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Scripted Reality. Fusion von Realität und Fiktion

Titel: Scripted Reality. Fusion von Realität und Fiktion

Seminararbeit , 2012 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Janine Dembowski (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ja, selbst Medienexperten können heutzutage nicht mehr unterscheiden, ob es sich bei einer Fernsehsendung um ein Format mit oder ohne Narration und Fiktion handelt. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion haben sich im Wandel der Zeit aufgelöst und sind nicht mehr existent.

„Diese suggerierte Realität, welche nur Vorurteile aufgreift, ist deshalb so gefährlich, weil
genau diese Vorurteile nicht mehr nur als Vorurteile betrachtet werden, sondern als Fakten.
[...] Scripted Reality Formate haben somit eine meinungsbildende Wirkung auf bestimmte
Rezipienten. Aus diesen Meinungen können auch schnell Einstellungen werden und
spätestens dann folgen falsche konkrete Handlungen.” (Hofbauer 2011: Kennzeichnungspflicht für Scripted Reality Formate.)

Wie es Fernsehsender schaffen eine Sendung mit fiktivem Charakter trotzdem für RezipientInnen
authentisch wirken zu lassen und ob die Grenze zwischen Realität und Fiktion im Wandel des
Mediums Fernsehen verschwommen ist, soll Kern dieser Arbeit sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Konstruktivismus als theoretische Basis

2.1. Realität und Wirklichkeit

2.2. Fiktion und Inszenierung

3. Das Fernsehen - Fusion von Realität und Fiktion

3.1. Die Innovation - Der Werdegang eines Formates

3.2. Vom Reality-TV zu „Scripted Reality”

3.3. Die drehbuchgeschriebene Realität

3.3.1. Erschaffung einer fiktiven Realität

3.3.1.1. Auswahl des Themenfeldes

3.3.1.2. Wahl des Schauplatzes

3.3.1.3. Die digitale Produktion

3.3.1.4. Das perfekte Unperfekte

3.3.2. Umsetzung der fiktiven Realität

3.3.2.1. Personen wie „Du und Ich”

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Fernsehformat „Scripted Reality” im Hinblick auf seine mediale Konstruktion und die Verschmelzung von Realität und Fiktion, wobei insbesondere die Rolle von Laiendarstellern und inszenatorischen Stilmitteln analysiert wird, um das hohe Erfolgs- und Identifikationspotenzial des Genres bei den RezipientInnen zu erklären.

  • Konstruktive theoretische Grundlagen von Realität und Wirklichkeit
  • Die Evolution des Reality-TV hin zu Scripted-Reality-Formaten
  • Produktionsmethoden und dramaturgische Techniken der Authentizitätsstrategie
  • Die Bedeutung und Auswahl von Laiendarstellern als Identifikationsfiguren
  • Die Rolle von Stereotypen und emotionaler Inszenierung im Fernsehen

Auszug aus dem Buch

3.3.1.4. Das perfekte Unperfekte

Oft wird „Scripted Reality” als unprofessionelles, billiges Format betitelt. Wobei nur letzteres seine Richtigkeit hat. Denn auch hinter der scheinbar „unperfekten Art” (Reichertz 2011: 229) steckt eine Strategie. Im Rahmen dieses Formates ist es sogar ausdrücklich erwünscht, dass das Mikrofon des Kameramannes im Bild zu sehen ist. Auch Darsteller dürfen sich versprechen oder unverständlich nuscheln. Durch das Wackeln der Handkamera, den mittelmäßigen Ton und schnelle, dynamische Schnitte erscheinen Übergänge oft unklar und verwirrend. (Vgl. Reichertz 2011: 229) Alles soll so aussehen, als würde ein Amateurfilmer andere Menschen auf geheimer Mission durch das Leben begleiten und dabei beobachten wie das Leben spielt. Um diesen Effekt zu erzeugen, existiert eine Vielzahl von Darstellungsmethoden, die in diesem Fall alle gegen die Professionalität spielen. Das ist das Spezielle an diesem Format. Auf diesem Weg gewinnen „Scripted Reality” – Formate an Authentizitässtärke und wirken als gesamtes Produkt echt und realistisch auf RezipientInnen. Produzenten gestalten ihre Sendung so, dass erst gar kein Verdacht der Täuschung aufkommt. RezipientInnen sollen es in keinem Fall in Erwägung ziehen, dass die dargestellten Situationen inszeniert sein könnten.

