In der vorliegenden Arbeit sollen die wichtigsten Typen, Einzugsgebiete und Abflusskomponenten von Fließgewässern dargestellt werden.
Aufgrund der Vielfalt der einzelnen Faktoren können hier nur die wichtigsten Aspekte aufgegriffen werden.
Nach einer Einführung in den Sachverhalt wird ein Überblick über verschiedene Ansätze von Fließgewässertypen erfolgen, mit deren Hilfe Fließgewässer strukturiert werden können. Um die theoretische Abhandlung des Themas in die Praxis umzusetzen, wird anknüpfend dazu das Beispiel einer Forschung über regionale Fließgewässertypen beschrieben werden.
Daran anschließend soll das Augenmerk auf die Bedeutung und den Einfluss der Einzugsgebiete für die Fließgewässer, sowie die Abflusskomponenten untersucht werden.
Auch wenn der Anteil des Wassers, welches sich in den Flüssen befindet, nur 0.0001% (Marcinek/Rosenkranz S. 30) des gesamten sich auf der Welt befindlichen Wasservorkommens darstellt, bestimmen Fließgewässer trotzdem weite Teile von Landschaftszonen und entwässern die Binnenregionen der Erde.
Doch was sind die besonderen Faktoren, die Fließgewässer charakterisieren? Inwieweit sind Fließgewässertypen hilfreich, verschiedenen Fließgewässerarten miteinander zu vergleichen?
Welchen Einfluss haben Einzugsgebiete auf die Fließgewässer und wie werden die genau bestimmt? In welchem Zusammenhang stehen diese Einzugsgebiete mit den Abflusskomponenten und wie werden diese Abflusskomponenten ermittelt?
Diese Fragen soll die vorliegende Arbeit herausstellen, um schließlich in der Zusammenfassung eine Antwort zu geben.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. FLIEßGEWÄSSER
2.1 FLIEßGEWÄSSERTYPEN
2.1.1 Allgemeine Fließgewässertypen
2.1.2 Regionale Fließgewässertypen: Angewandte Forschung
2.2 EINZUGSGEBIETE
2.3 ABFLUSSKOMPONENTEN
3 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden hydrologischen Prozesse von Fließgewässern, um deren komplexe Systeme und die Wechselwirkungen zwischen Einzugsgebieten, Abflusskomponenten und Gewässertypen zu verdeutlichen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit den Faktoren, die Fließgewässer charakterisieren, sowie der Bedeutung von Einzugsgebieten für die Bestimmung von Abflussraten und der Wasserqualität.
- Strukturierung von Fließgewässern durch verschiedene Typisierungsschemata
- Analyse der Rolle von Einzugsgebieten als prägende hydrologische Einheiten
- Untersuchung der Abflussbildung und ihrer spezifischen Komponenten
- Vergleich von allgemeinen und regionalen Forschungsansätzen zur Gewässertypologie
- Einfluss von Landnutzung und Bodenfeuchte auf das Abflussverhalten
Auszug aus dem Buch
2. Fließgewässer
Unter dem Begriff Fließgewässer versteht man das primäre Entwässerungssystem des Festlandes (Pott/Remy 2000: 22). Grundvoraussetzung für die Entstehung von Fließgewässern ist die geneigte Fläche, auf der das Wasser dem Gesetz der Schwere folgend abfließt, wenn der Niederschlag größer als die Verdunstung und die Versickerung ist (Baumgarten/ Liebscher 1990: 464, Marcinek/Rosenkranz 1996: 161).
Wenn also die zugeführte Menge des Wassers die Verdunstung und die Versickerung übersteigt, kommt es zu einem der Schwerkraft folgenden Abfluss des Wassers, wobei nicht speicherbare Wasserüberflüsse „dem freien Gefälle folgend“ (Pott/Remy 2000: 22) zu den lokalen Erosionsbasen fließen, die - wiederrum unter der Voraussetzung der geringen Verdunstung - zur absoluten Erosionsbasis, also dem Meer bzw. dem Ozean, fließen.
