Ziel meiner Arbeit ist es, die Auswirkungen der Medien auf essgestörtes Verhalten im Falle der Magersucht nachzuweisen und zu erläutern. Sofern es mir möglich ist, führe ich Möglichkeiten der Prävention auf.
Um ein aussagekräftiges Ergebnis darstellen zu können habe ich mir zwei Fragestellungen erarbeitet, die zum Ende der vorliegenden Arbeit beantwortet werden sollen. Diese Fragestellungen werde ich im ersten Kapitel vorstellen. Im zweiten Teil der Arbeit werden Fakten über die Magersucht aufgeführt. Es wird erklärt, was die Magersucht ist, wer davon betroffen ist und wie die Krankheit entsteht, um in weiteren Teilen der Arbeit von einem bestimmten Krankheitsbild ausgehen zu können. Nach diesem Teil werde ich auf den Medieneinfluss eingehen. Ich stelle die Rolle der Medien vor und bearbeite bestimmte Beispiele aus den Medien heutzutage, wie Internetforen, Castingshows und Werbekampagnen.
Im vierten Teil meiner Arbeit gehe ich auf die Rolle des näheren sozialen Umfeldes der Betroffenen ein. Hierzu stelle ich genauer die Rolle der Familie und die Mutter-Tochter-Beziehung vor. Außerdem werden die Auswirkungen der Krankheit auf die Familie deutlich. Zu Ende meiner Arbeit stelle ich Möglichkeiten der Vorbeugung und der Therapie dar. Um ein abgerundetes, aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen beantworte ich meine zu Beginn aufgeführten Fragestellungen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Wahl des Themas
1.2. Übergänge
2. Fragestellungen
3. Magersucht
3.1 Was ist Magersucht?
3.2 Wer ist betroffen?
3.3 Ursachen und Auslöser der Magersucht
3.3.1 Genetische Dispositionen
3.3.2 Soziokultureller Ansatz
3.3.3 Systemorientierte Ursachenmodelle
4. Medieneinfluss
4.1 „Pro Ana“ Internetforen
4.2. „Germany´s Next Topmodel“
4.3. „Dove“
5. Die Familie der Betroffenen
5.1. Auswirkungen der Krankheit in der Familie
5.2. Mutter-Tochter-Beziehung
6. Vorbeugung und Therapie
6.1. Vorbeugung
6.2. Therapie
7. Beantwortung der Fragestellungen
8. Schlusswort und persönliche Reflexion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Auswirkungen medial vermittelter Schönheitsideale auf die Entstehung von Magersucht bei Jugendlichen zu untersuchen und Möglichkeiten der Prävention aufzuzeigen.
- Einfluss von Medien auf das Körperbild und Essverhalten
- Die Rolle familiärer Dynamiken und der Mutter-Tochter-Beziehung
- Gefahren durch „Pro-Ana“-Internetforen und Castingshows
- Präventionsansätze durch mediale Gegenbewegungen wie „Dove“
- Therapeutische Herausforderungen bei der Behandlung von Anorexie
Auszug aus dem Buch
1.1. Wahl des Themas
Ich habe das Thema „Magersucht – ein krankhaftes Streben nach einem medial vermittelten Schönheitsideal?“ aus mehreren für mich relevanten Gründen gewählt. Am eindrucksvollsten war für es für mich, dass ich in letzter Zeit immer wieder über Magersucht Berichte gesehen und gelesen habe. Da durch die zunehmende Relevanz der Medien viel mehr Informationen, geprägt vor allem durch erschreckendes Bildmaterial, auf uns einwirken bleibt eine Reportage über eine so ernsthafte Erkrankung lange Zeit im Gedächtnis. Ich habe mich gefragt, was in einem Menschen vorgehen muss, damit er sich und seinem Körper so schadet, und vor allem was er damit erreichen möchte. Ist es Anerkennung, Lob, Liebe oder spielt die Aufmerksamkeit eine zentrale Rolle?
Als zweiten Punkt möchte ich erwähnen, dass eine ehemalige Freundin von mir letztes Jahr zu Schuljahresbeginn mit der Diagnose Magersucht stationär behandelt wurde. Dadurch wurde ich noch viel eher von weiteren Meldungen geprägt, da die Aufmerksamkeit für das Thema viel höher ist, da ein solcher Fall nun auch im eigenen Umfeld passiert ist. Meist scheint es so fern, doch wenn es einmal Realität wird ist es noch viel schwerer, dies zu verstehen.
