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"Micromégas" und "Candide" oder von der Lehre des Relativismus

Ein Vergleich

Titel: "Micromégas" und "Candide" oder von der Lehre des Relativismus

Hausarbeit , 2011 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Natascha Alexandra Hass (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Vergleichende Literaturwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Folgenden soll auf die beiden Erzählungen „Micromégas“ und „Candide“ genauer eingegangen werden, insbesondere werden die beiden Helden gegenübergestellt. Die Kritik an der Theodizee Leibniz, die im „Candide“ ad absurdum geführt wird, soll auch in Voltaires „Micromégas“ beleuchtet werden. Des Weiteren sollen die utopischen Orte der beiden Erzählungen untersucht und über die mögliche Unfähigkeit des Individuums zur Glückseligkeit nachgedacht werden. Als Ausblick soll Voltaires Intention anklingen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A) Voltaire und der „conte philosophique“

B) Ein Vergleich der philosophischen Werke „Micromégas“ und „Candide“

1. Vergleich der Helden

1.1 Der weise Micromégas

1.2 Der naive Candide

1.3 Die Wirkungsweise der Charaktere

2. Ein Bruch mit der Leibnizschen Theodizee

2.1 Relativierung durch Micromégas

2.2 Gegenargumente in Form der Figur des Candide

2.3 „Micromégas“ und „Candide“ als Entwurf gegen die „beste aller möglichen Welten“

3. Die Unfähigkeit des Individuums zur Glückseligkeit

3.1 Die Abstufung von Micromégas bis zum Erdbewohner

3.2 Das Eldorado in „Candide“

3.3 Worin liegt nach Voltaire das Glück – „Il faut cultiver notre jardin“

C) Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit vergleicht die philosophischen Erzählungen „Micromégas“ und „Candide“ von Voltaire. Ziel ist es, Voltaires Kritik an der Leibnizschen Theodizee und am Optimismus seiner Zeit aufzuzeigen, die unterschiedlichen Heldenfiguren gegenüberzustellen und die philosophische Grundannahme über die Unfähigkeit des Individuums zur wahren Glückseligkeit zu untersuchen.

  • Gegenüberstellung der Protagonisten Micromégas und Candide
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Leibnizschen Optimismuslehre
  • Analyse der utopischen Motive (Eldorado) und deren Scheitern
  • Untersuchung des Konzepts der menschlichen Glückseligkeit
  • Bedeutung der „Gartenformel“ als Ausdruck lebenserfüllender Tätigkeit

Auszug aus dem Buch

2.2 Gegenargumente in Form der Figur des Candide

Die Theorie von Leibniz, in gewisser Abwandlung, vertritt in „Candide“ der Philosoph Pangloss, der die metaphysische-theologische Kosmolonigologie lehrt und „Il prouvait admirablement qu’il n’y a point d’effet sans cause […]“ außerdem „Il est démontré […] que les choses ne peuvent être autrement : car tout étant fait pour une fin, tout est nécessairement pour la meilleure fin. Remarquez bien que les nez ont été faits pour porter des lunettes ; aussi avons-nous des lunettes“. Bereits hier wird Leibniz Theorie dargestellt, wenn auch in überspitzter Form. Voltaire führt den Philosophen und seine Weltanschauung vollkommen ernst ein, die Sätze sind korrekt, doch der Inhalt ist absurd. Der Text sprüht vor Ironie.

Bereits der Name des Philosophen, der so viel wie „Alles-Sprecher“ bedeutet, zeigt, dass man die Theorie des Pangloss nicht als durchdacht hinnehmen darf. Mit der Lehre des Pangloss, der „métaphysico-théologo-cosmolonigologie“, die zumindest optisch gesehen kompliziert erscheint, „[…] nimmt er [Voltaire; N.H.] das Werk des bedeutenden deutschen philosophischen Systematikers und Leibnizschülers Christian Wolff aufs Korn“. Leibniz Traktat über den Optimismus und die „beste aller möglichen Welten“ wird von Voltaire buchstäblich verspottet. Eine Kontrastfigur zu dem optimistischen Candide stellt der pessimistische Martin dar. Dieser hinterfragt die Theorie des Pangloss und zeigt dessen Lückenhaftigkeit auf. Candide und Martin unterhalten sich über das Übel in der Welt und Candide wirft ihm, auf Grund seiner pessimistischen Ansichten, vor, dass er den Teufel im Leibe habe.

Zusammenfassung der Kapitel

A) Voltaire und der „conte philosophique“: Einführung in die Literaturgattung, ihre Merkmale als philosophisches Instrument und Voltaires Intention, gesellschaftliche Missstände aufklärerisch und amüsant zu kritisieren.

B) Ein Vergleich der philosophischen Werke „Micromégas“ und „Candide“: Einleitung in den Vergleich, wobei insbesondere die Gegenüberstellung der Helden und die Kritik an der Leibnizschen Theodizee als rote Fäden dienen.

1. Vergleich der Helden: Detaillierte Betrachtung der gegensätzlichen Charaktere Micromégas und Candide hinsichtlich ihrer Herkunft, ihrer Naivität bzw. Weisheit sowie ihrer Funktion im Text.

