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Das Sprachlehrbuch des Noël de Berlaimont

Die Ausgabe Dictionariolum Hexaglosson (Basel 1585)

Titel: Das Sprachlehrbuch des Noël de Berlaimont

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Michael Brandl (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wer heutzutage eine Fremdsprache lernen möchte, dem bieten sich unterschiedlichste Möglichkeiten. Ob in der Schule, in Fremdsprachenkursen oder autodidaktisch mit Hilfe von moderner Computersoftware – selbst exotische Sprachen können so relativ prob-lemlos einstudiert werden.
Blickt man jedoch einige hundert Jahre in der Geschichte zurück, dann kann festgestellt werden, dass sich Fremdsprachenerwerb im Mittelalter und in der frühen Neuzeit nicht ganz so einfach gestaltete. Nicht jedem Interessierten war es ohne Weiteres möglich, eine beliebige Fremdsprache zu erlernen, da dieses Privileg meist nur Wohlhabenden offen stand. Trotz allem bestand häufig ein Bedürfnis danach, in anderen Sprachen, als der eigenen, gebildet zu sein – sei es aus wirtschaftlichen oder politischen Motiven. Immer mehr fand sich dabei auch das Bemühen, das Deutsche als Sprache zu erlernen. Besonders seit dem 15. Jahrhundert zeigten viele Autoren ihr Bestreben, Lehrbücher dafür zu verfassen.
Das Dictionariolum Hexaglosson, das „zu einer Gruppe von vor allem im niederländi-schen Sprachraum gedruckten Werken (…), die auf das niederländisch-französische Vocabulare des Antwerpener schoolmeesters Noël de Berlaimont (gest. 1531) zurück-gehen“ , gehört, steht in der Tradition dieser sog. Sprachlehrbücher des Mittelalters und der frühen Neuzeit. In verschiedenen Mustergesprächen und mit Hilfe unterschiedlicher Übersichten und Übungen sollte zweckmäßiger Spracherwerb ermöglicht werden. Das Deutsche nahm dabei keine zentrale Rolle ein, sondern stand – in diesem Fall - neben fünf weiteren Sprachen.
Im Verlauf dieser Arbeit möchte ich mich nun näher mit diesem Sprachführer-Vokabular, das 1585 in Bern gedruckt wurde, auseinandersetzen und einer Gesamt-vorstellung des Werks eine genauere Analyse folgen lassen. Dabei soll primär auch der Frage nachgegangen werden, für wen dieses Sprachlehrbuch überhaupt konzipiert wurde und wie hilfreich es letztlich für den Erwerb des Deutschen gewesen sein könnte. Daher erscheint es sinnvoll, zunächst zu erläutern, aus welchen Gründen Deutsch im Mittelalter gelernt wurde um das Dictionariolum Hexaglosson besser in den historischen Kontext einordnen zu können, bevor Aufbau und Analyse des Buchs anschließen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Gründe für Fremdsprachenerwerb

2.1) Fernhandel und „deutsche Schulen“

2.2) Handwerkerwanderungen

2.3) Schüleraustausch und Fernheirat

2.4) Fernreisen

2.5) Akademische Wanderungen

2.6) Die Kavalierstour

2.7) Fahrendes Volk

2.8) Migration und Sprachwechsel

2.9) Zusammenfassung

3) Das Dictionariolum Hexaglosson

3.1) Allgemeines

3.2) Aufbau

3.3) Analyse

3.3.1) Mustergespräche

3.3.2) Zahlen und Wochentage

3.3.3) Brief und Schuldverschreibung

3.3.4) Vokabular

3.3.4) Konjugationsübungen

4) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das historische Sprachlehrbuch "Dictionariolum Hexaglosson" aus dem Jahr 1585, um dessen Konzeption, Adressaten und Wirksamkeit beim Erwerb der deutschen Sprache im historischen Kontext zu analysieren und kritisch zu bewerten.

  • Motive für den Fremdsprachenerwerb im Mittelalter und der frühen Neuzeit
  • Historische Einordnung des Dictionariolum Hexaglosson
  • Aufbau und Struktur von Sprachlehrbüchern der frühen Neuzeit
  • Analyse der Mustergespräche und des Vokabelteils hinsichtlich ihrer didaktischen Eignung

