Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Literaturwissenschaft - Vergleichende Literaturwissenschaft

Das Motiv der Schuld in Hitchcocks Filmen (Psycho, Vertigo, Rope)

Die Verwicklung des Zuschauers in Schuld

Titel: Das Motiv der Schuld in Hitchcocks Filmen (Psycho, Vertigo, Rope)

Hausarbeit , 2011 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Natascha Alexandra Hass (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Vergleichende Literaturwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

[...] In der Filmgeschichte ist der Thriller ein sehr interessantes Genre im Hinblick auf die Schuldfrage. Filme decken die Abgründe der eigenen Persönlichkeit auf und zeigen dem Zuschauer zu was auch er fähig ist. Sie verwickeln das Publikum in Schuld. [...] Hitchcock schafft es durch den genialen ästhetischen Aufbau seiner Filme, dass die Zuschauer moralisch verwerfliche Dinge akzeptieren. Er verwickelt den Zuschauer in Schuld und gibt ihm die Chance, durch das Erleben von unmoralischen Dingen über sich selbst und die Tat zu richten. Dies gelingt ihm durch die gezielte Manipulation des Publikums.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A) „Schuld, was ist das?“ – Der Versuch einer Definition

B) Alfred Hitchcock und das Motiv der Schuld (in Psycho, Vertigo und Rope)

1. Passive Schuld – Unbewusste Verwicklung in (Mit-) Schuld

1.1 Aufzeigen der Abgründe der eigenen Persönlichkeit

1.2 Identifikation mit dem Schurken

2. Aktive Schuld – Bewusstes Überschreiten des Erlaubten

2.1 Der Zuschauer als Voyeur

2.2 Wissensvorsprung des Zuschauers

C) Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Alfred Hitchcock durch spezifische ästhetische Mittel in seinen Filmen das Publikum gezielt in Schuld verwickelt und zur Identifikation mit moralisch fragwürdigen Charakteren bewegt.

  • Die psychologische Wirkung des Thriller-Genres auf den Zuschauer
  • Methoden der Identifikation mit Antihelden und Schurken
  • Die Rolle der Kameraführung als Instrument der moralischen Manipulation
  • Voyeurismus und Wissensvorsprung als Werkzeuge der Zuschauerbindung
  • Die Ambivalenz zwischen Lust und Angst bei der Rezeption von Gewalt

Auszug aus dem Buch

1.1 Aufzeigen der Abgründe der eigenen Persönlichkeit

Hitchcocks Protagonisten sind unauffällige Persönlichkeiten, die weder eine dunkle Vergangenheit noch übermäßig kriminelle Energie besitzen. Sie sind Durchschnittsmenschen. Man könnte sagen ein mittlerer Held, wie ihn schon Aristoteles gefordert hat, weder Engel noch Teufel, sondern Charaktereigenschaften, mit welchen sich der Zuschauer identifizieren kann. In dem Film „Psycho“ ist es Marion Crane mit der sich der Zuschauer identifiziert. Sie ist eine charmante Frau, Sekretärin bei einem Immobilienmakler, mit wenig Geld und einer unglücklichen Liebschaft. In den Mittagspausen trifft sie sich mit ihrem Freund Sam Loomis in Stundenhotels. Die beiden können nicht heiraten, da Sam auf Grund seiner Schulden und der Verpflichtungen gegenüber seiner Frau keine Familie ernähren könnte. Kurz gesagt, es sind Menschen, die sowohl im Beruf, als auch in der Liebe keine wirkliche Erfüllung finden. Diese Lebensumstände sind dem Zuschauer bekannt, möglicherweise geht es ihm genauso. Somit wird Marion zur Identifikationsfigur. Obwohl dem Zuschauer das Leben der Marion Crane bis dahin als alltäglich präsentiert wird, vollzieht sich bereits nach wenigen Minuten der Einführung der Figur ein Bruch.

Sie stiehlt die 40 000 Dollar, die ihr Boss ihr anvertraut, um sie auf die Bank zu bringen. Unterstützt wird dieser Wendepunkt durch die einsetzende Musik. Man sieht zuerst Marion, die vor ihrem Kleiderschrank steht und sich umzieht, während das Geld hinter ihr auf dem Bett liegt. Sie schaut in den Schrank, weg von dem Bett, die Kamera wendet sich ab und zoomt auf das Geld, hier setzt die Musik ein.

Zusammenfassung der Kapitel

A) „Schuld, was ist das?“ – Der Versuch einer Definition: Dieses Kapitel erörtert den komplexen Schuldbegriff unter Berücksichtigung von Philosophie, Moral und Gesellschaft, um einen Rahmen für die Untersuchung zu schaffen.

