Wirtschaft und Gesellschaft stehen in einem engen wechselseitigen Verhältnis: ohne gesundes soziales Umfeld kann kein Unternehmen auf Dauer existieren und ohne ein solides wirtschaftliches Fundament gerät jede Gesellschaft aus dem Gleichgewicht. Unternehmen tragen in hohem Maße dazu bei, dass das Gemeinwesen funktioniert: sie stellen der Gesellschaft Waren und Dienstleistungen zur Verfügung, schaffen Arbeitsplätze, bilden aus und leisten Sozialabgaben. Schon immer gab es Unternehmen oder Unternehmer, die über diesen Rahmen hinausgingen. Corporate Social Responsibility (CSR) kann als Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen verstanden werden. Die Diskussion über eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung hat in den letzten Jahren weltweit an Dynamik und in vielen Branchen an Bedeutung gewonnen. Anspruchsgruppen wie Kunden, Mitarbeiter und Nichtregierungsorganisationen fordern von den Unternehmen mit zunehmendem Nachdruck, Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft zu leisten. So müssen sich Unternehmen immer mehr gegen-über diesen Stakeholdern bezüglich sozialer und ökologischer Konsequenzen ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten verantworten. Immer häufiger stellen sich Unternehmen diesen Herausforderungen auch freiwillig, da von den Verantwortlichen erkannt wurde, dass CSR auch einen Wettbewerbsvorteil bedeutet.
Zeitweise versuchen Unternehmen allerdings sich „grüner“, also nachhaltiger zu präsentieren als sie es sind. „Greenwashing“ ist eine kritische Bezeichnung für den Versuch der Vertuschung von skandalösem Verhalten von Unternehmen durch skrupellose Public-Relation. Jedoch ist diese Vorgehensweise, der Gesellschaft und Umwelt gegenüber verantwortungslos zu agieren, aber Verantwortlichkeit zu kommunizieren, nicht immer zu erkennen. Insgesamt gibt es im deutschen Einzelhandel einen klaren Trend zu mehr gesellschaftlicher unternehmerischer Verantwortung. Hier bedeutet „verantwortlich handeln“ zum Beispiel, wenn Einzelhandelsunternehmen den Großteil der Spenden für die Tafelbewegung aufbringen, mit hohem Investitionsaufwand Energie sparen, oder der Einzelhandel weit überdurchschnittlich viele junge Menschen ausbildet. [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Historische Betrachtung
2.2 Begriff und Abgrenzung
2.3 Teilaspekte von CSR
2.3.1 Stakeholder-Dialog
2.3.2 Drei-Säulen Modell (Triple Bottom Line)
2.3.3 Freiwilligkeit
2.4 Einzelhandel
2.4.1 Begriff Einzelhandel
2.4.2 Relevanz der Rolle von CSR für den Einzelhandel
2.4.3 Handlungsfelder für CSR-Initiativen im Einzelhandel
3 Untersuchung der Rolle von CSR in ausgewählten Unternehmen
3.1 dm-drogerie markt GmbH und Co.KG
3.1.1 Das Unternehmen
3.1.2 Handlungsfelder:
3.1.3 Fazit
3.2 Frosta AG
3.2.1 Das Unternehmen
3.2.2 Handlungsfelder
3.2.3 Fazit
3.3 KiK Textilien & Non-Food GmbH
3.3.1 Das Unternehmen
3.3.2 Handlungsfelder
3.3.3 Fazit
3.4 Otto GmbH & Co Kg
3.4.1 Das Unternehmen
3.4.2 Handlungsfelder
3.4.3 Fazit
3.5 Schlecker e.K.
3.5.1 Das Unternehmen
3.5.2 Handlungsfelder
3.5.3 Fazit
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Dieser Projektbericht untersucht die Rolle von Corporate Social Responsibility (CSR) in ausgewählten deutschen Einzelhandelsunternehmen und analysiert, in welchen Handlungsfeldern sich Konzerne wie dm-drogerie markt, Frosta AG, KiK, Otto GmbH & Co. KG und Schlecker engagieren, um ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen.
- Historische Entwicklung und Definition von CSR sowie Abgrenzung zu verwandten Konzepten.
- Analyse der Relevanz von CSR für die Einzelhandelsbranche unter Berücksichtigung von Stakeholder-Interessen.
- Untersuchung spezifischer Handlungsfelder wie Produktpolitik, Arbeitsbedingungen, Lieferketten, Umweltschutz und gesellschaftliches Engagement.
- Praxisnahe Evaluation der CSR-Strategien ausgewählter Unternehmen anhand von Sekundärrecherche und Nachhaltigkeitsberichterstattung.
- Kritische Auseinandersetzung mit der Problematik von "Greenwashing" im Kontext der Unternehmenskommunikation.
