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Weiblicher Journalismus: Allein unter Männern

Title: Weiblicher Journalismus: Allein unter Männern

Essay , 2011 , 5 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Manuela Drews (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions

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Summary Excerpt Details

Auszug:

Weiblicher Journalismus: Allein unter Männern?
Autorinnen erobern das kommerzielle Tagesgeschäft
Schon der Begriff Weiblicher Journalismus impliziert, dass es mindestens zwei Formen des Journalismus gibt. Wie die meisten Berufsfelder war auch der Bereich Journalismus bzw. das Kreative Schreiben lange Zeit von Männern dominiert. Erst im 19. Jahrhundert konnte ein Umschwung in der Branche festgestellt werden, immer mehr Frauen der Feder wagten sich an die Öffentlichkeit (Kinnebrock 2008, S. 3). Damit war allerdings weniger die aktuelle Tagesberichterstatttung gemeint, sondern vielmehr die klassische Schriftstellerei. Journalismus galt als dessen Unterform und wurde ursprünglich als kommerzielle Texte ohne individuelle Autorenschaft (Kinnebrock 2008, S. 4) deklassiert. Spekulativ lässt sich behaupten, dass Frauen bis dato größeren Wert darauf legten in künstlerischen Bereichen tätig zu sein und sahen im damaligen Journalismus kaum Chancen sich produktiv entfalten zu können (vgl. Kinnebrock, 2008). Die Grenzen wo Schriftstellerei endete, bzw. Journa-lismus nun genau begann, ließen sich allerdings nur schwer definieren. Ein Dualismus, der mehr Fragen aufwarf, als er Antworten zuließ. War man bereits Journalist, wenn man re-gelmäßig Texte publizierte? Oder galt man doch eher als Schriftsteller, wenn der Text zu ästhetisch anmutete? Auch heute lässt sich das Berufsbild Journalismus nur schwer defi-nieren, der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) interpretiert es wie folgt:
Journalist ist, wer […] hauptberuflich an der Verbreitung von Informationen Mei-nungen und Unterhaltung durch Massenmedien beteiligt ist. (Wirths 1994, S. 46)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Weiblicher Journalismus: Allein unter Männern?

2. Männer schreiben über Politik, Frauen über Schminke

3. Kinder kriegen ist Frauensache!?

4. Eigene Wahrnehmung des weiblichen Journalismus

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die historische und aktuelle Stellung von Frauen im Journalismus, analysiert die Gründe für die ungleiche Verteilung in den verschiedenen Berufsfeldern und beleuchtet den Einfluss von Rollenbildern sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

  • Historische Entwicklung des Journalismus als Frauenberuf
  • Vertikale Segregation und die Verteilung in journalistischen Ressorts
  • Einfluss der geschlechtlichen Sozialisation auf die Berufswahl
  • Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie und Karriere
  • Selbstreflexion über die persönliche Positionierung innerhalb der Branche

Auszug aus dem Buch

Männer schreiben über Politik, Frauen über Schminke

Auch wenn die Anzahl der Frauen in den Bereichen Kreatives Schreiben und Journalismus stetig steigt, sind die Prestigeträchtigen Abteilungen nach wie vor in Männerhand. Männer haben die deutliche Mehrheit [...] in den klassischen Ressorts wie Politik, Nachrichten, Wirtschaft und Sport; und es sind dies jeweils die politiknahen und aktuellen Themen und Tätigkeitsbereiche (Klaus 1998, S. 164). Frauen dagegen beschränken sich größtenteils auf Lokales, Soziales und Beauty. Liegt das wirklich nur an den klischeehaften Vorstellungen der Interessenverteilung? Sind Frauen einfach nicht am aktuellen Tagesgeschehen interessiert und engagieren sich deshalb hauptsächlich in sekundären Ressorts? In den 70er Jahren wurde dieses Phänomen erstmals unter dem Begriff Vertikale Segregation zusammengefasst. Je höher die Position und die damit verbundene Machtkompetenz, desto geringer war der Frauenanteil. Auf der anderen Seite, je weisungsgebundener und weniger eigenverantwortlich die Aufgaben waren, desto mehr weibliche Journalisten beschäftigten sich mit ihnen (vgl. Klaus 1998, S. 162). Die Verteilung in der Hierarchie belegten diese Aussagen zusätzlich, Frauen in den oberen Führungspositionen gab und gibt es kaum. Aktuell sind in Deutschland nur vier Chefredakteurinnen bei Tageszeitungen beschäftigt, im Hinblick auf alle Medienformen sind es immerhin noch 22 Prozent der Journalistinnen, die eine Position in der Gesamtleitung inne haben (vgl. Braun 2008). Anscheinend müssen sich Frauen für eine Stilrichtung entscheiden. Vogue oder Focus? Die Wahl fällt häufig auf Ersteres. Die Erklärung dafür ist übrigens äußerst simpel, wie ein wunderbares Zitat von Otto Groth, einem Medienkundler aus dem Jahr 1930 beweist:

