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Naives und Sentimentalisches im Faust

Titel: Naives und Sentimentalisches im Faust

Seminararbeit , 2010 , 17 Seiten , Note: 1

Autor:in: Dalila Kolasinac (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Schillers Abhandlung Über naive und sentimentalische Dichtung stellt eine kulturphilosophische Schrift dar, welche sich mit den Begriffen des Naiven und Sentimentalischen auseinandersetzt.

In erster Linie geht es Schiller in dieser Schrift darum, die Dichtung genauer zu definieren, ihre Aufgabe in der Literatur zu erklären und ihre Auswirkung auf den Dichter und den Menschen zu deuten. Obwohl er sehr tiefgreifend in diese Thematik eingeht und einige Beispiele zur Verdeutlichung seiner Thesen benennt, bleibt es problematisch, die schillerschen Begriffe ausreichend zu differenzieren und sie auf den Dichter und seine Werke zu übertragen.

Schiller versuchte in seiner Arbeit unter anderem Goethe zu verstehen, der sich von ihm selbst sehr unterschied. Goethe bezeichnete er nämlich als naiven Dichter, sich selbst ordnete er dem Sentimentalischen zu. Zwar behauptet Schiller in seiner Abhandlung, dass ein naiver Dichtergeist im sentimentalischen Zeitalter gar nicht existieren kann, dennoch gesteht er Goethe die Eigenschaften eines naiven Dichters zu und versucht dahingehend dieses Phänomen zu erläutern und Goethe, wie auch andere Dichter in ihrem Schaffen zu analysieren.

Dies soll auch die Aufgabe dieser Seminararbeit sein, wobei auch auf Goethes Faust. Der Tragödie Erster Teil gegriffen wird. Damit wird erreicht, dass entweder bestätigt werden kann, ob Goethe tatäschlich ein naiver Dichter ist, oder ob diese These widerlegt werden muss. Um dies erreichen zu können, wird zum einen Schillers Abhandlung behandelt, wodurch das Naive und das Sentimentalische näher erläutert wird, zum anderen wird eine Charakterisierung der einzelnen Figuren und des Werks selbst erfolgen, um so auf Goethes Empfindungen und Eigenschaften schließen zu können. Das heißt, dass auch Goethe selbst in seinem Schaffen erörtert wird – es soll verstanden werden, warum gerade er als naiver Dichter empfunden wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1 Natur

2.2 Naives

2.3 Sentimentalisches

3. Analyse Goethes

3.1 Goethe als naiver Dichter

3.2 Goethe als sentimentalischer Dichter

4. Schlussfolgerung

5. Literaturverzeichnis

5.1 Primäriteratur

5.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht Johann Wolfgang von Goethes Werk "Faust. Der Tragödie Erster Teil" auf Basis von Schillers kulturphilosophischer Abhandlung "Über naive und sentimentalische Dichtung", um zu klären, ob Goethe der Kategorie des naiven Dichters zugeordnet werden kann oder ob diese These zugunsten einer differenzierteren Betrachtung widerlegt werden muss.

  • Schillers Dichotomie: Naives vs. Sentimentalische Dichtung
  • Die Rolle der Natur als Maßstab für dichterische Empfindung
  • Biographische und poetologische Analyse von Goethes Faust
  • Charakterisierung von Faust und Gretchen im Kontext der Schillerschen Typologie
  • Untersuchung der Doppelrolle Goethes als naiver und sentimentalischer Dichter

Auszug aus dem Buch

3.1 Goethe als naiver Dichter

Goethe war Schillers Ansicht nach ein naiver Dichter, den „er unbeding in den Grundlagen seiner Produktion verstehen wollte“19. Für Schiller war Goethe naiv, da er der einfachen Natur folgte, er sei mit ihr und sich eins und beschränke sich auf die Nachahmung der Wirklichkeit.20 Goethe beobachtet also die Natur und versucht den Menschen in seinen Werken so zu erschaffen, dass er der Natur gleicht. Er spekuliert nicht darüber, wie es sentimentalische Dichter tun, sondern erschafft sie so, wie sie sind. Er gibt die Wirklichkeit wieder, sodass der Leser seine Beobachtungen in gleicher Weise empfinden kann.

