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Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Erwachsenenbildung

Partizipative Regionalentwicklung als moderierter Bürgerdialog

Neue Anfragen an die regionale Erwachsenenbildung

Titel: Partizipative Regionalentwicklung als moderierter Bürgerdialog

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Dipl.-Kfm. Jörg Michael (Autor:in)

Pädagogik - Erwachsenenbildung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Einseitigkeiten in Wahrnehmung, Wirklichkeitskonstruktion und Sprache erweisen sich empirisch evident oft darin, dass notwendige (heilsame) Komplementärbegriffe gleichsam zu fehlen scheinen. Würde man in repräsentativen Umfragen beispielsweise nach komplementären Begriffen (und Trends) zum Stichwort „Globalisierung“ fragen, würden vermutlich nicht viele der Befragten auf Anhieb den korrespondierenden lebensweltlichen Bezug zu Konstrukten wie „Regionalisierung“ bzw. „Lokalisierung“ erkennen. Durch diese Brille betrachtet, scheint Globalisierung „alternativlos“ zu sein – und daher möglicherweise per se erstrebenswerter – als kleinbürgerliche „Provinzialität“.

Direkte lokale und regionale Bürgerbeteiligung hingegen ist spätestens seit „Stuttgart 21“ bundesweit neu ins Bewusstsein des Volkes gerückt: Bürgerinnen und Bürger interessieren und engagieren sich wieder vermehrt für die Gestaltung und Zukunft ihres geographisch-sozialen Lebensraums. Lokale und regionale Raumentwicklung werden Gegenstand öffentlich-medialer Prozesse materieller und immaterieller Güterabwägung, sogar harter Kontroversen und schwerer Konflikte.

Offensichtlich reicht es also im 21. Jahrhundert nicht länger aus, lokale und regionale öffentliche Projekte verwaltungsrechtlich „einwandfrei“ nur durch die formellen Entscheidungsinstanzen zu bugsieren. Bürgerinnen und Bürger wollen vielmehr gerade bei politisch motivierten Projekten mehr denn je persönlich angesprochen, gehört, involviert und emotional „mitgenommen“ werden, anstatt „vor vollendete Tatsachen“ gestellt zu werden – sie wollen sich aktiv beteiligen, vor Ort an der politisch-strategischen Regionalentwicklung „partizipieren“. Erfahrungsgemäß kommt hinzu, „dass sich Bürgerinnen und Bürger meistens erst dann für die Projektfolgen interessieren, wenn diese ganz konkret werden.“

Solche Partizipation ist durchaus im Sinne moderner endogener (eigenständiger) Regionalpolitik: eines ihrer wesentlichen Elemente ist die Stärkung regionaler Selbstorganisationsfähigkeiten und lokaler Eigenverantwortung durch die aktive Mit- und Selbstbestimmung der Bevölkerung vor Ort. Angedacht ist: Wenn unterschiedliche Kompetenzträger auf diese Weise gemeinsam für eine Region Verantwortung tragen und sowohl effektiv als auch effizient zusammenwirken, können Lebensräume nachhaltig dem abgewogenen Gesamtwohl und nicht nur überhöhten lobbygesteuerten Partikularinteressen dienen – und so „ihre maximale Selbstwirksamkeit entfalten.“

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Regionen und endogene Regionalentwicklung

2.2 Regionale Standortentwicklung im Wettbewerb

2.3 Partizipative Formen der Bürgerbeteiligung

2.4 Regionale Erwachsenenbildung

3 Moderierter Bürgerdialog: Auslöser für neue Anfragen

3.1 ‚Wissensbilanz – Made in Germany’ als Ausgangsmodell

3.2 Moderationsmethode

3.3 Repräsentative Projektgruppenzusammensetzung

3.4 Eigenschaften und Kompetenzen des Bewertungsteams

3.5 Der Bürger als Ressource des impliziten regionalen Wissens?

3.6 Neue Anfragen an die regionale Erwachsenenbildung

4 Schlussbetrachtung und Ausblick

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, neue Anforderungen an die regionale Erwachsenenbildung zu identifizieren, die durch den Einsatz des "moderierten Bürgerdialogs" – einer auf der Wissensbilanz-Methodik basierenden Partizipationsform – in der regionalen Entwicklung entstehen.

