Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, die Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren von Mergers und Acquisitions (M&A) während der Post-Merger-Integration (PMI) Phase, in Zusammenhang mit internationalen M&A, zu analysieren.
In Zeiten der Globalisierung, dem zunehmendem Wettbewerbsdruck und der steigenden Dynamik der Märkte stehen Unternehmen vor immer größeren Herausforderungen die es zu meistern gilt. Sich diesen Gegebenheiten anzupassen bzw. sich diesen Herausforderungen zu stellen lässt den UnternehmerInnen bzw. ManagerInnen oftmals nur eine Möglichkeit offen, die Expansion. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten wie ein Unternehmen expandieren kann. Die vorliegende Bachelorarbeit wird sich in diesem Zusammenhang mit der Option des Erwerbs anderer Unternehmen oder Unternehmensteile, auch Mergers & Acquisitions genannt, befassen.
Diese spezielle Form der Expansion wurde aufgrund des steigenden Marktvolumens von M&A in den letzten Jahren durch den Verfasser dieser Arbeit ausgewählt. Um den Anstieg des Marktvolumens zu verdeutlichen, wird die Entwicklung von M&A von 1985 bis 2010 fokussiert. Während im Jahr 1985 weltweit rund 3.000 M&A mit einem Gesamtvolumen von rund 350 Billionen USD gezählt wurden, waren es im Jahr 2010 bereits 43.000 M&A mit einem Volumen von ca. 6.000 Billionen USD. Das Gesamtmarktvolumen hat sich somit in den letzten 25 Jahren um das 17-fache gesteigert.
Es gibt eine Vielzahl von Faktoren die erfolgskritisch auf M&A-Transaktionen einwirken. Diese Faktoren sind in allen Phasen der Planung, der Durchführung und der Integration zu finden. Aus den meisten Quellen geht jedoch hervor, dass die Integrationsphase, also die PMI-Phase, die kritischste von allen ist. So schreiben z. B. HOLTBRÜGGE/PUCK den M&A-Aktivitäten „[u]nterschiedliche Arbeits- und Umgangsformen, Anreizsysteme, Organisationssysteme und Führungsstile […]“ in Zusammenhang mit internationalen M&A-Transaktionen besondere Bedeutung zu. Diese s. g. weichen Faktoren machen aber nur einen Teil der Erfolgsfaktoren aus, zudem gibt es noch die s. g. harten Faktoren und verschiedene Modelle, die diese Faktoren unterstützen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Themenstellung und Relevanz der Themenstellung
1.2 Formulierung der Forschungsfrage
1.3 Stand der Literatur
1.4 Methodische Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Mergers & Acquisitions
2.1 Begriffsbestimmungen
2.2 Nationale vs. internationale M&A
2.3 Gründe für M&A
2.4 Die historische Entwicklung von M&A
2.5 Strategie und Motive
2.5.1 Motive aus Sicht der KäuferInnen
2.5.2 Motive aus Sicht der VerkäuferInnen
3 Post-Merger-Integration
3.1 Begriffsbestimmungen
3.2 Integrationsformen
3.3 Erfolg, Erfolgs- & Misserfolgsfaktoren
3.3.1 Erfolg
3.3.2 Erfolgs- & Misserfolgsfaktoren
3.3.3 Harte Faktoren
3.3.4 Weiche Faktoren
3.3.5 Das Merger Syndrom
3.4 Integrationsgeschwindigkeit
3.4.1 Evolutionäres vs. revolutionäres Vorgehen
3.4.2 Kosten, Nutzen, Aktivitätsniveau
3.4.3 Situative Faktoren
3.5 7 K-Modell nach Jansen
3.5.1 Koordination der Integration
3.5.2 Kultur
3.5.3 Kommunikation
3.5.4 Kernkompetenz und Know-how
3.5.5 Kunden und Lieferanten
3.5.6 Kernbelegschaft und Karrieren
3.5.7 Kontrolle
4 Conclusio
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die kritischen Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren internationaler Mergers & Acquisitions mit Fokus auf die Phase der Post-Merger-Integration (PMI), um aus der Literatur abgeleitete Erkenntnisse in einem strategischen Kontext zu bewerten.
