Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Social Work

Die Belastung der Frau in häuslichen Pflegesituationen

Als Grundlage des Gewalthandelns gegen Alte "ein Erklärungsversuch"

Title: Die Belastung der Frau in häuslichen Pflegesituationen

Term Paper , 2009 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nadya Sahraoui (Author)

Social Work

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Cirka 75% der alten Menschen befinden sich in häuslichen Pflegesituationen. Dies entspricht etwa 1,4 Millionen Menschen, die auf die Pflege ihrer Angehörigen angewiesen sind. Dabei gehen die pflegenden Angehörigen häufig bis an die Grenzen der eigenen Belastbarkeit. Aus dieser Überforderung können sich Aggressionen entwickeln und dies führt nicht selten zu Gewalt. Es ist Faktum, dass die Pflege Angehöriger, bis heute hauptsächlich die Aufgabe von Frauen ist.
Trotz vieler Horrormeldungen der letzten Zeit über die katastrophalen Zustände in Pflegeheimen, werden alte Menschen zu Hause am häufigsten ruhiggestellt, vernachlässigt, weggesperrt und seelisch und körperlich misshandelt.
Diese Arbeit beleuchtet die Übernahme der Pflege durch Frauen. Wobei auf den Zusammenhang auf das Geschlechterungleichgewicht in der Pflege eingegangen wird. Anschließend werden die Motive zur Pflegeübernahme, in drei verschiedene Aspekte unterteilt und genauer betrachtet. Das Zustandekommen von Stress mit der Schwerpunktsetzung auf das Thema Burn-Out bildet das Zentrum dieser Hausarbeit. Auch wird auf die soziale Isolation der Angehörigen sowie der Pflegebedürftigen eingegangen. Letztendlich werden verschiedene Modellprojekte umrissen, die Alternativen zur häuslichen Pflege bieten könnten sowie unterstützend wirken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pflegeübernahme durch Frauen

3. Das Zustandekommen des Geschlechterungleichgewichts in der Pflege

4. Motivation zur Pflegeübernahme

4.1 Motivation Erbe

4.2 Motivation Ehre und Anstand

4.3 Motivation Loyalität und Schuld

5. Das Dilemma um Aufteilung von Verantwortung und Pflegetätigkeit

6. Entstehung von Stress

6.1 Burn-Out

6.1.1 Die 4 Phasen des Burn-Out

6.1.2 Uhrsachen des Burn-Out

6.1.3 Negative Konsequenzen des Burn-Out für den Angehörigen und den Zupflegenden

7. Finanzielle Belastungen

8. Soziale Isolation

9. Fazit: Alternative Pflegemöglichkeiten und Gemeinwesenarbeit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Belastungen von Frauen in häuslichen Pflegesituationen und analysiert diese als wesentlichen Erklärungsansatz für das Entstehen von Gewalthandlungen gegenüber alten Menschen.

  • Geschlechtsspezifische Aspekte der häuslichen Pflege und deren Ungleichgewichte.
  • Psychologische und soziale Motive, die Frauen zur Übernahme der Pflege bewegen.
  • Die Entstehung von Stress, insbesondere das Burn-Out-Phänomen bei pflegenden Angehörigen.
  • Soziale Isolation und finanzielle Herausforderungen als Risikofaktoren für Misshandlungen.
  • Vorstellung von Modellprojekten zur Unterstützung pflegender Angehöriger und Alternativen zum Heim.

Auszug aus dem Buch

4.1 Motivation Erbe

Die Pflegeübernahme aus Gründen der Abstammungslinie oder des Erbes kann zu den häufigsten Motiven zur häuslichen Pflege gezählt werden. Schon der Volksmund sagt „Wer erbt muss pflegen“. Zudem gibt es in Erbverträgen nicht selten „Pflegeklauseln“. Von den Zupflegenden wird die Pflege eingefordert, sowie es von deren Eltern eingefordert wurde und die Kinder fühlen sich der Abstammungslinie verpflichtet. In diesem Fall fühlen sich die Mitglieder einer Familie dem Besitz und der Region verpflichtet. Das Symbol für die materielle, emotionale und soziale Verwurzelung ist der Familienbesitz. Durch die Pflege erwirbt sich die kommenden Generation den Besitz.

Die Übernahme der Pflege kann aus dem moralischen Aspekt heraus zum einen mit dem Gedanken des gerechten Austausches verbunden sein (Besitz gegen Pflege) und zum anderen als Pflegelast, die als Versachlichung und Verrechtlichung der familiären Solidarität gesehen werden. In diesem Sinne erbt man nicht nur den Besitz, sondern auch die alten Eltern. (vgl. Gröning, Katharina; Kunstmann, Anne-Christin; Rensing, Elisabeth, 2004, In guten wie in schlechten Tagen, Seite 53-54)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik häuslicher Gewalt gegen alte Menschen ein und verdeutlicht die hohe Belastung pflegender Frauen.

