Die Geschichte des handlungsorientierten Geschichtsunterrichts reicht bis ins 19. Jahrhundert. Seitdem gab es immer wieder neue Erkenntnisse. Aus diesem Grund wird im ersten Kapitel die Geschichte des handlungsorientierten Geschichtsunterrichts beleuchtet. Im zweiten Kapitel werden verschiedene Definitionen beschrieben, um ein Grundlagenwissen für den weiteren Verlauf dieser Arbeit zu schaffen.
Im dritten Teil dieser Arbeit wird die Handlungsorientierung im Geschichtsunterricht betrachtet, wobei an dieser Stelle die Vor- und Nachteile auch Berücksichtigung finden müssen. Im Anschluss wird ein Unterrichtsbeispiel beschrieben, das auf einer handlungsorientierten Methode basiert: die Projektarbeit.
Abschließend folgt ein Fazit mit einem Ausblick für den handlungsorientierten Unterricht im bayerischen Schulwesen.
Inhaltsverzeichnis
1. Kurze Geschichte der Handlungsorientierung
2. Begriffsbestimmung
2.1 Definition nach Herbart Gudjons
2.2 Definition nach Bärbel Meyer
2.3 Definition nach Bärbel Völkel
2.4 Zusammenfassung
3. Handlungsorientierung im Geschichtsunterricht
3.1 Vor- und Nachteile des handlungsorientierten Geschichtsunterrichts
3.2 Praxis des handlungsorientierten Geschichtsunterricht
3.2.1 Unterrichtsbeispiel
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Konzept des handlungsorientierten Geschichtsunterrichts, erarbeitet eine theoretische Fundierung durch verschiedene Definitionen und analysiert dessen Umsetzung in der schulischen Praxis, insbesondere durch die Methode der Projektarbeit.
- Historische Entwicklung der Handlungsorientierung
- Vergleichende Analyse fachdidaktischer Definitionen
- Vor- und Nachteile handlungsorientierter Lehrkonzepte
- Praktische Anwendung am Beispiel der Projektarbeit
- Reflexion über die Rolle der Lehrkraft und die Rahmenbedingungen
Auszug aus dem Buch
3.2 Praxis des handlungsorientierten Unterrichts am Beispiel der Projektarbeit
Zu den geeigneten Arbeitsformen im handlungsorientierten Unterricht zählen beispielsweise der Projektunterricht, Stationenlernen oder auch der offene Unterricht. Im Folgenden wird die Methode der Projektarbeit genauer beleuchtet. Während seit dem 18. Jahrhundert die Methode der Projektarbeit hauptsächlich als Aufgabe für Architekturstudenten angesehen war, die Entwürfe vorlegen sollten und seit dem 19. Jahrhundert der Begriff zwar in der Schule aufgetreten ist, sich hier jedoch hauptsächlich auf technische Arbeiten bezog (z.B. Tischlern usw.), ist seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts der Begriff Projektarbeit auf alles anzuwenden – egal ob sozial, technisch, künstlerisch oder praktisch. Die Methode der Projektarbeit geht auf John Dewey zurück, auf den der Ausspruch „learning by doing“ zurückzuführen ist. Dewey legte besonders großen Wert auf das Denken beim Tun, wobei seiner Philosophie des Lehrens der Gedanke zugrunde liegt, dass die SchülerInnen basierend auf ihren außerschulischen Problemen und Erfahrungen Ideen zur Lösung bestimmter Probleme entwickeln.
Konsens bestand darin, dass die Methode der Projektarbeit zur praktischen Problemlösung angewandt wurde, die sich durch folgende Merkmale auszeichnete:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kurze Geschichte der Handlungsorientierung: Dieses Kapitel zeichnet die pädagogische Entwicklung vom sturen Begriffswissen in der Antike über die Reformpädagogik bis hin zu modernen didaktischen Ansätzen nach.
2. Begriffsbestimmung: Hier werden zentrale Definitionen von Experten wie Gudjons, Meyer und Völkel gegenübergestellt, um ein grundlegendes Verständnis des Begriffs zu schaffen.
3. Handlungsorientierung im Geschichtsunterricht: Dieses Kapitel beleuchtet die konkrete Umsetzung, Vor- und Nachteile sowie praxisnahe Methoden wie die Projektarbeit im geschichtsdidaktischen Kontext.
4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Chancen und Grenzen des Konzepts und fordert eine bessere praktische Vorbereitung in der Lehrerbildung.
Schlüsselwörter
Handlungsorientierung, Geschichtsunterricht, Projektarbeit, Reformpädagogik, Schüleraktivierung, Ganzheitlichkeit, John Dewey, Erkenntnisgewinn, Methodik, Didaktik, Lehrerbildung, Schulpraxis, Kompetenzförderung, Multiperspektivität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und der praktischen Implementierung von handlungsorientiertem Unterricht im Fach Geschichte.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themenfelder umfassen die historische Entwicklung des Konzepts, die definitorische Abgrenzung verschiedener Autoren, die Analyse der Vor- und Nachteile sowie die praktische Anwendung durch die Projektarbeit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den handlungsorientierten Unterricht als ganzheitliche Methode zu bestimmen und aufzuzeigen, wie diese Form des Unterrichts trotz struktureller Hürden im Schulalltag erfolgreich umgesetzt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie eine didaktische Reflexion, ergänzt durch die Ausarbeitung eines konkreten Unterrichtsbeispiels für die 9. Jahrgangsstufe.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung durch verschiedene Fachvertreter und die anschließende Übertragung dieser Erkenntnisse auf den Geschichtsunterricht mit Fokus auf die Projektarbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Neben dem Kernthema "Handlungsorientierung" sind insbesondere "Projektarbeit", "Schüleraktivierung" und "Ganzheitlichkeit" zentrale Begriffe der Arbeit.
Inwiefern spielt der "Beutelsbacher Konsens" eine Rolle?
Er wird als notwendiger Rahmen für die Kontroversität im Unterricht herangezogen, um sicherzustellen, dass historisches Lernen jenseits von Indoktrination stattfindet.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle des 45-Minuten-Takts?
Die Autorin sieht den starren 45-Minuten-Takt als ein Hindernis für komplexe handlungsorientierte Projekte an und plädiert für eine flexiblere Zeitgestaltung.
Warum wird die Lehrerbildung im Fazit kritisiert?
Sie bemängelt, dass Lehramtsstudierende zu theoretisch ausgebildet werden und zu wenig praktische Erfahrung im Umgang mit den Herausforderungen offener Unterrichtsformen sammeln.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2011, Handlungsorientierung im Geschichtsunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/197048