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Ethnische Segregation in Wien

Stadtsoziologische Analysen und Beobachtungen

Titel: Ethnische Segregation in Wien

Hausarbeit , 2012 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Andrea Dellitsch (Autor:in)

Soziologie - Wohnen und Stadtsoziologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Gleich und gleich gesellt sich gern“, lautet eine alte Redensart und die Erfahrung zeigt, dass Menschen sich tatsächlich unter Ihresgleichen wohler fühlen als in Gesellschaft von Fremden. Den Wohnraum betreffend begünstigt dieses Phänomen die Konzentration einander ähnlicher Bevölkerungsanteile auf bestimmte Regionen einer Stadt. In der Stadtsoziologie bezeichnet man eine solche Konzentration, verbunden mit getrennten Wohnbereichen und Lebensstilen als „Segregation“. Bezieht sich diese Trennung auf Personengruppen bestimmter nationaler Herkunft oder Volkszugehörigkeit, dann spricht man von „ethnischer Segregation“.

In der vorliegenden Hausarbeit wird nach einer allgemeinen Ursachenforschung, welche die Ausführung von Hartmut Essers Theorie der ethnischen Segmentation an Hand des Stufenmodells von Robert E. Park beinhaltet und der Erklärung über die strukturelle Entstehung ethnischer Segregation mit Hilfe des dynamischen Segregationsmodells von Thomas Schelling, speziell auf die Situation in Wien eingegangen.

Dazu werden sowohl Daten und Fakten bis auf Bezirksebene geliefert als auch zwei Beobachtungen angeführt, die einerseits regionale Unterschiede und andererseits getrenntes Freizeitverhalten aufzeigen. Die Ausführungen zu den Beobachtungen sind nur deskriptiv, weiterführende Forschungen sind im Rahmen dieser Hausarbeit nicht enthalten.

Im letzten Kapitel werden die Charakterisierung des Großstädters nach Georg Simmel vorgestellt und die Abweichungen, die durch die ethnische Segregation entstehen, dargelegt. Danach werden die Vor- und Nachteile der ethnischen Segregation nach Hartmut Häußermann angeführt, unter Bezugnahme auf Wilhelm Heitmeyer die Krise der Städte im Zusammenhang mit der ethnischen Segregation beleuchtet und einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gewagt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung ethnischer Segregation

2.1 Ursachen ethnischer Segregation

2.2 Strukturelle Entstehung ethnischer Segregation

3. Analysen

3.1 Daten aus Wien und Berechnung des Segregationsindexes

3.2 Interpretation der Berechnungen

4. Stadtsoziologische Beobachtungen

4.1 Eine Fahrt mit der Straßenbahn Linie 43 vom Stadtrand in die Innenstadt

4.2 Getrenntes Freizeitverhalten an der „Neuen Donau“ und auf der Donauinsel

5. Probleme und Folgen ethnischer Segregation

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der ethnischen Segregation am Beispiel der Stadt Wien, um die theoretischen Ursachen für räumliche Konzentrationen von Bevölkerungsgruppen mit der tatsächlichen städtischen Realität zu verknüpfen. Ziel ist es, mittels Datenanalysen auf Bezirksebene sowie durch deskriptive Beobachtungen aufzuzeigen, wie sich ethnische Segregation im Stadtbild manifestiert und welche gesellschaftlichen Auswirkungen dies nach sich zieht.

  • Theoretische Grundlagen zur Entstehung ethnischer Segregation (Park, Esser, Schelling).
  • Empirische Analyse der Bevölkerungsstruktur und Segregationsindizes in Wiener Gemeindebezirken.
  • Stadtsoziologische Beobachtungen zum öffentlichen Raum und Freizeitverhalten.
  • Diskussion über Probleme und Folgen wie soziale Desintegration und politische Instrumentalisierung.

Auszug aus dem Buch

4.2 Getrenntes Freizeitverhalten an der „Neuen Donau“ und auf der Donauinsel

Die Donauinsel ist eine langgezogene Insel in der Donau, die über etliche Brücken zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit der U-Bahn oder Straßenbahn erreicht werden kann und dient den Wienern zusammen mit dem linken Donauufer, genannt „Neue Donau“ dem Freizeitvergnügen. Es ist dort zum Beispiel möglich, Sport zu betreiben (Fußball, Beachball, Radfahren, Skaten, Wasserschi, usw.), mit Kindern einen der vielen Spielplätze oder die große Wasserrutsche in die Donau aufzusuchen, einen Drachen steigen zu lassen, den FKK-Badeplatz zu benutzen oder an bestimmten Plätzen zu grillen.

