Am Universitätsspital in Zürich erfolgt der Einsatz von Pflegeexperten auf Basis eines mehrstufigen Karrieremodells. Der Exkursionsbericht gibt einen kurzen Einblick in den Arbeitsablauf von Pflegenden am USZ. Zudem werden die Entwicklungen einer Advanced nursing practice in Deutschland diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Umsetzung von ANP-Konzepten in der Schweiz am Beispiel des Universitätsspitals Zürich (USZ)
1.1 „Advanced Nursing Practice“ am Universitätsspital Zürich
1.2 Das Karrieremodell des Universitätsspitals
2. Hospitationstag
3. Wie gestaltet sich „Advanced Nursing Practice“ in Deutschland?
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Umsetzung von Advanced Nursing Practice (ANP)-Konzepten auseinander, wobei der Fokus primär auf einer Fallstudie des Universitätsspitals Zürich liegt, um daraus Erkenntnisse für die Etablierung solcher Modelle in Deutschland zu gewinnen.
- Analyse des Karrieremodells am Universitätsspital Zürich
- Einblicke in die praktische Anwendung von Primary Nursing
- Evaluation von Pflegequalität und Patientenresultaten durch ANP
- Diskussion der Übertragbarkeit auf das deutsche Gesundheitssystem
- Betrachtung von Herausforderungen durch den Fachkräftemangel
Auszug aus dem Buch
1.1 “Advanced Nursing Practice” am Universitätsspital Zürich
Auf Grundlage der von HAMRIC vorgestellten Kernkompetenzen von Advanced Practice Nursing können die Einsatzbereiche der am Universitätsspital Zürich (USZ) eingesetzten Pflegeexperten beschrieben werden. Dazu zählen neben der Beratung und Forschungsfähigkeiten auch das Coaching und die Führung in pflegefachlichen Fragen. Zudem werden Kompetenzen bei der ethischen Entscheidungsfindung gefordert (vgl. HAMRIC 2005, 96). Von besonderer Bedeutung ist am Universitätsspital Zürich die interprofessionelle Zusammenarbeit mit der Kernkompetenz des Clinical Leadership. Dieses Clinical Leadership stellt für eine Advanced Practice Nurse eine zwingend notwendige Kompetenz dar (vgl. HANSON/ SPROSS 2005, 303). „Advanced practice nursing leadership can be conceptualized as occurring in three primary domains: in clinical practice with patients and staff, within health-care institutions and professional organizations, and in health-care policymaking arenas“ (HANSON/ SPROSS 2005, 303). Zudem sind die Pflegeexperten mit unterschiedlichem Zeitanteil in der direkten Pflege eingesetzt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Umsetzung von ANP-Konzepten in der Schweiz am Beispiel des Universitätsspitals Zürich (USZ): Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der ANP-Kompetenzen am USZ und stellt das dortige, achtstufige Karrieremodell für Pflegefachkräfte vor.
2. Hospitationstag: Hier wird ein praktischer Einblick in den Stationsalltag eines Krankenhauses gegeben, wobei insbesondere das Primär-Pflege-System und die interdisziplinäre Zusammenarbeit beleuchtet werden.
3. Wie gestaltet sich „Advanced Nursing Practice“ in Deutschland?: Das abschließende Kapitel diskutiert die Herausforderungen einer Übertragung des Schweizer Modells auf das deutsche Gesundheitssystem unter Berücksichtigung von Fachkräftemangel und politischer Rahmenbedingungen.
Schlüsselwörter
Advanced Nursing Practice, ANP, Karrieremodell, Universitätsspital Zürich, Primary Nursing, Pflegeexperten, Pflegequalität, Gesundheitswesen, Fachkräftemangel, Clinical Leadership, Patientenversorgung, Akademisierung, Pflegewissenschaft, Swiss-DRGs, Magnetspital.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Konzept der Advanced Nursing Practice (ANP) anhand eines Praxisbeispiels aus der Schweiz und vergleicht dieses mit der Situation in Deutschland.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind professionelle Karrierepfade in der Pflege, die Steigerung der Pflegequalität, interprofessionelle Zusammenarbeit und die strategische Personalentwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Karrieremodell des Universitätsspitals Zürich vorzustellen und zu prüfen, inwieweit solche Strukturen eine Antwort auf den Pflegepersonalmangel in Deutschland bieten können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einem Exkursionsbericht, einer Hospitation sowie einer fundierten Literaturanalyse internationaler und nationaler Konzepte der Advanced Nursing Practice.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Beschreibung der acht Karrierestufen am USZ, die Aufgabenprofile von Pflegeexperten und die konkrete Ausgestaltung der Pflege am Patientenbett.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Advanced Nursing Practice (ANP), Karrieremodell, Pflegequalität, Magnetspital und Personalentwicklung.
Wie unterscheidet sich die Rolle einer Advanced Practice Nurse von einer regulären Pflegekraft am USZ?
Während reguläre Pflegekräfte schwerpunktmäßig in der direkten Patientenversorgung tätig sind, übernehmen ANP-Pflegeexperten zusätzliche Aufgaben in der Forschung, der pflegefachlichen Führung, der Beratung und der Qualitätsentwicklung auf Abteilungsebene.
Welchen Einfluss haben die Swiss-DRGs auf die pflegerische Arbeit am USZ?
Die Einführung der Swiss-DRGs führt dazu, dass Prozesse und Behandlungspfade stärker auf Optimierungspotentiale hin analysiert werden, was die Bedeutung einer effizienten, wissenschaftlich fundierten Pflege weiter erhöht.
Warum wird das "Magnet-Krankenhaus" als Vision für das USZ genannt?
Der Status eines "Magnet-Krankenhauses" gilt als Qualitätssiegel, das hochqualifizierte Pflegekräfte anzieht und bindet, da es exzellente Arbeitsbedingungen und pflegerische Autonomie verspricht.
- Arbeit zitieren
- Diplom-Pflegewirt FH Katharina Kemmether (Autor:in), 2012, ANP-Konzepte in der Schweiz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/196629