Im Rahmen des Unternehmenskaufs bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Durch die Vielzahl an steuerlichen- und bilanziellen Auswirkungen divergiert die Wahl der Transaktionsform nach den individuellen Zielsetzungen. Schwerpunkt der Betrachtung bietet die Beleuchtung von Asset- und Share-Deal hinsichtlich ihrer Abbildung in IFRS und HGB. Abrundend findet auch die Fusion Betrachtung. Vor allem die unterschiedlichen Konsequenzen für Veräußerer und Erwerber wirken erheblich als Entscheidungskriterium. Es wird herausgestellt, ob eine generelle Vorteilhaftigkeit einer der Transaktionsformen ermittelt werden kann.
Inhaltsverzeichnis
1. PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG
2. UNTERNEHMENSBEGRIFF UND UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLUSS
2.1 MERGERS
2.2 ACQUISITIONS
2.2.1 MOTIVE FÜR EINEN UNTERNEHMENSERWERB
2.2.2 GRUNDLAGEN DES ASSET DEAL UND SHARE DEAL
3. BETRACHTUNG DER TRANSAKTIONSWAHL AUS STEUERLICHER SICHT
3.1 STEUERLICHE WIRKUNG EINES ASSET DEAL
3.1.1 ERTRAGSSTEUERLICHE BEHANDLUNG DES VERÄUßERERS
3.1.2 ERTRAGSSTEUERLICHE BEHANDLUNG DES ERWERBERS
3.1.3 VERKEHRSSTEUERN
3.2 STEUERLICHE WIRKUNG EINES SHARE DEAL
3.2.1 ERTRAGSSTEUERLICHE BEHANDLUNG DES VERÄUßERERS
3.2.2 ERTRAGSSTEUERLICHE BEHANDLUNG DES ERWERBERS
3.2.3 VERKEHRSSTEUERN
4. BETRACHTUNG DER TRANSAKTIONSWAHL AUS BILANZIELLER SICHT
4.1 ABBILDUNG EINES ASSET DEAL
4.2 ABBILDUNG EINES SHARE DEAL IM EINZELABSCHLUSS
4.3 ABBILDUNG EINES SHARE DEAL IM KONZERNABSCHLUSS
5. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Analyse der Transaktionsformen beim Unternehmenskauf, wobei der Fokus auf den steuerlichen und bilanziellen Auswirkungen von Asset Deals und Share Deals nach nationalem Recht und internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) liegt. Das Ziel besteht darin, die verfahrensmäßigen Besonderheiten und die gegensätzlichen Interessen von Käufer und Verkäufer bei der Strukturierung von Transaktionen herauszuarbeiten.
- Grundlagen des Unternehmensbegriffs und der Unternehmenszusammenschlüsse
- Motive für Unternehmenskäufe aus Sicht der beteiligten Interessengruppen
- Steuerliche Konsequenzen von Asset und Share Deals für Veräußerer und Erwerber
- Bilanzielle Abbildung der Transaktionsformen im Einzel- und Konzernabschluss
- Vergleich der Gestaltungsspielräume unter Berücksichtigung von IFRS und HGB
Auszug aus dem Buch
2.2.2 GRUNDLAGEN DES ASSET DEAL UND SHARE DEAL
Wie eingangs erwähnt können für den Unternehmenskauf zwei Transaktionsformen gewählt werden – der Asset Deal oder der Share Deal.