Zusammenfassung der Kapitel

Weiblicher Journalismus: Allein unter Männern?: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung, in der Frauen den Journalismus als Berufsfeld eroberten, und setzt sich mit der schwierigen Definition des Berufsbildes auseinander.

Männer schreiben über Politik, Frauen über Schminke: Der Text analysiert das Phänomen der vertikalen Segregation und zeigt auf, warum prestigeträchtige Ressorts weiterhin stark von Männern dominiert werden.

Kinder kriegen ist Frauensache!?: Hier wird die schwierige Vereinbarkeit von Karriere und Familie im Journalismus thematisiert sowie der Einfluss geschlechtsspezifischer Erziehung auf die Berufswahl diskutiert.

Eigene Wahrnehmung des weiblichen Journalismus: Die Autorin reflektiert abschließend ihre eigenen Erfahrungen als Online-Redakteurin und hinterfragt ihre persönliche Entscheidung für bestimmte Themengebiete.

Schlüsselwörter

Weiblicher Journalismus, Geschlechtliche Sozialisation, Vertikale Segregation, Medienbranche, Karriere, Familie, Redaktion, Ressortverteilung, Chefredaktion, Gender Studies, Journalismus, Frauenanteil, Berufsbild, Gleichstellung, Arbeitsmarkt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und Stellung von Frauen im Journalismus und untersucht die historischen sowie strukturellen Hintergründe der beruflichen Ungleichverteilung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die historische Entwicklung, die geschlechtsspezifische Ressortaufteilung, das Konzept der vertikalen Segregation und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für die Unterrepräsentation von Frauen in prestigeträchtigen und leitenden journalistischen Positionen aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse medienwissenschaftlicher Quellen sowie einer Einbettung in den Kontext der Geschlechterforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Segregationsphänomenen, die geschlechtliche Sozialisation als Erklärungsmodell und die familienpolitischen Herausforderungen innerhalb der Medienbranche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören weiblicher Journalismus, vertikale Segregation, Geschlechtersozialisation, Vereinbarkeit und Führungspositionen.

Welche Bedeutung hat das Zitat von Otto Groth für die Argumentation?

Es dient als historisches Beispiel für tief verwurzelte Vorurteile über die "weibliche Natur" und ihre vermeintliche Ungeeignetheit für den sachlichen Nachrichtendienst.

Warum spielt die persönliche Erfahrung der Autorin eine Rolle?

Sie dient als Fallbeispiel, um zu verdeutlichen, wie individuelle Interessenentscheidungen in einem bereits strukturell geprägten Arbeitsumfeld getroffen werden.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Familiengründung und dem Ausstieg aus der Branche?

Ja, die Arbeit weist darauf hin, dass mangelnde Familienfreundlichkeit und die hohen Anforderungen der Branche oft dazu führen, dass Journalistinnen ab 30 Jahren beruflich kürzertreten oder aussteigen.

Ist der Journalismus heute eine reine Männerdomäne?

Nicht mehr in dem Maße wie früher, doch die Arbeit zeigt auf, dass eine "vertikale Segregation" weiterhin besteht, besonders wenn es um Führungspositionen und politische Leitressorts geht.

Excerpt out of 5 pages  - scroll top

Details

Title
Weiblicher Journalismus: Allein unter Männern
College
Bielefeld University
Grade
1,7
Author
Manuela Drews (Author)
Publication Year
2011
Pages
5
Catalog Number
V196073
ISBN (eBook)
9783656219934
ISBN (Book)
9783656220183
Language
German
Tags
weiblicher journalismus allein männern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuela Drews (Author), 2011, Weiblicher Journalismus: Allein unter Männern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/196073
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