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Die Stadtrechtsbestätigung Rostocks 1218

Titel: Die Stadtrechtsbestätigung Rostocks 1218

Hausarbeit , 2012 , 24 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: Mathias Müller (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

"800 Jahre Rostock" feiert die Hansestadt an der Warnowmündung 2018. Doch ist Rostock tatsächlich 800 Jahre alt oder gar noch älter? Besonders diese Frage soll neben der allgemeinen Stadtentwicklung zwischen 1218 und 1350 mit dieser Arbeit geboten werden. Herangezogen wird neben allgemeiner Literatur zum Thema auch Ernst von Kirchbergs berühmte Mecklenburgische Reimchronik, in die der Name der Stadt Rostock Eingang fand.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Besiedelung Rostocks vor dem Jahr 1218

2.1 Slawische Spuren an der Warnow und der Mythos der „Elbslawen“

2.2 Die ersten Erwähnungen der Slawenburg Roztoc

2.3 Zur Bedeutung des Namens „Roztoc“ und des Standortes der Burg

2.4 Aufstieg der Burg zum Marktflecken

3. Rostock wird eine Stadt

3.1 Das Burgenproblem

3.2 Stadtgründung oder Stadtrechtsbestätigung?

4. Die Zeit nach 1218

4.1 Das Stadtwachstum bis zum Ende des 13. Jahrhunderts

4.1.1 Die Bildung der drei Teilstädte

4.1.2 Zur Topographie der Stadtkerne

4.1.3 Die Verschmelzung zur Gesamtstadt

4.1.4 Zum Aussehen der frühen Stadt Rostock

4.2 Der Zukauf der Rostocker Heide und die Erweiterung des Stadtrechtes

5. Ausblick und Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die frühen Entwicklungsstufen Rostocks, insbesondere im Kontext der Stadtrechtsbestätigung von 1218. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob es sich bei dem Datum um eine tatsächliche Stadtgründung oder lediglich um eine rechtliche Bestätigung einer bereits bestehenden urbanen Gemeinschaft handelt, wobei primär die mecklenburgischen Reimchroniken des Ernst von Kirchberg sowie ergänzende archäologische und historische Fachliteratur analysiert werden.

  • Historische Besiedlung der Warnowregion und slawische Wurzeln.
  • Analyse der Etymologie und der Standortproblematik der Burg Roztoc.
  • Unterscheidung zwischen der historischen Stadtrechtsbestätigung und einer theoretischen Neugründung.
  • Strukturelle Entwicklung von den Teilstädten zur vereinten Gesamtstadt im 13. Jahrhundert.
  • Wirtschaftliche Bedeutung des Zukaufs der Rostocker Heide für die Stadtentwicklung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Burgenproblem

Nach dem Tode Nikolaus‘ übernahm dessen Vetter Heinrich Borwin I. 1200 die Herrschaft um Rostock. Bedingt durch den starken Zuzug deutscher Siedler verlagerte man den Siedlungsschwerpunkt aus der sumpfigen Niederung nahe der Burg auf die Anhöhe der heutigen Petrikirche am Alten Markt. Aus strategischer Sicht war dieser Standort wohlüberlegt gewählt, lag er doch auf einem vom Fluss aus steil ansteigendem Hügel und war von der nördlichen und östlichen Seite von der Warnow umgeben. Am Marktplatz, dem heutigen Alten Markt, entstand zunächst eine Kirche in Holzbauweise. Darum herum baute man Gebäude im Stil von einfachen Bauernhäusern. Eine erste Befestigung aus Holzplanken verlief von der Wollenweberstraße über die Kleine Goldstraße sowie den Küterbruch bis zur Petrischanze. Lachs und Raif benennen zudem neben der Burg Roztoc eine weitere befestigte Anlage im Bereich der Wendenstraße und auch Ernst von Kirchberg erwähnt zwei Burgen in der Mecklenburgischen Reimchronik.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Stadt Rostock ein und skizziert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ihrer Gründung sowie die Bedeutung der Reimchroniken.

