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Schriftspracherwerb unter schwierigen Bedingungen

Vor welchen Hürden Kinder mit Deutsch als Zweitsprache beim Lesen- und Schreibenlernen stehen

Title: Schriftspracherwerb unter schwierigen Bedingungen

Term Paper , 2012 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dana Frank (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics

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Bis heute wird in Deutschland stetig über den Status der Bundesrepublik im Bezug auf Migration diskutiert. Unabhängig davon steht aber fest, dass Menschen mit Migrationshintergrund ein Teil unserer Gesellschaft sind. Gerade an Schulen wird dies immer deutlicher. So hatten im Jahr 2010 29,2 % der Schüler (vgl. Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, 2012: S. 163-165) an allgemeinbildenden Schulen einen Migrationshintergrund, 8,9 % der Gesamtschülerschaft waren nicht deutscher Nationalität. Das ist ein nicht unerheblicher Teil und es zeigt sich, dass die Tendenz steigend ist. Die Einwanderungs- und die Bildungspolitik Deutschlands haben in den letzten 60 Jahren nicht adäquat auf die Anforderungen, welche sich daraus ergeben, reagiert und diese Bevölkerungsgruppe marginalisiert (vgl. Jeuk, 2010: 103). Die Folgen werden deutlich an herrschender Bildungsbenachteiligung und soziokulturellen Diskrepanzen.
In der folgenden Arbeit liegt der Fokus dabei besonders auf dem Grundschulfach Deutsch und vor welchen Hürden Kinder mit Deutsch als Zweitsprache (DAZ) beim Schriftspracherwerb stehen. Die Sprache dient im schulischen Kontext „nicht nur als ein Medium der Verständigung, sondern auch als Instrument des Wissenserwerbs“ (Schmölzer-Eibinger, 2006: 128). Daher liegt in der Vermittlung (schrift-)sprachlicher Kompetenzen der Schlüssel für einen erfolgreichen Schulbesuch.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zweitsprache

2.1 Deutsch als Zweitsprache

2.2 Zweitspracherwerbstheorien - Die Interdependenzhypothese von CUMMINS

2.3 Der Stellenwert anderer Herkunftssprachen und Submersion

3. Schriftspracherwerb

3.1 Definition

3.2 Die Rolle der Familiensprache beim Schriftspracherwerb

3.3 Vor welchen Hürden stehen Kinder mit Deutsch als Zweitsprache beim Schriftspracherwerb?

3.3.1 Soziokulturelle Herkunft

3.3.2 Sprachliche Besonderheiten

4. Anregungen für einen Unterricht in mehrsprachigen Klassen

5. Exkurs: Eine soziologische Perspektive auf die Bildungsbenachteiligung von Schülern mit Migrationshintergrund in Deutschland

6. Zusammenfassung und Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Hürden, vor denen Kinder mit Deutsch als Zweitsprache (DAZ) beim Erwerb der Schriftsprache in deutschen Grundschulen stehen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die soziokulturellen und sprachlichen Herausforderungen dieser Schülergruppe zu entwickeln und Ansätze für einen konstruktiven, förderorientierten Unterricht aufzuzeigen.

  • Zweitspracherwerb und die Interdependenzhypothese
  • Herausforderungen beim Schriftspracherwerb durch Migration
  • Einfluss der Familiensprache und Literalität
  • Didaktische Strategien in mehrsprachigen Klassen
  • Soziologische Aspekte der Bildungsbenachteiligung

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition

SCHRÜNDER-LENZEN (2007: 29) beschreibt den Terminus Schriftspracherwerb als Ergebnis eines historischen Umdenkungsprozesses, bezüglich der Frage wie Kinder Lesen und Schreiben lernen. Demnach ging man bis in die 1980er Jahre hinein davon aus, Lesen und Schreiben seien Kulturtechniken die erst mit Beginn des Schuleintrittes, vornehmlich im Fach Deutsch, erlernt würden. Begriffe wie „Erstlesen und -schreiben“ oder „Anfangsunterricht im Lesen und Schreiben“ verdeutlichen dies.

Aufgrund verschiedener Forschungsergebnisse, die einen engen Zusammenhang zwischen dem Erwerb der Sprache und dem Erlernen des Lesens und Schreibens dokumentierten, fand schließlich ein Paradigmenwechsel statt. Die sprachliche Verwandtschaft zum Wort Spracherwerb kennzeichnet eine bewusste Entscheidung, die deutlich macht, „Schriftspracherwerb wird als ein Prozess gesehen, der grundsätzlich vergleichbar ist mit dem frühkindlichen Spracherwerb des Kindes.“ (ebd.: 30).

Schlussfolgernd sind Lesen und Schreiben keine voneinander losgelösten Kompetenzen, die erst mit Schuleintritt erlernt werden. Da Kinder mit der Welt der Schriftlichkeit bereits im vorschulischen Alltag konfrontiert werden, handelt es sich um das „Ergebnis eines langen Entwicklungsprozesses“ (ebd.: 29).

