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Volkswirtschaftliche Wirkungen von IWF Programmen

Titel: Volkswirtschaftliche Wirkungen von IWF Programmen

Hausarbeit , 2012 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Philipp J. Kremer (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit seiner Gründung im Jahre 1944 haben sich die Aufgaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) stetig verändert und erweitert. Stand zu Zeiten des Goldstandards noch die Stabilisierung der Wechselkursparitäten im Vordergrund, so führten der Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems, die Öl-Krisen der 70er Jahre und die Finanz- und Wirtschaftskrisen der 90er Jahre zu neuen Aufgabenfeldern.Aktuell unterstützt der IWF mit seinen Programmen mehr als 50 Staaten und hat allein seit Beginn der globalen Finanzkrise im Jahre 2008 mehr als 325 Milliarden US-$ zur Rettung angeschlagener Länder beigetragen. Der IWF hält dafür eine Reihe von Anpassungs- und Wachstumsprogrammen bereit, die auf die neuen Herausforderungen der Globalisierung und der immer verzweigteren Finanzarchitektur zu antworten versucht. Dabei wurde die Arbeit des IWF stets von Ökonomen auf der ganzen Welt kritisch analysiert und bewertet. Im Fokus der Betrachtungen standen der strukturelle Aufbau und die Auswirkungen von IWF-Programmen auf ausgewählte volkswirtschaftliche Determinanten. Fragen, auf die man in diesem Zusammenhang zu antworten versuchte sind jene, ob die vom IWF installierten Programme wirken oder gar zu einer Verschlechterung der ökonomischen Situation in dem Land führen. „Über welche theoretischen Mechanismen schafft es der IWF, ausgewählte volkswirtschaftliche Größen zu beeinflussen und zu verändern?“ Und vor allem: Kann diese Wirkungsweise auch empirisch bestätigt werden?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Intention und Aufbau von IWF-Programmen

3. Volkswirtschaftliche Wirkungen von IWF-Programmen

3.1 Kapitalverkehr

3.2 Wirtschaftswachstum

3.3 Wechselkurs

4. Empirische Verifikation der Wirkungskanäle

4.1 Kapitalverkehr

4.2 Wirtschaftswachstum

4.3 Wechselkurs

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Wirkungsmechanismen von IWF-Programmen auf wesentliche makroökonomische Determinanten wie Kapitalströme, Wirtschaftswachstum und Wechselkurse und evaluiert diese auf Basis empirischer Studien, um zu beurteilen, ob die Maßnahmen des IWF in der Praxis zur Stabilisierung der Mitgliedsländer beitragen.

  • Struktureller Aufbau und Wirkungsweise von IWF-Programmen (z.B. Stand-By Arrangements)
  • Theoretische Analyse der Einflusskanäle auf Kapitalverkehr, Wachstum und Währung
  • Empirische Überprüfung der Effektivität von IWF-Konditionalitäten
  • Analyse des "Moral Hazard"-Phänomens sowie indirekter Kanäle (z.B. Scapegoat-, Advice-Channel)
  • Bewertung der langfristigen Auswirkungen von IWF-Interventionen auf das Wirtschaftswachstum

Auszug aus dem Buch

3.1 Kapitalverkehr

Mobilisiert ein Land neue Kapitalströme, so führt das zu einer Verbesserung der Kapitalbilanz und der Verringerung des Zahlungsbilanzdefizits. Weiterhin determinieren solch liquide Zuflüsse, wie Foreign Direct Investments (FDI), auch das langfristige Wirtschaftswachstum. Grundsätzlich sollen IWF-Programme über ihre Konditionalität den Kapitalverkehr wieder aktivieren. Durch die Verpflichtung des Landes, die wachstumsfördernden und stabilisierenden Maßnahmen auch umzusetzen signalisiert es, dass sich die wirtschaftliche Lage des Landes verbessern wird. Das Vertrauen der Anleger soll dadurch zurückgewonnen und sie dazu ermutigt werden, in das Land zu investieren. Diese katalysatorische Rolle der Konditionalität ist in der Literatur sehr umstritten.

Bird (2001) argumentiert, dass durch die restriktiv gestaltete Politik des IWF-Programms die heimische Investitionsneigung geschwächt und der Konsum verringert wird. Die Möglichkeit einer Rezession steigt. Diese wiederum könnte zu einer erhöhten Korruption im Bankensektor führen. Zwar steigern höhere Zinsen das Interesse der Anleger, die Gefahr von Rezession und Korruption erschwert allerdings meistens die Rückgewinnung des Vertrauens. Des Weiteren führen vom IWF oftmals vorgenommene Abwertungen des Wechselkurses zu der Erwartung weiterer Anpassungen. Diese hätten ebenfalls die Investoren zu tragen.

