Die Inspiration kann Freund aber auch Feind eines Germanisten sein. Es kann zu kritischen Anfällen von Schreibwut kommen, aber auch eine wochenlange Schreibblockade entstehen. Durch beide Extreme bin ich gewandelt und diese Texte sind die Ausbeute dieser turbulenten Zeit, damit sie anderen als Inspiration dienen können.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Krieg
Logbuch
Panik
<ohne worte>
Gottkomplex – Training
Anti – Wien – Tirade
Erkenntnis
Weltuntergang 2012, Area 51 & Neujahresvorsätze
Utopia
E. – Prüfung
Bei Nacht
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit dokumentiert eine Sammlung kreativer Texte, die im Rahmen der Lehrveranstaltung „Schreiben“ an der Universität Wien entstanden sind. Sie reflektiert den studentischen Alltag, die Herausforderungen des wissenschaftlichen Arbeitens sowie persönliche Beobachtungen und Gedanken der Autorin.
- Reflexion des studentischen Lebens an der Universität Wien
- Kreative Auseinandersetzung mit Leistungsdruck und Schreibblockaden
- Kritische und humorvolle Betrachtung gesellschaftlicher Phänomene
- Persönliche Verarbeitung universitärer Alltagserfahrungen
- Experimentelle Textformen von der Tirade bis zur Science-Fiction-Parodie
Auszug aus dem Buch
Anti – Wien – Tirade
Dies ist der streberhafte Versuch, so viele Gründe wie möglich zu erläutern, warum man nicht in Wien leben sollte. Es werden sowohl objektive als auch subjektive Gründe aufgelistet sowie Gründe, die einem einfach der gesunde Menschenverstand sagt.
1. Wien ist anders. Diesen Spruch kennt wohl jeder. Daher ist dies auch gleich mein erster Grund, warum man nicht hier leben sollte. Anders sein, kann in vielen Situationen zum Vorteil gereichen, allerdings ist es in Wien zu einem grotesken Symbol verkommen, dass allem Anschein nach, überhaupt nichts mehr in Ordnung ist.
2. HC Strache. Um bei grotesken Argumentationen zu bleiben, muss man sich eingestehen, dass HC Strache mit seiner FPÖ immer beliebter in Wien wird. Auch wenn es viele Leute nicht zugeben wollen, da es ein Tabu-Thema zu sein scheint, sind viele, glühende Anhänger von dem blauäugigen, ach so arischen und wahrheitsverdrehenden sogenannten Politiker überzeugt und hängen an seinen Lippen, wenn er spricht und jubeln, wenn er aufhört. Meist jubelt man als Gegner mit, weil er endlich schweigt. Doch denen, die ernsthaft daran glauben, was er sagt, jubeln tatsächlich über das Gesprochene.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Einleitende Reflexion über die Anforderungen des Studiums, die Bedeutung von Inspiration und die Entstehungsgeschichte der Texte.
Krieg: Eine metaphorische Auseinandersetzung mit dem harten Konkurrenzkampf und den alltäglichen Herausforderungen im universitären Umfeld.
Logbuch: Ein experimenteller Text im Science-Fiction-Stil, der die Suche nach Inspiration thematisiert.
Panik: Eine Darstellung des psychischen Drucks und der Überforderung im Germanistikstudium durch die hohe Arbeitsbelastung.
<ohne worte>: Eine kurze, intensive Reflexion über das Phänomen der Schreibblockade und das Gefühl der inneren Leere.
Gottkomplex – Training: Eine satirische Auseinandersetzung mit der Rolle des Germanisten und der notwendigen Selbstüberzeugung.
Anti – Wien – Tirade: Eine pointierte und subjektive Auflistung von Gründen gegen den Lebensstandort Wien.
Erkenntnis: Eine Analyse über Machtstrukturen und das Lenken einer Masse, übertragen auf die Rolle eines DJs.
Weltuntergang 2012, Area 51 & Neujahresvorsätze: Eine kritische Betrachtung von Verschwörungstheorien und die Reflektion über persönliche Ziele zum Jahreswechsel.
Utopia: Die Schilderung einer idealisierten Vorstellung einer Welt im Kontrast zur frustrierenden Realität.
E. – Prüfung: Ein Bericht über eine unkonventionelle Prüfungssituation, die als kulturelles Ereignis wahrgenommen wird.
Bei Nacht: Eine stimmungsvolle Beobachtung der Universität Wien in den Abendstunden und die Reflexion über ihre besondere Aura.
Schlüsselwörter
Kreatives Schreiben, Germanistik, Universität Wien, Studienalltag, Schreibblockade, Reflexion, Wien-Kritik, Leistungsdruck, studentisches Leben, Texte, Inspiration, Narzissmus, Gottkomplex, Zeitgeist, Studentenleben.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Werk grundsätzlich?
Es ist eine Sammlung von elf kreativen Texten, die Daniela Ammann während einer Schreibübung an der Universität Wien verfasst hat.
Was sind die zentralen Themenfelder der Texte?
Die Themen umfassen den universitären Alltag, persönliche Reflexionen, Gesellschaftskritik und die Herausforderungen des Schreibprozesses.
Was ist das primäre Ziel dieser Publikation?
Die Autorin möchte ihre besten während des Semesters produzierten Texte teilen und einen Einblick in ihre Gedankenwelt und ihren Schreibprozess geben.
Welche wissenschaftliche oder literarische Methode wird verwendet?
Es handelt sich nicht um eine wissenschaftliche Arbeit, sondern um kreatives Schreiben, das verschiedene literarische Formen wie Glossen, Reflexionen und Tagebuch-Fragmente nutzt.
Was wird im Hauptteil der Texte primär behandelt?
Im Hauptteil dominieren die kritische Auseinandersetzung mit dem Studium, Beobachtungen des sozialen Umfelds sowie die Verarbeitung von Leistungsdruck und Inspiration.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Texte am besten?
Die Texte sind geprägt von Begriffen wie studentischer Alltag, Schreibblockade, Reflexion, Wien-Kritik und dem Spannungsfeld zwischen Studium und Realität.
Wie ist die Einstellung der Autorin zum Standort Wien?
Die Autorin bezieht eine sehr kritische und teilweise ironische Position, die Wien als anstrengend und voller Macken darstellt, dabei jedoch eine tiefere Verbundenheit zum „Loch“ Wien nicht verleugnen kann.
Was macht die „E.-Prüfung“ zu einem besonderen Thema?
Die Prüfung wird als ein kulturelles Großereignis beschrieben, das weniger als klassische Prüfung, sondern vielmehr als ein Statement gegen überfüllte Hörsäle zelebriert wird.
Wie beschreibt die Autorin das Verhältnis zur Universität bei Nacht?
Sie nimmt die Universität als einen magischen Ort wahr, der in der Stille des Abends eine ganz eigene, ehrwürdige Aura entfaltet, die im Gegensatz zum hektischen Treiben am Tag steht.
- Arbeit zitieren
- Daniela Ammann (Autor:in), 2012, Kreatives Schreiben: Elf kreative Textproduktionen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/199693