Ein solches Verständnis vom Erwerb der Schriftsprache, rückt das Kind in den Vordergrund und lehnt die Vorstellung ab, die Beherrschung von Lesen und Schreiben seien ausschließlich das Ergebnis extern initiierter Lernvorgänge. SCHMÖLZER-EIBINGER unterstreicht:

„der Schriftspracherwerb ist das Schlüsselereignis in der literalen Entwicklung eines heranwachsenden Kindes, das nicht nur die Sprache, sondern auch den Zugang zur Welt tiefgreifend verändert. Der Schriftspracherwerb treibt die sprachliche und kognitive Entwicklung eines Kindes entscheidend voran – Schriftsprache repräsentiert nicht nur kognitive Strukturen, sondern schafft sie auch neu.“ (Schmölzer-Eibinger, 2008: 24)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die aktuelle Migrationssituation in Deutschland und verdeutlicht die daraus resultierende Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund im gegliederten Schulsystem.

2. Zweitsprache: Das Kapitel definiert den Begriff "Deutsch als Zweitsprache" und stellt theoretische Modelle wie CUMMINS' Interdependenzhypothese vor, um den Spracherwerbsprozess und die Rolle der Erstsprache zu erläutern.

3. Schriftspracherwerb: Hier wird der Prozess des Schriftspracherwerbs definiert und die zentralen Hürden für DAZ-Kinder, unterteilt in soziokulturelle Faktoren und sprachliche Besonderheiten, analysiert.

4. Anregungen für einen Unterricht in mehrsprachigen Klassen: Dieses Kapitel präsentiert didaktische Konzepte wie Aufgabenorientierung und kooperatives Lernen, um den Herausforderungen einer heterogenen Schülerschaft konstruktiv zu begegnen.

5. Exkurs: Eine soziologische Perspektive auf die Bildungsbenachteiligung von Schülern mit Migrationshintergrund in Deutschland: Der Exkurs fokussiert auf die institutionelle Diskriminierung durch das deutsche selektive Schulsystem als strukturelle Ursache für Bildungsungleichheit.

6. Zusammenfassung und Schluss: Diese Zusammenfassung resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und plädiert für eine inklusive Schulentwicklung zur Sicherung von Chancengleichheit.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Deutsch als Zweitsprache, DAZ, Migrationshintergrund, Bildungsbenachteiligung, Literalität, Zweitspracherwerbstheorien, Interdependenzhypothese, Mehrsprachigkeit, Sprachdidaktik, Schulerfolg, soziale Integration, soziokulturelle Herkunft, Sprachstandsniveau, institutionelle Diskriminierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Hürden, die Kinder mit Deutsch als Zweitsprache (DAZ) beim Lesen- und Schreibenlernen an deutschen Schulen überwinden müssen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung umfasst Spracherwerbstheorien, den Zusammenhang zwischen Erst- und Zweitsprache, soziokulturelle Einflüsse sowie Ansätze für einen didaktisch angepassten Unterricht in mehrsprachigen Klassen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die sprachlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen von DAZ-Kindern zu schaffen und Lehrkräfte für einen professionellen Umgang mit sprachlicher Heterogenität zu sensibilisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Publikationen zu den Themen Zweitspracherwerb, Pädagogik und Soziologie basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Prozess des Schriftspracherwerbs, die Rolle der Familiensprache, die Hürden durch soziokulturelle Herkunft und Sprachbesonderheiten sowie praktische Unterrichtsstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schriftspracherwerb, Deutsch als Zweitsprache, Migrationshintergrund, Bildungsbenachteiligung, Mehrsprachigkeit und Didaktik sind die zentralen Begriffe.

Warum unterscheidet der Autor zwischen BICS und CALP?

Die Unterscheidung dient dazu, zwischen der alltagssprachlichen Kommunikationsfähigkeit (BICS) und der für den Schulerfolg entscheidenden kognitiv-akademischen Sprachfähigkeit (CALP) zu differenzieren.

Welche Rolle spielt das deutsche Schulsystem bei der Benachteiligung laut dieser Arbeit?

Die Arbeit identifiziert das selektive deutsche Schulsystem durch institutionelle Mechanismen als einen wesentlichen Grund für die Bildungsbenachteiligung, da es von Schülern eine Homogenität fordert, die der realen Vielfalt nicht gerecht wird.

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Details

Title
Schriftspracherwerb unter schwierigen Bedingungen
Subtitle
Vor welchen Hürden Kinder mit Deutsch als Zweitsprache beim Lesen- und Schreibenlernen stehen
College
University of Leipzig
Grade
2,0
Author
Dana Frank (Author)
Publication Year
2012
Pages
20
Catalog Number
V199483
ISBN (eBook)
9783656257561
ISBN (Book)
9783656258032
Language
German
Tags
schriftspracherwerb bedingungen hürden kinder deutsch zweitsprache schreibenlernen lesen schreiben migration migrationshintergrund DAZ DAF Deutsch als Zweitsprache Deutsch als Fremdsprache lesenlernen grundschule didaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dana Frank (Author), 2012, Schriftspracherwerb unter schwierigen Bedingungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/199483
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