1.1 Der weise Micromégas: Analyse des Siriusbewohners als überlegene Figur, die durch Distanz und Empirismus gesellschaftliche und metaphysische Annahmen der Menschen entlarvt.

1.2 Der naive Candide: Beschreibung von Candides Entwicklung vom unbedarften Optimisten zu einem durch Leid gereiften Beobachter der Welt, beeinflusst durch die Philosophie des Pangloss.

1.3 Die Wirkungsweise der Charaktere: Diskussion darüber, wie sich der Leser mit Candide identifiziert, während Micromégas aufgrund seiner Andersartigkeit eher eine belehrende Distanz wahrt.

2. Ein Bruch mit der Leibnizschen Theodizee: Theoretische Herleitung von Voltaires Ablehnung der Leibnizschen Kosmodizee und der Darstellung des Übels in der Welt.

2.1 Relativierung durch Micromégas: Untersuchung, wie die physische Abstufung im Universum die Bedeutungslosigkeit der Menschheit und ihrer metaphysischen Ansprüche verdeutlicht.

2.2 Gegenargumente in Form der Figur des Candide: Darstellung der ironischen Verspottung von Pangloss’ Lehre durch das massenhafte Auftreten von Leid und Unglück in Candide.

2.3 „Micromégas“ und „Candide“ als Entwurf gegen die „beste aller möglichen Welten“: Synthese, dass beide Werke die Unfähigkeit des Menschen belegen, Gottes Plan zu durchschauen und die Welt als „beste aller möglichen“ anzusehen.

3. Die Unfähigkeit des Individuums zur Glückseligkeit: Analyse des zentralen Motivs, dass weder Wissen noch paradiesische Umstände dauerhaftes Glück garantieren.

3.1 Die Abstufung von Micromégas bis zum Erdbewohner: Aufzeigung, dass das Streben nach Glück bei allen Wesen unabhängig von ihren intellektuellen oder physischen Voraussetzungen zum Scheitern verurteilt ist.

3.2 Das Eldorado in „Candide“: Betrachtung des utopischen Ortes als kontrastive Erfahrung, die jedoch zeigt, dass der Mensch selbst im Paradies nicht zur Ruhe finden kann.

3.3 Worin liegt nach Voltaire das Glück – „Il faut cultiver notre jardin“: Interpretation der Schlussformel als Aufruf zur aktiven, produktiven Lebensgestaltung gegen die Resignation.

C) Ausblick: Zusammenfassende Einordnung der beiden Werke als aufklärerische Experimente, die trotz unterschiedlicher Ansätze die gleiche moralische und philosophische Intention verfolgen.

Schlüsselwörter

Voltaire, Micromégas, Candide, Conte philosophique, Leibniz, Theodizee, Optimismus, Aufklärung, Empirismus, Menschenbild, Glückseligkeit, Gartenformel, Relativismus, Gesellschaftskritik, Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die beiden philosophischen Erzählungen „Micromégas“ und „Candide“ von Voltaire hinsichtlich ihrer philosophischen Aussagen und ihrer literarischen Gestaltung.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Kritik an der Leibnizschen Theodizee, der Frage nach der menschlichen Glückseligkeit und dem Vergleich der unterschiedlichen Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Voltaire durch seine Erzählungen den Optimismus des 18. Jahrhunderts widerlegt und eine Haltung der aktiven Welteinwirkung, symbolisiert durch die „Gartenformel“, propagiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Es handelt sich um einen komparativen literaturwissenschaftlichen Vergleich, der sowohl die primären Erzähltexte als auch einschlägige philosophische und literaturkritische Sekundärliteratur einbezieht.

Welche Inhalte bilden das Rückgrat des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Charakteranalyse der Helden, die Auseinandersetzung mit metaphysischen Weltbildern und die Erörterung des Konzepts der Glückseligkeit und Arbeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Optimismus, Theodizee, Conte philosophique, Empirismus und die berühmte Gartenformel.

Wie unterscheidet Voltaire die Perspektiven von Micromégas und Candide?

Micromégas agiert als distanzierter, intelligenter Beobachter aus dem All, der die Relativität der menschlichen Existenz aufzeigt, während Candide als naiver Mensch in der Welt das Leid am eigenen Leib erfährt.

Warum ist das Schlusskapitel von Candide entscheidend für die Gesamtaussage?

Das Schlusskapitel bietet mit dem Ausspruch „il faut cultiver notre jardin“ eine praktische Lösung für die Sinnkrise des Individuums, die den theoretischen Optimismus Pangloss’ endgültig ersetzt.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Micromégas" und "Candide" oder von der Lehre des Relativismus
Untertitel
Ein Vergleich
Hochschule
Universität Augsburg
Veranstaltung
Le siècle des Lumières
Note
1,0
Autor
Natascha Alexandra Hass (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V199530
ISBN (eBook)
9783656258476
ISBN (Buch)
9783656259015
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Voltaire Aufklärung Candide Micromégas Mikromegas Theodizee
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Natascha Alexandra Hass (Autor:in), 2011, "Micromégas" und "Candide" oder von der Lehre des Relativismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/199530
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Leseprobe aus  18  Seiten
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