Der Begriff Asset Deal ist abgleitet von dem englischen Begriff asset, der als Wirtschaftsgut oder Vermögensgegenstand übersetzt werden kann. Hierbei werden ganze Unternehmen oder Unternehmensteile durch die Übernahme der einzelnen Vermögensgegenstände erworben. Die Anwendung des Asset Deal ist hierbei sowohl bei Personen- als auch bei Kapitalgesellschaften möglich. Ein direkter Erwerb ist möglich für alle innerhalb und außerhalb der Bilanz erfassten Vermögensgegenstände. Vorteilhaft gestaltet sich die Tatsache, dass durch die Wahl des Asset Deal nur erwünschte Vermögensgegenstände übernommen werden können. Dadurch können mit dem erworbenen Unternehmen verbundene Lasten, in Form von Verbindlichkeiten und Verpflichtungen, ausgegrenzt werden. Dieser Erwerb einzelner Wirtschaftsgüter im Zuge der Einzelrechtsnachfolge, oder Kauf durch Singularsukzession, wird als Sachkauf gemäß § 433 I Satz 1 BGB bezeichnet. Werden Rechte erworben, wie bspw. Forderungen gegen Kunden, liegt ein Rechtskauf im Sinne des § 453 I BGB vor. Nach außen hin tritt hierbei die Gesellschaft und damit der Rechtsträger des zu veräußernden Unternehmens als Veräußerer auf.
Zusammenfassung der Kapitel
1. PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG: Einleitung in die Thematik der Mergers & Acquisitions mit Fokus auf die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung bei Unternehmenskäufen.
2. UNTERNEHMENSBEGRIFF UND UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLUSS: Abgrenzung der zentralen Begrifflichkeiten und Definition von Unternehmenszusammenschlüssen im Kontext der IFRS.
3. BETRACHTUNG DER TRANSAKTIONSWAHL AUS STEUERLICHER SICHT: Detaillierte Analyse der steuerlichen Vor- und Nachteile sowie der ertragsteuerlichen Behandlung für Verkäufer und Käufer bei beiden Transaktionsarten.
4. BETRACHTUNG DER TRANSAKTIONSWAHL AUS BILANZIELLER SICHT: Untersuchung der handels- und IFRS-rechtlichen Abbildung von Transaktionen im Einzel- sowie Konzernabschluss.
5. FAZIT: Synthese der Ergebnisse mit der Erkenntnis, dass aufgrund komplexer Interessenlagen keine allgemeingültige Empfehlung für eine Transaktionsform existiert.
Schlüsselwörter
Asset Deal, Share Deal, Unternehmenskauf, M&A, IFRS, Steuerrecht, Bilanzierung, Unternehmenserwerb, Goodwill, Einzelrechtsnachfolge, Gesamtrechtsnachfolge, Konzernabschluss, Unternehmenszusammenschluss, Erwerbsmethode, Steuern.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die rechtlichen, steuerlichen und bilanziellen Aspekte der beiden primären Transaktionsformen beim Unternehmenskauf: dem Asset Deal und dem Share Deal.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen gehören die steuerliche Behandlung beim Veräußerer und Erwerber, die bilanzielle Erfassung der Vorgänge nach HGB und IFRS sowie die strategischen Motive hinter Unternehmenskäufen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Erarbeitung eines Verständnisses für die verfahrensmäßigen Unterschiede und Gestaltungsmöglichkeiten, die bei einer Transaktion zwischen den Interessen von Käufer und Verkäufer abzuwägen sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die auf aktuellen Rechnungslegungsstandards (IFRS, HGB) und einschlägiger Fachliteratur im Bereich M&A basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte steuerliche Gegenüberstellung der beiden Modelle sowie eine Analyse der bilanziellen Behandlung in Einzel- und Konzernabschlüssen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Asset Deal, Share Deal, Unternehmenszusammenschluss, steuerliche Behandlung und IFRS-Rechnungslegung.
Warum ist die Wahl zwischen Asset Deal und Share Deal so komplex?
Da die Interessen von Käufer (z.B. Abschreibungspotenzial) und Verkäufer (z.B. Steuerbelastung auf den Veräußerungsgewinn) meist gegensätzlich sind, ist eine Einzelfallbetrachtung zur optimalen Strukturierung der Transaktion erforderlich.
Welche Bedeutung hat die "Fußstapfentheorie" beim Share Deal?
Sie beschreibt, dass beim Share Deal die Identität des übernommenen Unternehmens unberührt bleibt und der Erwerber rechtlich an die Stelle des bisherigen Veräußerers tritt.
- Arbeit zitieren
- Christian Ball (Autor:in), 2012, Asset- versus Share-Deal, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/195970