In dieser Arbeit geht es um Konzepte und Methoden in der Kinder- und Jugendhilfe (..) Jedoch wird sie sich, wegen der großen Anzahl an unterschiedlichen Methoden die dich im Laufe der Zeit entwickelt haben, auf eine Methode spezifisch beziehen, die Methode der Mediation.
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In Deutschland wurden spezielle Methodenverfahren erst Mitte der 80er Jahre entwickelt. Sie haben seitdem zunehmende Bedeutung und Verbreitung erfahren.
In den letzten Jahren ist zunehmend die Mediation zu einem neuen und spezifischen Beratungskonzept bei Trennung und Scheidung geworden (...)
Mediation wurde in den USA als Instrument außer- und innergerichtlicher Konflikt-, auch der Scheidungskonfliktbearbeitung entwickelt. Seit Anfang der 80er Jahre etablierte sich die Mediation in Deutschland, vor allem im Bereich der Familien- bzw. Trennungs- und Scheidungsmediation.
Die steigende Anzahl an Ehescheidungen und Partnerkonflikte haben sich zu einem gesellschaftlich wichtigen Problemkomplex entwickelt. Mit dem sich nicht mehr nur Rechtsanwälte und Familiengerichte beschäftigen, sondern zunehmend auch die Soziale Arbeit(...)
„Die Dynamik und das Ausmaß des damit einhergehenden psychosozialen Problempotentials, das insbesondere aus krisenhaften Kommunikationsstörungen bei gleichzeitigem Fehlen alltäglicher Konfliktlösungsstrategien und Handlungsroutinen in den Familien resultiert, [...]“ führte in den letzten Jahren zu einem wachsenden Bedarf an Beratung, Hilfe und Unterstützung bei Trennung und Scheidung (...)
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Konzepte und Methoden in der Kinder- und Jugendhilfe
III. Konzepte und Methoden der Kinder- und Jugendhilfe am Beispiel der Mediation
3.1 Definition
3.2 Grundlagen
3.3 Kriterien einer Mediation
3.4 Wichtige Voraussetzungen einer Mediation nach Proksch
3.5 Voraussetzungen an die Beteiligten
3.6 Rechtliche Grundlagen
3.7 Abgrenzungen
IV. Methoden
4.1 Die Phasen der Mediation nach Balloff
4.2 Familien- und Scheidungsmediation
4.3 Die Wirkungen der Mediation auf die Familie
4.4 Die Möglichkeiten der Mediation
4.5 Grenze und Kritik der Mediation
V. Konzeptionelles und methodisches Handeln als professionelles Handeln von Fachkräften der Sozialen Arbeit im Horizont der Mediation
VI. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und Anwendung der Mediation als spezialisiertes Beratungskonzept innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe bei Trennungs- und Scheidungskonflikten, um Eltern zu einer eigenverantwortlichen Konfliktlösung zu befähigen.
- Grundlagen und Definitionen des Mediationsverfahrens
- Methodische Phasen der Mediation nach Balloff
- Die Rolle der Mediation in der Familien- und Scheidungsberatung
- Positive Wirkungsweisen auf Eltern und Kinder
- Professionelle Anforderungen an Fachkräfte in der Sozialen Arbeit
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition nach Proksch
„Vermittlung“ ist ein systematischer, mehrstufiger Kommunikations- und Kooperationsprozess zwischen den Konfliktparteien. Der „Vermittler“ ist ein neutraler, unparteiischer Dritter der Hilfestellung leisten soll, dass die Betroffenen eine eigenverantwortliche und einvernehmliche Konfliktlösung erreichen, die den gemeinsamen Bedürfnissen und Interessen gerecht werden kann. Das Verfahren soll den Beteiligten im Wege der Hilfe zur Selbsthilfe eine Perspektive für ihre zukünftige Kommunikation und Kooperation eröffnen. Vermittlung ist nicht richten, schlichten oder therapieren, die Funktion des Mediators ist demgemäss nicht die eines Richters, Schlichters oder Therapeuten.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Mediation als Beratungskonzept bei Trennungen und Scheidungen innerhalb der Sozialen Arbeit.
II. Konzepte und Methoden in der Kinder- und Jugendhilfe: Dieses Kapitel erörtert die historische Entwicklung und die Vielfalt methodischer Ansätze sowie das professionelle Verständnis von Methoden in der Sozialen Arbeit.
III. Konzepte und Methoden der Kinder- und Jugendhilfe am Beispiel der Mediation: Es werden die theoretischen Grundlagen, Begriffsdefinitionen, rechtliche Rahmenbedingungen und Kriterien der Mediation detailliert erläutert.
IV. Methoden: Hier stehen der praktische Ablauf in Phasen, spezielle Anwendungsbereiche wie die Familienmediation sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dem Verfahren im Fokus.
V. Konzeptionelles und methodisches Handeln als professionelles Handeln von Fachkräften der Sozialen Arbeit im Horizont der Mediation: Dieses Kapitel thematisiert die Anforderungen an Fachkräfte sowie die Notwendigkeit fundierten Fachwissens für die Durchführung einer Mediation.
VI. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Rolle der Mediation als sinnvolle, ergänzende Option zur Unterstützung von Familien in Krisensituationen.
Schlüsselwörter
Mediation, Kinder- und Jugendhilfe, Trennung, Scheidung, Familienmediation, Soziale Arbeit, Konfliktlösung, Kooperation, Vermittlung, Elternverantwortung, Professionelles Handeln, Kommunikationsprozess, Krisenintervention, Kindeswohl, Beratungskonzept.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Mediation als ein Instrument der Sozialpädagogik zur Konfliktbearbeitung im Kontext von Trennung und Scheidung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf den methodischen Grundlagen der Mediation, deren spezifischer Anwendung in der Familienberatung und den Anforderungen an professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie durch Mediation Eltern befähigt werden können, eigenverantwortlich und kooperativ tragfähige Lösungen zum Wohle der Kinder zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse von Fachliteratur sowie gesetzlichen Grundlagen (z.B. KJHG) basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Mediation, die Phasen des Mediationsprozesses sowie die professionellen Voraussetzungen für Fachkräfte in der Jugendhilfe.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind Mediation, Familien- und Scheidungsberatung, elterliche Verantwortung, Kommunikationsprozess und professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit.
Warum wird Mediation als "Hilfe zur Selbsthilfe" bezeichnet?
Weil der Mediator nicht als Richter oder Therapeut entscheidet, sondern die Beteiligten dabei unterstützt, eigenständige und tragfähige Lösungen für ihre Konflikte zu finden.
Welche Rolle spielt das Kindeswohl in der Mediation?
Das Kindeswohl ist ein zentraler Fokus, da die Mediation dazu beitragen soll, die Folgen einer Trennung für Kinder durch verbesserte Kommunikation und Kooperation der Eltern abzumildern.
Wodurch grenzt sich Mediation von einer juristischen Verhandlung ab?
Im Gegensatz zu juristischen Verfahren liegt bei der Mediation die Entscheidungsmacht bei den Beteiligten selbst (Entscheidungsautonomie), anstatt ein Urteil von außen (durch einen Richter) zu erhalten.
Sind alle Familien für eine Mediation geeignet?
Nein, die Autorin bzw. der Autor verweist auf Grenzen wie mangelnde Motivation der Beteiligten, ein unüberwindbares Machtgefälle oder das Fehlen einer grundlegenden Kooperationsbereitschaft.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2009, Methoden in der Sozialen Arbeit und Mediation, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/199719