„Sie zeigen im Fernsehen etwas, das wegen seiner Machart, also wegen des Stils, die Kamera zu bedienen, gerade nicht Fernsehen ist” (Reichertz 2011: 229) – also die tatsächliche Realität sein muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Fernsehens hin zu fiktionalen Unterhaltungsformaten und stellt die Problematik der Unterscheidbarkeit von Realität und Fiktion sowie den Innovationsdruck der Sender dar.

2. Der Konstruktivismus als theoretische Basis: Dieses Kapitel führt in den konstruktivistischen Ansatz ein, um das Verständnis von Realität und Wirklichkeit als subjektive Konstrukte zu verdeutlichen und die Bedeutung von Inszenierungen zu diskutieren.

3. Das Fernsehen - Fusion von Realität und Fiktion: Der Hauptteil analysiert die Evolution des Formats, die Produktionsbedingungen und die spezifischen inszenatorischen Strategien, die „Scripted Reality” so erfolgreich machen.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass das Format ein Produkt gesellschaftlicher Entwicklungen ist, und fordert eine transparentere Deklarierung sowie eine stärkere Medienkompetenz bei den Zuschauern.

Schlüsselwörter

Scripted Reality, Konstruktivismus, Realität, Fiktion, Reality-TV, Inszenierung, Laiendarsteller, Fernsehanalyse, Authentizität, Medienwirkung, Identifikation, Zuschauer, Fernsehproduktion, Stereotype, Wahrnehmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen des Fernsehformats „Scripted Reality” und untersucht, wie dieses Genre die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der konstruktivistischen Theorie, der Entwicklung des Reality-TVs, den angewandten Produktions- und Erzähltechniken sowie der gezielten Auswahl von Laiendarstellern zur Erzeugung von Authentizität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Fernsehsender durch spezifische Stilmittel ein fiktives Programm für RezipientInnen authentisch wirken lassen und warum dieses Genre so erfolgreich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich überwiegend auf eine umfassende Literaturanalyse aus den Bereichen Fernsehanalyse, Konstruktivismus, Soziologie und Psychologie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert den Entstehungsprozess von Scripted-Reality-Formaten, die Rolle der Laiendarsteller und die gezielte Nutzung von filmischen Unperfektionen zur Steigerung der Glaubwürdigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Scripted Reality, Konstruktivismus, Authentizitätsstrategie, Laiendarsteller und mediale Inszenierung.

Warum spielt die Auswahl von Laiendarstellern eine so große Rolle für den Erfolg?

Laiendarsteller dienen als Identifikationsfiguren, die durch ihre vermeintliche Unprofessionalität und die Darstellung von Alltagskonflikten eine hohe Authentizität vortäuschen, die das Publikum überzeugt.

Welche Bedeutung hat das „perfekte Unperfekte” in den Produktionen?

Durch bewusst inszenierte Fehler wie sichtbare Mikrofone oder wackelige Kameraführung wird der Eindruck eines Amateur-Dokumentarfilms erweckt, wodurch der fiktive Charakter der Sendung vor den Zuschauern verborgen bleibt.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Scripted Reality. Fusion von Realität und Fiktion
Hochschule
Universität Salzburg
Note
1,0
Autor
Janine Dembowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V200238
ISBN (eBook)
9783656263982
ISBN (Buch)
9783656265672
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Realität Fiktion Doku Doku Soap Fusion Inszenierung Scripted Reality Reality TV Scripted Reality Konstruktivismus Höhlengleichnis Fernsehen Wirklichkeit Fernsehanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janine Dembowski (Autor:in), 2012, Scripted Reality. Fusion von Realität und Fiktion, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/200238
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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