  • Partizipative Regionalentwicklung und endogene Potenziale
  • Einsatz der Wissensbilanz-Methodik als moderiertes Bürgergutachten
  • Bürger als Ressource impliziten regionalen Wissens
  • Herausforderungen durch "kulturelle Infantilität" in der Gesellschaft
  • Anforderungen an Moderationskompetenz und Projektgruppenzusammensetzung

Auszug aus dem Buch

3.1 ‚Wissensbilanz – Made in Germany’ als Ausgangsmodell

Ausgangsmodell der „regionalen Wissensbilanz“ bzw. der workshopbasierten strategischen Wissensevaluations- und Partizipationsmethode „Moderierter Bürgerdialog“, die „von der Führungsakademie Baden-Württemberg für die Regional- und Kommunalentwicklung weiterentwickelt wurde“, ist die Methode „Wissensbilanz – Made in Germany“, die wiederum im Jahr 2004 „im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie aufbauend auf bestehenden Methoden entwickelt“ und vom Fraunhofer IPK realisiert worden war (vgl. Kap. 1.1), „um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen zu motivieren, sich ihres intellektuellen Kapitals bewusst zu werden, es als Wettbewerbsvorteil zu erkennen und damit zu arbeiten.“ Für eine detaillierte(re) Darstellung dieser (außerbilanziellen und nicht auf Finanzkennzahlen beruhenden) Methode, ihrer skandinavischen und österreichischen Vorläufer sowie ihrer wissenschaftlichen Fundierung als „state of the art“ wissensbasierter Organisationsführung wird auf die einschlägige Fachliteratur verwiesen.

Zu den Hintergründen, die 2004 zur Entwicklung der „Wissensbilanz – Made in Germany“ führten, gehört die Diagnose, dass sich gesamtgesellschaftlich ein grundlegender Gestaltwandel von der Industrie- hin zur Wissens- und Kompetenzgesellschaft vollzog (und noch weiter vollzieht), und die immaterielle betriebliche Ressource „Wissen“ damit zum vorrangigen Produktionsfaktor avancierte, der mit den traditionellen, vergangenheitsorientierten Finanzinstrumenten betrieblicher Rechnungslegung weder angemessen erfasst noch zukunftsorientiert gesteuert werden konnte (und kann).

So erscheint es heute mehr denn je paradox, dass jene Kenner und Könner, jene Experten und Expertiseträger, die durch ihr Know-how und ihre Kompetenzen maßgeblich zur Wertschöpfung einer Organisation und damit entscheidend zu ihren Alleinstellungsmerkmalen und ihrem Markterfolg beitragen, in der Gewinn-und-Verlustrechnung nur als Aufwands- und Kostenfaktor erfasst sind und sich durch ihr Ausscheiden aus der Organisation sogar noch deren Eigenkapital und Bonitätsnote erhöhen würden – traditionelle Rechnungslegung und auch bankenseitige Risikobewertung „bemerken“ solch unwiederbringlichen Verlust also nicht einmal als Verlust, sondern bewerten ihn – in pervertierter Logik – gar als gewinnerhöhend. Die Methode „Wissensbilanz – Made in Germany“ hingegen, sofern sie durch kompetente Moderatoren durchgeführt wird, „bemerkt“ den Mangel strategisch relevanter Know-how-Träger.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Problemstellung und Erläuterung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Hausarbeit.

2 Theoretische Grundlagen: Klärung zentraler Fachbegriffe wie Region, endogene Regionalentwicklung, Standortwettbewerb und Überblick über aktuelle Formen der Bürgerbeteiligung.

3 Moderierter Bürgerdialog: Auslöser für neue Anfragen: Analyse der Methode Wissensbilanz als Instrument, Anforderungen an Moderation und Bewertungsteams sowie Identifikation neuer Aufgaben für die Erwachsenenbildung.