Bird und Rowlands (2002) führen aus, dass Länder, die oftmals öffentlich in Verhandlung mit dem IWF stehen, dem potenziellen Moral Hazard von Investoren ausgesetzt sind. Investoren könnten die Anwesenheit des IWF als „eine Art“ Versicherung ansehen. Sie beginnen exzessiv zu investieren, was zu weiterer makroökonomischer Instabilität des Landes führt. Wird es nun mit Hilfe von finanziellen Mitteln stabilisiert, kommt es zu einem bailing-out durch den IWF.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein für die Untersuchung der Wirksamkeit von IWF-Programmen auf makroökonomische Größen und formuliert die leitenden Forschungsfragen hinsichtlich theoretischer Mechanismen und empirischer Bestätigung.

2. Intention und Aufbau von IWF-Programmen: Dieses Kapitel erläutert die Ziele, die Struktur und die Finanzierungsinstrumente des IWF sowie die Bedeutung von Konditionen und verschiedenen Programmtypen bei der Unterstützung von Mitgliedsländern.

3. Volkswirtschaftliche Wirkungen von IWF-Programmen: Hier werden die theoretischen Wirkungskanäle beleuchtet, über die der IWF Kapitalverkehr, Wirtschaftswachstum und Wechselkurse beeinflussen kann, wobei insbesondere auf Konditionalität und "Moral Hazard" eingegangen wird.

4. Empirische Verifikation der Wirkungskanäle: Dieses Kapitel stellt empirische Studien vor, die die theoretischen Wirkungsmechanismen auf Kapitalströme, Wirtschaftswachstum und Wechselkurse quantitativ und qualitativ überprüfen.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach IWF-Programme ein gemischtes Bild zeigen und insbesondere im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum oft keine positive Wirkung entfalten, während sie bei Wechselkurskrisen eine stabilisierende Rolle spielen können.

Schlüsselwörter

Internationaler Währungsfonds, IWF-Programme, Konditionalität, Kapitalverkehr, Wirtschaftswachstum, Wechselkurs, Zahlungsbilanz, Moral Hazard, Währungskrise, empirische Verifikation, Finanzarchitektur, Strukturreformen, Kapitalströme, Stand-By Arrangement, makroökonomische Stabilisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Wirkmechanismen und die empirische Wirksamkeit von Anpassungsprogrammen des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf die makroökonomischen Variablen Kapitalverkehr, Wirtschaftswachstum und Wechselkurs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise von IWF-Konditionalitäten, der Rolle des IWF als Informationsgeber sowie der Frage, wie diese Maßnahmen das Vertrauen von Investoren beeinflussen oder staatliche Reformprozesse steuern.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein differenziertes Bild der IWF-Wirkungsweise zu zeichnen und zu evaluieren, ob die installierten Programme tatsächlich die ökonomische Situation der Empfängerländer verbessern oder ob sie unter Umständen negative Effekte induzieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, die theoretische Konzepte (wie den "Scapegoat-Channel" oder "Moral Hazard") den Ergebnissen zahlreicher empirischer Studien (Regressionen, Ökonometrie) gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der drei makroökonomischen Kanäle (Kapital, Wachstum, Währung) und eine anschließende empirische Verifikation anhand renommierter Studien, um die tatsächlichen Auswirkungen der IWF-Eingriffe zu belegen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die zentralen Begriffe sind IWF-Konditionalität, Kapitalbilanz, Wirtschaftswachstum, Währungskrisen, Selektionsfehler, Moral Hazard sowie die verschiedenen IWF-Instrumente wie das Stand-By Arrangement.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit von IWF-Programmen auf das langfristige Wirtschaftswachstum?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die untersuchten Studien überwiegend ein negatives Bild zeichnen und selbst langfristige Analysen kaum Anzeichen für eine signifikante Verbesserung der Wachstumsraten nach IWF-Interventionen finden.

Welche Rolle spielen der "Scapegoat-Channel" und der "Advice-Channel" bei der Währungsstabilisierung?

Diese indirekten Kanäle werden als entscheidend hervorgehoben: Sie ermöglichen es Regierungen, politisch unpopuläre, aber notwendige Reformen auf den IWF abzuwälzen, was die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Abwertung oder Währungsstabilisierung in Krisenzeiten erhöht.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Volkswirtschaftliche Wirkungen von IWF Programmen
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Institut für Geld und internationale Finanzwirtschaft)
Note
1,0
Autor
Philipp J. Kremer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
20
Katalognummer
V199193
ISBN (eBook)
9783656258582
ISBN (Buch)
9783656258964
Sprache
Deutsch
Schlagworte
IWF IWF-Programme Kapitalströme Wechselkurse Wirtschaftswachstum Konditionierung Moral Hazard Volkswirtschaftliche Wirkungskanäle Endogenität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp J. Kremer (Autor:in), 2012, Volkswirtschaftliche Wirkungen von IWF Programmen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/199193
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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