Auszug aus dem Buch

3.3.1) Mustergespräche

Die jeweiligen Gesprächssituationen, die als Mustergespräche dienen, sollen dabei helfen, in alltäglichen Situationen zurechtzukommen und nehmen den mit Abstand größten Teil des Lehrbuchs ein. Daher sind die Gespräche auch an Alltagssituationen angelehnt. „Ein malzeit vòn zehen personé“22 beispielsweise versetzt den Leser in die ihm durchaus bekannte Szenerie eines Essens mit mehreren Personen. Dem Leser werden dabei, unter anderem, höfliche Anreden wie „GOtt gebe euch einen gutten tag Hans“23 oder „Gott gebe euch einen guotten abent liebe muotter/ und euch allen“24 vorgestellt. Nach und nach werden in der konstruierten Unterhaltung die für eine Mahlzeit relevanten Begriffe aufgelistet (Tischtuch, Becher, Teller, Servietten, Besteck, Suppe, Brot, Rettich, Hase, Wein, Bier etc.). Ebenso werden „alltägliche“ Gesprächsthemen behandelt, wie beispielsweise der Schulbesuch.

Auch im zweiten Gespräch, das „Von kauffen vnd verkauffen“25 handelt, wird ein Gespräch auf einem Markt simuliert, bei dem der Verkäufer seine Waren (Käse, Butter, Fleisch, Fisch, etc.) präsentiert und daraufhin um den Preis verhandelt wird. Hier wird ebenfalls mit dem für diese Situation typischem Vokabular gearbeitet.

Ebenso verhält es sich mit den folgenden fünf Gesprächen, in denen nach und nach das spezifische Vokabular mit eingebaut wird. Dabei stellen Substantive die Hauptgruppe der Wörter dar und werden vereinzelt durch Verben ergänzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Fremdsprachenerwerbs in der frühen Neuzeit ein und stellt das Dictionariolum Hexaglosson als zentrales Untersuchungsobjekt vor.

2) Gründe für Fremdsprachenerwerb: Dieses Kapitel beleuchtet diverse historische Motive für den Spracherwerb, wie Handelsbeziehungen, Migration und Reisen, die den Bedarf an Sprachlehrbüchern erst erzeugten.

3) Das Dictionariolum Hexaglosson: Hier erfolgt eine detaillierte deskriptive und analytische Untersuchung der Struktur, der methodischen Ansätze und der Inhalte des Sprachführers.

4) Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die didaktische Konzeption des Werkes aus heutiger Sicht kritisch.

Schlüsselwörter

Dictionariolum Hexaglosson, Sprachlehrbuch, Frühe Neuzeit, Fremdsprachenerwerb, Kaufmannschaft, Mustergespräche, Vokabular, Latein, historische Lexikographie, Didaktik, Sprachgeschichte, Sprachführer, Berlaimont, Migration, Handelsbeziehungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Sprachlehrbuch "Dictionariolum Hexaglosson" aus dem 16. Jahrhundert hinsichtlich seiner Konzeption und Funktion für den Fremdsprachenerwerb.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die historischen Gründe für den Spracherwerb in der frühen Neuzeit sowie die methodische und inhaltliche Untersuchung eines historischen Sprachführers.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den historischen Kontext des Sprachlehrbuchs zu erläutern und zu bewerten, wie effektiv es für den Erwerb des Deutschen war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine strukturelle und analytische Untersuchung der Inhalte des Sprachbuchs, ergänzt durch einen historischen Kontextvergleich, angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse für den Spracherwerb und eine detaillierte Analyse der Bestandteile des Sprachbuchs, wie Mustergespräche, Vokabular und Konjugationsübungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Dictionariolum Hexaglosson, Fremdsprachenerwerb, frühe Neuzeit, Sprachlehrbuch und historische Lexikographie.

Warum war Latein als Lemmasprache im Lehrbuch problematisch?

Da das Buch primär für Kaufleute konzipiert war, diese jedoch oft nicht über fundierte Lateinkenntnisse verfügten, erschwerte die lateinische Ordnung das Nachschlagen von Wörtern erheblich.

Wie effektiv waren die enthaltenen Mustergespräche?

Die Mustergespräche waren für realitätsnahe Alltagssituationen nützlich, boten jedoch kein systematisches grammatikalisches Grundgerüst für ein tieferes Sprachverständnis.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Sprachlehrbuch des Noël de Berlaimont
Untertitel
Die Ausgabe Dictionariolum Hexaglosson (Basel 1585)
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Department Germanistik und Komparatistik)
Veranstaltung
HS Deutsch als Fremdsprache in Mittelalter und früher Neuzeit
Note
2,0
Autor
Michael Brandl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V196301
ISBN (eBook)
9783656222811
ISBN (Buch)
9783656226000
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sprachlehrbuch noël berlaimont ausgabe dictionariolum hexaglosson basel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Brandl (Autor:in), 2011, Das Sprachlehrbuch des Noël de Berlaimont, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/196301
Blick ins Buch
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