- Analyse der Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren bei PMI
- Untersuchung der Integrationsgeschwindigkeit bei Unternehmensfusionen
- Darstellung des 7 K-Modells zur Vernetzung von Organisationen
- Betrachtung von harten und weichen Faktoren im Integrationsmanagement
- Bedeutung der Mitarbeiterintegration im M&A-Prozess
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Erfolg
Der Begriff „Erfolg“ bezieht sich in der Regel auf das Gesamtunternehmen und beschreibt den allgemeinen Grad der Zielerreichung, dabei wird die „Wertsteigerung durch die Transaktion“ als übergeordnetes Unternehmensziel angeführt.
Auch BERND HEINEMANN und BENNO GRÖNIGER sehen die Wertmaximierung als primäres Leitziel für die Unternehmensführung. In ihrem Beitrag erwähnen sie zwei öfters genannte Kritikpunkte dieser Shareholder-Value-Orientierung und widerlegen diese durch Gegenargumente. Diese beiden Kritikpunkte sind „Shareholder Value vs. Stakeholder Value“ und „Aktienkurssteigerung vs. langfristige Wertsteigerung“ und werden in den beiden folgenden Kapiteln diskutiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel definiert die Relevanz der Untersuchung von M&A-Erfolgsfaktoren und formuliert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2 Mergers & Acquisitions: Das Kapitel bietet einen Überblick über Definitionen, Motive und die historische Entwicklung der M&A-Wellen.
3 Post-Merger-Integration: Im Hauptteil werden die verschiedenen Aspekte der Integration, von harten und weichen Faktoren bis hin zum 7 K-Modell, detailliert analysiert.
4 Conclusio: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die Bedeutung des Faktors "Mitarbeiter" als entscheidendes Element für den Erfolg von Fusionen hervor.
Schlüsselwörter
Mergers & Acquisitions, Post-Merger-Integration, M&A-Erfolgsfaktoren, Integrationsmanagement, Change Management, Unternehmensfusion, Unternehmensakquisition, Strategie, 7 K-Modell, Mitarbeiterintegration, Merger Syndrom, Unternehmenskultur, Wertsteigerung, Shareholder Value, Stakeholder Value.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren während der Post-Merger-Integration bei internationalen Unternehmenszusammenschlüssen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Strategien von M&A, die verschiedenen Integrationsphasen, kulturelle Aspekte sowie die Rolle des Change Managements.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, zu beantworten, welche Faktoren über den Erfolg oder Misserfolg der PMI-Phase entscheiden und wie diese Faktoren analysiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturanalyse wissenschaftlicher Quellen, die zu einem schlüssigen Gesamtbild der Integrationsproblematik zusammengeführt wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich intensiv der PMI-Phase, analysiert "harte" und "weiche" Erfolgsfaktoren und diskutiert Modelle wie das "7 K-Modell" zur Steuerung der Integration.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Post-Merger-Integration, Erfolgsfaktoren, Unternehmensstrategie, Integrationsgeschwindigkeit und Change Management geprägt.
Was besagt das 7 K-Modell nach Jansen?
Das 7 K-Modell identifiziert sieben Kernelemente des Fusionsmanagements, die direkten Einfluss auf die ökonomischen und psychischen Kosten der Vernetzung zweier Organisationen haben.
Warum ist die Integrationsgeschwindigkeit so wichtig?
Die Geschwindigkeit ist ein entscheidender Faktor, da sie sowohl die Akzeptanz bei den Mitarbeitern beeinflusst als auch das Risiko von Informationslücken und Produktivitätsverlusten minimiert.
Welche Rolle spielen "weiche Faktoren" wie die Unternehmenskultur?
Weiche Faktoren, insbesondere die Kultur, sind oft entscheidend für das Gelingen, werden jedoch häufig unterschätzt oder als bloße Ausrede für das Scheitern instrumentalisiert.
Was ist das "Merger Syndrom"?
Das Merger Syndrom umfasst die typischen Reaktionen von Mitarbeitern auf die Stressfaktoren einer Fusion, wie z.B. sinkende Arbeitsleistung, Misstrauen oder erhöhte Fluktuation.
- Arbeit zitieren
- Gregor Smole (Autor:in), 2011, Post-Merger-Integration - Erfolgs- & Misserfolgsfaktoren internationaler Mergers & Acquisitions, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/196638