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Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung

Das Konzept der KoKi – Netzwerk frühe Kindheit im Spannungsfeld der Förderung, Prävention und Intervention

Titel: Das Konzept der KoKi – Netzwerk frühe Kindheit im Spannungsfeld der Förderung, Prävention und Intervention

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 40 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Master of Arts, Diplom Sozialpädagogin (FH) Carmen Zwerger (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den in Bayern neu eingeführten Koordinierenden Kinderschutzstellen. Zuerst werden umfassend die Entwicklungslinien dargelegt, die im Vorfeld der Implementierung zu einer Einstellungsänderung in der Politik und der Gesellschaft geführt haben. Die Geschichte der Frühförderung wird dargestellt, sodann die Wandlung des Begriffes Frühe Hilfen und deren hohe Bedeutung im Rahmen eines verbesserten Kinderschutzes. Ausführlich wird auch auf die Bindungstheorie eingegangen, deren Erkenntnisse zu einem veränderten Verständnis der Bedeutung frühkindlicher Bindungen geführt haben und in Folge dessen sich viele Programme mit der Entwicklung und Stärkung sicherer Bindungen von Kindern zu ihren Müttern beschäftigen. Kapitel 3 erläutert die konzeptionellen Grundlagen der KoKi´s. Die folgenden Kapitel stellen die Aufgaben der Förderung, Prävention und Intervention dar, mit den relativ neuen Konzepten der Salutogenese und der Wirkung von Schutz- und Risikofaktoren und der Resilienzforschung. Prävention bezieht sich im neuen Verständnis des 13. Kinder- und Jugendberichtes vor allem auf eine gesundheitsbezogene Prävention. Die Interventionen im Rahmen des staatlichen Wächteramtes betonen seit der Einführung des §8a SGB VIII stärker den Schutzauftrag des Jugendamtes und klären die Zusammenarbeit/Meldungspflichten mit den freien/öffentlichen Trägern. Der letzte Punkt beleuchtet das weit gefächerte Spannungsfeld, in dem sich die MitarbeiterInnen bewegen und auf das sie sich einstellen und sich im Einzelfall positionieren müssen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehungsgeschichte und theoretische Erkenntnisse zum Begriff Frühe Hilfen/Frühförderung

2.1 Geschichtliche Einordnung sowie konzeptionelle und gesetzliche Rahmenbedingungen der Frühförderung

2.2 Frühe Hilfen

2.2.1 Problematische Verläufe von Kinderschutzfällen

2.2.2 Frühe Hilfen im aktuellen Verständnis

2.2.3 Begriffsbestimmung Kindeswohl, Kindeswohlgefährdung und Benennung der Risikofaktoren

2.3 Die Erkenntnisse der Bindungstheorie und frühen Kindheit

2.3.1 Grundzüge der Bindungstheorie

2.3.2 Die Anwendung der Bindungstheorie in der frühen Kindheit

2.4 Der Bezug zur Koordinierenden Kinderschutzstelle

3. Konzept KoKi

3.1 Begriffsklärung Koordinierende Kinderschutzstelle

3.2 Aufgaben

3.2.1 Netzwerkarbeit

3.2.2 Familienbezogene Aktivitäten

3.3 Ziele

3.4 Zielgruppen

3.5. Gesetzliche Vorgaben

3.5.1 Organisatorische und jugendhilferechtliche Einordnung im Jugendamt

3.5.2 Datenschutzrechtliche Bestimmungen

4. Förderung

4.1 Begriffsbestimmung

4.2 Salutogenese

4.3 Risiko- und Schutzfaktoren/Resilienz

5. Gesundheitsbezogene Prävention

5.1 Begriffsbestimmung

5.2 Primäre, sekundäre und tertiäre Prävention

5.3 Universale, selektive und indizierte Prävention

5.4 Präventionsgedanke der KoKi

6. Intervention

6.1 Begriffsbestimmung

6.2 Der Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII

7. KoKi im Spannungsfeld der Förderung, Prävention und Intervention

7.1 Das doppelte Mandat

7.2 Eigene Rollenklärung

8. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die in Bayern eingeführten Koordinierenden Kinderschutzstellen (KoKi) und analysiert deren Rolle im System der Frühen Hilfen. Sie beleuchtet das Spannungsfeld zwischen präventiver Unterstützung von Familien und dem staatlichen Schutzauftrag im Jugendamt, um aufzuzeigen, wie durch Vernetzung und gezielte Förderung das Kindeswohl gestärkt und Missbrauch präventiv verhindert werden kann.

