumente zur Umsetzung und die Akteursstrukturen eingegangen wird.
3 Umsetzung der Förderung von Stadt- und Ortsteilzentren: Das Kapitel veranschaulicht die praktische Anwendung des Programms durch aktuelle Beispiele und vertieft die konkreten Maßnahmen am Fallbeispiel des Stadtteils Bamberg-Sand.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Diese abschließende Betrachtung rekapituliert die Ergebnisse der Arbeit und bewertet die bisherige Wirksamkeit des Zentrenprogramms bei der Bewältigung städtebaulicher Herausforderungen.
Schlüsselwörter
Städtebauförderung, Zentrenprogramm, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, demographischer Wandel, Innenstadtentwicklung, Verfügungsfonds, Stadtumbau, Lebensqualität, nachhaltige Stadtentwicklung, Bamberg-Sand, Standortgemeinschaften, Kooperationsmodelle, Funktionsvielfalt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt das deutsche Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ und analysiert dessen Rolle bei der nachhaltigen Stärkung von städtischen Versorgungsbereichen.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit adressiert?
Die Schwerpunkte liegen auf der Bewältigung des demographischen und wirtschaftlichen Wandels, der Aufwertung öffentlicher Räume und der Etablierung kooperativer Prozesse zwischen Stadt, Wirtschaft und Bürgerschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Struktur, die Instrumente und die Wirksamkeit des Zentrenprogramms auf Basis offizieller Programmvorgaben und praktischer Beispiele transparent darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Auswertung offizieller Programmpapiere des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie einer Fallstudienanalyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Kontextes (Wandel), eine detaillierte Analyse der Programmstrategie und Instrumente (wie dem Verfügungsfonds) sowie die praktische Anwendung anhand von Fallbeispielen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Städtebauförderung, Zentrenprogramm, nachhaltige Stadtentwicklung, Innenstadtbelebung und kooperative Zentrenentwicklung.
Warum ist das Beispiel Bamberg-Sand für das Programm so bedeutend?
Bamberg-Sand dient als Paradebeispiel dafür, wie durch die Kombination von Investitionen in öffentliche Räume und die Aktivierung privater Akteure ein kriselndes Viertel in ein urbanes, lebenswertes Quartier transformiert werden kann.
Welche Rolle spielt der Verfügungsfonds innerhalb des Programms?
Der Verfügungsfonds ist ein zentrales Anreizinstrument, das durch die Kombination öffentlicher und privater Mittel lokale Eigeninitiative stärkt und so die Umsetzung kleinerer, aber wirkungsvoller Maßnahmen im Quartier ermöglicht.
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- B.Sc. Veit Trübenbach (Author), 2011, Das Städtebauförderungsprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/200366