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
Wirtschaft und Gesellschaft stehen in einem engen wechselseitigen Verhältnis: ohne gesundes soziales Umfeld kann kein Unternehmen auf Dauer existieren und ohne ein solides wirtschaftliches Fundament gerät jede Gesellschaft aus dem Gleichgewicht. Unternehmen tragen in hohem Maße dazu bei, dass das Gemeinwesen funktioniert: sie stellen der Gesellschaft Waren und Dienstleistungen zur Verfügung, schaffen Arbeitsplätze, bilden aus und leisten Sozialabgaben. Schon immer gab es Unternehmen oder Unternehmer, die über diesen Rahmen hinausgingen. Corporate Social Responsibility (CSR) kann als Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen verstanden werden. Die Diskussion über eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung hat in den letzten Jahren weltweit an Dynamik und in vielen Branchen an Bedeutung gewonnen. Anspruchsgruppen wie Kunden, Mitarbeiter und Nichtregierungsorganisationen fordern von den Unternehmen mit zunehmendem Nachdruck, Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft zu leisten. So müssen sich Unternehmen immer mehr gegenüber diesen Stakeholdern bezüglich sozialer und ökologischer Konsequenzen ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten verantworten. Immer häufiger stellen sich Unternehmen diesen Herausforderungen auch freiwillig, da von den Verantwortlichen erkannt wurde, dass CSR auch einen Wettbewerbsvorteil bedeutet.
Zeitweise versuchen Unternehmen allerdings sich „grüner“, also nachhaltiger zu präsentieren als sie es sind. „Greenwashing“ ist eine kritische Bezeichnung für den Versuch der Vertuschung von skandalösem Verhalten von Unternehmen durch skrupellose Public-Relation. Jedoch ist diese Vorgehensweise, der Gesellschaft und Umwelt gegenüber verantwortungslos zu agieren, aber Verantwortlichkeit zu kommunizieren, nicht immer zu erkennen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen ein, skizziert die Problemstellung und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der vorliegenden Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die historischen Ursprünge von CSR beleuchtet, zentrale Begriffe abgegrenzt und wichtige Konzepte wie der Stakeholder-Dialog sowie das Drei-Säulen-Modell (Triple Bottom Line) erläutert.
3 Untersuchung der Rolle von CSR in ausgewählten Unternehmen: Dieses Kapitel bildet den Praxisteil, in dem die CSR-Aktivitäten von dm-drogerie markt, Frosta AG, KiK, Otto GmbH & Co. KG und Schlecker analysiert und kritisch bewertet werden.
4 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Rolle von CSR im deutschen Einzelhandel und stellt fest, dass Nachhaltigkeit zunehmend als zentrales Element unternehmerischer Strategien an Bedeutung gewinnt.
Schlüsselwörter
Corporate Social Responsibility, CSR, Einzelhandel, Nachhaltigkeit, Stakeholder-Dialog, Triple Bottom Line, Greenwashing, Unternehmensführung, Lieferkette, Umweltschutz, gesellschaftliches Engagement, Wettbewerbsvorteil, soziale Verantwortung, Wirtschafts- und Unternehmensethik, Nachhaltigkeitsbericht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Umsetzung von gesellschaftlicher unternehmerischer Verantwortung (CSR) in der deutschen Einzelhandelsbranche anhand ausgewählter Fallbeispiele.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung von CSR, das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit, die Rolle des Einzelhandels als Mittler zwischen Produktion und Verbraucher sowie die Identifikation spezifischer CSR-Handlungsfelder.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie unterschiedlich große, bekannte Einzelhandelsunternehmen ihre CSR-Strategien gestalten und welche Rolle Nachhaltigkeit in ihrer jeweiligen Unternehmensführung spielt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Untersuchung basiert primär auf einer Sekundärrecherche, bei der Internet-Auftritte sowie Nachhaltigkeitsberichte der ausgewählten Unternehmen systematisch analysiert wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Betrachtung von dm-drogerie markt, Frosta AG, KiK, Otto GmbH & Co. KG und Schlecker hinsichtlich ihrer jeweiligen CSR-Initiativen und Unternehmenspolitik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeit, Einzelhandel, Stakeholder-Dialog und Greenwashing.
Warum spielt die Marke "Alverde" bei dm eine besondere Rolle für die CSR-Bewertung?
Alverde wird als Beispiel für eine konsequente Umsetzung der Nachhaltigkeit im Sortiment genannt, die ökonomische, ökologische und soziale Kriterien erfolgreich miteinander verknüpft.
Welchen Unterschied in der CSR-Strategie zeigt der Vergleich zwischen Otto und Schlecker?
Während Otto Nachhaltigkeit als festen Bestandteil in Vision und Strategie verankert hat und Best-Practice-Beispiele liefert, ist bei Schlecker kaum CSR-Engagement erkennbar, was sich negativ auf die Reputation und Geschäftszahlen auswirkte.
- Quote paper
- Sigrun Gindorff (Author), 2012, Untersuchung der Rolle von „Corporate Social Responsibility“ in ausgewählten Unternehmen des deutschen Einzelhandels, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/196306