  • Entwicklung und Wandel der Frühen Hilfen und Frühförderung
  • Theoretische Grundlagen der Bindungstheorie und Salutogenese
  • Konzept und gesetzliche Einordnung der Koordinierenden Kinderschutzstellen (KoKi)
  • Struktur des Kinderschutzes und Interventionsmöglichkeiten nach § 8a SGB VIII
  • Professionalität der Sozialen Arbeit im Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Die Anwendung der Bindungstheorie in der frühen Kindheit

Aufbauend auf diesen bahnbrechenden Erkenntnissen wurde in vielfältigster Weise weitergeforscht. Man konnte nachweisen, dass die Fürsorge, die ein Kind in den ersten Lebensjahren erhält, maßgeblich für seine spätere seelische Gesundheit ist. Eine fehlende Mutter-Kind-Bindung führt zu Fehlentwicklungen und Entwicklungsstörungen bis hin zum Hospitalismus. Im weiteren Entwicklungsverlauf kann es zu Sprachstörungen, Störungen der Persönlichkeitsentwicklung und zu Defiziten der intellektuellen und sozialen Fähigkeiten kommen. Auch psychische Erkrankungen wie Schizophrenie oder Depressionen können längerfristig entstehen.

Auf die Entwicklung des Gehirns wirken sich negative wie positive Gefühlserfahrungen aus. „Versäumnisse während der kritischen Entwicklungszeitfenster, wie sie sich im Vorenthalten von Gefühlen, Spiel, Erfahrungen, Lernen und den damit gekoppelten Erfolgs (Glücks)-Erlebnissen oder in Entmutigung und Frustration zeigen, behindern die Ausreifung der lernrelevanten Hirnsysteme (limbisches System) und können dort zu Unter- oder Fehlentwicklungen führen. „ (Braun/Helmeke 2008). Die Erfahrungen, die ein Kind in der frühen Kindheit im täglichen Umgang mit den Eltern und der unmittelbaren Umgebung macht, sind somit strukturbildend für die Gehirnentwicklung.

Kinder mit einer sicheren Bindung verfügen über ein gutes Selbstkonzept, das sich daraus speist, dass die Kinder in der familiären Kommunikation wahrgenommen werden und ihre Bindungsbedürfnisse an ihre Bezugspersonen adressieren und darauf bauen können, dass diese erfolgreich reguliert werden. Aufbauend auf diesen vertrauensbildenden Erfahrungen können die Kinder später negative Affekte selbst regulieren (Schleiffer 2009: S. 43).

Ziegenhain (2004) hat Befunde erhoben, in denen sie einen Zusammenhang zwischen frühen Problemen und Störungen in der frühen Eltern-Kind-Beziehung mit daraus folgenden Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsproblemen festgestellt hat. Gerade in Risikofamilien findet sich häufig ein desorganisiertes Bindungsverhalten, das mit einem hohen psychosozialen Risiko und externalisierenden Störungen wie aggressivem und dissozialem Verhalten einhergeht. Zwischen der Lernmotivation und dem Grad der Bindungssicherheit besteht ebenfalls ein Zusammenhang, denn „eine feinfühlige Mutter garantiert ihrem Kind die notwendige emotionale Basis, um sich erfolgreich kognitiven Aufgaben widmen zu können.“ (Schleiffer 2009: S. 48)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Einführung der Koordinierenden Kinderschutzstellen in Bayern und erläutert die thematischen Schwerpunkte der Arbeit, von den theoretischen Grundlagen bis hin zum operativen Handlungsfeld.

2. Entstehungsgeschichte und theoretische Erkenntnisse zum Begriff Frühe Hilfen/Frühförderung: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung und die Bindungstheorie als Basis für moderne Frühe Hilfen nach und definiert zentrale Kinderschutzbegriffe.

3. Konzept KoKi: Hier werden Aufgaben, Ziele, Zielgruppen sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die datenschutzrechtliche Verankerung der Koordinierenden Kinderschutzstellen detailliert beschrieben.

4. Förderung: Der Fokus liegt hier auf dem Verständnis von Förderung und Gesundheit, unter Einbeziehung von Salutogenese, Resilienzforschung sowie Risiko- und Schutzfaktoren.

