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David Hume Kausalitäts- und Induktionsskepsis

Title: David Hume Kausalitäts- und Induktionsskepsis

Seminar Paper , 2002 , 17 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Alexander Krüger (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

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Summary Excerpt Details

Ein Billardspieler stößt die weiße Kugel an. Diese rollt quer über den grünen Tisch und
berührt eine andersfarbige Kugel. Da die weiße Kugel diese in einem bestimmten Winkel
getroffen hat, rollt sie genau in eine der Ecktaschen. Sie verschwindet im Loch. Der hier
beschriebene Vorgang eines Billardstoßes verdeutlicht sehr anschaulich das Prinzip von
Ursache und Wirkung. Die Ursache dafür, das die farbige Kugel ins Loch gerollt ist, ist, dass
die weiße Kugel sie mit einer bestimmten Geschwindigkeit und in einem bestimmten Winkel
getroffen hat. Somit wurde die erhoffte Wirkung, das Versenken erzielt1. Mit diesem uns so,
bei einer ersten Betrachtung, trivial vorkommendem Prinzip von Ursache und Wirkung
beschäftigt sich David Hume in seinem Werk Eine Untersuchung über den menschlichen
Verstand. Nur ist dieses Prinzip wirklich so einsichtig und einfach? Sind mit ihm keinerlei
Probleme verbunden? Hume geht mit einer skeptischen Betrachtungsweise an die
Untersuchung des Kausalitätsproblems heran. Am Ende dieser Untersuchung bleibt er
allerdings nicht stehen und stellt das Induktionsprinzip zur Disposition. Der induktive Schluss
beruht auf den Erkenntnissen des Menschen, die er durch seine eigenen
Sinneswahrnehmungen erlangt hat. Es wurde z.B. die Aussage für richtig gehalten, dass alle
Raben schwarz seinen. Es wurde von vielen tausend Einzelfällen, in denen freilich immer nur
schwarze Raben beobachtet wurden die allgemeine These gebildet, dass alle Raben schwarz
sind. Doch wurde diese These wiederlegt, als ein weißer Rabe gesichtet wurde. Mit diesem
Auftretendem Problem beschäftigt sich Hume im zweiten Teil des vierten Abschnittes seiner
Untersuchung. Bevor wir uns allerdings diesen beiden Problematisierungen widmen, muss ein
kurzer Blick auf die Ausgangsposition geworfen. Kurz gesagt untersucht er den Verstand, die
Verstandestätigkeiten darauf hin, ob sie tauglich sind wissenschaftliche Erkenntnisse zu
liefern.

1 Das genannte Beispiel wird im Laufe dieser Arbeit wieder erwähnt werden und in einen theoretischen Kontext
eingebaut werden, der Humes Kausalitätsskepsis darstellen wird. An dieser Stelle dient es nur der alltäglichen
Darstellung des Kausalitätsprinzips.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Impressions and Ideas

3. Ausgangspunkt der Probleme

3.1. Kausalitätsskepsis

3.2. Induktionsskepsis

4. Mögliche Einwände

5. Weitere Problematisierung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die erkenntnistheoretischen Grundlagen von David Humes Skeptizismus, insbesondere seine Kritik an der Kausalität und der Induktion, um die Tragweite seiner Argumentation hinsichtlich der Leistungsfähigkeit des menschlichen Verstandes nachzuvollziehen.

  • Unterscheidung zwischen Impressions und Ideas
  • Analyse der Kausalitätsskepsis bei Hume
  • Untersuchung der Induktionsskepsis und der Gleichförmigkeitsthese
  • Kritische Reflexion durch Einwände und die Problematisierung des menschlichen Erkenntnisdrangs