Während sich die Einheimischen unterschiedlichster Herkunft auf der Insel verteilen und den verschiedenen Aktivitäten je nach Interesse nachgehen, benützen türkische Migranten mit Vorliebe die Grillplätze. Der größte Grillplatz befindet sich an der „Neuen Donau“ und zwar von der Donau aus betrachtet auf der rechten Seite der Moschee. Türkische Großfamilien kommen in überfüllten Autos, manche auch mit der U-Bahn, bringen große Körbe an Lebensmittel mit und begeben sich auf die Grillplätze. Die Familien sitzen dort dicht gedrängt, meist sind es die Männer, die den Griller bedienen, während die Frauen die mitgebrachten Lebensmittel auspacken und verteilen. Die Kinder laufen kreuz und quer – es herrscht ein buntes Treiben. Nach dem Essen findet die Freizeit von Frauen und Männern meist getrennt statt. Die Frauen räumen die Lebensmittel und das Geschirr weg, betreuen die Kinder und sitzen auf den Bänken bzw. am Boden zusammen und unterhalten sich, während die Männer abseits sitzen oder Fußball spielen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der ethnischen Segregation und legt die theoretische sowie methodische Vorgehensweise der Arbeit dar.

2. Entstehung ethnischer Segregation: In diesem Kapitel werden theoretische Ursachen und Mechanismen der Segregation, insbesondere anhand der Modelle von Robert E. Park, Hartmut Esser und Thomas Schelling, erläutert.

3. Analysen: Hier erfolgt eine empirische Untersuchung der ethnischen Segregation in Wien anhand von statistischen Daten und der Berechnung eines Segregationsindexes.

4. Stadtsoziologische Beobachtungen: Dieses Kapitel präsentiert teilnehmende Beobachtungen im öffentlichen Raum, um regionale Unterschiede und lebensweltliche Trennungen in Wien zu veranschaulichen.

5. Probleme und Folgen ethnischer Segregation: Das Kapitel diskutiert kritisch die sozialen Konsequenzen, Chancen und Risiken der Segregation sowie die Ansichten von Wilhelm Heitmeyer zur Integrationsproblematik.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit stadtpolitischer Maßnahmen zur Förderung eines friedlichen Zusammenlebens.

Schlüsselwörter

Ethnische Segregation, Wien, Stadtsoziologie, Migration, Segregationsindex, Integration, Lebensstil, Communities, Stadtentwicklung, Diskriminierung, Sozialräumliche Analyse, Türkische Migranten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der ethnischen Segregation und untersucht, wie sich Bevölkerungsgruppen unterschiedlicher Herkunft innerhalb der Wiener Stadtbezirke räumlich verteilen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung der Segregation, die statistische Erfassung der Migrationssituation in Wien sowie stadtsoziologische Beobachtungen zum täglichen Zusammenleben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel besteht darin, theoretische Segregationsmodelle mit den empirischen Daten der Stadt Wien abzugleichen und die daraus resultierenden sozialen Folgen zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse soziologischer Theorien mit quantitativen Datenberechnungen (Segregationsindex) und deskriptiven Methoden der teilnehmenden Beobachtung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung der Segregation, berechnet den Segregationsindex für türkische Migranten in Wien und beschreibt phänomenologisch das Freizeitverhalten in der Stadt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Segregation, Stadtsoziologie, Integration, Migration und soziale Desintegration charakterisiert.

Warum wird der 17. Bezirk (Hernals) gesondert analysiert?

Der 17. Bezirk dient als Beispiel für die Einschränkung statistischer Daten auf Bezirksebene, da er trotz ausgewogener Proportionen kleinräumig starke Unterschiede in der Segregationsstärke aufweist.

Welche Rolle spielen die Beobachtungen der Straßenbahn Linie 43?

Diese Beobachtungen verdeutlichen visuell und infrastrukturbezogen den Übergang von eher von Alteingesessenen bewohnten Stadtrandgebieten hin zu Vierteln mit einer Konzentration der türkischen Community.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ethnische Segregation in Wien
Untertitel
Stadtsoziologische Analysen und Beobachtungen
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,7
Autor
Andrea Dellitsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
26
Katalognummer
V199420
ISBN (eBook)
9783656259190
ISBN (Buch)
9783656260196
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ethnische segregation wien stadtsoziologische analysen beobachtungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andrea Dellitsch (Autor:in), 2012, Ethnische Segregation in Wien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/199420
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Leseprobe aus  26  Seiten
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