5. Gesundheitsbezogene Prävention: Dieses Kapitel erläutert verschiedene Präventionsformen und ordnet den Präventionsgedanken der KoKi in das Konzept der selektiven Prävention ein.

6. Intervention: Es wird der Schutzauftrag des Jugendamtes gemäß § 8a SGB VIII und die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe bei Kindeswohlgefährdung erörtert.

7. KoKi im Spannungsfeld der Förderung, Prävention und Intervention: Das Kapitel reflektiert das "doppelte Mandat" der Sozialen Arbeit und die Rolle der KoKi-MitarbeiterInnen in einem System, das zwischen Hilfe und Kontrolle navigieren muss.

8. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert die Arbeit und wirft einen Blick auf künftige Entwicklungen und notwendige Evaluationen des KoKi-Konzepts.

Schlüsselwörter

Koordinierende Kinderschutzstelle, KoKi, Frühe Hilfen, Kinderschutz, Kindeswohl, Bindungstheorie, Prävention, Frühförderung, Jugendamt, Salutogenese, Resilienz, Vernetzung, Interdisziplinarität, Kindeswohlgefährdung, Sozialarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Konzept und die Implementierung der Koordinierenden Kinderschutzstellen (KoKi) in Bayern als Instrument für verbesserten Kinderschutz durch Frühe Hilfen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der frühen Kindheit, die gesundheitsbezogene Prävention, die Rolle der Vernetzung sowie die professionellen Herausforderungen im Kinderschutz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der KoKi darzustellen und das Spannungsfeld aufzuzeigen, in dem die MitarbeiterInnen zwischen präventiven Angeboten und dem staatlichen Schutzauftrag agieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung konzeptioneller Dokumente der Staatsregierung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Bindungstheorie), die konzeptionelle Ausgestaltung der KoKi, Ansätze der Gesundheitsförderung und die gesetzlichen Grundlagen von Intervention und Schutzauftrag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Prävention, KoKi, Frühe Hilfen, Kinderschutz, Vernetzung, Bindungstheorie und Soziale Arbeit sind die prägenden Begriffe.

Wie unterscheidet sich die KoKi von klassischen Jugendhilfemaßnahmen?

Die KoKi ist primär präventiv und niedrigschwellig ausgerichtet, während klassische Jugendhilfemaßnahmen oft erst bei bereits manifestierten Problemlagen oder konkreten Gefährdungen einsetzen.

Welche Rolle spielt die Interdisziplinarität in diesem Konzept?

Die Vernetzung zwischen Gesundheitswesen, Kinder- und Jugendhilfe ist zentral, um Reibungsverluste zu vermeiden und Familien frühzeitig mit den passenden Hilfsangeboten zu erreichen.

Warum ist das "doppelte Mandat" für KoKi-MitarbeiterInnen besonders relevant?

Sie müssen einerseits Vertrauen als helfende Instanz aufbauen, andererseits bei Gefahr das staatliche Wächteramt wahrnehmen, was die MitarbeiterInnen in ein ständiges Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle versetzt.

Was ist die Bedeutung der Bindungstheorie für die praktische Arbeit der KoKi?

Die Erkenntnisse der Bindungstheorie unterstreichen die Dringlichkeit, frühzeitig Bindungsstörungen vorzubeugen, da diese maßgeblich für die spätere seelische Gesundheit und Entwicklung eines Kindes sind.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Konzept der KoKi – Netzwerk frühe Kindheit im Spannungsfeld der Förderung, Prävention und Intervention
Hochschule
Katholische Stiftungsfachhochschule München, Abt. Benediktbeuern
Note
1,7
Autor
Master of Arts, Diplom Sozialpädagogin (FH) Carmen Zwerger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
40
Katalognummer
V197619
ISBN (eBook)
9783656266167
ISBN (Buch)
9783656269441
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Koordinierende Kinderschutzstelle Frühe Hilfen Bindungstheorie Förderung Prävention Intervention
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Master of Arts, Diplom Sozialpädagogin (FH) Carmen Zwerger (Autor:in), 2010, Das Konzept der KoKi – Netzwerk frühe Kindheit im Spannungsfeld der Förderung, Prävention und Intervention, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/197619
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Leseprobe aus  40  Seiten
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