Die Stadt Dortmund verfügt über zahlreiche Denkmäler mit bedeutsamen historischen Hintergründen. In der vorliegenden Hausarbeit möchte ich die Denkmäler der Arbeit als auch die Denkmäler für die Opfer der Arbeit in Dortmund in den Fokus stellen; Nach der Auseinandersetzung mit der Definition des Denkmals werde ich nachfolgend einige Beispiele aufgreifen und deren Symbolik und Hintergründe näher erläutern. Zu den Arbeiterdenkmälern zählen der Wettergänger und der Bierkutscher; eine bedeutsame Gedenkstätte für die Opfer der Arbeit in Dortmund ist unter anderem das Ehrenmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11.02. 1925, bei dem auf der Zeche Minister Stein 136 Arbeiter den Tod fanden. Im vierten Kapitel werde ich die Geschichtsdidaktik umreißen, um am Ende meiner Hausarbeit einen Unterrichtsentwurf anzudeuten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Denkmal: Definition
3 Denkmäler der Arbeit und Opfer der Arbeit in Dortmund
3.1 Arbeiterdenkmäler
3.2 Denkmäler für die Opfer von Arbeit
4 Die Geschichtsdidaktik
4.1 Grundlegende Informationen über die Geschichtsdidaktik
4.2 Möglicher Unterrichtsentwurf zu einem Arbeiterdenkmal
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die historische Bedeutung und symbolische Funktion von Denkmälern für die Arbeit sowie für die Opfer der Arbeit in der Stadt Dortmund und erarbeitet Ansätze für deren geschichtsdidaktische Einbindung in den Unterricht der Sekundarstufe I.
- Symbolik und Hintergründe Dortmunder Arbeiterdenkmäler (z. B. Wettergänger, Bierkutscher)
- Gedenkformen für Opfer von Arbeits- und Grubenunglücken
- Bedeutung außerschulischer Lernorte für das historische Verständnis
- Konzeption eines praxisorientierten Unterrichtsentwurfs zum Thema Industriegeschichte
Auszug aus dem Buch
Denkmal 1: Ehrenmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11.02. 1925
Das Ehrenmal befindet sich in Dortmund-Eving an der Osterfeldstraße auf dem Nordfriedhof. Der Entwurf stammt von Fritz Bagdons aus dem Jahr 1927. Auftraggeber war die Gelsenkirchener Bergwerk AG, Eisen- und Stahlwerk A.G. Das Denkmal besteht aus Kalkstein und hat die Maße: 3,5 x 6 x 2 Meter.
Im Jahr 1925 forderte ein Grubenunglück auf der Zeche Minister Stein 136 Opfer, wobei 95 von ihnen gemeinsam beigesetzt wurden. "Auf einem altarähnlichen Sockel erhebt sich eine pyramidal aufgipfelnde Gruppe aus drei Figuren […]".
Zu sehen ist ein lang hingestreckter Männerakt, dessen Kopf mit einem gequälten Ausdruck im Gesicht gegen das Knie der weiblichen, trauernden Figur lehnt. Diese überragt die Gruppe und nimmt damit einen zentralen Platz ein. Ihre Brust ist enthüllt, die Beine bedeckt, während sie mit einer komplexen Bewegung ihre Arme mit einem Tuch hervorhebt. Ihr Gesicht ist starr und der Blick ist nach vorne gerichtet. "Die Totenklage ist offensichtlich von christlichen Pièta-Bildern angeregt, also dem Andachtsbild der Gottesmutter mit dem Leib des toten Christus zu Füßen oder auf den Knien".
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Denkmäler der Arbeit und der Opfer von Arbeit in Dortmund als zentrales Untersuchungsobjekt sowie Ankündigung der geschichtsdidaktischen Aufarbeitung.
2 Das Denkmal: Definition: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff Denkmal anhand verschiedener Zitate und Definitionen als Symbolträger und Geschichtszeugnis.
3 Denkmäler der Arbeit und Opfer der Arbeit in Dortmund: Detaillierte Betrachtung spezifischer Arbeiterdenkmäler und der Ehrenmale für Opfer von Arbeitsunfällen im Dortmunder Raum.
4 Die Geschichtsdidaktik: Reflexion über die Bedeutung außerschulischer Lernorte und Entwicklung eines Unterrichtsentwurfs für die Sekundarstufe I.
5 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Notwendigkeit, Denkmäler als Brücke zwischen Geschichte und Lebenswelt für Jugendliche zu nutzen.
Schlüsselwörter
Dortmund, Arbeiterdenkmäler, Bergbau, Grubenunglück, Industriegeschichte, Geschichtsdidaktik, Erinnerungskultur, Denkmalkunde, Sekundarstufe I, Opfer der Arbeit, Wirtschaftsgeschichte, Zeche Minister Stein, Sozialgeschichte, Außerschulische Lernorte, Pietà
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?
Die Arbeit thematisiert Denkmäler in Dortmund, die an die Arbeitswelt und die Opfer von Arbeitsunfällen, insbesondere im Bergbau, erinnern.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Symbolik konkreter Denkmäler (Arbeiterdenkmäler und Ehrenmale) sowie auf der pädagogischen Relevanz dieser Orte für den Geschichtsunterricht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die historischen Denkmäler in ihrem Kontext zu verstehen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese effektiv in den Unterricht der Sekundarstufe I integriert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, die Bestandsaufnahme öffentlicher Denkmäler sowie die Anwendung geschichtsdidaktischer Prinzipien auf konkrete Unterrichtsentwürfe.
Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Beschreibung und Deutung ausgewählter Denkmäler (u.a. Bergarbeiter-Plakette, Wettergänger, Bierkutscher, Ehrenmal Zeche Minister Stein) sowie eine didaktische Theoriebildung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Industriegeschichte, Erinnerungskultur, Geschichtsdidaktik, Bergbau und außerschulisches Lernen.
Warum wird beim Denkmal zum Grubenunglück 1925 der Begriff "Pièta" verwendet?
Die Darstellung wird als "Totenklage" interpretiert, die in ihrer Gestaltung an christliche Andachtsbilder der Gottesmutter mit dem toten Christus erinnert, um den Schmerz und die Trauer zu symbolisieren.
Was unterscheidet das Denkmal des "Bierkutschers" von den anderen Denkmälern?
Im Gegensatz zu den Arbeiterdenkmälern im Bergbau wird der Bierkutscher stärker als Repräsentant für Feierabendvergnügen und als Werbefigur für einen Dortmunder Wirtschaftszweig wahrgenommen.
Warum ist die Besichtigung von Denkmälern für Schüler laut der Arbeit essenziell?
Die Besichtigung soll dazu beitragen, dass Geschichte nicht nur als theoretisches Fachwissen aufgenommen wird, sondern durch praktische Anschauung eine "Erfahrung" ermöglicht, die Schule und Lebenswelt verknüpft.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2010, Denkmäler der Arbeit und Opfer der Arbeit in Dortmund, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/199742