Der Wasserüberschuss kann dabei ständig, periodisch oder episodisch zu Grunde liegen. Dementsprechend unterscheidet man rennierende (ständig oder ausdauernd wasserführende), periodische (regelmäßig zeitweilig wasserführend) und episodische (unregelmäßig zeitweilig wasserführende) Fließgewässer (Marcinek/Rosenkranz 1996: 161).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, einen Überblick über Fließgewässertypen, Einzugsgebiete und Abflusskomponenten zu geben und die Relevanz dieser hydrologischen Systeme hervorzuheben.
2. FLIEßGEWÄSSER: Dieses Kapitel erläutert die hydrologischen Voraussetzungen für die Entstehung von Fließgewässern, klassifiziert diese in verschiedene Kategorien und stellt Ansätze zur Typisierung nach topographischen, klimatischen und geochemischen Merkmalen vor.
2.1 FLIEßGEWÄSSERTYPEN: Der Abschnitt differenziert zwischen allgemeinen Modellen der Gewässertypisierung und regionalen Ansätzen, die durch spezifische Felduntersuchungen an konkreten Beispielen wie dem Kalten Bach verdeutlicht werden.
2.2 EINZUGSGEBIETE: Hier wird die Definition und Bedeutung von Einzugsgebieten behandelt, wobei insbesondere die Rolle von Wasserscheiden und der Wasserhaushaltsgleichung für das Verständnis des Massenaustauschs erörtert wird.
2.3 ABFLUSSKOMPONENTEN: Das Kapitel beschreibt die Zusammensetzung des Abflusses aus Basisabfluss, Oberflächenabfluss und Zwischenabfluss und deren Reaktion auf Niederschlagsereignisse.
3 ZUSAMMENFASSUNG: Die Zusammenfassung führt die verschiedenen Aspekte der Arbeit zusammen und betont die Komplexität des Fließgewässersystems als wesentlichen Faktor für Wirtschaft und Bevölkerung.
Schlüsselwörter
Fließgewässer, Einzugsgebiet, Abflusskomponenten, Wasserhaushalt, Wasserscheide, hydrologisches System, Basisabfluss, Oberflächenabfluss, Zwischenabfluss, Gewässertypologie, Niederschlag, Erosionsbasis, Abflussregime, Hydrogeographie, Hochwasserereignis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den physikalisch-geographischen Grundlagen von Fließgewässersystemen, insbesondere mit deren Typisierung, der Rolle von Einzugsgebieten und der Entstehung von Abflussprozessen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind die morphometrischen Eigenschaften von Flusseinzugsgebieten, die verschiedenen Abflusskomponenten sowie die hydrologische Klassifizierung von Bächen und Flüssen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über die Faktoren zu geben, die ein Fließgewässer definieren und wie diese in einem komplexen hydrologischen System zusammenwirken.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse hydrologischer Fachliteratur, ergänzt durch die Veranschaulichung theoretischer Konzepte anhand konkreter Forschungsbeispiele und Modellgrafiken.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Fließgewässertypen, die detaillierte Beschreibung von Einzugsgebieten mittels Wasserhaushaltsgleichungen und die Analyse der Abflussbildung bei unterschiedlichen Wetterereignissen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Fließgewässertypen, Einzugsgebiet, Abflusskomponenten, Hydrologie und Wasserhaushalt charakterisiert.
Wie unterscheiden sich oberirdische und unterirdische Wasserscheiden?
Während oberirdische Wasserscheiden anhand topographischer Höhepunkte leicht kartierbar sind, erfordert die Bestimmung unterirdischer Wasserscheiden aufwendigere Methoden wie das Einbringen von Färbemitteln in den Boden.
Welche Rolle spielt der Bewaldungsgrad für das Abflussverhalten?
Waldflächen wirken als wichtige Speicher für Wassermengen; eine Abholzung oder intensive landwirtschaftliche Nutzung führt hingegen zu höheren Abflussraten und steigert somit das Risiko für Hochwasserereignisse.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2009, Fließgewässer: Typen, Einzugsgebiete und Abflusskomponenten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/198187