Als ich meine Themenwahl bekannt gegeben hatte und mich an die Recherche gemacht habe bin ich auf einen Text aus dem „stern“ aufmerksam geworden, in dem über Pro-Ana-Foren berichtet wurde. Ein Thema, was für die meisten unbekannt ist und auch ich selbst hatte noch nie etwas darüber gehört. Als ich mich voller Neugierde, aber auch mit ein wenig Angst und Respekt in einem solchen Forum anmelden konnte war ich sehr schockiert. Die Beiträge und Fotos haben mich sehr nachdenklich gemacht. Ich war fest entschlossen, mich gut über mein Thema zu informieren, um endlich zu verstehen, warum vor allem Mädchen und junge Frauen sich in diesen Wahn stürzen und sich dieser Krankheit hingeben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz des Themas und Erläuterung der persönlichen Motivation sowie der Forschungsfragen.
2. Fragestellungen: Formulierung der zentralen Hypothesen bezüglich gesellschaftlicher Normen und der Schutzfunktion eines stabilen sozialen Umfeldes.
3. Magersucht: Definition der Krankheit, Abgrenzung zu anderen Essstörungen und Analyse individueller sowie systemischer Ursachen.
4. Medieneinfluss: Untersuchung der Wirkung von Internetforen, Castingshows und positiven Werbekampagnen auf das Körperbild.
5. Die Familie der Betroffenen: Analyse der familiären Dynamik, des Einflusses der Mutter-Tochter-Beziehung und der Auswirkungen der Krankheit auf die Familie.
6. Vorbeugung und Therapie: Darstellung präventiver Maßnahmen und der Komplexität therapeutischer Ansätze bei Essstörungen.
7. Beantwortung der Fragestellungen: Synthese der Forschungsergebnisse zur Beantwortung der eingangs gestellten Fragen.
8. Schlusswort und persönliche Reflexion: Zusammenfassendes Fazit und persönliche Einordnung des Erkenntnisgewinns.
Schlüsselwörter
Magersucht, Anorexie, Medieneinfluss, Schönheitsideal, Essstörungen, Pubertät, Körperbild, Familie, Mutter-Tochter-Beziehung, Pro-Ana-Foren, Prävention, Therapie, Selbstwertgefühl, Gesellschaftsnormen, Körperwahrnehmung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Magersucht als psychosomatischer Erkrankung und untersucht, wie Medien, gesellschaftliche Schönheitsideale und familiäre Strukturen diese Krankheit beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind der Medieneinfluss durch Formate wie „Germany's Next Topmodel“, die Rolle der Familie, die Gefahren von „Pro-Ana“-Internetforen sowie Ansätze zur Prävention.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Auswirkungen medial vermittelter Ideale auf essgestörtes Verhalten nachzuweisen und zu klären, inwiefern ein stabiles soziales Umfeld als Schutzfaktor gegen Magersucht wirken kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung medialer Berichterstattung sowie einer eigenen Recherche in Internetforen und der Reflexion von Fallbeispielen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Entstehung der Magersucht, die Rolle der Medien bei der Vermittlung von Schlankheitsidealen, die Dynamik in Magersuchtfamilien sowie Möglichkeiten der Therapie und Vorbeugung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Magersucht, Anorexie, Medieneinfluss, Körperbild, Familiendynamik und Prävention.
Welche Rolle spielt die Mutter-Tochter-Beziehung bei der Entstehung von Magersucht?
Oftmals ist das Verhältnis von einer dominanten Mutter geprägt, deren überfordernde Erwartungen die Tochter dazu verleiten, das Essverhalten als einzigen Kontrollbereich gegen die Mutter zu instrumentalisieren.
Was ist das Gefahrenpotenzial von „Pro-Ana“-Internetforen?
Diese Foren idealisieren die Magersucht als Lebensstil, geben Tipps zum Hungern und zur Manipulation der Umgebung und behindern aktiv den Heilungsprozess der Betroffenen.
- Quote paper
- Hanna P. (Author), 2012, Magersucht. Ein krankhaftes Streben nach einem medial vermittelten Schönheitsideal?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/196425