2. Die Besiedelung Rostocks vor dem Jahr 1218: Dieses Kapitel untersucht die vorstädtischen Siedlungsstrukturen an der Warnow und widerlegt gängige Mythen um die slawische Besiedlung.

3. Rostock wird eine Stadt: Hier wird der Prozess der Stadtwerdung unter Berücksichtigung der Burgenproblematik und der rechtlichen Implikationen der Stadtrechtsbestätigung von 1218 analysiert.

4. Die Zeit nach 1218: Dieses Kapitel behandelt das dynamische Stadtwachstum, die Zusammenlegung der Teilstädte und die ökonomische Bedeutung der Rostocker Heide.

5. Ausblick und Zusammenfassung: Der Ausblick zieht ein Fazit zur Stadtentwicklung und reflektiert erneut über die Problematik der exakten Datierung des Gründungszeitpunktes.

Schlüsselwörter

Rostock, Stadtrechtsbestätigung, 1218, Ernst von Kirchberg, Mecklenburgische Reimchronik, Stadtgründung, Burg Roztoc, Warnow, Rostocker Heide, Mittelalter, Stadtwerdung, Heinrich Borwin I., Siedlungsgeschichte, Hansezeit, Urbanisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der frühen Historie Rostocks und untersucht insbesondere die Ereignisse um das Jahr 1218.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen die slawische Vorgeschichte, die Rolle der Burg Roztoc, die Stadtrechtsverleihung sowie die Entwicklung zur Hanse-Stadt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit hinterfragt, ob 1218 als echtes Gründungsdatum anzusehen ist oder ob es sich lediglich um die Bestätigung bereits bestehender städtischer Strukturen handelt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine vergleichende Analyse von Quellen, insbesondere den Reimchroniken von Ernst von Kirchberg, sowie zeitgenössischer wissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der frühslawischen Siedlung, die Entwicklung der Stadtkerne sowie die wirtschaftliche Konsolidierung durch Landzukäufe wie die Rostocker Heide.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Stadtrechtsbestätigung, Rostock, Mittelalter, Siedlungsgeschichte und die Reimchronik.

Welche Rolle spielt der 121. Capitulum in der Untersuchung?

Dieses Kapitel dient als zentrale Quelle, in der Ernst von Kirchberg über die Gründung von Rostock und Wismar berichtet, was dem Autor als Grundlage für seine Interpretation dient.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Rostocker Heide für die Stadt?

Der Autor stellt heraus, dass der Kauf der Heide 1252 die Stadt ökonomisch stärkte, Holzressourcen sicherte und das Stadtrecht auf die gesamte Feldmark erweiterte.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Stadtrechtsbestätigung Rostocks 1218
Hochschule
Universität Rostock  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Die mecklenburgischen Reimchroniken des Ernst von Kirchberg
Note
1,2
Autor
Mathias Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
24
Katalognummer
V197669
ISBN (eBook)
9783656235781
ISBN (Buch)
9783656237716
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rostock Ernst von Kirchberg Mecklenburgische Reimchroniken Reimchronik Kloster Doberan Roztok Roztoc Rastoku Slawen Wenden Borwin Pribislav Nikolaus Stadtrechtsbestätigung 1218 Übersetzung Reimchronik Elbslawen Slawenburg Pan-Slawismus Altstadt Rostock Mittelstadt Rostock Neustadt Rostock Marienkirche Jakobikirche Rostocker Heide Markgrafenheide Schnatermann Olechnowitz Warnow Ostsee Warnemünde Heinrich Borwin Kessin St. Petri Petrihöhe 800 Jahre Hanse Hansezeit Mittelalter mittelalterliche Stadt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mathias Müller (Autor:in), 2012, Die Stadtrechtsbestätigung Rostocks 1218, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/197669
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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