Auch der Begriff des Genies ist bei Goethe wichtig, denn seine Dichtung wird allein durch dieses bestimmt. Goehte ist damit Inbegriff des naiven Dichters, weil er als Genie einen unmittelbaren Zugang zur Natur hat.21

Er wird auch deshalb als naiver Dichter empfunden, da ihn der Leser selbst in seinen Werken wiedererkennt, sodass biographisch interpretiert werden kann, denn „er ist das Werk, und das Werk ist er“22. Diese These kann anhand seines Werks Faust. Der Tragödie Erster Teil bestätigt werden: Schon in der ersten Hinführung zum Drama kann das lyrische Ich des Gedichts, das den folgenden Szenen vorangestellt ist, mit Goethe verbunden werden. Das Gedicht trägt den Titel Zueignung, hierin beschreibt das lyrische Ich seine Gedanken, sich mit seinem Werk wieder zu beschäftigen, das er lange vernachlässigt hat. Es scheint, als würde der naive Dichter dieser Strophen erneut die Gedanken fassen, dass Werk weiterzuführen:

Ihr naht euch wieder schwankende Gestalten!23

Goethe könnte hier also selbst das lyrische Ich darstellen, da auch aus seiner Tagebuchnotiz mit dem Titel Zueignung zum Faust darauf zu schließen ist, dass er nach langer Grüberlei wieder zu seinem Drama gefunden hat, die Inspiration weiter zu schreiben wiederkehrte und sich erneut dem Drama hinwenden kann.24

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Schillerschen Dichtungstheorie und Zielsetzung der Untersuchung von Goethes Faust im Kontext von Naivität und Sentimentalität.

2. Begriffsklärung: Theoretische Herleitung der zentralen Begriffe Natur, Naives und Sentimentalisches, unter Einbezug von Kants ästhetischem Einfluss auf Schiller.

3. Analyse Goethes: Anwendung der Schillerschen Kategorien auf Goethes Person und sein Werk Faust, unter Berücksichtigung von Geniekult und der Gretchentragödie.

4. Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse, welche Goethe als einen Dichter charakterisiert, der trotz naiver Züge sentimentale Reflexionsanteile aufweist und somit zwischen den Kategorien steht.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe, Faust, naive Dichtung, sentimentalischer Dichter, Natur, Reflexion, Ästhetik, Gretchentragödie, Literaturtheorie, Geniekult, Wirklichkeitsnachahmung, Ideal, Klassik, Dichtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich Johann Wolfgang von Goethes Faust in das von Friedrich Schiller entwickelte System der naiven und sentimentalischen Dichtung einordnen lässt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die ästhetische Unterscheidung zwischen naiver und reflexiver Dichtung, das Verhältnis des Dichters zur Natur und die methodische Einordnung von Goethes Charakter und Werk.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu überprüfen, ob Goethe als naiver Dichter eingestuft werden kann oder ob das Vorhandensein von Reflexion in seinem Werk eine solche Einordnung in Frage stellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die Schillers Abhandlung als theoretisches Raster nutzt und dieses auf Goethes Faust sowie das lyrische Ich in der Zueignung anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Natur und Naivität, der Analyse Goethes als naivem Dichter sowie der differenzierten Betrachtung des Faust-Charakters als sentimentalische Figur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Naivität, Sentimentalität, Naturverständnis, Reflexionsvermögen, Geniekult und die Faust-Gretchen-Tragödie.

Warum wird Gretchen als Verkörperung des Naiven gesehen?

Gretchen handelt intuitiv, ehrlich und ohne Hintergedanken, wodurch sie laut Schiller jene Harmonie mit der Natur verkörpert, die dem reflektierten modernen Menschen verloren gegangen ist.

Ist Faust eher ein naiver oder ein sentimentalischer Charakter?

Obwohl er teilweise naive Züge zeigt, wird Faust primär als sentimentaler Charakter eingestuft, da er permanent reflektiert, an der Wirklichkeit leidet und nach einem unerreichbaren Ideal strebt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Naives und Sentimentalisches im Faust
Hochschule
Univerziteta u Sarajevu
Note
1
Autor
Dalila Kolasinac (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
17
Katalognummer
V198985
ISBN (eBook)
9783656254027
ISBN (Buch)
9783656255031
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Goethe Schiller Faust Naiv Sentimentalisch Natur Ueber Naive und Sentimentalische Dichtung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dalila Kolasinac (Autor:in), 2010, Naives und Sentimentalisches im Faust, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/198985
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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