4 Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Methode im regionalen Kontext und Aufzeigen weiteren Forschungsbedarfs.

5 Zusammenfassung: Kompakte Rückschau auf die zentralen Thesen und Ergebnisse der Untersuchung.

Schlüsselwörter

Regionale Entwicklung, Erwachsenenbildung, Moderierter Bürgerdialog, Wissensbilanz, Partizipation, Bürgerbeteiligung, Implizites Wissen, Endogene Regionalentwicklung, Standortwettbewerb, Kompetenzkapital, Bürgerengagement, Wissensmanagement, Regionale Identität, Lebensqualität, Infrastruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie moderne, partizipative Methoden der Regionalentwicklung, speziell der "moderierte Bürgerdialog", neue inhaltliche und didaktische Anforderungen an die regionale Erwachsenenbildung stellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Regionalentwicklung, das Wissensmanagement durch "Wissensbilanzen", Formen der Bürgerbeteiligung und die Rolle der Erwachsenenbildung bei der Qualifizierung von Bürgern für politische Prozesse.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, in einer wissenschaftlichen Skizze aufzuzeigen, wie die Einbeziehung von Bürgern als "Experten ihres eigenen Lebensraums" durch moderierte Verfahren die regionale Erwachsenenbildung vor neue Aufgaben stellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den "state of the art" der endogenen Regionalentwicklung und Erwachsenenbildung mit der moderationsbasierten Evaluationsmethode "Wissensbilanz – Made in Germany" theoretisch zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das theoretische Konzept der Region, die Bedeutung von Partizipation, die konkrete Methodik des moderierten Bürgerdialogs und die erforderlichen Kompetenzen für die Teammitglieder, um schließlich die resultierenden Bedarfe für die Erwachsenenbildung abzuleiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören regionale Erwachsenenbildung, Wissensbilanz, Bürgerbeteiligung, endogene Regionalentwicklung und moderierter Bürgerdialog.

Welche Rolle spielt der Begriff "Infantilität" in der Arbeit?

Der Autor greift gesellschaftskritische Ansätze auf, die eine Zunahme "kindlicher" Verhaltensweisen bei Erwachsenen diskutieren. Dies wird als Herausforderung für echte Partizipation gewertet, da für verantwortungsvolle Mitgestaltung eine gewisse psychologische Reife notwendig ist.

Was unterscheidet den moderierten Bürgerdialog von klassischen Beteiligungsformen?

Im Gegensatz zu oft informellen oder rein administrativen Beteiligungsformen ist der moderierte Bürgerdialog ein strukturierter Prozess, der explizites Wissen mit dem impliziten Wissen der Bürger verbindet, um regionale Entwicklungspotenziale messbar und steuerbar zu machen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Partizipative Regionalentwicklung als moderierter Bürgerdialog
Untertitel
Neue Anfragen an die regionale Erwachsenenbildung
Hochschule
Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau  (DISC)
Note
1,0
Autor
Dipl.-Kfm. Jörg Michael (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
27
Katalognummer
V198504
ISBN (eBook)
9783656247487
ISBN (Buch)
9783656251873
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Regionalisierung regionale Erwachsenenbildung Wissensbilanz implizites Wissen Weisheitsforschung Projektmanagement endogene Regionalentwicklung Bürgerbeteiligung Moderationsmethoden Wissensbilanz Made in Germany Standortwettbewerb Standortentwicklung Bottom-up-Ökonomie entwicklungstheoretische Konzepte Erwachsensein Erwachsenwerden regionale Lebensqualität Kompetenzenforschung Expertise Könnerschaft Projektwirtschaft Projektsoziologie Projektcontrolling Mündigkeit mündige Bürger Bürgerdialog Beteiligungsmethoden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Kfm. Jörg Michael (Autor:in), 2012, Partizipative Regionalentwicklung als moderierter Bürgerdialog, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/198504
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Leseprobe aus  27  Seiten
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