B) Alfred Hitchcock und das Motiv der Schuld (in Psycho, Vertigo und Rope): Hier werden die verschiedenen Ebenen der Schuldverwicklung analysiert, wobei der Fokus auf der Manipulation des Publikums durch Kameraeinstellungen und Identifikationsprozesse liegt.

1. Passive Schuld – Unbewusste Verwicklung in (Mit-) Schuld: Dieses Unterkapitel beleuchtet, wie Zuschauer unbewusst durch das Aufzeigen menschlicher Abgründe und durch Identifikation mit Antihelden in die Schuld der Filmfiguren hineingezogen werden.

1.1 Aufzeigen der Abgründe der eigenen Persönlichkeit: Untersuchung der Identifikationsmechanismen anhand durchschnittlicher Protagonisten, die durch kriminelle Handlungen ihre menschliche Fehlbarkeit offenbaren.

1.2 Identifikation mit dem Schurken: Analyse, wie das Publikum trotz moralischer Ablehnung Sympathie für Schurken und Psychopathen entwickelt.

2. Aktive Schuld – Bewusstes Überschreiten des Erlaubten: Untersuchung der gezielten Überführung des Zuschauers in eine aktive Rolle, bei der die Grenzen der Moral bewusst überschritten werden.

2.1 Der Zuschauer als Voyeur: Erläuterung der Kameraführung als „Auge des Zuschauers“, die das Publikum in eine voyeuristische Beobachterrolle drängt.

2.2 Wissensvorsprung des Zuschauers: Analyse der Spannungserzeugung und Schuldverwicklung durch den bewussten Einsatz von Wissensvorsprüngen gegenüber den Protagonisten.

C) Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Manipulation des Publikums durch filmästhetische Mittel wie Schnitt und Montage, die den Zuschauer in den Sog der Kriminalität ziehen.

Schlüsselwörter

Alfred Hitchcock, Schuld, Schuldverwicklung, Identifikation, Psycho, Vertigo, Rope, Thriller, Voyeurismus, Kameraführung, Manipulation, Moral, Ethik, Filmgeschichte, Psychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie der Regisseur Alfred Hitchcock sein Publikum durch geschickte ästhetische Gestaltung in seinen Filmen psychologisch in Schuld verwickelt.

Welche Filme dienen als primäre Analyseobjekte?

Die Untersuchung konzentriert sich schwerpunktmäßig auf die Filme „Psycho“, „Vertigo“ und „Rope“.

Was ist das zentrale Forschungsziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hitchcock den Zuschauer dazu bringt, moralisch verwerfliche Handlungen zu akzeptieren oder sich mit den Schurken zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert filmwissenschaftliche Analysen mit ethischen und philosophischen Perspektiven auf den Schuldbegriff.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der passiven, unbewussten Schuldverwicklung durch Identifikation sowie der aktiven Schuldverwicklung durch Voyeurismus und Wissensvorsprung.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit den Begriffen Schuldverwicklung, filmische Manipulation, Identifikation und Suspense beschreiben.

Warum identifiziert sich der Zuschauer mit dem Mörder in "Rope"?

Die Identifikation entsteht durch die Nähe der Kamera, das Interesse an der Theorie des "perfekten Mordes" und das Fehlen einer starken emotionalen Bindung zum Opfer.

Welche Rolle spielt die subjektive Kamera für die Schuld des Zuschauers?

Die subjektive Kamera macht den Zuschauer zum Komplizen, da sie ihm den Blickwinkel des Protagonisten aufzwingt und ihn so direkt in das Handlungsgeschehen einbindet.

Wie unterscheidet sich die "aktive Schuld" von der "passiven Schuld"?

Während passive Schuld durch unbewusste Identifikation entsteht, basiert aktive Schuld auf einer bewussten Einbindung des Zuschauers als Voyeur oder durch einen Wissensvorsprung, der ihn zum Mitwisser macht.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Motiv der Schuld in Hitchcocks Filmen (Psycho, Vertigo, Rope)
Untertitel
Die Verwicklung des Zuschauers in Schuld
Hochschule
Universität Augsburg
Veranstaltung
Alfred Hitchcock – „die Liebe zum Kino ist für mich entscheidender als jede Moral“
Note
1,0
Autor
Natascha Alexandra Hass (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V199529
ISBN (eBook)
9783656258483
ISBN (Buch)
9783656258674
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alfred Hitchcock Hitchcock Schuld Psycho Vertigo Rope
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Natascha Alexandra Hass (Autor:in), 2011, Das Motiv der Schuld in Hitchcocks Filmen (Psycho, Vertigo, Rope), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/199529
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum