Die gängigste Vorstellung von dem Beruf des/der Popmusiker(s)In ist die eines Sän-gers, eines Frontmanns oder einer Solokünstlerin. Sie sind die Akteure im Rampen-licht und genießen die größte Medienaufmerksamkeit. Jenseits der öffentlichen Wahrnehmung allerdings, hat der Beruf des Rock-/Popmusikers viele Gesichter. Der Songwriter beispielweise führt häufig ein Schattendasein, als Zuarbeiter von Künstlern und Produzenten. Anders als im Independent Bereich, sind Songwriter und Performer im Mainstream-Chartpop oft nicht identisch. Das heißt der Beruf des Songwriters ist zumindest in dieser Domäne hochgradig professionalisiert. Neben dem Schreiben von Songtexten, gehört häufig auch das Arrangieren und Produzie-ren von Popsongs zu dem Wirkungsbereich des Songwriters. Er sollte daher profunde Kenntnisse im Bereich Arrangiertechnik und Harmonielehre mitbringen und vor allem in der Lage sein Stimmungen, Ideen und musikalische Einflüsse zu Songs zu verarbeiten. Eingespielt werden Popsongs von Studio- und Livemusikern. Dabei handelt es sich meist um erfahrene Profimusiker, die ihr Instrument überdurchschnittlich gut beherrschen. Studiomusiker benötigen ein hohes Maß an Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit, wohingegen Live- bzw. Tourneemusiker vor allem in ihrer Rolle als Zuspieler für einen Künstler funktionieren müssen. Aus-schlaggebend für den Erfolg der Protagonisten bzw. Stars der Rock-/Popmusik, sind neben dem rein musikalischen Können auch außermusikalische Fähigkeiten: Dazu gehören Performance- und Entertainerqualitäten ebenso wie ein professioneller Umgang mit den Medien. Eine Schlüsselqualifikation ist sicher die Fähigkeit zur Selbstvermarktung, zumal es durchaus eine Leistung ist, ein Image dauerhaft marktkonform zu verkörpern. Möchte man den unterschiedlichen Berufsgruppen und Ausformungen des Rock-/Popmusikers Rechnung tragen, ist eine einheitliche Definition des Betätigungsfelds kaum möglich. Im Allgemeinen lässt sich jedoch sagen, dass PopmusikerInnen mit der Produktion und/oder Aufführung von Popmusik beschäftigt sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Tätigkeitsbeschreibung
2. Ausbildungswege
3. Arbeitsmarkt / Verdienstmöglichkeiten
4. Entstehungskontext / Vorläufer
5. Entwicklung von Ansehen / Status / Lohn
6. Statistik / Entwicklung
7. Zur (Selbst)Darstellung von Rock-/Popkünstlerinnen
8. Erklärungsansätze
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Beruf des Rock-/Popmusikers unter Berücksichtigung soziologischer Grundlagen, historischer Entwicklungen sowie genderspezifischer Rollenmuster. Ziel ist es, das oft idealisierte Bild des Popstars kritisch zu hinterfragen und die tatsächliche Arbeitsrealität sowie die prägenden Einflussfaktoren der Musikindustrie aufzuzeigen.
- Grundlagen des Berufsbildes und Tätigkeitsfelder
- Sozialgeschichtliche Entwicklung der Popmusik
- Ökonomische Rahmenbedingungen und Arbeitsmarkt
- Genderspezifische Rollenverteilung in der Musikindustrie
Auszug aus dem Buch
(1) Tätigkeitsbeschreibung
Die gängigste Vorstellung von dem Beruf des/der Popmusiker(s)In ist die eines Sängers, eines Frontmanns oder einer Solokünstlerin. Sie sind die Akteure im Rampenlicht und genießen die größte Medienaufmerksamkeit. Jenseits der öffentlichen Wahrnehmung allerdings, hat der Beruf des Rock-/Popmusikers viele Gesichter. Der Songwriter beispielweise führt häufig ein Schattendasein, als Zuarbeiter von Künstlern und Produzenten. Anders als im Independent-Bereich, sind Songwriter und Performer im Mainstream-Chartpop oft nicht identisch. Das heißt der Beruf des Songwriters ist zumindest in dieser Domäne hochgradig professionalisiert. Neben dem Schreiben von Songtexten, gehört häufig auch das Arrangieren und Produzieren von Popsongs zu dem Wirkungsbereich des Songwriters. Er sollte daher profunde Kenntnisse im Bereich Arrangiertechnik und Harmonielehre mitbringen und vor allem in der Lage sein Stimmungen, Ideen und musikalische Einflüsse zu Songs zu verarbeiten. Eingespielt werden Popsongs von Studio- und Livemusikern. Dabei handelt es sich meist um erfahrene Profimusiker, die ihr Instrument überdurchschnittlich gut beherrschen. Studiomusiker benötigen ein hohes Maß an Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit, wohingegen Live- bzw. Tourneemusiker vor allem in ihrer Rolle als Zuspieler für einen Künstler funktionieren müssen. Ausschlaggebend für den Erfolg der Protagonisten bzw. Stars der Rock-/Popmusik, sind neben dem rein musikalischen Können auch außermusikalische Fähigkeiten: Dazu gehören Performance und Entertainerqualitäten ebenso wie ein professioneller Umgang mit den Medien.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Tätigkeitsbeschreibung: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Rollen innerhalb des Berufsfeldes, wie Songwriter, Studiomusiker und Live-Performer, und hebt die Bedeutung außermusikalischer Kompetenzen hervor.
2. Ausbildungswege: Hier wird aufgezeigt, dass es keinen standardisierten Ausbildungsweg gibt, sondern Autodidaktik, spezielle Studiengänge und Casting-Formate verschiedene Zugänge zum Beruf darstellen.
3. Arbeitsmarkt / Verdienstmöglichkeiten: Das Kapitel beleuchtet die prekären ökonomischen Rahmenbedingungen und die wachsende Bedeutung von Selbstvermarktung sowie digitalen Verbreitungswegen.
4. Entstehungskontext / Vorläufer: Dieser Abschnitt zeichnet die historische Entwicklung von den Anfängen der Salonmusik über die Einflüsse von Tanzfilmen bis hin zum modernen Popstar-Phänomen nach.
5. Entwicklung von Ansehen / Status / Lohn: Es wird analysiert, wie sich das gesellschaftliche Bild des Popmusikers vom provokanten Außenseiter zum integralen Bestandteil der Alltagskultur gewandelt hat.
6. Statistik / Entwicklung: Dieses Kapitel untersucht die Geschlechterverteilung in der Branche und stellt fest, dass Frauen in typischen „Männerdomänen“ wie der Instrumentalschlacht weiterhin unterrepräsentiert sind.
7. Zur (Selbst)Darstellung von Rock-/Popkünstlerinnen: Hier wird die mediale Inszenierung von Frauen als Sexualobjekte versus ihre Wahrnehmung als kreative Subjekte kritisch diskutiert.
8. Erklärungsansätze: Das Kapitel bietet sozialgeschichtliche Erklärungen für die männliche Dominanz bei bestimmten Instrumenten und verweist auf die Rolle medialer Orientierungsmuster bei der Berufswahl.
Schlüsselwörter
Rock-/Popmusiker, Musikindustrie, Berufsbild, Songwriter, Studiomusiker, Genderaspekte, Sozialgeschichte, Casting-Shows, Selbstvermarktung, Künstler Sozialkasse, Popkultur, Rollenmuster, Instrumentalisierung, Musikmarkt, Karriere.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Beruf des Rock-/Popmusikers in Deutschland unter soziologischen und ökonomischen Gesichtspunkten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Untersuchung umfasst die Tätigkeitsbeschreibung, die Ausbildung, wirtschaftliche Aspekte, die historische Entwicklung sowie Genderrollen in der Musikbranche.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Mythos des glamourösen Popstars zu dekonstruieren und ein realistisches Bild der Arbeitsbedingungen und der sozialen Struktur hinter dem Berufsbild aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Rückgriff auf statistische Daten der Künstler Sozialkasse sowie der Auswertung medialer und kulturhistorischer Phänomene.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der verschiedenen Berufsrollen, die Analyse historischer Vorläufer (wie der Salonmusik) sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Rollenverteilung und Selbstvermarktung von Künstlerinnen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Musikindustrie, Berufsbild, Genderaspekte, Sozialgeschichte, Arbeitsmarkt und mediale Inszenierung.
Welche Bedeutung haben Casting-Shows laut dem Autor?
Casting-Shows fungieren laut Text eher als Sprungbrett für Autodidakten, bringen jedoch nur selten langfristige Karrieren hervor.
Wie erklärt der Autor die ungleiche Instrumentenwahl zwischen Männern und Frauen?
Der Autor führt dies auf sozialgeschichtlich gewachsene ideologische Konventionen und das geschlossene Bandsystem zurück, weniger auf körperliche Voraussetzungen.
- Arbeit zitieren
- Jens Frieling (Autor:in), 2007, Der Beruf des Rock-/Popmusikers: Grundlagen, Sozialgeschichte und Genderaspekte , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/199756