Auszug aus dem Buch

3. Ausgangspunkt der Probleme

Hume hat bis zu diesem Zeitpunkt die Tätigkeit des Verstandes soweit eingeengt das er sagen kann, dass das Denken nicht so uneingeschränkt flexibel ist, wie es auf den ersten Blick scheint, da „[...] die ganze schöpferische Kraft des Geistes nur in dem Vermögen besteht, das uns durch die Sinne und Erfahrung gegebene Material zu verbinden, zu transportieren, zu mehren oder zu verringern.“8. Im weiteren führt er diese Eingrenzung immer weiter fort, treibt sie auf die Spitze. In dieser Fortführung werden nun die Probleme der Kausalität und die der Induktion aufgeworfen, die Hume sieht. Die Verstandestätigkeit ist für ihn nur ein Prinzip der Verknüpfung (connexion) verschiedener Gedanken oder Vorstellungen des Geistes. „[...] Wenn diese im Gedächtnis oder in der Einbildungskraft erscheinen, führt eine die andere gewissermaßen methodisch und regelmäßig ein.“9. Als zusätzlichen Beweis für diese These führt er das Beispiel an, dass in „[...] verschiedenen Sprachen, selbst da, wo wir nicht die geringste Verknüpfung oder Verbindung vermuten können, die Wörter, die höchst komplizierte Vorstellungen ausdrücken, nahezu übereinstimmen.“10. Dieses Prinzip, also das der Kausalität betrachtet er im vierten Abschnitt der Untersuchung über den menschlichen Verstand mit einem skeptischen Auge und gelangt hierüber zur Induktionsskepsis. Bevor wir allerdings diese beiden Argumentationsstränge versuchen nachzuvollziehen, müssen wir die Basis, auf der die Argumentation beruht weiter an Klarheit gewinnen lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in Humes skeptische Betrachtungsweise des Kausalitätsprinzips und der Induktion mittels eines Billardbeispiels.

2. Impressions and Ideas: Erläuterung von Humes Differenzierung menschlicher Bewusstseinsinhalte in Eindrücke und Vorstellungen als Basis der Erkenntnistheorie.

3. Ausgangspunkt der Probleme: Darstellung der Einengung des Verstandes auf die Verknüpfung von Erfahrungsdaten als Ursprung der Kausalitäts- und Induktionsproblematik.

3.1. Kausalitätsskepsis: Untersuchung der These, dass Wissen über Ursache und Wirkung ausschließlich auf Gewöhnung und Erfahrung statt auf apriorischer Vernunft beruht.

3.2. Induktionsskepsis: Analyse der Berechtigungsfrage, wie Schlüsse von der Vergangenheit auf die Zukunft logisch begründet werden können, ohne in einen Zirkelschluss zu verfallen.

4. Mögliche Einwände: Diskussion über die Reichweite von Humes Ursachenbegriff und die praktische Notwendigkeit induktiven Schließens im Alltag.

5. Weitere Problematisierung: Reflexion über das Dilemma zwischen der philosophischen Unbegründbarkeit kausalen Denkens und der Unentbehrlichkeit dieses Prinzips für das menschliche Leben.

Schlüsselwörter

David Hume, Kausalitätsskepsis, Induktionsskepsis, Impressions, Ideas, Erfahrung, Gewöhnung, Erkenntnistheorie, Gleichförmigkeitsthese, Verstand, Skeptizismus, Tatsachen, Vernunft, Ursache und Wirkung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die philosophische Argumentation von David Hume bezüglich der Grenzen menschlicher Vernunft, insbesondere die skeptische Hinterfragung von Kausalität und Induktion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Unterscheidung von Eindrücken und Vorstellungen, die Kritik an induktiven Schlüssen sowie das Problem der Gleichförmigkeit der Natur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Humes Argumentationsstränge aus der „Untersuchung über den menschlichen Verstand“ nachzuvollziehen und deren Konsequenzen für das Verständnis des menschlichen Verstandes aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die Humes Argumentation anhand von Beispielen (Billardstoß, Brot, Herdplatte) expliziert und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Begriffe Impressions und Ideas, die Herleitung der Skepsis gegenüber Kausalität und Induktion sowie eine anschließende kritische Diskussion möglicher Einwände.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kausalitätsskepsis, Induktionsskepsis, Erfahrung, Gewöhnung, Skeptizismus und Erkenntnistheorie.

Warum spielt das Billardbeispiel eine wichtige Rolle?

Das Beispiel illustriert anschaulich Humes Behauptung, dass unser Glaube an Ursache und Wirkung nicht auf logischer Notwendigkeit, sondern auf gewohnheitsmäßiger Erfahrung beruht.

Inwiefern stellt der Induktionsschluss ein Problem dar?

Hume zeigt, dass jeder Schluss von der Vergangenheit auf die Zukunft die Gleichförmigkeit der Natur voraussetzt, deren Begründung jedoch wiederum auf vergangenen Erfahrungen basiert, was einen Zirkelschluss darstellt.

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Details

Title
David Hume Kausalitäts- und Induktionsskepsis
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Philosphie)
Course
David Hume. Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand
Grade
1,4
Author
Alexander Krüger (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V19958
ISBN (eBook)
9783638239769
Language
German
Tags
David Hume Kausalitäts- Induktionsskepsis David Hume Eine Untersuchung Verstand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Krüger (Author), 2002, David Hume Kausalitäts- und Induktionsskepsis, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/19958
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