2. Pflegeübernahme durch Frauen: Hier wird thematisiert, dass familiäre Pflege trotz veränderter Rollenbilder primär von Frauen geleistet wird und eine spezifisch männliche Versorgungslücke besteht.

3. Das Zustandekommen des Geschlechterungleichgewichts in der Pflege: Das Kapitel beleuchtet, wie patriarchalische Strukturen dazu führten, dass Pflegeverantwortung traditionell auf Frauen abgewälzt wurde, was heute zunehmend infrage gestellt wird.

4. Motivation zur Pflegeübernahme: Es wird analysiert, welche moralischen, materiellen und sozialen Motive – von Erbe über Ehre bis hin zu Schuldgefühlen – zur Übernahme der Pflege führen.

5. Das Dilemma um Aufteilung von Verantwortung und Pflegetätigkeit: Dieses Kapitel erörtert das grundlegende Problem, dass Pflegebedürftige häufig eine Hauptpflegeperson bevorzugen, was die Belastung der Pflegenden verschärft.

6. Entstehung von Stress: Der Fokus liegt auf der psychischen Belastung und dem Phänomen des Burn-Outs, unterteilt in Phasen, Ursachen und negative Konsequenzen.

7. Finanzielle Belastungen: Es wird dargelegt, wie Pflege die Erwerbsbiografie von Frauen einschränkt und das Risiko für Altersarmut sowie Misshandlungen erhöht.

8. Soziale Isolation: Hier wird beschrieben, wie die zeitliche Inanspruchnahme durch die Pflege zu einem Rückzug aus sozialen Beziehungen und zur Vereinsamung führt.

9. Fazit: Alternative Pflegemöglichkeiten und Gemeinwesenarbeit: Das Fazit stellt Modellprojekte vor, die durch Unterstützung und Entlastung eine menschenwürdige Pflege fördern sollen.

Schlüsselwörter

Häusliche Pflege, Gewalt gegen Alte, Pflegende Angehörige, Burn-Out, Geschlechterrollen, Soziale Isolation, Altersarmut, Familienpflege, Pflegebedürftigkeit, Prävention, Entlastungsangebote, Pflegemotivation, Gewalthandeln, Pflegebündnis, Modellprojekte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der hohen physischen und psychischen Belastung von Frauen, die ihre pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause betreuen, und untersucht, wie diese Überlastung als Basis für Gewalthandlungen gegen alte Menschen fungieren kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Geschlechterungleichgewicht in der Pflege, die verschiedenen Motive für die Pflegeübernahme, der Prozess der Entstehung von Stress und Burn-Out sowie die negativen Folgen wie Isolation und finanzielle Einbußen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Zusammenwirken von familiärem Druck, eigenen Erwartungen und mangelnder Unterstützung zu einer Situation führen kann, in der Gewalt als Ausdruck von Überforderung und Hilflosigkeit entsteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung von Fachstudien, um theoretische Konzepte (wie das Burn-Out-Modell) auf die Alltagssituation pflegender Frauen anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Motive (Erbe, Ehre, Schuld), die Dynamik der Stressentstehung bei der häuslichen Pflege und die Erörterung konkreter Risikofaktoren wie finanzielle Abhängigkeit und soziale Isolation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen häusliche Pflege, Gewaltprävention, pflegende Angehörige, Burn-Out, Geschlechtergerechtigkeit und Unterstützungsmodelle.

Inwiefern beeinflusst das „Schuldenkonto“ die Pflegeentscheidung?

Die Arbeit erklärt, dass Kinder sich oft in der Pflicht sehen, die „seelische Erbmasse“ ihrer Eltern durch die Pflege abzuarbeiten, was bei belasteten Beziehungen zu Schuldgefühlen führen kann.

Wie wirkt sich die „Depersonalisation“ auf den Pflegebedürftigen aus?

Im Zustand des Burn-Outs können Pflegende dazu neigen, den Pflegebedürftigen nur noch als unpersönliches Objekt oder „lästige Angelegenheit“ wahrzunehmen, was zu einer Entmenschlichung der Pflegebeziehung führen kann.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Die Belastung der Frau in häuslichen Pflegesituationen
Subtitle
Als Grundlage des Gewalthandelns gegen Alte "ein Erklärungsversuch"
College
University of Applied Sciences Jena
Course
Gewalt gegen Alte
Grade
1,0
Author
Nadya Sahraoui (Author)
Publication Year
2009
Pages
20
Catalog Number
V196756
ISBN (eBook)
9783656228295
ISBN (Book)
9783656228899
Language
German
Tags
belastung frau pflegesituationen gundlage gewalthandelns alte erklärungsversuch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadya Sahraoui (Author), 2009, Die Belastung der Frau in häuslichen Pflegesituationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/196756
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  20  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint