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Möglichkeiten und Grenzen der Natural Semantic Metalanguage (NSM) nach Wierzbicka und Goddard unter besonderer Berücksichtigung neuerer primes

Titel: Möglichkeiten und Grenzen der Natural Semantic Metalanguage (NSM) nach Wierzbicka und Goddard unter besonderer Berücksichtigung neuerer primes

Hausarbeit , 2012 , 21 Seiten

Autor:in: Andreas Thum (Autor:in)

Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Vor vierzig Jahren veröffentlichte die polnischstämmige Sprachwissenschaftlerin Anna
Wierzbicka ihre Theorie der „Semantic Primitives“. Sie ging davon aus, dass ein Set einfacher,
undefinierbarer Bedeutungen existiere, das in jeder natürlichen Sprache der Welt eine
konkrete Entsprechung besitze und zur Umschreibung aller komplexeren Konzepte ausreichend
sei. Das prime-Inventar wurde in den folgenden 25 Jahren sporadisch erweitert und
die theoretischen Grundlagen einer Natural Semantic Metalanguage (im Folgenden: NSM)
gelegt.
Die NSM-Forschung ist und wurde in großen Teilen von den Publikationen Anna Wierzbickas
und ihres Schülers Cliff Goddard geprägt. Einen Überblick über die Entwicklung der
Theorie bietet Goddard 1998a: 271f. Nachdem 1986 im Rahmen des „Semantic Workshops“
erstmals eine eingehende Untersuchung zahlreicher Sprachen stattfand, hat sich der Fokus in
den vergangenen zehn Jahren auf die Grammatik, im Speziellen die Syntax der NSM, verschoben.
Zur gleichen Zeit setzte eine breitere Rezeption des Ansatzes, auch in benachbarten
Wissenschaften, ein.
In der vorliegenden Arbeit soll die Theorie der NSM auf Grundlage zentraler Publikationen
Wierzbickas und Goddards einer kritischen Würdigung unterzogen werden. Der Blick richtet
sich dabei zunächst auf die beiden grundlegenden Prinzipien der NSM, die Angeborenheit
und die Universalität semantischer Konzepte, die jeweils spezifische Probleme und Fragestellungen
aufwerfen. In einem weiteren Kapitel soll auf die praktische Anwendbarkeit und
den Erklärungswert der Theorie eingegangen werden. Das besondere Augenmerk des zweiten
Teils wird auf den „new primes“ liegen, deren Status von Wierzbicka selbst als unsicher
identifiziert wurde (Vgl. Wierzbicka 1996: 35). Aus diesem Grund sollen einige von ihnen
auf ihre „Undefinierbarkeit“ hin untersucht werden.
Die vorliegende Analyse kann keine abschließenden Antworten liefern. Sie ist vielmehr der
Versuch, auf vereinzelte Probleme und offene Fragestellungen hinzuweisen sowie mögliche
Lösungsansätze aufzuzeigen. Auf die Syntax der NSM sowie vereinzelte methodische
Aspekte kann im Rahmen dieser Arbeit nicht eingegangen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Natural Semantic Metalanguage

1.1 Semantic Primes

1.1.1 Das Merkmal der Angeborenheit

1.1.2 Das Merkmal der Universalität

1.2 Zum Nutzen und Erklärungswert der explications

1.2.1 „Exhaustive explications“? Zur Ambiguität und Lückenhaftigkeit der NSM-Definitionen

1.2.2 „Exit from Babel“. Die NSM als Medium des interkulturellen Austauschs

2 Betrachtung ausgewählter primes

2.1 SOME (Quantifier)

2.2 MOVE (Movement)

2.3 NOW/HERE (Time/Space)

2.4 SEE/HEAR (Mental predicates)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Theorie der Natural Semantic Metalanguage (NSM) nach Wierzbicka und Goddard kritisch auf ihre theoretischen Grundlagen, ihre praktische Anwendbarkeit und die Validität ihrer semantischen Primzahlen (primes). Das Ziel ist es, Grenzen der Theorie aufzuzeigen und insbesondere den Status neuerer Primes anhand von Fallbeispielen zu hinterfragen.

  • Grundprinzipien der NSM: Angeborenheit und Universalität
  • Methodik der semantischen Dekomposition und explications
  • Kritische Analyse der Ambiguität und Lückenhaftigkeit in NSM-Definitionen
  • Untersuchung spezifischer Primes wie SOME, MOVE, NOW/HERE und SEE/HEAR
  • Die Rolle der NSM im interkulturellen Kontext

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Das Merkmal der Angeborenheit

Eine wesentliche Grundlage der NSM stellt die Annahme dar, dass fundamentale semantische Konzepte nicht erworben werden müssten, sondern das Verständnis ihrer Bedeutung angeboren, die Bedeutung also „self-explanatory“ sei (Vgl. Wierzbicka 1992: 17). Während die Unbeweisbarkeit der primes als Ausweis ihrer Wissenschaftlichkeit dient, stellt das Kriterium der Angeborenheit ein Axiom dar, das nach dem derzeitigen Stand der Forschung weder be- noch widerlegt werden kann. Einer der größten Schwachpunkte der NSM dürfte daher in der dünnen empirischen Grundlage bestehen, auf der die Vorstellung der „innane basic concepts“ (Wierzbicka 1996: 16) beruht.

Die Existenz angeborener semantischer Konzepte wird angenommen, aber kaum begründet. Abgesehen von einem Verweis auf Bowermans Forschungen zum Sprach- und Bedeutungserwerb, bezieht sich Wierzbicka vor allem auf die sprachphilosophischen Schriften Descartes’, Leibniz’, Wittgensteins und Arnaulds (Vgl. Wierzbicka 1996: 12f.); es sei „compelling logic“ (Goddard 1998a: 57), die eine Existenz semantischer primes nicht nur nahelege, sondern geradezu erfordere.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Natural Semantic Metalanguage: Einführung in die Theorie der NSM, ihre Ziele der universellen Metasprache und die methodische Grundlage der semantischen Dekomposition.

1.1 Semantic Primes: Erläuterung des Kerninventars der NSM, ihrer Entwicklung und der Kriterien für ihren Status als undefinierbare Basiseinheiten.

1.1.1 Das Merkmal der Angeborenheit: Kritische Auseinandersetzung mit der Annahme, dass semantische Basiskonzepte angeboren seien, und Hinterfragung der empirischen Belege.

1.1.2 Das Merkmal der Universalität: Analyse der Hypothese, dass die Primes in allen Sprachen der Welt in äquivalenter Form vorhanden sind.

1.2 Zum Nutzen und Erklärungswert der explications: Diskussion über die Validität und praktische Anwendbarkeit der semantischen Umschreibungen innerhalb der NSM-Theorie.

1.2.1 „Exhaustive explications“? Zur Ambiguität und Lückenhaftigkeit der NSM-Definitionen: Analyse der Schwächen bei der Definition komplexer Begriffe und menschlicher Emotionen durch Primes.

1.2.2 „Exit from Babel“. Die NSM als Medium des interkulturellen Austauschs: Untersuchung des Potenzials der NSM, interkulturelle Verständigung durch Sprachvereinfachung zu fördern.

2 Betrachtung ausgewählter primes: Detaillierte Prüfung neuerer oder problematischer Primes auf ihre Einsetzbarkeit und Redundanz.

2.1 SOME (Quantifier): Erörterung der logischen Einordnung und der Möglichkeiten zur Ersetzung durch Konstruktionen mit PART OF.

2.2 MOVE (Movement): Diskussion zur Einführung des Primes MOVE und der Problematik, wie dieses als „ludicrous“ empfundene Umschreibungen vermeiden kann.

2.3 NOW/HERE (Time/Space): Untersuchung der Notwendigkeit dieser Primes zur Vermeidung von Ambiguitäten bei zeitlichen und räumlichen Konstruktionen.

2.4 SEE/HEAR (Mental predicates): kritische Hinterfragung der Annahme, dass diese Primes als angeboren und universell gelten können, auch für Menschen mit sensorischen Einschränkungen.

Schlüsselwörter

Natural Semantic Metalanguage, NSM, Wierzbicka, Goddard, Semantic Primes, Semantische Dekomposition, Explication, Angeborenheit, Universalität, Metasprache, Semantik, Sprachphilosophie, Kognitive Linguistik, Bedeutungstheorie, Empirische Linguistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Theorie der Natural Semantic Metalanguage (NSM) und prüft kritisch deren wissenschaftlichen Anspruch, komplexe menschliche Konzepte auf ein Set universeller, angeborener semantischer Primes zurückzuführen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Säulen der NSM (Angeborenheit und Universalität), die methodische Qualität der semantischen Umschreibungen (explications) sowie die Validität einzelner semantischer Primes.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen der NSM aufzuzeigen, bestehende Schwachstellen in der Argumentation zu identifizieren und den Nutzen der Theorie für die Sprachwissenschaft kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und eine evaluative Untersuchung, bei der die NSM-Theorie anhand von Fallbeispielen und existierender Forschungsliteratur dekonstruiert und auf ihre logische Konsistenz hin geprüft wird.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der NSM und die kritische Betrachtung ausgewählter Primes wie SOME, MOVE, NOW/HERE und SEE/HEAR anhand konkreter Definitionsprobleme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Natural Semantic Metalanguage, semantische Primes, universelle Metasprache, Bedeutungstheorie und semantische Dekomposition beschreiben.

Wie bewertet der Autor die "exhaustive explications" der NSM?

Der Autor zeigt sich skeptisch und weist auf eine Lückenhaftigkeit und Ambiguität hin, besonders bei der Definition komplexer Emotionen, was dazu führt, dass der Anspruch der vollständigen Umschreibbarkeit oft nicht eingelöst wird.

Welche Rolle spielt die Plansprache "Toki Pona" in diesem Kontext?

Toki Pona dient dem Autor als ein Vergleichsbeispiel für ein System mit radikal reduziertem Wortschatz, um Gemeinsamkeiten und methodische Parallelen zur NSM bei der Suche nach einer simplifizierten, konstruktiven Sprache zu illustrieren.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Möglichkeiten und Grenzen der Natural Semantic Metalanguage (NSM) nach Wierzbicka und Goddard unter besonderer Berücksichtigung neuerer primes
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Autor
Andreas Thum (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V198005
ISBN (eBook)
9783656241911
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wierzbicka primes Semantic primitives
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Thum (Autor:in), 2012, Möglichkeiten und Grenzen der Natural Semantic Metalanguage (NSM) nach Wierzbicka und Goddard unter besonderer Berücksichtigung neuerer primes, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/198005
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Leseprobe aus  21  Seiten
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